Killer ? :: Was sonst nirgends passt

Killer ?

von Markus(YCH) am 29. September 1998 16:39

Hallo,

ich habe eine 2 Jahre alte Retriever Hündin (Arbeitslinie/Fieldtrail). Sie ist so ziemlich das bravste und liebste, was man sich vorstellen kann. Vor ein paar Tagen ist sie in den Wald abgehauen. Ich hörte ein piepsen und quietschen, und sah, das sich mein Hund einen Feldhasen geschnappt hatte. Ich konnte nicht eingreifen, da es hinter dichtem Gestrüpp geschah. Mein Hund hat dann dem Hasen blitzschnell die Kehle durchgebissen, so als habe er sein Leben lang nichts anderes gemacht. Danach verfiel mein Hund in eine Art "Blutrausch" o.ä. und versuchte den Hasen zu zerfetzen. Dann konnte ich endlich einschreiten und habe meinen blutverschmierten Liebling zurückgeholt. Nach ein paar Minuten verhielt sich mein Hund, wie wenn nichts gewesen wäre.
Ist dieses Verhalten noch einigermaßen normal ? Wie ist es möglich das ein Hund einen Hasen fängt, die sind doch viel schneller.

Vielen Dank

MfG Markus

von Martin + Mirko(YCH) am 29. September 1998 20:16

Grüß Dich Markus,

:ich habe eine 2 Jahre alte Retriever Hündin (Arbeitslinie/Fieldtrail).

Ich gehe einmal davon aus, daß Du weißt, was das heißt.

: ... und sah, das sich mein Hund einen Feldhasen geschnappt hatte. Ich konnte nicht eingreifen, da es hinter dichtem Gestrüpp geschah. Mein Hund hat dann dem Hasen blitzschnell die Kehle durchgebissen, so als habe er sein Leben lang nichts anderes gemacht.

Hat er im Prinzip. Er führte ein angeborenes Verhalten aus. Es gibt auch Hunde mit Ausfällen, aber wohl nicht bei Jagdhunden aus einer Arbeitslinie.

: Danach verfiel mein Hund in eine Art "Blutrausch" o.ä. und versuchte den Hasen zu zerfetzen.

Das ist weniger der vielzitierte Blutrausch als ein ganz normales Zerreißen der Beute. Soll er den Hasen ganz schlucken?

:Ist dieses Verhalten noch einigermaßen normal ? Wie ist es möglich das ein Hund einen Hasen fängt, die sind doch viel schneller.

Ich glaube, es gibt kaum etwas normaleres. Hasen ducken normalerweise inder Furch oder Sasse. Junge Hasen und kranke verpassen manchmal den letzten Moment zum Abhauen.

tschüß Martin & Mirko

von mecki(YCH) am 02. Oktober 1998 07:07

Guten Morgen Markus,

:Glaubst Du das mein Hund nun "Blut geleckt hat" und öfters Wild an den Kragen geht?

Nun ja, an den berühmten Blutrausch glaube ich nicht so ganz, aber ein solcher Jagderfolg kann schon ansteckend sein. Jedenfalls jagte unsere Laika überhaupt nicht und lief täglich ohne Leine auf dem Hof. Dann wurde sie im Alter von 6 Monaten vom Hofhund mit auf eine Jagdtour genommen, und es von heut auf morgen da. Nach unzähligen Versuchen, sie wieder auf dem Hof ohne Leine laufen zu lassen, blieb uns nichts anderes übrig, als sie dort nur noch mit langer Leine zu bewegen.

:Ich kann doch meinen Hund nicht bis ans Ende der Tage anleihnen oder?

Nein "ewiger" Leinenzwang ist wirklich das letzte was ich einem Hund und seinem Halter wünsche. Aber zumindestens im Wald würde ich mit langer Leine arbeiten um weitere Jagderfolge auszuschließen.
Ich habe nach ca. 6 Monaten intensiver Übung Laika fast soweit, daß sie nicht mehr von ihren Auslaufwiesen (die mittem im Waldgebiet liegen) in den Wald läuft. Aber durch den Wald kann ich nur mit langer Leine laufen. Jedoch ist es mein langfristiges Ziel, sie auch dort ohne Leine wieder mitnehmen zu können.

