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Welcher Welpe aus dem Wurf ? :: Welpen - Junghunde

Welcher Welpe aus dem Wurf ?

von Merry(YCH) am 21. Januar 2003 21:42

3 Welpen stehen zur Auswahl (Collie-SChäfer-Mixe) und ich muss mich bis morgen abend entscheiden - das fällt mir aber unheimlich schwer.
Der Wurf bestand ursprünglich aus 4 Hunden (3x Hündin 1xRüde)
Eine Hündin ist bereits weg !
Es bleiben :
1. ein kräftiger Rüde mit großen Füßen - aufdringlich ist er nicht - sehr verspielt, lässt sich nicht gerne heben und strampelt wie verrückt smiling smiley.Das Spielen wird von lautem Knurren begleitet (ist ja normal)und rangelt besonders wild mit der nächsten Kandidatin :
Die "Frechste" ist eine Hündin (verbellt gerne die Kühe auf Nachbars Wiese). Rauft gerne und ist beim Klingeln als erster vom Wurf an der Türe. (die hat die Hosen an)
Schlusslicht ist eine eher ruhige Hündin, die einen verschmusten Eindruck macht (mit superlieben Augen)auch gerne spielt, aber nicht den Wilden heraushängen lässt.
Sie kommt mit dem Rudel angelaufen ist aber eher vorsichtig, und hat sich (nachdem ich sie mal auf dem Arm hatte) für 2-3 Minuten unter den Tisch verkrochen. Sie macht aber keinen ängstlichen Eindruck, hat z.B. die Rute nicht eingeklemmt, duckt sich jedoch etwas mehr als die anderen
wenn man die Hand nach ihr ausstreckt (kurz aber nur - dann kommt sie mit der Nase und leckt vorsichtig - nachher hat sie auch mit mir gespielt) !

Am liebsten wäre mir eine Hündin. Da ich aber gelesen habe, dass von ängsltichen Hunden abzuraten ist, bin ich etwas im Zweifel -Zudem, weil ich nicht weiss, ob ich das vorsichtige Verhalten als Angst interpretieren kann - oder ob es eine gesunde Vorsicht (auf Abwarten) ist.

Kann ich mich guten Gewissens auf die Hündin einlassen oder dringend davon abzuraten (ich weiss - das ist aus der Distanz nicht einfach - aber schätzt es doch mal etwas ab :-))

liebe Grüße
Merry

von Antje(YCH) am 21. Januar 2003 22:44


Hallo Merry,

kommt ganz darauf an, was Du mit Deinem Hund später machen möchtest. So wie Du die Hündinnen beschreibst ist die zweite "nicht frei", im Gegesatz zur ersten Hündin. Die Fähigkeit, seelisch schnell wieder auf die Füße zu kommen in ungewohnten oder auch unangenehmen Situationen ist angeboren. Bei der ersten Hündin scheint sie ausgeprägter zu sein als bei der zweiten, d.h. letzere braucht etwas länger, um Ungewohntes "zu verdauen". Als Arbeits- oder Sporthund, oder auch im Umgang mit Kindern, würde ich die Erste bevorzugen, sie wird mental belastbarer sein. Ganz klar wird sie Dich aber in ausbildungstechnischer Hinsicht anders fordern als die zweite Hündin. Möchtest Du einen reinen Begleithund, ohne größere sportlichen Ambitionen, dann könnte die zweite Hündin genau die richtige sein. Daß sie etwas länger braucht um "frei" zu werden muß nicht bedeuten, daß sie ein Angsthase ist. Sie kann nur nervlich nicht so schnell hoch- und runterschalten wie ihre Schwester, was aber im "normalen Leben" kein Handicap sein muß.

Letzendlich hängt sehr viel von der Prägung durch denjenigen ab, der die Welpen aufzieht. In falschen Händen könnte sich die erste Hündin sehr schlecht entwickeln, die Fähigkeit, schnell wieder "frei" zu werden, verlieren. Genau so kann ein geschickter Aufzüchter bei der zweiten Hündin die nervliche Beweglichkeit verbessern und die mentale Belastbarkeitsgrenze heraufsetzen. Vorsichtig wäre ich auf jeden Fall immer dann, wenn ein Welpe wirklich ängstlich ist.

Viele Grüße

Antje

von Konny(YCH) am 22. Januar 2003 08:22

:
: Hallo Merry und Antje

Mein Eindruck den ich bekomme ist der ,das die schüchterne Hündin von ihren Geschwistern unterdrückt wird.Dieses kann sich aber ganz schnell ändern,wenn sie alleine ist.
Es wäre gut,wenn Du die Hunde einzeln mal raus nehmen würdest ohne Geschwister.
Die Hündin,die jetzt schon Kühe verbellt ist sehr dominant und hat aber in gewisserweise nichts mit Selbstsicherheit sondern eher mit Unsicherheit zu tun.Ich spreche da aus Erfahrung,da ich mir auch die "frechste" aus dem Wurf aussuchte und mir einen Angstbeisser an Land zog.Ich persönlich würde mir den Rüden nehmen allerdings nur aus dem Grunde weil ich eher der Rüdenfreak bin.
Ansonsten stimme ich Antje zu es darauf an was Du mit dem Hund machen willst und ob Du Kinder hast.Ich persönlich dulde es nicht,das meine Hunde Besuch an- bzw. verbellen. Ich bin der Boss.Deshalb würde ich Dir auf alle Fälle von der dominanteren Hündin aber auch vom Rüden abraten.
Gruß Konny

von tina(YCH) am 22. Januar 2003 09:06

hallo merry

ich glaube du selbst hast dich doch bereits entschieden ... und zwar für die schüchterne nicht wahr?? winking smiley))

gruss
tina

von Antje(YCH) am 22. Januar 2003 09:22

Hallo Konny,

: Mein Eindruck den ich bekomme ist der ,das die schüchterne Hündin von
: ihren Geschwistern unterdrückt wird.Dieses kann sich aber ganz
: schnell ändern,wenn sie alleine ist.
: Es wäre gut,wenn Du die Hunde einzeln mal raus nehmen würdest ohne
: Geschwister.

