Welpe will nicht spazieren gehen?! :: Clickertraining

Welpe will nicht spazieren gehen?!

von Ronja(YCH) am 11. Mai 2003 15:20

Hy,

seit ich clickere, beobachte ich immer wieder Leute mit Hunden und schaue, wie sie was machen, da ich ja jetzt mehr über den richtigen Umgang mit Hunden weiss (habe das Buch von Martin Pietralla gelesen).

Nun habe ich letztens eine Frau mit ihrem Welpen gesehen, sie kam wohl gerade aus ihrer Wohnung. Ihr Welpe wollte nicht spazieren gehen und zuerst zog sie ihn ein Stück hinter sich her. Dann versuchte sie es mit Locken, was eigentlich gut klappte, allerdings weiss ich nicht, ob sie ihn auch belohnt hatte, gehe jetzt aber mal davon aus. Kaum hat sie ihm also das Leckerchen (oder Lobwort oder was auch immer es war) gegeben, rannte der Welpe wieder vor den Eingang.
Nachher kam leider gerade der Bus, daher konnte ich nicht mehr weiter beobachten...Umsomehr habe ich dann dafür im Bus darüber nachgedacht, wie ich das bei meinem Hund gemacht hätte. Ich hatte noch nie einen Hund, daher weiss ich sowieso nicht, wie man das richtig macht...

Wie habt ihr das gemacht? Kann man das Clickern? Ich kann es mir gar nicht recht vorstellen, man kann ja nicht einen Schritt in die richtige Richtung clickern und dann wieder nach Hause gehen, oder? Den Welpen tragen, bis man ein Stück weiter ist? Dann lernt er es aber nie, oder? Meine, wer mag schon einen ausgewachsenen Bernhardiner oder Neufundländer tragen? Das Tragen muss man doch von Anfang an vermeiden, oder täusche ich mich da?

Bin gespannt, wie ihr das machen würdet, vorallem mit dem Clicker...
Liebe Grüsse,
Ronja

von ThomasL(YCH) am 11. Mai 2003 21:24

: seit ich clickere, beobachte ich immer wieder Leute mit Hunden und schaue, wie sie was machen, da ich ja jetzt mehr über den richtigen Umgang mit Hunden weiss (habe das Buch von Martin Pietralla gelesen).

ja, und das ist auch prima, wirklich gut. aber da steht im wesentlichen
nur drin, wie man dem hund etwas beibringen kann und wie gelehrt und
gelernt wird. das ist in vollem umfang auch auf welpen zu übertragen - eben
dann, wenns ums lernen geht.

: Bin gespannt, wie ihr das machen würdet, vorallem mit dem Clicker...

überhaupt nicht. nach meiner meinung sollten welpen bis zum alter von
16 wochen gar nicht spazieren gehen (im sinne vom gezielten überbrücken
einer bestimmten entfernung) und diese entfernung eben danach nur
langsam steigernd. zum spazierengehen hat man 10 jahre (oder mehr) zeit.
welpen laufen genauso wenig weit wie 2 und 3 jährige kleine kinder.
zumal das sich-entfernen von der gewohnten umgebung imho für
welpen auch unnatürlich ist.

T.

von Ronja(YCH) am 12. Mai 2003 17:00

Hallo,

aber da steht im wesentlichen
: nur drin, wie man dem hund etwas beibringen kann und wie gelehrt und
: gelernt wird. das ist in vollem umfang auch auf welpen zu übertragen - eben
: dann, wenns ums lernen geht.

Ja aber ein Hund lernt immer, jede Sekunde!

nach meiner meinung sollten welpen bis zum alter von
: 16 wochen gar nicht spazieren gehen (im sinne vom gezielten überbrücken
: einer bestimmten entfernung)

Und wie willst du ihn dann sozialisieren? Dazu muss man wohl oder übel bis zum Bahnhof oder zur Busstation gehen... Sonst lernt er sich ja nie richtig zu verhalten in der Stadt und mit Kumpels und so. Ich meine ja auch nicht das Spazieren im Sinne von 1 Stunde lang gehen mit dem Hund, aber man muss den Hund ja sozialisieren und dazu muss man aus dem Haus.

und diese entfernung eben danach nur
: langsam steigernd.

Naja, aber wenn man anfangs nur 10 Meter weit weg geht ist man evt. noch nicht bei der Busstation oder so...Verstehst du was ich meine?

: welpen laufen genauso wenig weit wie 2 und 3 jährige kleine kinder.

Ja und die laufen auch gut und gerne mal von Zuhause bis zur Busstation oder so...

Liebe Grüsse,
Ronja

von ThomasL(YCH) am 12. Mai 2003 21:25

: : dann, wenns ums lernen geht.
:
: Ja aber ein Hund lernt immer, jede Sekunde!

warum "ja aber"? ich habe ja nichts anderes gesagt.

: Und wie willst du ihn dann sozialisieren?

sozialisieren, soziale bindung, sozialpartner... damit ist mensch
oder anderer hund gemeint.

: Dazu muss man wohl oder übel bis zum Bahnhof oder zur Busstation

nö. was du meinst, das ist gewöhnung an umweltreize. und in sehr jungem
alter besteht auch die gefahr einer reizüberflutung. und wie du
selber sagst, ein hundeleben besteht während des ganzen lebens aus
lernen. also, es besteht keine eile. erst nach der welpenschule würde
ich gewisse dinge angehen. zumal ich auch erst dann davon ausgehen
kann, das jetzt erst so etwas wie eine soziale bindung zwischen
mir und meinem welpen besteht... zumindest im anfangsstadium. vorher
würde ich eher davon ausgehen, dass er sich alleine irgendwelchen
ängstigenden dingen ausgesetzt fühlt. und damit wärs nur noch
kontraproduktiv. und ein soziales zusammengehörigkeitsgefühl entsteht
nicht durch den kauf des welpen... sowas braucht zeit.

