Hund spielt nicht :: Hundeerziehung + Soziales

Hund spielt nicht

von Marina(YCH) am 15. März 2001 15:17

Hallo Jutta!
:Als wir ihn bekamen war er ein Häufchen Angst.
Meine Hündin auch. Sie hat 5 Monate mit ihrer Familie im Rudel gelebt und kannte Menschen nur vom Futter vor die Tür stellen. Mit anderen Hunden hatte sie nie Probleme und ihre Angst vor Bussen, Mülleimern, gelben Säcken, Bettdecken,... hat sie auch recht schnell verloren.

Er will auch nicht zerren (wenn ich hinlange gibt er mir alles freiwillig).
:
: Kann es mit seiner Vergangenheit zusammenhängen oder gibt es noch andere Hunde, die so sind ??
:
Zerren konnte ich mit meiner ebenfalls nie spielen. Auch läßt sie sich draußen nicht streicheln (ich müßte ihr befehlen stillzuhalten und sich anfassen zu lassen und sie zeigt mir, daß es nicht in ihrem Sinne ist.) Im Zimmer mußte ich ihr Kuscheln beibringen. Sie hat ihren Ruheplatz mit mindestens 2-3m Abstand zu mir gesucht und wenn ich dem dösenden Hund zu nahe kam, ist sie sofort aufgestanden und hat mir Platz gemacht. (Heute, nach 4 Jahren, ist sie ein wahres Sofaschmusemonster - man kann sich an alles gewöhnen)
Glücklicherweise spielt sie wahnsinnig gerne. Erst nur mit Stöcken, bis ich ihr gezeigt habe, daß Bälle viel besser fliegen. Frisbees sind nicht so ihr Ding und auch pädagogisch wertvolles Hundespielzeug und Quietschdinge interessieren sie nicht sehr.
Ich denke auch, es liegt in der Vergangenheit unserer Hunde. Ich mußte erkennen, daß mein Hund bei zu viel Lob eher irritiert bis beleidigt reagiert, nur morgens, abends und vor jedem Spaziergang geknuddelt werden will, mir auch im Spiel Alles kampflos überläßt,...

Wer kennt sich im Wildhundeverhalten aus? Kommt es mir nur so vor, oder bringen solche Hunde den offenherzigen Menschen dazu, hündischer mit ihnen umzugehen? (Welcher Hund spielt mit einem anderen Apportieren? -Meiner fährtet lieber...)
Wobei ich es vielleicht sogar besser finde, wenn ein Hund früh zum Menschen kommt und auf verschiedenste Weise (Ball, Gummihühnchen...) angeregt wird.

Nachdenkliche Grüße
Marina + Ilklink

von Sarah und Yorick(YCH) am 15. März 2001 15:11

Vielleicht ist herkömmliches Hundespielzeug für ihn uninteressant,
weil es nicht essbar ist. Ich meine, ein Hund der sich selbst er-
nähren muss, sucht lieber nach etwas Essbarem als dass er einem
Ball hinterher läuft, deshalb machen Spielsachen in seinen Augen
vermutlich nicht unbedingt viel Sinn.
Eine Bekannte von mir hat eine Hündin aus Spanien, die auf der Strasse
gelebt hat. Diese Hündin spielt ihr leben gern mit Socken, die mit
Leckerlies gefüllt sind und sie apportiert Kauknochen. Draussen und mit
anderen Hunden zusammen ist das allerdings etwas problematisch, weil
es schnell Konflikte gibt, wenn Essen im Spiel ist.

Sarah

von Christine(YCH) am 15. März 2001 17:28

:
: Hallo Jutta,
mein Hund hat es auch nicht mit Spielsachen und spielen mußte er erst wieder lernen (2 OP und lange Schonzeit ect.). Weder Bälle noch sonst etwas haben ihn interessiert. Bis ich eines Tages im Wald einen belaubten Ast über den Boden gezogen habe. Ich bin gerannt und die Blätter haben wohl herrlich geraschelt. Jedenfalls hat er da wohl entdeckt, wieviel Spaß es macht, mitzurennen und nach dem Holz zu schnappen. Daraus wurde mit der Zeit ein wildes Zerrspiel.Heute schleppt er immer "Stöckchen" in Baumstammgröße an, ich ziehe den Ast und er zerlegt alles. Zum Schluß möglichst noch werfen - bei der Größe ganz schön anstrengend - sogar das Apportieren macht ihm heute Spaß. Da Dein Hund ja schon ein bißchen auf dem Holz herum beißt kannst Du es ja mal so versuchen. Wichtig ist glaub ich, daß man selbst ordentlich action macht und in Bewegung ist.
Liebe Grüße Christine u. Jasper

