Hund aus dem Tierheim :: Hundeerziehung + Soziales

Hund aus dem Tierheim

von Wilma u. Arno(YCH) am 06. September 2001 11:44

Hallo Gaby,

ich finde es schade, daß bei Tierheimhunden immer recht schnell verallgemeinert wird. Wenn jemand sich einen Hund dort holt und es unüberwindbare Probleme gibt, beide Parteien vielleicht einfach nicht zusammenpassen, dann heißt es oft: Nie wieder einen Tierheimhund.
Tatsache ist aber, daß die weitaus meisten Tierheimhunde keine Problemtiere sind.
Wir vermitteln ungefähr die Hälfte unserer Hunde in Familien mit Kindern und es ist sehr selten, daß es Probleme gibt. Allerdings gibt es auch Hunde, wo wir von vornherein abraten. Das kann unterschiedliche Gründe haben, einige Hunde sind einfach vom Naturell her nicht für Kinder geeignet (wobei es auch noch drauf ankommt wie alt die Kinder sind) bei anderen weiß oder merkt man, daß sie schlechte Erfahrungen haben.
Natürlich gibt es Fälle, wo der Hund zurückgegeben werden muß. Aber ich kenne doch einige mehr Fälle wo der Hund Probleme mit den Kindern hat, obwohl er in der Familie aufgewachsen ist. Leider ist doch recht häufig so, daß der Welpe mehr oder weniger als Spielzeug mißbraucht wird oder aber man den schlauen Ratschlägen folgt, daß auch die Kinder den Hund rumkommandieren sollen.
Irgendwann ist der Hund dann erwachsen und "rächt" sich. Das muß nicht passieren, kann aber.
Ich muß aber auch ganz deutlich sagen, wenn einer unserer Hundebesitzer die Situation schildern würde, die Claudia hier schildert, dann würden wir ganz dringend raten den Hund wieder abzugeben.
Ich kenne einige Fälle in denen es ähnlich war und der Hund mußte zum Wohle der Kinder bzw. des Hundes wieder zurückgegeben werden. Im entsprechenden anderen Umwelt hat es dann keinerlei Probleme mehr gegeben.
Gruß
Wilma u. Arno (der trotz unklarer Vergangenheit ein Traum für eine Familie mit Kindern wäre)

von Elke(YCH) am 06. September 2001 12:05

Hallo,

Das hört sich für mich so an, als wolle der Hund mit seinem Knurren klarmachen, daß er jetzt seine Ruhe haben will. Könnte es sein, daß ihn die Kinder etwas zu viel bedrängen? Auf jeden Fall sollte ein Hund in der Wohnung zumindest einen Platz haben, an den er sich zurückziehen kann und wo sozusagen seine "Privatsphäre" akzeptiert wird - d.h. wenn er sich dort niedergelegt hat, wird er nicht gestreichelt oder sonst was, dort hat er seine Ruhe.
Ansonsten ist natürlich klar, daß das Knurren gegen die Kinder nicht akzeptiert werden kann. An Deiner Stelle würde ich aber auch mal darüber nachdenken, ob er es von Anfang an gemacht hat, oder ob er erst damit angefngen hat, als geringere Signale, z.B. Beschwichtigungsgesten oder Ausweichbewegungen des Hundes, wenn er mal nicht wollte, einfach nicht beachtet wurden.
Ich würde ihn übrigens nicht mit Nackenschütteln bestrafen, sondern eher ein scharfes "Nein" oder den Schnauzengriff verwenden. Nackenschütteln ist bei Hunden nämlich eine Tötungsstrategie für kleine Beutetiere und kann zu ziemlichen Mißverständnissen zwischen Dir und Deinem Hund führen.

Elke

von Christiane & Kira(YCH) am 06. September 2001 17:39

Hallo Claudia !

: Er knurrt nur dann, wenn ich z.B. am Schreibtisch sitze und
: er sich darunter gemütlich gemacht hat. Wenn dann ein Kind kommt und
: sich zu ihm runterbeugt, kommt ein leises Knurren. Wenn sie dies dann
: ignorieren und ihn streicheln macht er aber nichts. Sie sollen ihn
: jetzt aber ignorieren und ihn nicht noch mit Streicheln belohnen.

Hmmm ... mal ganz ehrlich ... ich denke, Du solltest weniger Deinen Hund, sondern eher Deine Kinder erziehen ... und zwar dazu, dass auch ein Hund ein Lebewesen ist, dass seinen Freiraum (und vor allem auch mal seine Ruhe!) braucht und Respekt verdient.
Sprich: Der Hund ist KEIN SPIELZEUG das 24 Std. am Tag zur Verfügung steht. Wenn sich der Hund (egal wo - aber ein fester Platz wäre gut) zurückzieht, dann haben ihn Deine Kinder in Ruhe zu lassen - ebenso beim Fressen.
Ich fürchte, wenn Du Deinen Kindern weiterhin gestattest den Hund in jeder Situation zu "belästigen", wirst Du recht bald einen Kinderhasser zu Hause haben (leider erst kürzlich erlebt :-( )
Sicher darf ihm nicht erlaubt werden die Kinder anzuknurren, und das sollte auch mit einem scharfen Nein oder Pfui (bitte nicht schütteln!) unterbunden werden - aber ich glaube auch, dass der Hund bei Euch permanent unter Stress steht und sich einfach nicht mehr anders zu helfen weiss.
Versuch doch mal, wie's ist, wenn sich Deine Kinder etwas zurücknehmen und der Hund auch mal seine wohlverdienten Pausen in Ruhe! geniessen kann.

Viele Grüsse
Christiane
& Kira (die Kinder liebt - aber sich auch nach einer gewissen Zeit zurückzieht und ihre Ruhe will)

von Me & Bär(YCH) am 06. September 2001 18:35

Liebe Claudia,

nachdem ich jetzt alles hier komplett gelesen habe, kann ich mich eigentlich nur Wilma und Gabi anschließen...

Die Aussage dieses "Qualitätstierheimes" den Hund am Nacken zu schütteln finde ich recht interessant, vielleicht magst Du die Leute dort mal fragen, warum Du Deinem Hund "Ich töte Dich" vermitteln sollst - denn Nackenschütteln heißt nichts anderes als das.

Ich würde Dir ganz dringend raten einen KOMPETENTEN Ausbilder zu konsultieren, denn all die Tips die hier aufgeführt wurden können vielleicht helfen, aber unter Umständen ist dann das Kind schon in den Brunnen gefallen...

Laß also jemanden die Situation ansehen und Euch dann beraten, wie ihr das Problem in den Griff bekommt, denn jemandem der rät den Hund im Nacken zu packen und zu schütteln, dem sollte man nicht glauben, dass der Hund nicht beißen würde....

Liebe kopfschüttelnde Grüße,
Me & Bär

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