Huskywelpe hat Angst :: Welpen - Junghunde

Huskywelpe hat Angst

von Sonja Kamp(YCH) am 31. Oktober 2002 16:11


Ich habe seid knapp 2 Monaten eine 4 Monate alte Huskyhündin. Das Problem ist, wenn ich mit ihr gassi gehe hat sie vor jedem und allem Angst (vorallem vor Kindern). Sie bekommt richtig Panik wenn ihr fremde Leute entgegen kommen. Weiß vielleicht jemand wie ich ihr die Angst nehmen kann?
Auf Antwort würde ich mich freuen.



von Katja(YCH) am 31. Oktober 2002 16:44

Hallo Sonja,


Ein paar Fragen, um sich ein besseres Bild von der Situation machen zu können.

- Hatte Deine Hündin von Anfang an vor allem Angst oder hat sich das erst in den letzten 1 - 2 Wochen entwickelt?
- Wie sah bisher der Alltag Deines Hundes aus, was hast Du mit ihr unternommen, was hat sie schon alles kennengelernt/gesehen?
- Besuchst Du eine Welpengruppe?
- Wo hast Du die Hündin her, wie wurden die Welpen beim Züchter gehalten, welche Umwelteinflüsse bekamen sie dort bereits zu sehen?
- Wie reagierst Du, wenn Deine Hündin vor etwas Angst hat?

Grüße, Katja.

von Sonja Kamp(YCH) am 31. Oktober 2002 17:04

Sie hatte von Anfang an schon von allem Angst.Ich war bis jetzt nur zweimal mit ihr in der Stadt, ansonsten bin ich sehr viel auf großen Wiesen wo auch andere Hunde rumspringen.
Das Problem ist, das ich nicht weiß wie sie bei dem Züchter gehalten worden ist. Ich habe den Züchter durchs Internet kennengelernt.Er hat mir Bilder geschickt von den Welpen und da hat mir meine kleine sofort gefallen. Sie kommt vom Sauerland, die Übergabe war in Nürnberg. Ich konnte also nicht sehen wie sie gehalten worden sind und ob sie mit Menschen kontakt hatten. Ich habe auch vor kurzem einer Tierärztin gemailt, und sie vermutet das die kleine Mißhandelt worden ist. Ich bin in keiner Welpenschule.Ich weiß auch nicht ob das der kleinen was helfen würde, weil sie auch so jeden Tag mit anderen Hunden zusammen kommt. Sonja

von Katja(YCH) am 31. Oktober 2002 17:42

Hallo Sonja,

Oje, das hört sich nicht nicht grade nach dem idealen Start ins Hundeleben an.

Natürlich wäre es möglich, daß Deine Hündin schlechte Erfahrungen gemacht hat, viel wahrscheinlicher ist allerdings in aller Regel, daß das Gegenteil der Fall ist - meist ist das Problem bei extrem ängstlichen Junghunden, daß sie in der entscheidenden Zeit GAR KEINE oder zumindest viel zu wenig Erfahrungen gemacht haben.

So hört sich für mich ehrlich gesagt auch Deine Geschichte an.
Die eogentliche Haupt Sozialisierungsphase bei Hunden endet bereits zwischen der 12. und 16. Woche.
Bis dahin sollte ein Hund alle wesentlichen Dinge im Leben auf entspannte positive Art kennengelernt haben.
Alles was der Hund bis dahin nicht kennengelernt hat wird er für den Rest seines Lebens als fremdartig und damit als furchteinflößend betrachten.

Bei einem "Züchter" der Welpen einfach ohne Besichtigung von Elterntieren und Umfeld in eine andere Stadt karrt und dort verkauft möchte ich einfach mal kühn vermuten, daß die Welpen bis dahin ausschließlich einer kargen Zwingeranlage gelebt haben ohne jegliche Umweltreize oder gar sorgfältige Sozialisation.

Große eisame Wiese und Hunde treffen ist natürlich auch schön für einen Welpen, zur Sozialisation gehört aber weit mehr als der Kontakt zu Artgenossen. Es wäre, gerade wenn der Hund vorher abgeschirmt gehalten wurde enorm wichtig gewesen der Kleinen von ersten Tag bei Dir an alles Mögliche zu zeigen - Verschiedene Menschen, Kinder jeden Alters, lauter Strassenverkehr, andere Tiere, Radfahrer, Bahnhof.......