von Susanne07(YCH) am 15. März 2001 20:22

Hallo Jutta,

meine Hündin ist auch nicht der Spiel-King. Ball- und Stockwerfen ist spätestens nach dem dritten Mal langweilig. Was aber toll funktioniert: mit zwei Leuten den Ball hin- und herschiessen! Vielleicht klappt das ja!
Übrigens: meine Hündin hat draußen auch die dicken Hosen an, aber drinnen... unsicher!

Gruß, Susanne007

von Jutta + Ouzo(YCH) am 16. März 2001 12:23

: Hallo Susanne,

: : Übrigens: meine Hündin hat draußen auch die dicken Hosen an, aber drinnen... unsicher!
:
Kannst du dir vorstellen, an was das liegen könnte ?


: Gruß Jutta + Ouzo

von Bea+L+L(YCH) am 18. März 2001 09:44

:
: Hallo an alle,
:
: Für alle, die Ouzo noch nicht kennen, er kam mit 15 Monaten aus Kreta und war dort 1 Jahr im Tierheim. Als wir ihn bekamen war er ein Häufchen Angst.
: Das hat sich jetzt (wir haben ihn seit17 Monaten) sehr geändert. Er spielt mit anderen Hunden (hatte vorher Angst vor jedem, noch so kleinen Hund). Er rennt nicht mehr davon, wenn es einmal laut wird usw., aber er spielt nicht mit mir. Das einzige was er inzwischen macht ist, dass er nach dem Stöckchen läuft. Er nimmt es kurz ins Maul und beißt ein wenig darauf herum. Das ist ein großer Fortschritt, denn früher hatte er vor dem Stöckchen Angst.
:
: Alle anderen Spielsachen mag er nicht. Er will auch nicht zerren (wenn ich hinlange gibt er mir alles freiwillig).
:
: Kann es mit seiner Vergangenheit zusammenhängen oder gibt es noch andere Hunde, die so sind ??
:
: Was mir auch auffällt ist: Auf der Wiese oder im Garten benimmt er sich so richtig selbstbewußt. In der Wohnung wirkt er eher noch unsicher und unterwürfig.
:
: Viele Grüße von
: Jutta + Ouzo
Hallo Jutta

ich habe gleich zwei Hunde aus Griechenland. Den ersten haben wir vor fast 4 Jahren mitgebracht(Welpe), die zweiten erst letzten Sommer (ca. 9 Monate alt). Beide sielen nur sehr unkonzentriert sodas man nicht über Spielzeug mit Ihnen arbeiten kann. Die erste war auch was Ihre Selstständigkeit betrifft sehr problematisch. Jetzt im Herbst habe ich
begonnen mit beiden über die Futtermotivation zu arbeiten und das klappt prima. Beide müssen sich nun Ihr Futter zu Teil beim Gassigehen "verdienen". Mit Suchspielen und Ihren sonstigen Unterordnungsübungen. Alles Spielerisch, das macht Ihnen unheimlich viel Spass und der Gehorsam ist sehr viel besser geworden.
Den Rest des Futters bekommen Sie dann in Ihren Napf und werden von mir aus der Hand gefüttert.
Futter steht für die sogenannten Strassenhunde an erster Stelle dann kommt lange nichts, dies kann man ausnutzen.
Die erste spielt zwar aber nur sehr kurz aus Ihr wird nie ein ballverrückter Hund. Die zweite ist ein sehr ängstliche Hündchen, aber mit viel Geduld ist Sie jetzt auch schon selbstbewusster. Sie hat sich viel von unserer Großen abgeschaut.
Beide haben mit Menschen und anderen Hunden keine Probleme, auch dies steht für Strassenhunde.

Gruß
Bea mit zwei "Griechen"

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