Angst vor Fremde :: Welpen - Junghunde

Angst vor Fremde

von Brigitte(YCH) am 04. Juni 2002 12:21

Hallo,

wie bekomme ich die Angst vor Fremden bei meinen Junghund 5 Mon. alt in den Griff.

Wir sind in einer Welpengruppe gewesen jetzt in der Junghundgruppe, sie hat viele fremde Leute kennengelernt und nie schlechte Erfahrungen gemacht und trotzdem hat sie vor fremen Meschen angst, wenn wir spazieren gehen und es kommen ihr Menschen entgegen ist sie sehr ängstlich und wenn sie dann noch angsprochen wird dann bellt sie die Leute an.

Ich weiss wirklich nicht mehr weiter, wie kann ich ihr denn umgang mit Fremden verschönern.

Es wäre ein viel schöners spazieren gehen wenn sie freundlich auf fremde Menschen reagieren würde.

Auch zu Hause wenn fremde Personen am Zaun vorüber gehen, rennt sie sofort hin und bellt wie wild.

Vielleicht kann mir jemand gute Tipps geben, wie ich das Problem in den Griff bekomme.

Liebe Grüße



von Malaika(YCH) am 04. Juni 2002 13:16

Hallo Brigitte-
mmhh leider sehen wir deinen Hund ja nicht und wissen nicht wie du reagierst. Was hat man dir in der Hundeschule geraten -die ja deinen Hund sehen ???
Welche Rasse ist es denn ?? Denn ich habe von Bekannten auch lernen müssen- deren Bouvier wird NIE begeistert sein von fremden Personen und wird immer der Hand die streicheln will ausweichen.
Ich würde ihr aber nicht erlauben Leute anzubellen- also das heisst- heranrufen,-bevor sie bellt, ihr gar nicht den "Erfolg" geben- anleinen und wenn sie brav war-gibt es eine Bestätigung... Ich finde dieses gekläffe muss erst einmal erstickt werden.
Ich würde aber auch nicht wollen, dass mein Hund Spaziergänger am Zaun verbellt- aber vielleicht sehen es die anderen hier anders. Bei meiner Rasse nicht üblich und eine Unart- die man nicht zulässt- ich habe Golden Retriever. Meine Hunde laufen nicht im Garten alleine und können nicht bis vor an den Zaun - dies würd ich verleicht auch unterbinden- also Garten etwas abgrenzen und schimpfen,wenn du sie dabei erwischt.
Ansonsten würde ich Freunde und Bekannte- erst einmal Leute die sie öfters sieht- zum Spiel mit dem Hund einladen und die Leute immer "fremder" werden lassen- für den Hund,-hoffentlich ´klingt dies logisch... Die Leute sollen deinem Hund ein Leckerli und /oder Spielzeug anbieten... Ich denke ihr solltet erst einmal daran arbeiten, dass nicht mehr gebellt wird, und das streicheln lassen würde ich erst viel später ,-wenn überhaupt langsam "anerziehen".
Ich kann da nur von meiner Rasse sprechen -die verdammt viel Menschenbezug haben und kaum wegzubringen sind von Fremden... sollten sie aber Anzeichen von Flucht oder Angst zeigen-würde ich wie beschrieben vorgehen.
Viel Erfolg-aber ohne Arbeit geht es nicht... abwarten nützt nichts.
Gruß Malaika

von Cindy(YCH) am 04. Juni 2002 14:39

Hallo Brigitte,

: trotzdem hat sie vor fremen Meschen angst, wenn wir spazieren gehen und es kommen ihr Menschen entgegen ist sie sehr ängstlich und wenn sie dann noch angsprochen wird dann bellt sie die Leute an.
:

Warum spricht ein Fremder deinen Hund an? Da musst Du von vornherein einschreiten. Niemand, aber auch wirklich niemand hat deinen Hund zu beachten, geschweige denn anzufassen oder zu beachten. Ausnahme Tierarzt und ähnliches. Bei einem Menschen gegenüber ängstlichen Hund sollte der Erstkontakt, rsp. die Kontaktaufnahme grundsätzlich vom Hund ausgehen. Sprich, Hund wird nicht beachtet, Gespräch zwischen fremder Person und Dir. Kein Blickkontakt oder sonstige Reaktion Richtung Hund. Irgendwann wird der Zeitpunkt kommen, an dem die Neugierde ihre Angst überwiegt. Das kann aber einige Zeit dauern. Also Tage, Wochen. Auch wenn sie hingeht, und die fremde Person abschnuppert, keine Kontaktaufnahme von Seiten des Menschen. Evtl. wenn sie länger bei der fremden Person bleibt, langsam Berühung aufbauen. Mit den Fingerspitzen Kinn kraulen, evtl. im Ohrbereich kraulen. Aber immer noch keine Ansprache des Hundes oder Blickkontakt. Erst, wenn sie sich das Kraulen wirklich gefallen lässt, dann mal ein ruhiges Wort an deine Hündin richten. Auch von der fremden Person. Aber immer noch keinen direkten Blickkontakt aufnehmen. Das wirkt vermutlich immer noch zu bedrohlich für sie.
Und unter keinen Umständen Zwang ausüben, nach dem Motto "Du musst dich anfassen lassen". Auch nicht der gutgemeinte "ach ich hab Hunde doch so lieb, und Hunde lieben mich, also lass dich doch mal anfassen"-Zwang.

