Rettungslieder :: Rettungshunde

Rettungslieder

von Konrad(YCH) am 26. Juli 2003 21:24

Ich suche Lieder/Balladen über Rettungen. Zum Thema Rettung aus Seenot habe ich schon einiges gefunden.
Wer kennt Lieder/Gedichte, auch selbstverfasste, die sich mit Rettungsaktionen mit Hunden beschäftigen?

von Hans(YCH) am 27. Juli 2003 17:50

Hallo Konrad

Hier ein Schweizer Volkslied über das Edelweiss

Das Edelweiss







Das schönste Blüemel auf der Welt, das ist das
Edelweiss. Es blüht versteckt auf steiler Höh', ganz
zwischen Schnee und Eis.

Das Dirndel zu dem Buaben sprach: Solch Sträussel
möcht ich hab'n, geh, hol mir so ein Sträussel her,
mit so'nem weissen Stern.

Der Buab, der ging das Sträussel hol'n, im selben
Augenblick, der Abend kam, der Morgen graut, der
Buab kehrt nicht zurück.

Verlassen liegt er ganz allein, an steiler Felsenwwand.
Das Edelweiss, so blutig rot, hält fest er in der Hand.

Und Bauernbuaben trugen ihn, wohl in das Tal hin-
ab, und legten ihm ein Sträusselein, von Edelweiss
aufs Grab.

Und wenn des Sonntags in dem Tal, das Abendglck-
lein läutet, dann geht das Dirndel auf sein Grab,
hier ruht mein einziger Freund.


Viel Spass und Grüsse
Hans

von Daniela(YCH) am 28. Juli 2003 21:20

: Ich suche Lieder/Balladen über Rettungen. Zum Thema Rettung aus Seenot habe ich schon einiges gefunden.
: Wer kennt Lieder/Gedichte, auch selbstverfasste, die sich mit Rettungsaktionen mit Hunden beschäftigen?
:

Hallo!
Kennst Du Golf-November von Reinhard Mey? - Siehe unten...
Meine Staffel dichtet zur Weihnachtsfeier immer sehr schöne Lieder zur Rettungshundearbeit und trägt sie dann entsprechend vor. Sind zwar viele Insidergags drin, aber es sind echte RH-Lieder! Kannst mir mal Deine Email geben, ich müsste dann die Autoren fragen, ob ich die Texte weitergeben darf...



Golf November


Die letzten Einkäufe gemacht,
Der Dienst geht heut bis kurz vor acht,
Freitag, der 23. Dezember.
Ein Blick aufs Vorfeld, es schneit.
Da draußen steht sie startbereit,
Die D-HKGN.
Der Nachmittag nimmt seinen Lauf,
Der Doktor klart den Schreibtisch auf,
Der Flieger ißt sein Wurstbrot mit Behagen.
So haben die zwei oft gewacht,
Zusammen manchen Flug gemacht
Und noch mehr Zeit zusammen totgeschlagen.

Der Wettermann sagt: schlechte Sicht
Im Westen, Bremen ist schon dicht,
Minus vier Grad mit starken Niederschlägen;
Um drei Uhr ist die Kaltfront hier.
Der Flieger streicht sein Brotpapier
Und faltet es bedächtig: "Meinetwegen".
Der Doktor rumort nebenan,
Sucht Filtertüten, macht sich dran,
Tassen zu spülen und Kaffee zu kochen.
Aber der Notruf kommt vorher:
Am Ostufer, Steinhuder Meer,
Ein Kind ist im dünnen Eis eingebrochen.

Der Doktor grummelt: "Tempo, Mann!",
Der Flieger läßt das Triebwerk an,
Ein Dutzend bunte Lämpchen sind zu testen,
Und kaum, daß er den Tower ruft,
Hat er den Vogel in der Luft,
Quer übern Platz und auf dem Kurs nach Westen.
Schon taucht er ein im düstren Grau,
Hier kennt er jeden Busch genau,
Jeden Schornstein, alle Hochspannungsmasten.
Noch keine fünf Minuten sind
Verflogen, als er schon beginnt,
Sein Ziel in Bodennähe zu ertasten.

