1. Spaziergang - haben wir überfordert? :: Welpen - Junghunde

1. Spaziergang - haben wir überfordert?

von melanie(YCH) am 26. August 2000 14:29

hallo rosa. ich habe nicht soviel ahnung vom züchten wie du, aber denkst du vielleicht nicht auch, dass es den welpen vielleicht noch schwerer fällt sich bei seinen neuen herrchen einzugewöhnen? ich meine sie kennen dann ja wirklich nur deinen garten und dein haus. ich finde es gut, wenn man ihnen zeigt, dass die welt nicht hinterm gartenzaun endet.klar sollte man mit ihnen nicht in dem alter auf öffentliche anlagen. aber mal so einen kleinen ausflug ins grüne schadet ihnen doch wohl kaum. sie müssen sich auch irgendwann mal noch ans autofahren gewöhnen.oder überlässt du das den neuen besitzern?würde mich sehr über eine antwort von dir freuen.
gruss melanie

von Rosi(YCH) am 26. August 2000 14:54

Hi Silke

Und ich finde es toll, was der Züchter alles macht mit den Welpen. Optimal nach meinem Geschmack yawning smiley))). Grüss ihn bitte unbekannterweise.

Ich halte solches "Gewöhnen" wie er es macht für sehr wertvoll und entsprechend wichtig. Dadurch läuft er auch nicht gegen den Instinkt der Welpen, in ihrer eigenen Umgebung zu bleiben in diesem Alter.

Freude herrscht yawning smiley)
Rosi


von Rosa M.(YCH) am 26. August 2000 20:19

Hallo Melanie,

es ist halt so, daß ich meine erste Ridgebackhündin vor Jahren durch Staupe verloren habe. Abgesehen davon, daß ich damals noch nicht wußte, wie man Staupe behandelt, war sie ein Opfer des kleinen Ausflugs ins Grüne, weitab von der Stadt. Staupe z. B. hat sein Reservoir in einigen Wildtieren, Leptospiren geht über infiziertes Wasser (Rattenausscheidung). Nun wohne ich in einem städtischen Ballungsgebiet und würde einfach kein Risiko mehr eingehen, der Infektionsdruck ist immens. Um auszugleichen, habe ich eben eine Menge Krach und Zinnober im Garten veranstaltet und Autofahren um Block mußte natürlich auch gemacht werden.

Eine weitere interessante Erfahrung - die Welpen in der achten Woche gingen, wie Welpen eben gehen, erschüttert, zitternd und mit Umstellungsschwierigkeiten. Die Welpen die nach Abschluß der zwölften Woche gingen, gingen mit lustig wedelnder Rute - auch noch über den Berliner Hauptbahnhof. Waren sauber und mit Impfschutz versehen. Ist natürlich ein erhebliches teurer, die Bande mit zweiter Impfung zu versehen und fressen tun die ja auch. Aber ein zweiter Wurf (ich hatte nur einen eigenen) geht mir nicht vor der zwölften Woche aus dem Haus. Ich kenne die einschlägige Literatur und weiß, daß viele Koryphäen der Hundezucht ihre Welpen am liebsten schon am 49. Tag aus dem Haus haben wollen (dabei wird gern Trumler zitiert). Aber ob da der Wind nicht sehr aus Richtung Sparschwein weht?

Grüße
Rosa M.


von Silke(YCH) am 26. August 2000 20:36

Hallo Rosi!

Oh wie wohl ist mir zumute ...! Und das trotz der teilweise entmutigenden anderen Mails! Den Züchter grüße ich gern - übrigens hat sich mit ihm inzwischen ein solch gutes Verhältnis entwickelt, daß der Kontakt auch "außerhündisch" erhalten bleiben wird (wenigstens meinerseits).

Der Züchter hatte schon einige "Vorbestellungen", als wir uns mit ihm in Verbindung gesetzt haben, da wir uns ständig mit ihm auseinandergesetzt haben (und weil wohl auch persönlich Sympathie da ist), hat er uns das "Erst-Wahl-Recht" eingeräumt und uns den "Top-Hund" des Wurfes ans Herz gelegt, in der Hoffnung, wir würden irgendwann mal ausstellen. Diesen Hund haben wir nicht genommen, weil wir gar nicht ausstellen wollen ... . In die "engere Wahl" für uns kamen zwei Hunde, eine "Draufgängerin" und ein zurückhaltenderes wuscheliges Wesen. Von der "Draufgängerin" wurde uns abgeraten, da diese Hündin ein "Alpha-Hündin" sei, die einen ständig fordert und die in eine Familie gehört, von der sie immer beschäftigt wird (bei uns muß sie allerdings allerhöchsten 4 Stunden alleine sein - ca. 3 mal die Woche).

Ich fühle mich dort wirklich gut aufgehoben und die Welpen (11!!!) sind alle im Wesen (soweit ich das beurteilen kann) einwandfrei.

Wir haben die Kleine inzwischen schon richtig ins Herz geschlossen - obwohl wir erst seit der 7. Lebenswoche wissen, welche von den Süßen es nun endgültig wird.

Freude herrscht nicht nur bei Dir! Jetzt dauert es nur noch eine Woche!

Vom Gefühl her hatte ich auch nicht den Eindruck, der Hund sei überfordert - allerdings hatte ich in einem der vielen Erziehungsbücher, die bei mir vorrätig sind, nachgelesen, daß man Welpen mit neuen Situationen nur kurz konfrontrieren sollte (ca. 15 Minuten) - deshalb hier im Forum meine Frage.

Der Züchter ist meiner Meinung nach und dem Verhalten Julchens nach - eine Wucht - und der Hund auch -. Eigentlich war ich wohl hauptsächlich unsicher weil ich erwartet habe, daß der Welpe unsicher an der Leine bockt und ängstlich vor allen Neuigkeiten stehen bleibt (und dabei gehört er noch nicht mal zu den "Draufgängern" im Rudel). Aber weit gefehlt - es geht auch anders!

