Agility/Schutzhundesport :: Was sonst nirgends passt

Agility/Schutzhundesport

von Tanja(YCH) am 21. Juli 1997 16:35

Guten Tag

Dieser Ansicht kann ich nur beipflichten. Ich habe nun schon mehrere
Deutsche Schäferhunde von sogenannten Hundesportlern übernommen, welche
psychisch durch hartes (tierquälerisches) Training grossen Schaden
erlitten.
Ausserdem wurden diese durch zu grosse physische Belastung an Gelenken
sowie Rücken geschädigt (Zwischenscheibenprobleme).

Wenn die Hunde dann die erwartete Punkte nicht (mehr) bringen sind sie
plötzlich Wegwerfware. Ich möchte nicht generell alle Hundesportler
in Grund und Boden verdammen. Beispiele mit handfesten Fakten sind aber
leider reichlich vorhanden. Ausnahmslos handelte es sich dabei um
Hundehalter die sogenannt kynologisch ausgebilder waren.

Agility hingegen kann ich nur begrüssen.

MfG Rolf Gautschi

Hallo Rolf,

leider muss ich dem auch beipflichten, solchen Leuten bin ich
letztes jahr im Urlaub begegnet! Mein Freund und ich haben
einen Foxterrier (10 Jahre) und eine Langhaarschaeferhuendin (5 Jahre).
Die Schaeferhuendin hat einen Autoimundefekt, der nur behandelbar aber
nicht heilbar ist, deshalb bekommt sie Kortison (in geringen Mengen) aber
regelmaessig, leider. Wir kamen mit Leuten ins Gespraech, die im
gleichen Hotel wohnten und man hat sich so von den Hunden erzaehlt,
sie erzaehlten was fuer ein toller Hund ihrer waere usw. Irgendwann erzaehlten
wir von unserer Schaeferhuendin, dann schauten uns die beiden an und meinten
wie man so einen Hund gehalten koenne, der wuerde doch gar nix im Hundesport
taugen, den haetten sie sofort eingeschlaefert. Ihr Hund kaeme auch sofort
weg, wenn er nicht mehr schoen genug oder nicht mehr die Leistung bringen koennte.
Mein Freund und ich haben uns nur angeschaut und ich musste ihn davon abhalten den
groessten Steit vom Zaun zu brechen, uns tat nur der Hund leid.
Aber was dagegen ein schoenes Erlebnis war, ich hab danach (die waren leider
schon weg!) ein wenig Unterordnung mit ihr gemacht und das macht ihr so
Spass, das man die Lebenslust so richtig rausspruehen sieht, dass sogar
der Uebungsleiter von dem Platz meinen Freund angesprochen hat, woher der
Hund sei und was wir mit ihr schon alles gemacht haben. :-)
Der hat auch gemeint, das es eine unmoegliche Ansicht ist, aber leider
gibt es sie! :-( Solchen Leuten sollte man die Tierhaltung generell
verbieten! Ich habe doch kein Ding zu meinem Spass angeschafft, sondern
mir einen Lebensgefaehrten zugelegt, der mit mir ein gutes Stueck Lebensweg geht,
egal ob krank oder nicht oder ob schoen oder nicht hauptsache ohne Schmerzen und
Gluecklich!

Aber zum Glueck bin ich nur einmal einer solchen Meinung begegnet, obwohl
ich auf mehreren Hundeplaetzen herumkomme.

Tschau Tanja.

von Jörg Kuhn(YCH) am 24. Juli 1997 08:27

Hallo Heidi!

Mein Freund (übrigens sonst ein ganz lieber) glaubt, daß Rottweiler
zu schwerfällig wären für Agility (gibt aber zu, daß er mit Agility

Ich bin der Meinung, da hat er (leider) einfach recht.
Ich schätze, er ist wohl eher ein ehrgeiziger Mensch. Und der Rottweiler
wird im Agility kaum vorne in der Rangliste mitmischen. Und das
frustriert dann evtl. den/die Hundeführer(in) und dadurch auch den
Hund.
Aber wenn es nur um den Spaß und die Bewegung geht, könnt Ihr auch
mit dem Rottweiler Agility betreiben. Aber bitte nicht übertreiben,
es belastet sonst das Gebäude des Hundes zu sehr.

auch noch nicht viel Erfahrungen gesammelt hat, auch nicht als
Zuschauer). Er lässt mir aber, Gott sei Dank, die Wahl was ich tun
soll. Er besteht nur darauf, daß ich die Begleithundeprüfung und
evt. SchH I Prüfung mache, weil wir evtl. mit unserer Maus einmal
züchten wollen.

Die BH sollte sowieso gemacht werden. Und gegen die SchH I ist auch
nichts einzuwenden. Ich habe mit meinem ACWS auch BH und SchH I
gemacht, ihn sogar bis zur SchH II vorbereitet. Bin dann allerdings
ganz von dem SchH weg und mache das, was uns beiden wirklich Spaß
bereitet - Agility.