In einer GUTEN Welpengruppe werden die Welpen nicht einfach zum Spielen auf eine eingezäunte Wiese gelassen sondern auch gerade mit solchen Umweltsituationen vertraut gemacht.

Nun ja, nun ist es eben wie es ist und Du mußt eben versuchen nachzuholen was noch nachholbar ist, so alt ist Dein Hund ja gottseidank nun auch noch nicht.

Geh also den furchteinflößenden Situationen nicht aus dem Weg, führe Deine Hündin behutsam an all die oben genannten Dinge heran, belohne sie für furchtloses verhalten, bitte unterschiedliche fremde Menschen Deine Hund zu füttern, dabei sollen sie sich nicht über den Hund beugen sondern vor ihm in die Hocke gehen......

Ganz wichtig ist auch, daß Du Deine Hündin nicht für ihr ängstliches verhalten bemitleidest und auf keinen fall versuchst beruhigend aus sie einzureden wenn sie sich fürchtet. Hunde kennen kein gegenseitiges Beruhigen, sie würde Deine versuche als Lob für das ängstliche Verhalten empfinden.
Tu also so, als würdest Du gar nicht merken, daß sie Angst hat und lobe und belohne sie stattdessen immer dann wenn sie grade nicht ängstlich ist.

Außerdem würde ich Dir raten, such Dir eine Junghundegruppe in einer GUTEN Hundeschule, die die Hunde auch an Umweltreize gewöhnt und wissen, wie man mit ängstlichen Hunden umgehen muß.

Du schreibst, Du hast den Züchter im Internet gefunden, würdest Du mir die Internetseite verraten, das würde ich mir gerne mal ansehen?

Ansonsten wünsche ich Dir und Deiner Hündin alles Gute, ich hoffe Du wirst das beste aus der Situation machen und Dir eines Tages nach hoffentlich vielen glücklichen Jahren mit Deiner Hündin den Züchter des nächsten Hundes sorgfältiger aussuchen.

Darf ich noch fragen, wie Du gerade auf einen Husky gekommen bist?

Viel Glück und Grüße, Katja.





von Sonja Kamp(YCH) am 31. Oktober 2002 18:10

Hallo,

Ich versuch das ich die Seite von dem Züchter nochmal finde.
Ich wollte schon immer einen Sportlichen hund und da war ein Husky ideal. Ich bin sehr viel draußen, wenn er älter ist gewöhn ich sie auch langsam ans Fahrrad.
Naja der Züchter hat gesagt das sie ein reinrassiger Husky ist, glaub ich nicht ganz weil sie auch ein bischen von einem Schäferhund hat. Ohren und das Fell (nicht so flauschig wie ein Husky). ich glaub das er mich auch beschissen hat.

Tschüß Sonja

von Simone(YCH) am 31. Oktober 2002 18:18

Hallo Sonja!
Auch wenn es nicht ganz vergleichbar ist, da mein Welpe nie schlechte Erfahrungen gemacht hat, würde ich sagen, dass die Welpenspielstunde das beste ist, was du deinem Hund geben kannst. Mein Aussie Mix Mädchen war dort beim ersten Mal so verschüchtert und ängstlich, dass sie die ganze Zeit nur gezittert, sich zwischen meinen Beinen versteckt und sogar aus lauter Stress erbrochen hat. Mittlerweile waren wir 5 Mal dort und ich erkenne meinen Hund nicht wieder! Sie ist ausgelassen, geniesst das Spiel mit anderen gleichaltrigen Hunden und ist in der Stadt immer vorne dabei.
Was du nicht unterschätzen darfst ist der Nachahmeffekt. Wenn 5 andere Welpen die Gittertreppe runterlaufen, Aufzug fahren oder über die Plastikplane toben hat das eine ganz andere Wirkung auf deine Kleine, wie wenn "nur" du ihr die Sache vormachst.
Also, tu ihr den Gefallen, such dir ne GUTE Hundeschule, die auf deine Probleme auch eingeht und du wirst sehen, dass es nach einer Weile sowohl deinem Hund, als auch DIR wahnsinnig Spass macht. Nur, lass dich nicht entmutigen, wenn sie sich die ersten paar Mal fast ins Hemd macht.
In diesem Alter ist es noch nicht zu spät!!!!

Viel Glück und alles alles Gute wünschen Simone und Aussie Malinka

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