: Ich weiss wirklich nicht mehr weiter, wie kann ich ihr denn umgang mit Fremden verschönern.
:

Indem Du sie vor Fremden "beschützst". Also nicht erlaubst, dass Fremde sie einfach anquatschen, oder gar anfassen. Und zwar jede "fremde" Person. Also alle Personen, die nicht zu eurer direkten Familie gehören. Egal, wie gute Freunde ihr seit, und wie oft ihr euch seht. Solange eure Hündin vor einer Person Angst zeigt, gilt sie für den Umgang mit eurer Hündin als "fremd".

: Es wäre ein viel schöners spazieren gehen wenn sie freundlich auf fremde Menschen reagieren würde.
:

Ich würde an deiner Stelle froh sein, wenn Du sie dazu bekommst, neutral auf fremde Menschen zu reagieren. Warum willst Du, dass sie freundlich reagiert, wenn das vielleicht ihrem Wesen nicht entspricht? Es gibt genügend Hunde, die Fremde nicht so toll finden.

: Auch zu Hause wenn fremde Personen am Zaun vorüber gehen, rennt sie sofort hin und bellt wie wild.
:

Kann es sein, dass sie dann häufiger von diesen fremden Personen angesprochen wird, oder evtl. gar "geärgert"? Das bestärkt sie natürlich in dem Verhalten. Und ausserdem, wenn die Fremden dann weitergehen, "sich durch ihr Gebell vertreiben lassen", ist das ein "toller" Lerneffekt
Ich würde, wie Malaika vorgeschlagen hat, verhindern, dass sie an den Zaun gehen kann. Wenn möglich, eine Absperrung so weit in den Garten rein, dass sie sich durch Spaziergänger nicht mehr angesprochen fühlt. Schimpfen, wenn sie bellt, bringt mE nicht allzuviel. Wenn Du Pech hast, stachelst Du sie damit nur noch an. Denn "wenn Du schon bellst, dann ist das ja richtig".
Im Prinzip hast Du 2 Möglichkeiten. Beide setzen jedoch voraus, dass Du während der Zeit im Garten permanent Einwirkungsmöglichkeiten hast. Also nicht mit Gartenarbeit, Grillen etc. beschäftigt bist, oder gar Hund allein im Garten ist. Denn schliesslich soll Hundi lernen, dass das Bellen am Gartenzaun nicht erwünscht ist, und deshalb während der Trainingsphase auch nicht die Möglichkeit haben, damit durchzukommen.

Also die beiden Möglichkeiten:

1. Du besorgst Dir eine Wasserpistole, die immer! griffbereit dabei ist im Garten. Und in dem Moment, wo Hundi anfängt zu bellen, kommt ein gezielter Wasserspritzer in Richtung Hund. Ist allerdings etwas unpraktikabel in meinen Augen, da immer die Wasserpistole dabei sein muss, dann musst Du sie rechtzeitig schussbereit haben, möglichst noch, bevor Hundi anfängt zu bellen, wegen der Verknüpfungszeit. Und dann musst Du noch treffen, und und und.

2. Du versuchst gezielt, sie vom Bellen abzubringen. Wenn möglich, über positive Bestärkung. Dazu dürfte dein Hund erst mal auch nicht mehr unbeaufsichtigt in den Garten. Zuerst musst Du allerdings noch austesten, ab welcher Distanz zum Gartenzaun sie anfängt zu bellen. Also der Distanz der vorbeilaufenden Person meine ich. Das möglichst mit einer Bekannten, die Dir beim Training dann auch hilft. Dann gehst Du schrittweise vor:
1. deine Bekannte läuft in der Distanz am Zaun vorbei, wo deine Hündin evtl. gerade noch Notiz nimmt, und vielleicht schon Tendenz zum Zaun hinrennen zeigt. Jegliche Aktion deiner Hündin in die dem Zaun entgegengesetzte Richtung, am Anfang genügt ein Kopfdrehen, wird durch Lob und Leckerli "versüsst".