Ich werde dies aber ganz sanft machen. Du hast
mich überzeugt und ich werde entweder gleichzeitig (wenn´s klappt)
oder danach auf jeden Fall Agility machen.

Schön :-))

Viele Grüße

Jörg

von Tini(YCH) am 31. Juli 1997 20:28

Hallo Heidi,

ich hab mir so manches durchgelesen und bin zur Erkenntnis gekommen, dass einige der Leute gut bescheid wissen.

Trotzdem hab ich eine etwas geteilte Meinung. Erstmals, darf ich dich fragen wie alt dein Rotti ist. Denn um Agility zu machen muss er koerperlich fertig sein, damit er diesen Sport mit seinen Gelenken überhaupt aushällt. Und fertig ist ein Rotti erst mit 2-3 Jahren.

Dann stellt sich die Frage, ob sich der Hund überhaupt für diesen Sport begeistern kann. D.h. das er den Parkur gerne macht, ohne getrieben zu werden. Wobei das Springen für den Rotti in diesem übermaß doch sehr anstrengend ist, denn er ist leider nicht der leichteste Hund, und da geht jeder Sprung irrsinnig auf die Gelenke.

Weiters, so viel ich weiss ist es überhaupt nur erlaubt, wenn der Hund wirklich einwandfrei HD-frei ist, und das heisst wirklich 105° zu 105° ohne irgendeiner Abweichung, sonst garantiere ich dir jetzt schon, dass du zwar nicht sofort, aber nach ca. 2-3 Jahren dieser Sportart einen sehr kranken Hund an deiner Seite hast. Versteh mich jetzt nicht falsch, denn ich bin von Agility auch begeistert, aber man muss sich dabei bewusst sein, dass diese Sportart für den Hund auch sehr gefährlich sein kann.

Zu deiner Frage bezüglich Schutzausbildung. Du kannst beides machen. Warum auch nicht. Beim Sportschutz, so wie er in einer normalen Abrichtung betrieben wird, kann sich der Hund eventuell aufgestaute Aggressionen abbauen und wird ruhiger. Natürlich sollte man in der Aufbauphase nicht wieder aufhören, sondern weitermachen. Wobei das Agility dabei sogar noch helfen kann, denn nach einer Unterordnung und einer Schutzarbeit gibts wahrscheinlich nichts schöneres für einen Hund, wenn er sich beim Agility mal so richtig schön austoben kann.

Ich hab selber einen 11 Monate alten Dobermann und bin gerade dabei diesen Abzurichten. Natürlich werde ich in ca. einem halben bis einem jahr auch Schutzarbeit mit ihm machen. Sollte er sich mit Zwei Jahren auch fürs Agility eignen, dann werd ich das auch als Abwechslung machen.

Klar ist dabei aber auch, dass man in diesem Fall das Agility nicht so ernst nehmen darf wie eine Unterordnung, denn am Agility sollte sich jeder Hund freuen und man darf in diesem Fall überhaupt nicht mit auch nur irgendeinem Druck arbeiten.

So vorerst mal genug davon, wenn du willst schreib mir.

von Heike(YCH) am 01. August 1997 08:03

Tagele,
Nele ist jetzt 13 Monate alt und sehr bewegungsfreudig,
ist das richtig, daß sie erst die Begleithundprüfung machen muss,
wenn wir es mal mit Agility probieren wollen ?
Wir haben die Begleithundprüfung erstmal hinten an gestellt, aber sie gehorcht
sehr gut, es hapert noch etwas mit der Geduld beim Warten.
Ich möchte erstmal ausprobieren, ob ihr Agility überhaupt Spaß macht,
müssen wir wirklich warten bis wir uns dem Druck der Prüfung stellen ?
Eine Prüfung für ne ganze Menge Spaß, der Nele und mir vielleicht entgeht ?
Kann doch nicht sein, oder ?
Bin gespannt auf Eure Antworten,
liebe Grüße,
Heike

von Heidi(YCH) am 01. August 1997 08:32


Hallo Heidi,

ich hab mir so manches durchgelesen und bin zur Erkenntnis gekommen, dass einige der Leute gut bescheid wissen.

Trotzdem hab ich eine etwas geteilte Meinung. Erstmals, darf ich dich fragen wie alt dein Rotti ist. Denn um Agility zu machen muss er koerperlich fertig sein, damit er diesen Sport mit seinen Gelenken überhaupt aushällt. Und fertig ist ein Rotti erst mit 2-3 Jahren.

Dann stellt sich die Frage, ob sich der Hund überhaupt für diesen Sport begeistern kann. D.h. das er den Parkur gerne macht, ohne getrieben zu werden. Wobei das Springen für den Rotti in diesem übermaß doch sehr anstrengend ist, denn er ist leider nicht der leichteste Hund, und da geht jeder Sprung irrsinnig auf die Gelenke.

