Clickerbuch S. 88/89 :: Clickertraining

Clickerbuch S. 88/89

von Marita(YCH) am 20. August 2003 23:02

Hallo Gabrielle,

stelle ich mal die Gegenfrage? Warum macht der Halter das überhaupt? Antwort: Weil der Hund ständig in die Leine gerannt ist und gezogen hat und der Halter dieses nun ändern möchte. Hätte der Hund die ganzen Rucks als Bestrafung empfunden, wo der Halter PASSIV am Hund das Jahr zuvor hinten dran gehangen hat, hätte sich das doch schon längst von selbst ausschleichen müssen.

Oder nicht?

Viele Grüße
Marita


von Gabrielle(YCH) am 20. August 2003 23:44

Hallo Marita

Verstehe ich dich richtig: Du meinst, dieses "in die Leine laufen lassen" kann keine Bestrafung sein, weil der Besitzer dies ja eh schon gemacht hat mit Null Erfolg?

Liebe Gruesse
Gabrielle

von Sabine & Oscar(YCH) am 21. August 2003 10:12

Hallo, Inge,


du schreibst:

: Die Trainerin meinte: er ist eben ein Rüde und jetzt in dem Alter, wo er unbedingt mit den anderen spielen will. Und es wird schon wieder besser usw....
:

Und damit hat sie absolut recht.
Ich kann das genau nachfühlen, wie es dir ging.
Und glaube mir, er kann nichts dafür. Seine Hormone verkleistern ihm das Gehirn. Ganz sicher mußt du viel viel Geduld haben und da irgenwie durch. Und ganz sicher wird es eine Berg- und Talfahrt des "Gehorsams".
Meine bescheidene Erfahrung ist folgende:
Selbst wenn man bis zur Pubertät die leinenführigkeit einigermaßen hinbekommt, bricht sie beim Labrador - Rüden ein, sobald sich die Pubertät ankündigt.
Wenn es auch noch Frauen sind, die die Hunde führen, verteile ich fast "gesetzmäßig" Haltis irgendwann. und zwar aus folgendem grund: irgendwann kommt der Frust, verliert man die Geduld, und dann wird man fast gleichzeitig inkosequent und zum Leinenrucker. Um das zu verhindern, um die Freundschaft zwischen Hund und Menschen zu erhalten ... dazu ist das Halti ideal. Aber ich lasse immr die Leute selbst entscheiden. Ich schreibe das hier nur weil du von blasen an den Händen usw. schreibst.
Beim Training wirst du wohl oder übel die Erwartungen zurückschrauben müssen, wenn möglich vergrößere den Abstand zu den anderen Hunden. Was du zu hause am meisten üben solltest : blickkontakt , immer wieder Blickkontakt. Alles was er bekommt, bekommt er nur, wenn er dich vorher angeschaut hat: Freilauf, Futter, Schnüffelstellen .... Und dann mach dich selber rar, sei nicht immer um ihn rum, ignorier ihn, wenn er was von dir will. Dies ist nur scheinbar ein Widerspruch. Und vielleicht das wichtigste: Er muß lernen, sich zu gedulden, sein temperament zu zügeln, sich zu kontrollieren. Das lernt er durch Konsequenz deinerseits. Alles, was er möchte, bekommt er nur, wenn sich ruhig verhält, wenn er nicht jammert oder herumzappelt. Je aufgeregter der hund ist, um so ruhiger muß der mensch werden.

Ich setzt dir mal nen link, vielleicht verstehts du dann, was ich meine.
Sicher denkst du : was hat das mit Leinenführigkeit zu tun?