Hoffentlich ist das für Dich/Euch keien Drohung:
von Julchen werde ich bestimmt noch einiges hier berichten

liebe Grü0e
Silke (noch ohne Julchen)

von B.B.(YCH) am 26. August 2000 20:55

Hallo, Rosa M.

ich muß Dir leider ein wenig wiedersprechen:
:
: Eine weitere interessante Erfahrung - die Welpen in der achten Woche gingen, wie Welpen eben gehen, erschüttert, zitternd und mit Umstellungsschwierigkeiten. Die Welpen die nach Abschluß der zwölften Woche gingen, gingen mit lustig wedelnder Rute - auch noch über den Berliner Hauptbahnhof. Waren sauber und mit Impfschutz versehen. Ist natürlich ein erhebliches teurer, die Bande mit zweiter Impfung zu versehen und fressen tun die ja auch. Aber ein zweiter Wurf (ich hatte nur einen eigenen) geht mir nicht vor der zwölften Woche aus dem Haus. Ich kenne die einschlägige Literatur und weiß, daß viele Koryphäen der Hundezucht ihre Welpen am liebsten schon am 49. Tag aus dem Haus haben wollen (dabei wird gern Trumler zitiert). Aber ob da der Wind nicht sehr aus Richtung Sparschwein weht?
:

Ich kann zwar nicht aus einem reichen Schatz an Erfahrungen berichten, hatte eben bisher auch nur einen Wurf. Aber bei diesen sechsen habe ich eine mit 9, eine mit 10 Wochen an die künftigen Besitzer abgegeben. Bei der ersten wußte ich genau, wie es bei meiner Freundin läuft ( auch ein älterer Hund im Hause), bei der zweiten habe ich mich dazu entschlossen, weil ich die Leute in den paar Wochen der Welpenaufzucht sehr gut kennengelernt habe. Es gab......keinerlei Eingewöhnungsprobleme, die Hunde liefen genauso schwanzwedelnd herum, wie die mit 12 Wochen abgegebenen, waren angstfrei und unbekümmert. An Halsband ( ab 6 Wochen) und Leine waren sie alle schon etwas gewöhnt und vor der Abgabe auch auf der ( zugegeben, nicht sehr belebten) Straße und dem nahegelegenen Feld. Mal alle zusammen, mal einer oder zwei mit Mama, aber auch mal ohne sie.

Halsband und Leine waren mir sehr wichtig, weil ich mit der Mutter Cara, die ich mit 11 Wochen bekam ( eben weil ich vorher schon mehrere Hunde hatte, der Züchter gibt sonst erst mit 12 Wochen ab), wahre Rodeo-Kämpfe veranstalten mußte:-)))

Das Sparschwein spielte dabei keine Rolle, alle Welpen habe das Haus mit einem großen Futtersack, Spielzeug ( gebrauchtem) Soft-Bed, Spratt´s Kamm und Striegel verlassen. Getrimmt habe ich die Hunde im 1. Lebensjahr kostenlos und nehme bis heute für meine Eigenen nur den halben Preis.

Die Mutter habe ich vor der Belegung noch mal frisch impfen lassen und in meiner Wohngegend herrscht kein großer Infektionsdruck.

Impfdurchbrüche kommen aber auch beim älteren Hund immer wieder vor.Eine Freundin in einer nahegelegenen Großstadt hatte eine Parvofall bei einem 6 Monate alten durchgeimpften Rüden und zur selben Zeit stand ein Wurf ins Haus. Die Welpen wurden mehrfach mit Baypamun geimpft und bekamen eine vorgezogene Parvo-Impfung, alle haben es unbeschadet überstanden.
Auch Loisl ist nach statoinärem Aufenthalt wieder ganz genesen. Allerdings nehme ich die , von meinem Mann liebevoll gebastelte Wurfkiste, nicht mehr zurück.

Um Deinen verlorenen Hund tut es mir sehr leid.

Grüße von B.B.
:
:

von Silke(YCH) am 26. August 2000 20:51

Hallo Rosa!

Deine Bemerkungen treffen neben der "möglichen Überforderung" den zweiten wunden Punkt, der mich auch beunruhigt hatte.

Und ich glaube, daß Du mit Deinen Argumenten da nicht falsch liegt - allerdings hoffe ich, daß ich Glück habe, und Julchen sich nichts einfangen wird. Ich werde sie mit 9 Wochen übernehmen - mit 10 Wochen wird sie dann in eine Welpenspielstunde mit "Früherziehung" gehen. Ich hoffe, ich behalte dabei einen gesunden Hund und erlebe kein Fiasko - die Vorteile der frühen Sozialisierung scheinen für mich gegenüber der Wahrscheinlichkeit einer Infizierung z.B. mit Staupe zu überwiegen.

Wie dem auch sei - Drück die Daumen! Denn als Welpenkäufer habe ich gar keine andere Chance, fast alle Hund werden in dem Alter abgegeben (ich ahbe mich bei diversen Züchtern informiert) - der zuständige Zuchtverband schreibt sogar nur "nicht vor der 8. Lebenswoche" vor.
Auch "Erziehungsbücher" wie der jüngere Kosmos-Erziehungsratgeber (Führmann/Hoefs) raten dazu, trotz Risiko einer Infizierung zu Sozialisieren.

Für uns "Welpen-Käufer" ist das gar nicht so einfach ... .

Gruß
Silke

PS. Wie ich aus Deinem Posting vermute, züchtest Du Ridgebacks - das soll jetzt nicht "schleimen" aber: Was für schöne Hunde !!!

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