Also lass den Kopf nicht hängen, ich hätte mir vor einem Jahr niemals vorstellen können, daß ich Laika jemals wieder auf solch im Wald gelegenen Wiesen von der Leine lassen kann.

liebe grüße sendet mecki


von Claudia(YCH) am 02. Oktober 1998 10:16

Hallo Markus,
bei einem Jagdhund ist das zwar normal, aber was mich interessieren würde wäre, was
Du gemacht hast als Du deine Hündin wieder hattest.
Normalerweise hättest Du dir den Hasen schnappen müssen, ihn der Hündin ein paar Mal um den Kopf schlagen und ganz
energisch "Nein". Denn Du bist der Rudelführer, der Oberwolf und duldest
es nicht, daß sich ein Rudelmitglied selbstständig macht. Das hört sich sicher
brutal an, aber der Hase merkt nichts mehr und der Hund bekommt eine
Lektion die er nicht mehr vergißt.
Die Frage ist was ist schlimmer, kurz und knapp mich als Rudelführer durchsetzen
oder den Rest des Lebens das Tier an der Leine führen.
Jetzt heißt es für Dich mit dem Hund intensiv arbeiten. Nicht die Gefahr
meiden, sondern sie suchen. Denn nur wenn der Hund kapiert, daß du es
nicht duldest wenn er jagt, besteht die Möglichkeit, daß er es auch
läßt. Wenn Dir die nötige Erfahrung fehlt, wende dich an eine Hundeschule,
die haben meist guter Ergebnisse vorzuweisen.
Es gibt noch einige andere Möglichkeiten. Zwei Leinen, eine lange, dünne
Laufleine und die ganz normal Leine. Mache die normale Leine so ab, das der Hund
denkt er wäre frei und beim losrennen, rennt er in die Laufleine und wird
doch sehr verdutzt sein, das sein Herrchen auf diese Entfernung noch
auf ihn einwirken kann. Dazu muß dann das "Hier" im passenden Moment kommen.
Wenn das auch nichts hilft, gibt es noch die Koppeln. Dem Hund werden
zwei diagnal laufende Bänder an die Fesseln gebunden und zwar so, daß er
ohne Probleme traben kann. Sieht er ein Stück Wild und rennt los, holt er
sich selbst von den Beinen. Dieses Überschlagen verbindet er mit dem Wild
und ist oft kuriert.
Probiers einfach mal aus. Wichtig ist absolute Konsequenz und auch mal
sich als Rudelchef durchsetzten. Hat man einmal die Rudelspitze inne,
akzepieren die Tiere das und unterwerfen sich in jeder Situation, so wie
es ihr Instinkt sie lehrt. Siehe Wolfsrudel!
Bis dann
Claudia

von Klaus(YCH) am 02. Oktober 1998 11:11

Auch eine Lösung! Wenn man dem Hund die Beine bricht, stellt er in der Tat das Jagen ein!
Ansonsten: No Comment!

Klaus

von Claudia(YCH) am 02. Oktober 1998 13:31

:Auch eine Lösung! Wenn man dem Hund die Beine bricht, stellt er in der Tat das Jagen ein!

Hallo Klaus,
da hast Du wohl was falsch verstanden!!!!
Wenn man nicht weiß wie das funktioniert, kann es so aussehen, wie Du denkst!
Das hat nichts mit fest anbinden zu tun. Es sind elastische Bänder, die
aus einem Material sind, was auch logischerweise nicht in die Haut schneidet.
Der einzige Effekt bei der Sache ist, das sich der Hund erschreckt und diesen
Schreck mit dem Tier verbindet, hinter dem er her ist.
Unser Hund hat auch noch alle Beine und sie sind auch alle noch heile.
Vielleicht solltest Du dich erst mal informieren, bevor Du voreilige Schlüsse
ziehst.
Was ist schlimmer?
Ein erschreckter Hund, der vom Sturz vielleicht etwas dreckig ist?
oder
Ein Toter Hund, weil er beim Wildern erwischt wurde????
Claudia

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