Ein zweites Flugzeug, Phönix III
In 300 Fuß ist dabei,
Den See in größ‘rer Höhe zu umkreisen,
Um aus der bess‘ren Übersicht
Der Golf November, die ganz dicht
Über dem Wasser schwebt, den Weg zu weisen.
War da ein Schatten unterm Eis?`
Die Golf November ist im Weiß
Von aufwirbelndem Pulverschnee verschwunden.
Da war‘s, in Position neun Uhr
Da drüben links, drei Meter nur,
Da ist es, ja, sie haben es gefunden!

Der Flieger setzt im Schwebeflug
Seine Maschine fest genug
Aufs Eis, um mit den Kufen einzubrechen,
Und hält sie dann in Maßarbeit,
Wie festgeschraubt, zwei Fingerbreit,
Über den trügerischen weißen Flächen.
Der Doktor wagt‘s und seilt sich ab,
Steigt auf die Kufe, viel zu knapp
Die Zeit, um Rettungsgerät zu besorgen,
Kniet hin aus waghalsigem Stand,
Packt zu und hat mit sichrer Hand
Die kleine, leblose Gestalt geborgen.


Leistung und Steuerknüppel vor:
Die Golf November schießt empor,
Und wieder ist‘s ein Wettlauf um Sekunden.
Und bald ist die kostbare Fracht
Behutsam versorgt und bewacht,
Hinter gläsernen Kliniktür‘n veschwunden.
Das war‘s, die Anspannung schlägt um
In Müdigkeit, die zwei steh‘n rum,
Und keiner hat ein Wort herauszubringen,
Während da drin mit aller Kraft,
All ihrer Kunst und Meisterschaft,
Ein Dutzend Menschen um ein Leben ringen.

Dreitausend Stunden auf dem Bock,
Und immer noch der gleiche Schock,
Den hilft keine Gewohnheit überwinden.
Eintausend Einsätze und mehr,
Und immer noch genauso schwer,
Sich mit unserer Ohnmacht abzufinden.
Die Front ist da, es dunkelt schon,
Und in der engen Wachstation
Sind bleiche Neonleuchten angegangen.
Der Flieger füllt den Dienstplan aus,
Der Doktor sieht zum Fenster raus,
Und ein Gedanke hält die zwei gefangen.

Doch keiner, der das Schweigen bricht.
Die winz‘ge Chance nur, mehr nicht!
Beide würden sie viel dafür geben ...
Und da zerreißt das Telefon
Die Stille der Wachstation
Und eine Stimme sagt, das Kind wird leben.
Der Doktor hängt den Hörer ein,
"Der Kaffee dürfte bitter sein,
Egal, ich nehm ‘ne Tasse, Du auch eine?"
Der Flieger nickt von seinem Platz
Und schreibt Anlaß: Rettungseinsatz,
Besondere Vorkommnisse: - keine.


von Konrad(YCH) am 28. Juli 2003 22:27


: : Wer kennt Lieder/Gedichte, auch selbstverfasste, die sich mit Rettungsaktionen mit Hunden beschäftigen?
: : Sind zwar viele Insidergags drin, aber es sind echte RH-Lieder! Kannst mir mal Deine Email geben, ich müsste dann die Autoren fragen, ob ich die Texte weitergeben darf...

