Alleinsein :: Hundeerziehung + Soziales

Alleinsein

von Barbara(YCH) am 02. Februar 1999 07:36

Hallo!

Ich habe eine Hunde bzw. Tierhaarallergie. Wir können unseren Hund(Rottweiler) nicht mehr mit im Haus halten. Er ist in einem direkt an das Haus angrenzende Nebengbäuder untergebracht. Wir haben es wie sein Hundezimmer in unserem Haus gestaltet (mit altem Sofa etc.) Wir gehen jeden Ta3 Stunden mit im spazieren und zu Freunden und Bekannten darf er auch mit. Sollten wir uns trotzdem überlegen ihn wegzugeben? Istdas Tierquälerei?

liebe Grüße Babs

von Briard-Jutta(YCH) am 02. Februar 1999 08:11

Liebe Babs,

auch wenn Du Deinem Hund, den Du sicher liebst, ein Schloß einrichten würdest: Ohne seine Menschen ist er ein armer Hund. Selbst wenn Du ihn bewegungsmäßig wohl auslastest, aber was sind drei Stunden Spazierengehen gegen die restlichen 21 Stunden Einsamkeit?

Ein Hund ist ein Rudeltier, er ist angewiesen auf das Zusammenleben mit seinem Rudel. Die Lösung, die Du hoffst, gefunden zu haben, ist für ihn vergleichbar mit Einzelhaft. Daß seine Umgebung nach menschlichen Maßstäben angenehm ist, hat für Deinen Hund keine Bedeutung - auch wenn es ihm natürlich rein physisch besser geht, als wenn er in einem zugigen Zwinger oder gar an der Kette leben müßte. Doch seine Seele leidet trotzdem.

Ich weiß, daß es unglaublich schwer fällt, sich von seinem vierbeinigen Gefährten zu trennen. Trotzdem rate ich in diesem Fall dazu. Vielleicht fällt Dir die Entscheidung leichter, wenn Du die Lebensjahre, die Dein Hund noch vor sich hat, mal hochrechnest und mit den Stunden multiplizierst, die er täglich allein sein muß. Für mich wäre der bessere Weg, ein gutes Plätzchen für ihn zu suchen, wo er mit seiner Familie leben darf. Wenn er es bisher gewöhnt war, wird er sich schnell (und sicher glücklich) dort einfügen, muß er noch längere Zeit als Einsiedler leben, wird er vermutlich zunehmend Störungen entwickeln. Du bist jetzt in der Lage, in Ruhe nach einem schönen neuen Zuhause zu suchen. Wenn Du weißt, daß Dein Hund ein schönes Leben hat, wird auch die Trennung leichter fallen. Für Dich bedeutet das natürlich, das eigene (egoistische?) Bedürfnis nach weiterem Besitz Deines Hundes aufzugeben. Ich schreibe "Besitz", weil es so leider kein Zusammenleben mehr ist.

Bevor Du eine Entscheidung triffst: Hast Du bereits alle therapeutischen Möglichkeiten bezüglich Deiner Allergie abgeklärt? Es gibt meines Wissens in vielen Fällen wirksame Methoden, Allergien gegen Tierhaare anders in den Griff zu bekommen, als auf den Kontakt mit dem Tier zu verzichten. Leider weiß ich nicht, welche.

Liebe Grüße,
Jutta

von Leni(YCH) am 02. Februar 1999 12:31

Hallo Suki,

ich glaube, bei einer Hundeallergie ist ein zweiter Hund irgendwie nicht so wirklich die ideale Loesung.
Bei Allergien hilft oft Desensibilisierung (im Allergiezentrum nachfragen), dauert allerdings ca. 1,5 Jahre, bis sie vollstaendig wirkt.

Ich bin Juttas Meinung. Gerade der Rottweiler als Lagerhund braucht engen Anschluss an die Familie, sonst sind Probleme vorprogrammiert.

Gruesse,

Leni

von Suki und Maxi(YCH) am 02. Februar 1999 12:39

Hi Leni!


: ich glaube, bei einer Hundeallergie ist ein zweiter Hund irgendwie nicht so wirklich die ideale Loesung.


War ja nur für den Fall gedacht, daß sie es partout nicht übers Herz bringt, sich von ihrem Hund zu trennen, was ich irgendwie verstehen könnte.
Bin wie gesagt grundsätzlich auch Juttas Meinung!
Liebe Grüße senden
Suki und Maxi

von Gillas(YCH) am 02. Februar 1999 23:00

Liebe Babs

In dieser Situation steckten wir letzten Sommer. Unsere sonst schon belastete 4 jährige Tochter kriegte eine Allergie-Diagnose. Dies unter anderem auf Hundehaare. Gemacht wurde dieser Test durch Einsenden von Blut an ein Labor. VORSICHT! Diese Test's sind ein Querschnitt von verschiedenen Hundehaar-und Speichelanalysen und sind nicht 100% zuverlässig. Auf der Skala von 0-6 zeigte sie im Bereich 4, also recht hoch an, eigentlich hätte der Hund weg müssen. Wir haben uns nicht entschliessen können, ihn nach 3 Jahren plötzlich nur noch ausser Haus zu halten und haben uns durchgewurstelt (mit schlechtem Gewissen!)

Nun begannen wir im Herbst mit Bio-Resonanztherapie und welch Wunder: hier zeigte sich in keinem Bereich irgendwelche allergische Reaktionen. Gott sei Dank haben wir unseren Hund behalten! Im Grunde genommen sollte man (wenn möglich) nicht alles was allergisch macht meiden, das schwächt den Körper nur noch mehr. Der Organismus muss lernen mit diesen Stoffen zu leben, sonst wird er nur noch anfälliger.

Ich würde mich gerne mit Dir über das Ganze mal unterhalten (Erfahrungsaustausch), vielleicht kann ich Dir ja irgendwie weiterhelfen. Du kannst mich direkt anmailen wenn Du magst.

Mit lieben Grüssen
Gillas

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