Das hat aber nix damit zu tun wie sie sich Menschen gegenüber verhält. Ich meine, es ist ganz klar, die Welpen einer so knappen Schilderung nach zu beurteilen funktioniert sowieso nicht, vielleicht kommen gewissen Nuancen im Verhalten der Welpen so gar nicht rüber. Ich hocke wochenlang vor einem Wurf und schaue tagtäglich über Stunden, wie sich wer in welcher Situation verhält, und allmälig vervollständigt sich ein Puzzle. Mir ist es gar nicht so wichtig, wie sich die Welpen untereinander verhalten, denn es gibt komplett "schlechte" Würfe, und die haben trotzdem ihre eigenen "Stars", die den anderen gegenüber herausstechen und einem auffallen, wenn man nur diesen einen Wurf betrachtet. Und dann gibt es Würfe, die sind komplett "gut", selbst der letzte "Underdog" ist später um Klassen besser als der "Star" aus einem schlechteren Wurf, und nicht wenige Sieger waren Welpen, die als letzte im Wurf "übriggeblieben" sind, für die sich, im Verhältnis zu ihren Geschwistern gesehen, niemand interessiert hat.

Ganz wichtig ist für mich die Einzelbeurteilung, wie Du es schreibst. Für mich ist wichtig, wie sich ein Welpe situationsbedingt verhält, das sagt nämlich aus, wie beweglich er in seiner Nerventätigkeit ist. Nicht der Welpe, der vor nix Angst hat, ist "gut", sondern der, der nachdem ihn etwas beeindruckt hat, schnell wieder "frei" wird und zur Tagesordnung übergeht. Der Welpe, den gar nix beeindruckt, den kann ich in seiner Nerventätgikeit ja gar nicht beurteilen.


: Die Hündin,die jetzt schon Kühe verbellt ist sehr dominant und hat
: aber in gewisserweise nichts mit Selbstsicherheit sondern eher mit
: Unsicherheit zu tun.

Das kann, muß aber nicht sein. Es kann auch sein, daß es sich um eine wirklich selbstbewuste kleine Persönlichkeit handelt, die bloß noch nicht die Erfahrung gemacht hat, daß andere noch stärker und selbstbewuster sein können... Wie gesagt, hier fehlen ganz viele Puzzelsteine, um dieses Verhalten richtig interpretieren zu können.


: Ich spreche da aus Erfahrung,da ich mir auch die "frechste" aus dem
: Wurf aussuchte und mir einen Angstbeisser an Land zog.

Der Frechste kann der Beste sein, aber auch nicht. Wie gesagt, der "Beste" aus einem schlechten Wurf wird später nie ein "guter" Hund werden (die Wertigkeit von "gut" und "schlecht" bezieht sich auf die wesentlichen psychischen Eigenschaften, die ein belastbarer Abreitshund braucht).

Viele Grüße

Antje

von Jasmin(YCH) am 22. Januar 2003 12:05


Hallo Merry,
ich hab zwei Hunde die die gleichen Eigenschaften hatten.
Mein erster war beim Besuch des Züchters sehr zurückhaltend, er kam guckte und ging...er machte einen ängstlichen Eindruck und ich hatte das Gefühl, er hätte null interesse an Menschen!Als ich dann mit ihm zu Hause war merkte ich erst,WIE ängstlich er war, er hatte Angst vor allem und war bis er ca. neun Monate alt war überhaupt nicht ''ansprechbar'' , es dauerte 1,5 jahre um ihn an alles zu gewöhnen und zu erziehen aber heute ist er ein Superhund der selbst eine läufige Hündin für mich stehen lässt und seine ängste haben sich auf Knallgeräusche reduziert :-)
Mein zweiter war gleich unterm Tisch oder in einer Ecke, er kam nicht zu einen und machte auch einen ganz ängstlichen Eindruck. Tja und was soll ich sagen,ich hab den kleinen noch nicht mal nach hause gebracht da macht er im Auto schon den ''grossen'' und zu Hause siehts auch nicht anders aus.....er hatte keine angst vor Sylvester oder vor irgindwelchen anderen Dingen!!!
Bei meinen zweiten Hund erfuhr ich dann, dass der Wurfbruder doch sehr rabiat mit ihm umging und er sich einfach nicht durchsetzen konnte.
Vielleicht kannst Du ja mal die kleine mit in einen anderen Raum nehmen, vielleicht zeigt sie Dir ja dann ihr wahres Gesicht :-)))))
Wünsche Dir aber auf alle Fälle , dass Du die richtige Entscheidung für Dich triffst!
schöne Grüße
Jasmin

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