von Antje(YCH) am 22. Januar 2003 09:22
Hallo Konny,
: Mein Eindruck den ich bekomme ist der ,das die schüchterne Hündin von
: ihren Geschwistern unterdrückt wird.Dieses kann sich aber ganz
: schnell ändern,wenn sie alleine ist.
: Es wäre gut,wenn Du die Hunde einzeln mal raus nehmen würdest ohne
: Geschwister.
Das hat aber nix damit zu tun wie sie sich Menschen gegenüber verhält. Ich meine, es ist ganz klar, die Welpen einer so knappen Schilderung nach zu beurteilen funktioniert sowieso nicht, vielleicht kommen gewissen Nuancen im Verhalten der Welpen so gar nicht rüber. Ich hocke wochenlang vor einem Wurf und schaue tagtäglich über Stunden, wie sich wer in welcher Situation verhält, und allmälig vervollständigt sich ein Puzzle. Mir ist es gar nicht so wichtig, wie sich die Welpen untereinander verhalten, denn es gibt komplett "schlechte" Würfe, und die haben trotzdem ihre eigenen "Stars", die den anderen gegenüber herausstechen und einem auffallen, wenn man nur diesen einen Wurf betrachtet. Und dann gibt es Würfe, die sind komplett "gut", selbst der letzte "Underdog" ist später um Klassen besser als der "Star" aus einem schlechteren Wurf, und nicht wenige Sieger waren Welpen, die als letzte im Wurf "übriggeblieben" sind, für die sich, im Verhältnis zu ihren Geschwistern gesehen, niemand interessiert hat.
Ganz wichtig ist für mich die Einzelbeurteilung, wie Du es schreibst. Für mich ist wichtig, wie sich ein Welpe situationsbedingt verhält, das sagt nämlich aus, wie beweglich er in seiner Nerventätigkeit ist. Nicht der Welpe, der vor nix Angst hat, ist "gut", sondern der, der nachdem ihn etwas beeindruckt hat, schnell wieder "frei" wird und zur Tagesordnung übergeht. Der Welpe, den gar nix beeindruckt, den kann ich in seiner Nerventätgikeit ja gar nicht beurteilen.
: Die Hündin,die jetzt schon Kühe verbellt ist sehr dominant und hat
: aber in gewisserweise nichts mit Selbstsicherheit sondern eher mit
: Unsicherheit zu tun.
Das kann, muß aber nicht sein. Es kann auch sein, daß es sich um eine wirklich selbstbewuste kleine Persönlichkeit handelt, die bloß noch nicht die Erfahrung gemacht hat, daß andere noch stärker und selbstbewuster sein können... Wie gesagt, hier fehlen ganz viele Puzzelsteine, um dieses Verhalten richtig interpretieren zu können.
: Ich spreche da aus Erfahrung,da ich mir auch die "frechste" aus dem
: Wurf aussuchte und mir einen Angstbeisser an Land zog.
Der Frechste kann der Beste sein, aber auch nicht. Wie gesagt, der "Beste" aus einem schlechten Wurf wird später nie ein "guter" Hund werden (die Wertigkeit von "gut" und "schlecht" bezieht sich auf die wesentlichen psychischen Eigenschaften, die ein belastbarer Abreitshund braucht).
Viele Grüße
Antje