Ganz viel. Viel wichtiger als "Sitz" oder "Platz" ist für deinen Hund, erwachsen zu werden. Und du hilfst ihm dabei, indem du ihm die Regeln, die du aufstellst, mit Ruhe und Souveränität und mit Konsequenz rüberbringst. Wenn du aber verzweifelt und wütend bist, weil was nicht klappt, strahlst du eher hilflosikeit aus. Und das merken diese Rüpel genau. Du muß für dich etwas finden, wie du ihn kräftemässig kontrollieren kannst, dann wirst du auch ruhiger. Meine Erfahrung

Viele Grüße
Sabine

von Sabine & Oscar(YCH) am 21. August 2003 10:25

Hallo Gabrielle
:
: Das ist doch einfach Strafe. Hund zeigt falsches Verhalten und wird dafuer mit passivem Leinenruck bestraft. Ziel: das Verhalten zu verringern.
:

Nein, Ziel ist, dass der Hund eine "Grenze" spürt, dass er das, was er bsiher gewoht war, nicht mehr durchsetzen kann. Es gibt Hunde, die nehmen direkt anlauf um ihre Besitzer dahin zu bekommen , wo sie hinwollen, und wenn die dann mit einem mal einfach stehen bleiben, setzt ein sehr interressanter Löschungstrotz ein. Manchmal - nimm das jetzt bitte nicht persönlich - nehmen diese Art Diskusionen unter Clickerern schon Formen an, die ich nicht mehr nachvollziehen kann. Wenn man mit einem Geschirr arbeitet, kann dem Hund garnichts passieren, und es tut ihm auch nicht weh, die Leine ist einfach zu ende und der Mensch wechselt die Richtung - und er wird sogar noch gewarnt. Die schlimmsten leinenrucker unter den Hunden sind die, die bisher immer die Leufrichtung bestimmt haben und die erkiundigen sich nicht einmal, ob ihren Menschen nicht mal die Arme weh tun.


von Inge(YCH) am 21. August 2003 10:27

: Beim Training wirst du wohl oder übel die Erwartungen zurückschrauben müssen, wenn möglich vergrößere den Abstand zu den anderen Hunden. Was du zu hause am meisten üben solltest : blickkontakt , immer wieder Blickkontakt. Alles was er bekommt, bekommt er nur, wenn er dich vorher angeschaut hat:

Jaaa Sabine,

haben wir gestern auch noch lange drüber gesprochen, mein Mann und ich!!! Damit steht und fällt alles und den hat er wahrlich nicht immer gut :-( Ich hab jetzt auch alle anderen Übungen flach fallen lassen und wir über NUR Blickkontakt!!! Das ist definitv unsere Schwachstelle, und wenn du uns erleben könntest, hättest du es sofort gesehen ;-) Also müssen wir daran hart arbeiten.

Zu hause ist er übrigens nicht zapplig und da klappt auch der Blickkontakt. Er muss mich auch erst ansehen, bevor er an sein Essen darf. Das war mal eine harte Aufgabe (bei einem Labbi, der immer hungrig ist) aber das kann er schon seit Monaten.

Danke auch für den Link - habe ihn mir gebookmarkt erst mal und lese nachher in Ruhe. RELAXEN ist so wichtig für Bruno im Moment.

Eine Frage hab ich noch:

Wenn er jetzt beim Gassi gehen NICHT zieht .... darf er dann trotzdem nicht die Richtung betimmen?????????????????

Ich hab es bisher so gehandhabt, dass er entscheiden kann wo wir lang gehen, solange er nicht zieht. D.h. er geht ruhig vor mir (1m oder so) und solange er so bleibt geh ich hinter ihm her.

Ist das FALSCH??? ... ich glaub bald ja :-(

Danke nochmal für die Hilfe die man hier bekommt - ich bin sehr froh, dass ihr mir solche Tipps gebt!!!

Liebe Grüße

Inge und Bruno

... mal sehn, ob ich euch den Bruno mal zeigen kann. Versuche mal ein Bild einzufügen

von Marita(YCH) am 21. August 2003 10:34

Hallo Gabrielle,

nein, der Hund hat dies schon Jahre zuvor gemacht, NICHT der Halter!

Zudem sollte man immer abwägen, was mit Halter xy machbar ist, um mit dem Hund zu einer Einheit zu werden, um passabel durch die Umwelt zu kommen!

Gruß
Marita

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