Vielen Dank, Daniela, dies Lied von R. Mey ist eines der wenigen, das ich dazu kenne.
An euren Liedern bin ich sehr interessiert. Ich könnte euch natürlich auch die Texte geben, die ich habe, bzw. 6 habe ich auf eine CD gepackt.
Meine Adresse ist Konradolappe@t-online.de
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:
: Golf November
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: Die letzten Einkäufe gemacht,
: Der Dienst geht heut bis kurz vor acht,
: Freitag, der 23. Dezember.
: Ein Blick aufs Vorfeld, es schneit.
: Da draußen steht sie startbereit,
: Die D-HKGN.
: Der Nachmittag nimmt seinen Lauf,
: Der Doktor klart den Schreibtisch auf,
: Der Flieger ißt sein Wurstbrot mit Behagen.
: So haben die zwei oft gewacht,
: Zusammen manchen Flug gemacht
: Und noch mehr Zeit zusammen totgeschlagen.
:
: Der Wettermann sagt: schlechte Sicht
: Im Westen, Bremen ist schon dicht,
: Minus vier Grad mit starken Niederschlägen;
: Um drei Uhr ist die Kaltfront hier.
: Der Flieger streicht sein Brotpapier
: Und faltet es bedächtig: "Meinetwegen".
: Der Doktor rumort nebenan,
: Sucht Filtertüten, macht sich dran,
: Tassen zu spülen und Kaffee zu kochen.
: Aber der Notruf kommt vorher:
: Am Ostufer, Steinhuder Meer,
: Ein Kind ist im dünnen Eis eingebrochen.
:
: Der Doktor grummelt: "Tempo, Mann!",
: Der Flieger läßt das Triebwerk an,
: Ein Dutzend bunte Lämpchen sind zu testen,
: Und kaum, daß er den Tower ruft,
: Hat er den Vogel in der Luft,
: Quer übern Platz und auf dem Kurs nach Westen.
: Schon taucht er ein im düstren Grau,
: Hier kennt er jeden Busch genau,
: Jeden Schornstein, alle Hochspannungsmasten.
: Noch keine fünf Minuten sind
: Verflogen, als er schon beginnt,
: Sein Ziel in Bodennähe zu ertasten.
:
: Ein zweites Flugzeug, Phönix III
: In 300 Fuß ist dabei,
: Den See in größ‘rer Höhe zu umkreisen,
: Um aus der bess‘ren Übersicht
: Der Golf November, die ganz dicht
: Über dem Wasser schwebt, den Weg zu weisen.
: War da ein Schatten unterm Eis?`
: Die Golf November ist im Weiß
: Von aufwirbelndem Pulverschnee verschwunden.
: Da war‘s, in Position neun Uhr
: Da drüben links, drei Meter nur,
: Da ist es, ja, sie haben es gefunden!
:
: Der Flieger setzt im Schwebeflug
: Seine Maschine fest genug
: Aufs Eis, um mit den Kufen einzubrechen,
: Und hält sie dann in Maßarbeit,
: Wie festgeschraubt, zwei Fingerbreit,
: Über den trügerischen weißen Flächen.
: Der Doktor wagt‘s und seilt sich ab,
: Steigt auf die Kufe, viel zu knapp
: Die Zeit, um Rettungsgerät zu besorgen,
: Kniet hin aus waghalsigem Stand,
: Packt zu und hat mit sichrer Hand
: Die kleine, leblose Gestalt geborgen.
:
:
: Leistung und Steuerknüppel vor:
: Die Golf November schießt empor,
: Und wieder ist‘s ein Wettlauf um Sekunden.
: Und bald ist die kostbare Fracht
: Behutsam versorgt und bewacht,
: Hinter gläsernen Kliniktür‘n veschwunden.
: Das war‘s, die Anspannung schlägt um
: In Müdigkeit, die zwei steh‘n rum,
: Und keiner hat ein Wort herauszubringen,
: Während da drin mit aller Kraft,
: All ihrer Kunst und Meisterschaft,
: Ein Dutzend Menschen um ein Leben ringen.
:
: Dreitausend Stunden auf dem Bock,
: Und immer noch der gleiche Schock,
: Den hilft keine Gewohnheit überwinden.
: Eintausend Einsätze und mehr,
: Und immer noch genauso schwer,
: Sich mit unserer Ohnmacht abzufinden.
: Die Front ist da, es dunkelt schon,
: Und in der engen Wachstation
: Sind bleiche Neonleuchten angegangen.
: Der Flieger füllt den Dienstplan aus,
: Der Doktor sieht zum Fenster raus,
: Und ein Gedanke hält die zwei gefangen.
:
: Doch keiner, der das Schweigen bricht.
: Die winz‘ge Chance nur, mehr nicht!
: Beide würden sie viel dafür geben ...
: Und da zerreißt das Telefon
: Die Stille der Wachstation
: Und eine Stimme sagt, das Kind wird leben.
: Der Doktor hängt den Hörer ein,
: "Der Kaffee dürfte bitter sein,
: Egal, ich nehm ‘ne Tasse, Du auch eine?"
: Der Flieger nickt von seinem Platz
: Und schreibt Anlaß: Rettungseinsatz,
: Besondere Vorkommnisse: - keine.
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