2. wenn dein Hund nicht mehr auf die Testperson reagiert, oder nach dem Hinrennen zum Zaun sofort Desinteressiert ist, (nicht bloss 1x, sondern wirklich sicher in dem Verhalten ist), dann kommt Schritt 2, die Distanz zwischen Testperson und Zaun wird etwas verringert.
gleiches Spiel, wie bei Schritt 1.

3. Wenn ihr soweit seit, dass Testperson ganz normal dicht am Zaun vorbeigehen kann, ohne dass deine Hündin reagiert, dann kommt Schritt 3.
Testperson nimmt kurz Notiz vom Hund, also nur einen kleinen Blick richtung Hund.

Wenn das klappt, längerer Blick. Wenn das klappt, Mal in neutralem Ton kurz ansprechen.

Wenn das alles mit einer Testperson klappt, mit anderen Personen probieren.
Aber Achtung. Dabei solltet ihr wieder ein paar Schritte zurückgehen. Also erst mal wieder auf Distanz vorbeilaufen. Dann erst dicht, und dann vielleicht ansprache.


Ich weiss, das hört sich jetzt sehr langwierig an. Aber, dein Hund ist jetzt erst 5 Monate alt. Stell Dir vor, Du musst in den nächsten 10 bis 15 Jahren ständig losschimpfen, weil dein Hund an den Zaun rennt, und bellt. Und das, obwohl Du vielleicht gerade in der Küche beschäftigt bist, oder sonst irgendwas. Da sind ein paar Monate gezieltes Training nicht so lang, denke ich mal. Und wenn dein Hund erst mal begriffen hat, um was es geht, nämlich "Leckerlis einheimsen, wenn ich nicht an den Zaun renne, und die Leute anbelle", dann sind die Fortschritte auch relativ schnell. Und später, wenn dein Hund das kann, brauchst Du nicht ständig Leckerlis und Lob, sondern dann reicht es ab und an mal, eine nette Bestätigung einzuflicken.

Gruss Cindy
:

von ChristineHd(YCH) am 04. Juni 2002 19:50

Hallo,
:
: Es wäre ein viel schöners spazieren gehen wenn sie freundlich auf fremde Menschen reagieren würde.

: Vielleicht kann mir jemand gute Tipps geben, wie ich das Problem in den Griff bekomme.
:

Hör auf zu träumen, wie es wäre wenn und akzeptiere Deinen Hund so, wie er ist. Damit bist Du erst mal frei jeglicher falscher Erwartungshaltung, wie Idealhund zu sein hat.
Fremde sind ein Problem, sind eine Bedrohung? Für Dich ist es ein Problem und für Deinen Hund, weil Du daraus ein Problem machst.

Sein Bellen sagt dem Fremden: Du bist zu nah.

Zeig deinem Hund: Daß ihn Fremde nicht berühren, daß es möglich ist, einen Bogen zu machen usw. Zeig ihm neue Wege.

Zeig ihm, daß Menschen positives bedeuten: Mensch naht, und schon gibt es Leckerli, solange, bis man am Mensch vorbei ist zb.

schau mal auf meiner HP vorbei, wenn Du Lust hast. Ich habe zwei Hunde, die Fremde nicht unbedingt brauchen.

Christine

von Brigitte(YCH) am 05. Juni 2002 11:45

Hallo,

vielen Dank für die Tipps, werde mich gleich ans üben machen, mein Hund ist ein Münsterländer/Border Collie Mix,

Das mit der Wasserpistole habe ich auch schon probiert ist aber bei uns schlecht möglich da der Garten zu groß ist, soweit geht keine Spritze.

Bei den fremden Personen probiere ich es werden wir es jetzt mit Leckerlis und sitz probieren und hoffen es wird besser.

Wir leben in einen kleinen Dorf und dann wir man an jedem Gartenzaun angesprochen und wird geplaudert wenn wir spazieren gehen.

Also nochmal vielen Dank für die Tipps.

von Malaika(YCH) am 05. Juni 2002 14:56

Hallo Brigitte-
du hast geschrieben wir probieren es bei den Leuten mit Leckerlis und "Sitz" - kann sein, dass dies für dienen Hund äusserst unangenehm am Anfang ist- du wirst verdammt streng werden müssen,-damit sich dein Hund hinsetzt...sie wird damit nichts positives verknüpfen .... willst du es nicht über Spass und Spiel und Leckerli erst probieren und sie lieber kurz anleinen und mit Spielzeug ablenken,-wenn ihr fremden Personen begegnet...???
Gruß Malaika

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