Weiters, so viel ich weiss ist es überhaupt nur erlaubt, wenn der Hund wirklich einwandfrei HD-frei ist, und das heisst wirklich 105° zu 105° ohne irgendeiner Abweichung, sonst garantiere ich dir jetzt schon, dass du zwar nicht sofort, aber nach ca. 2-3 Jahren dieser Sportart einen sehr kranken Hund an deiner Seite hast. Versteh mich jetzt nicht falsch, denn ich bin von Agility auch begeistert, aber man muss sich dabei bewusst sein, dass diese Sportart für den Hund auch sehr gefährlich sein kann.

Zu deiner Frage bezüglich Schutzausbildung. Du kannst beides machen. Warum auch nicht. Beim Sportschutz, so wie er in einer normalen Abrichtung betrieben wird, kann sich der Hund eventuell aufgestaute Aggressionen abbauen und wird ruhiger. Natürlich sollte man in der Aufbauphase nicht wieder aufhören, sondern weitermachen. Wobei das Agility dabei sogar noch helfen kann, denn nach einer Unterordnung und einer Schutzarbeit gibts wahrscheinlich nichts schöneres für einen Hund, wenn er sich beim Agility mal so richtig schön austoben kann.

Ich hab selber einen 11 Monate alten Dobermann und bin gerade dabei diesen Abzurichten. Natürlich werde ich in ca. einem halben bis einem jahr auch Schutzarbeit mit ihm machen. Sollte er sich mit Zwei Jahren auch fürs Agility eignen, dann werd ich das auch als Abwechslung machen.

Klar ist dabei aber auch, dass man in diesem Fall das Agility nicht so ernst nehmen darf wie eine Unterordnung, denn am Agility sollte sich jeder Hund freuen und man darf in diesem Fall überhaupt nicht mit auch nur irgendeinem Druck arbeiten.

So vorerst mal genug davon, wenn du willst schreib mir.


Hallo Tini,

danke für Deine Antwort. Alma ist gerade mal sechs Monate alt. Ich habe jetz begonnen mit Ihr zu Fährten. Unterordnung und Schutzdienst haben noch etwas Zeit. Wenn Alma gesund ist (HD, ED frei etc.), werde ich versuchen mit ihr die Begleithundeprüfung und wenn es Ihr Spaß macht die ein oder andere Schutzhundeprüfung. Ich habe auf keinen Fall vor aus ihr einen deutschen Meister etc. zu machen. Wenn Alm zwei Jahre ist, und wie gesagt gesund, werde ich mal Agility ausprobieren. Wahrscheinlich werde ich sehr schnell merken ob es ihr gefällt oder nicht.

Gruß

Heidi

von Sandra(YCH) am 01. August 1997 09:16


Tagele,
Nele ist jetzt 13 Monate alt und sehr bewegungsfreudig,
ist das richtig, daß sie erst die Begleithundprüfung machen muss,
wenn wir es mal mit Agility probieren wollen ?
Wir haben die Begleithundprüfung erstmal hinten an gestellt, aber sie gehorcht
sehr gut, es hapert noch etwas mit der Geduld beim Warten.
Ich möchte erstmal ausprobieren, ob ihr Agility überhaupt Spaß macht,
müssen wir wirklich warten bis wir uns dem Druck der Prüfung stellen ?
Eine Prüfung für ne ganze Menge Spaß, der Nele und mir vielleicht entgeht ?
Kann doch nicht sein, oder ?
Bin gespannt auf Eure Antworten,
liebe Grüße,
Heike

Hallo Heike!

Auf unserem Abrichteplatz kann jeder Agility trainieren, dafür braucht man auf keinen Fall die Begleithundeprüfung. Wie die Sache dann bei einem offiziellen Turnier läuft, weiß ich auch nicht so genau, aber bis man mal soweit ist ein Turnier zu starten, vergeht ja sowieso einige Zeit in der man dann auch noch die Begleithundeprüfung machen kann. Ich mache mit meinen beiden Mischlingen schon seit dem Welpenalter Agility, natürlich ohne die Sprünge (Die Welpen steigen über die am Boden liegende Stange) . Wir lassen die Hunde die einzelnen Geräte kennenlernen ohne sie dabei zu überfordern. Immer 3-4 Mal ein Gerät und dann wieder ein paar Minuten Spielpause. Es ist nämlich viel einfacher einen Welpen z.B. an den Tunnel zu gewöhnen, als einen ausgewachsenen Hund, vor allem einen Großen der sich auch noch ducken muß um durchzulaufen. Natürlich verlangt auch unser Trainer, daß wir mit unseren Hunden wenn sie ausgewachsen sind ein HD-Röntgen machen lassen, falls wir vorhaben eine "Turnierkarriere" zu starten .
Ich hoffe Ihr probiert es aus und habt so viel Spaß dabei wie wir!

Liebe Grüße aus Wien
Sandra

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