Zu alt für einen Hund? :: Plaudereien um Hunde

Zu alt für einen Hund?

von Frieda am 10. Juli 2009 15:27
Huhu,

also ich würde das nicht verallgemeinern. Aber ich würde einer solchen Person auch eher einen ausgewachsenen schon etwas gesetzeren Hund empfehlen. Kenne viele ältere Menschen, die früher schon Hunde hatten und nun mit einem Welpen schier überlastet sind. Kann die Entscheidung des Tierheims also schon verstehen. Wobei ich es eben wirklich von der jeweiligen Situation des Menschen abhängig machen würde.

LG Frieda

von Presse Hund am 10. Juli 2009 18:29
Ich gebe zu das die "Bild" jetzt nicht immer die beste Quelle ist, ich fand es aber Allgemein interessant, ob Ihr denkt das es eine Altersgrenze geben sollte.

Allerdings bin ich auch der Meinung das man sowas nicht "Regeln" kann.

Außerdem gibt es ja neben dem Tod auch noch andere Gründe. Nehmen wir an eine Familie mit 3 Kinden nimmt sich einen Welpen. Nach 3 Jahren lässt man sich scheiden.usw...

von Liesel am 10. Juli 2009 20:37
Quote Marianne:
Liesel, aber wie willst Du das denn regeln? Wo setzt Du die Grenze? Bei 50,60,70 Jahren? Wie alt dürfte ein Hund denn sein wenn jemand mit 55 1/2 einen Hund erwerben möchte? Ich glaube das kann man überhaupt nicht gesetzlich regeln. Aber wir haben eh schon zu viele Regeln und Gesetze in Deutschland.

Regeln würde ich da schon mal gar nichts, ich finde nur die Entscheidung des Tierschutzvereins korrekt. Ich habe ja auch Einschränkungen gemacht, was meine Welpenvermittlung betrifft, indem ich die Ausnahme genannt habe, die jenseits der 60 von mir einen Hund bekäme.

Wem was verkauft werden darf, ist die freie Entscheidung eines Anbieters hier im Land, außer bei Alkohol, Zigaretten und Waffen, und das ist auch gut so. Die Entscheidung des Tierheims ist absolut richtig. Damit minimiert man das Risiko, den Hund eines Tages zurück zu bekommen, ausschließen kann man es sowieso nie.

Ich persönlich ziehe sehr viele Grenzen bei den Welpenkäufern, da ich böse auf die Nase gefallen bin. Bei entsprechender Erfahrung (siehe "Sportkollege"winking smiley des Interessenten bekomme ich einen "fertigen" Hund zurück im Ernstfall, da gibt es bei mir keine Alters-, sondern nur eine geistige und körperliche Fitnessgrenze (einen 60-jährigen, der die Ausbildungsmethoden von anno Zwieback noch anwendet, mag ich meinen Rackern nicht zumuten). Ein Neueinsteiger in der Hundehaltung sollte jedoch nicht älter als 60 sein.


Quote Marianne:
Was ist mit einem Mann der mit 65 einen Welpen möchte und die Frau ist 30 Jahre jünger? Soll es ja auch geben grinning smiley

Na, dann ist doch zumindest einer der neuen Besitzer im richtigen Alter, ist doch logisch, oder? Wenn die Frau hinter der Anschaffung steht und den Hund genauso will, können sie ihn haben. Also im Prinzip auch Jopi mit seiner Simone spinning smiley sticking its tongue out

LG, Liesel

von Sciuba am 11. Juli 2009 08:27
Hallo,

also, ich weiss nicht, aber ich finde, dass kann man doch prüfen, wie die Verhältnisse sind. Es ist ja nicht so, dass im Tierheim täglich 2.000 Vermittlungen stattfinden. Da kann man doch ein ordentliches Gespräch führen, sich erkundigen, wie die 'Lage' ist. Und zu mal die Frau ja noch 3 andere Hunde hat! Finde ich recht idiotisch. Einem 80jährigen, der nicht wenigstens eine knakige junge Frau hat oder Enkelkinder, die sich im Notfall um den Hund kümmern, würde ich auch nichts vermitteln. Und schon gar nicht einen Welpen - den er allerdings auch garantiert nicht wollte.

