9 Wochen alter Welpe schon so dominant ? :: Welpen - Junghunde

9 Wochen alter Welpe schon so dominant ?

von Katja + Indy(YCH) am 04. Juli 2000 14:41

Hi Melli!

Vorneweg: Es gibt immer Hunde aus "offizieller Zucht", die eine Katastrophe sind (uns Indy, auch bekannt als "Arreskovens Goldfinger", Sohn zweier Dänischer FCI-Champions, ist vom Rassestandard so weit weg, daß er vermutlich ein Opernglas dafür braucht :-))

Ich habe auch nichts gegen Hunde aus "Wilden Zuchten", ich kenne einige, die ganz klasse sind, auch bei Zufallspaarungen kommt oft was ganz Großartiges raus.

Aber ich bin der Meinung, daß man, wenn man rassereine Welpen "erschaffen" möchte, auch Sorge für die Gesundheit des NAchwuchses tragen muß. Gerade bei HD muß man dafür auch das Röntgenergebnis aller GEschwister der Hunder, mit denen man züchten möchte, in Betracht ziehen; ferner sollten ED und angeborene Katarakt beim Hovawart ausgeschlossenwerden. Der Wesenstest ist dann schon wieder eine Sache, die von Verein zu Verein unterschiedlich gehandhabt wird - ich für meinen Teil lege keinen Wert auf "Beutetrieb mit Fremdpersonen" z.B., der Rassezuchtverein schon. Jedem Tierchen...

So, jetzt hab' ich DIch vollgenöhlt, obwohl da mit der ursprünglichen Frage nichts zu tun hatte und Du auch gar nichts dafür kannst :-)
Ist auch nur meine Meinung, andere Leute sehen das wahrscheinlich wieder anders.

Ich wünsche Deiner Schwester viiiiiiel Nervennahrung für Gänge mit zwei Hovawartrüden und ein glückliches Händchen mit dem Kleinen!

Liebe Grüße, auch an Wolf natürlich,

Katja und Indy

von Melli(YCH) am 04. Juli 2000 16:48

Hallo Katja,

ich habe Deine Mails gar nicht als "vollnöhlen" empfunden, es ist alles klar !!!!
Habe vorhin wieder mit meiner Schwester telefoniert: Sie klang schon viel besser und sagte, dass sie die Lage schon wieder einiges entspannt hat, der Kleine schon nicht mehr ganz so druchdreht und der Große ihm nun doch schon mehr Bescheid gibt, was auch akzeptiert wird.
Aber gerade in Zukunft, wenn der Kleine groß ist, wünsche ich ihr auch sehr gute Nerven, die kann sie dann auch gut gebrauchen.

Liebe Grüsse an Dich und Indy,

Melli

von Gabriele Wojtkowiak(YCH) am 11. Juli 2000 11:55

: Hallo Ihr alle,
:
: heute habe ich eine Frage für meine Schwester, die keinen PC und Internetanschluss hat.
: Meine Schwester besitzt einen 6jährigen Hovawart Rüden. Seit einigen Tagen hat sie nun auch noch einen Hovawart Welpen, auch ein Rüde.
: Der Große ist ein sehr dominanter, aber gut erzogener Hund. Meine Schwester hat viel Hundeerfahrung und investiert sehr viel Zeit in die Hundehaltung. Im Moment ist sie jedoch etwas durch den Wind. Sie hatte sich aus dem Wurf extra einen nicht dominant wirkenden Welpen herausgesucht (sie war sehr oft bei den Welpen und hatte die Möglichkeit, die Entwicklung relativ gut mitzuerleben)......nun passiert jedoch folgendes:
: Der Kleine mit seinen 9 Wochen verweigert sein Welpenfutter und bedrängt den Großen, weil er nur DAS Futter fressen möchte. Der Große weist den Kleinen einige Male zurecht, trollt sich dann irgendwann, weil der Kleine nicht nachgibt.
: Meine Schwester hat auch noch zwei Katzen und die eine hat dem Kleinen schon Bescheid gesagt, weil er zu frech wurde. Anstatt dass er Respekt oder gar Angst zeigte, bellte und knurrte er sie an und gab keine Ruhe.
: Der Große hat schon lange einen seiner Plätze in der Küche an einer bestimmten Stelle gewählt(keine Decke oder so, nur eine Stelle). Da will nun aber unbedingt immer der Kleine liegen und der Große räumt das Feld.
: Verbietet meine Schwester dem Kleinen etwas, knurrt er sie an; will sie ihn "untersuchen", schnappt er nach ihrer Hand.
:
: Es geht nun NICHT darum, dass ich Verhaltenstipps für meine Schwester brauche, sie weiß sehr gut damit Bescheid.
:
: Ich habe nur die Frage(n): Kann es sein, dass so ein junger Hund schon so dominant ist, dass ein 6jähriger sehr dominanter Hund vor ihm kuscht ? Oder macht der Große das nur, weil der Kleine noch absolute Narrenfreiheit hat und gestattet ihm das Verhalten noch eine Zeitlang ?
: Alle erwähnten Beispiele machen auf mich schon sehr wohl den Eindruck eines sehr dominanten Hundes.....ich hätte nur nicht gedacht, dass ein Welpe mit 9 Wochen so bestimmt sein kann und der Große nicht wiederzuerkennen ist. Ich weiß, dass sich die Rangordnung öfter wendet, wie man sie nicht für möglich gehalten hätte und dass man sie akzeptieren soll, damit es keinen Stress gibt, aber können das wirklich schon erste Anzeichen dafür sein ??
:
: Was haltet Ihr davon ??
:
: Viele Grüße, Melli & Wolf
:

von Gabriele Wojtkowiak(YCH) am 11. Juli 2000 12:48

: : Hallo Ihr alle,
: :
: : heute habe ich eine Frage für meine Schwester, die keinen PC und Internetanschluss hat.
: : Meine Schwester besitzt einen 6jährigen Hovawart Rüden. Seit einigen Tagen hat sie nun auch noch einen Hovawart Welpen, auch ein Rüde.




Antwort auf Verhalten des erwachsenen Hovawarth und Welpe


Aus purem Zufall kam ich auf diese/Eure Geschichte. Da wir seit einigen Tagen ebenfalls einen dominanten Welpen haben, geben wir folgenden Tip:


Der Airedale Terrier, gut 2,5 Jahre alt, wohlerzogen, sehr gutes Sozialverhalten wird nun mit einem ca. 11 Wochen alten Airedale Terrier Welpen konfrontiert.

Der große Hund spielte in den ersten beiden Tagen noch nicht so viel mit dem Kleinen, die mußten sich erst aneinander gewöhnen. Der große holt sich seine Streicheleinheiten über Maßen und wir geben Sie ihm, so daß er spürt, er ist der Große und unser Bester ist. Das sieht so aus, daß der Große gelobt und gekuschelt wird und der Kleine sitzt daneben. Ist das Loben mit dem Großen zu Ende, kommt der Kleine ebenso ausgiebig dran.

Seit dem dritten Tag ist der große Airedale ein wahrer Vater zu ihm und würde ihm ebenso großen Freiraum einräumen wie der Hovawarth-Rüde, wenn es um den Lieblings-Schlafplatz oder um das Fressen geht. Das gilt jedoch nicht für Spielzeug. Mittels Spielzeug übt der Große mit dem Kleinen bereits Verhaltensweisen, die sie jetzt in Rollenspielen ausgiebig trainieren.

Übersehen wir, den Großen ausgiebig zu "beachten/loben/liebkosen", zieht er sich zurück.

Der Kleine wird zur Furie, wenn es um das Fressen geht. Er WILL das Fressen vom Großen und benimmt sich wie ein kleiner Teufel. Nun machen wir folgendes seit dem dritten Tag: Dem Großen wird das Fressen hingestellt, der Welpe gerät außer sich. Wir sagen deutlich "nein" und stupsen ihn weg. Er geht wieder auf Angriff, zwickt schon mal in die Hand, wir sagen deutlich "nein" und stupsen ihn weg. Beim dritten Angriff wird er gepackt, geschimpft, auf den Rücken gedreht und wir sehen ihm fest in die Augen, bis er weich wird, zum Strampeln aufhört, und grunzt. Erst dann hat er akzeptiert, daß er sich unterwerfen muß. Mit dem Signal seiner Unterwerfung wird er geknuddelt und gelobt, und mit Spielen beenden wir das Prozedere. Der große Airedale wird durch dieses Ritual in seiner BOSS-Position bestärkt und frißt in aller Seelenruhe seine Schüssel leer.

Wir haben dies bisher drei Mal praktiziert und heute haben beide nebeneinander oder großen Zoff gefressen. Der Welpe versucht natürlich, an die andere Schüssel zu kommen. Aber zwei Mal "Nein" reichte aus, um ihn zu erinnern.

Was der Airedale Welpe nicht macht ist, daß er seinen Boss anknurrt. Wenn Ihr Hovawarth-Welpe das tatsächlich macht, kann ich Ihnen nur raten, daß Sie ihn unterwerfen wie oben beschrieben oder Sie ihm die Futterschüssel wegnehmen und sie ihm wieder hinstellen, wenn er aufhört zu knurren. Das können Sie ruhig 3-4 x hintereinander machen und unbedingt jedes Mal, wenn er knurrt. Wenn Sie es mal vergessen, rechnet sich der Welpe sofort eine Chance aus, an Dominanz zu gewinnen, weil Sie unaufmerksam waren.

Seien Sie zu dem Hund konsequent dominant, aber so liebevoll im Lob (das nach 2-3 sek sofort kommen muß, wenn er die Missetat nicht mehr tut oder sich unterwirft), daß er endloses Vertrauen zu Ihnen hat und Sie als seinen Boss einfach liebt.

Wenn der Welpe das oben beschriebene Sozialverhalten lernt, können Sie sicher sein, daß die später folgenden Hierarchie-Kämpfe zwischen den Hunden "rudelfähig" ablaufen, d.h. der Große wird nicht bereits im vorhinein durch unsere falsch verstandene Liebe zum Welpen ins Abseits gedrängt.

Alles Gute,
Gabriele Wojtkowiak

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