: aber man muss den Hund ja sozialisieren und dazu muss man aus dem
: Haus.

sozialisieren und gewöhnung an laute umweltreize, trubel,etc. sind
zwei verschiedene dinge. und ich kann nur davon abraten, solche
dinge zu früh zu tun.

: Naja, aber wenn man anfangs nur 10 Meter weit weg geht ist man evt.
: noch nicht bei der Busstation oder so...Verstehst du was ich meine?

sicher verteh ich das, aber ich denke, du liegst falsch.

: Ja und die laufen auch gut und gerne mal von Zuhause bis zur
: Busstation oder so...

klar, wenn sie vor dem haus liegt *lacht

T.

von Ronja(YCH) am 13. Mai 2003 22:52

: : : dann, wenns ums lernen geht.
: :
: : Ja aber ein Hund lernt immer, jede Sekunde!
:
: warum "ja aber"? ich habe ja nichts anderes gesagt.

Naja, es klang für mich grad so, als ob du denkst, der Hund lerne nur während du trainierst... Aber in dem Fall habe ich dich falsch verstanden ;-)
:
: nö. was du meinst, das ist gewöhnung an umweltreize. und in sehr jungem
: alter besteht auch die gefahr einer reizüberflutung.

Aber die meisten Hunde, die ich kenne wurden mit spätestens 12 Wochen mal an einen Bahnhof herangeführt und überallhin mitgenommen und das sind jetzt die Hunde, die am wenigsten Probleme machen!

und wie du
: selber sagst, ein hundeleben besteht während des ganzen lebens aus
: lernen. also, es besteht keine eile.

Jaja, leicht gesagt! Meine Kollegin wollte ihren Welpen auch immer vor einer Reizüberflutung schützen und ging daher erst mit halbjährig das erste Mal mit ihm in die Stadt und auch dann nur kurz. Jetzt ist es ein Angsthase mit 40 kg, den keiner mehr halten kann, geschweige denn in der Stadt... Der rennt vor jedem lauten Ding davon und wehe es knallt, dann ist er weg... :-(

Da würde ich eine Reizüberflutung riskieren. Allerdings muss ich zugeben, dass ich deren Folge nicht kenne. Vielleicht kannst du mir das verraten?

: : aber man muss den Hund ja sozialisieren und dazu muss man aus dem
: : Haus.
:
: sozialisieren und gewöhnung an laute umweltreize, trubel,etc. sind
: zwei verschiedene dinge. und ich kann nur davon abraten, solche
: dinge zu früh zu tun.

Ich würde jedem raten, das so früh wie möglich zu tun. Je früher, desto selbstverständlicher wird es für den Hund. Damit meine ich jetzt nicht, dass man den Hund an einen Fussballmatch oder 3 Stunden lang am Bahnhof spazieren führen und mitnehmen muss, sondern dass man seinen Hund so oft es geht mitnimmt, denn meiner Meinung nach stärkt das die Bindung am meisten. Wenn der Welpe fast überallhin mitdarf, wird er später an alles gewohnt sein. Ich denke da z.B. auch an die Hunde von Punks. Das sind bei uns diejenigen Hunde, die am besten mit anderen Hunden auskommen, die nie Menschen anpöbeln (auch nicht anbellen oder sowas, was kleine Hunde von älteren Menschen hier oft tun!!!) und die vor kaum etwas Angst haben. Ich habe schon öfters mit Punks geredet, sie nehmen ihre Hunde halt überallhin mit, daduch werden die wohl sozialisiert und an die Umwelt gewohnt.
Was denkst du denn darüber?

Liebe Grüsse,
Ronja

von ThomasL(YCH) am 14. Mai 2003 08:16


: Was denkst du denn darüber?

ist alles in ordnung was du sagst. und ich würde meinen hund auch
an alles gewöhnen. nur würde ich mit den "grossen" dingen erst dann
damit anfangen, wenn zwischen mir und ihm eine soziale bindung besteht.

sicher vom ersten tag an milden stress, stetig steigernd. aber solche
sachen wie bahnhof, rushhour, grosse, laute menschenansammlungen, etc.
eben nicht vor 16 wochen.

zumal dir dein welpe selber sagt und wie in der betreffszeiele
erkennbar, dass er noch nicht so weit ist.

gerade eine in der frühesten jugend empfundene heftige angst und
unsicherheit kann fürs ganze leben prägen. bis zu 6 monaten oder noch
länger (laut früherem hunde-fachman-rat) braucht man ja gar nicht zu
warten... nur eben alles zu seiner zeit. und die angsthasen, die
du nennst, ich bin sicher, dass die insgesamt total vernachlässigt
wurden. ich würde mir keinen stress machen und den kleinen nicht
zu früh überfordern.
und vor allen dingen würde ich mich an einen rat halten "nur eine
attraktion am tag". ich nenn das mal so salopp "attraktion", obwohl ich
weiss, dass das für den welpen sicher keine attraktion ist. einmal
am tat stress, und dann dem welpen zeit geben, das zu verarbeiten.
und diese attraktionen eben langsam in ihrer intensität steigern.
dann machst du es auf jeden fall richtig.

T.

ps. eigentlich gehört das ja in "soziales". ach egal. is eh zuende.

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