Ich finde es eine Frechheit, so wie sich die Nachricht liest - auch wenn sie von der bildenden Bild ist.

LG

Sciuba

von Liesel am 11. Juli 2009 09:56
Quote Sciuba:
Es ist ja nicht so, dass im Tierheim täglich 2.000 Vermittlungen stattfinden. Da kann man doch ein ordentliches Gespräch führen, sich erkundigen, wie die 'Lage' ist.

Es finden sicher wenig Vermittlungen statt, aber Welpen werden dem Tierschutz aus den Händen gerissen, jedenfalls gab es dafür bestimmt mehr Bewerber, und damit auch eine Auswahl jüngere. Und mal ehrlich, wenn ein Mensch im fortgeschrittenen Alter noch Mehrhundehalter ist, frage ich mich was passiert, wenn der Ernstfall eintritt. Die meisten Senioren haben ja nicht einmal eine Unterbringungsmöglichkeit für einen Hund, wenn etwas sein sollte (muss ja nur ein Krankenhausaufenthalt sein), bei einem ganzen Rudel streikt die Verwandtschaft dann erst recht. Wer sagt denn, dass das nicht alles von diesem Tierheim schon erwägt wurde?

Dieser Sommerloch-Füller ist doch wohl eher durch die Brille dieser Frau recherchiert worden. Ich bin wirklich kein Freund der Tierschutzvereine, halte die meisten der Aktivisten für borniert und halbwissend, die "Retten-um-jeden-Preis"- Mentalität für tierschutzwidrig. Aber diese Entscheidung sehe ich nicht unbedingt als falsch an.

LG, Liesel

von Anila am 11. Juli 2009 12:29
Hallo Liesel,

deine fixen Regeln kann ich nicht nachvollziehen. In die Zukunft gucken kann niemand und jeder Mensch kann von einem gesundheitlichen oder psychischen Schicksalsschlag zu jeder Zeit getroffen werden. Natürlich gibt es Statistiken und der Statistik nach ist jemand mit über 60 einem Welpen vielleicht nicht mehr gewachsen, aber Statistiken sagen nichts über einen einzelnen Menschen aus, und um den geht es doch bei der Welpenvermittlung.

Ich kenne soviele junge Menschen, die einfach eng im Kopf sind. Die mit 25 schon völlig unflexibel im Denken sind und die vielleicht auch mit Erziehungsmethoden nach anno Zweiback, wie du es nennst, arbeiten würden. Und ich kenne etliche Menschen über 60, die nie aufgehört haben, sich weiter zu bilden und die immer noch denken, was manche junge Leute nie angefangen haben, zu tun.

Genauso körperlich: Gerade durch meinen Mann, der Sportler ist, kenne ich etliche 75jährige, die noch Radmarathons fahren und die völlig durchtrainiert sind, und ich kenne ganz junge Leute, die übergewichtig und ungelenkig sind. Genauso bei der Krankheitsrate: Mein Mann und ich waren noch nie von der Schwere her und auch nicht von der Dauer her so krank wie viele junge Leute, die wir kennen.

Wer da pauschal strikte Grenzen zieht und auf's Geburtsdatum guckt, der zählt in meinen Augen zu den Leuten, die ich für unflexibel im Kopf halte. Ich denke, man braucht vor allen Dingen Menschenkenntnis. So kapiere ich auch nicht Chefs, die ab 40 niemanden mehr einstellen. Das Alter war für mich nie ein Kriterium. Ich unterhalte mich mit den Menschen, bekomme einen Eindruck, ich habe eine gute Menschenkenntnis und darauf kann ich mich verlassen. Dann spielt das Alter, Geschlecht, die Herkunft keine Rolle. Aber auch hier: Natürlich kann ich jemanden einstellen, der nächste Woche schon in eine unvorhersehbare, schlimme Krise schliddert - das kann niemand vorher sehen.

Viele Grüße
Anila

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