Hund einschläfern in den usa. :: Hundegeschichten

Hund einschläfern in den usa.

von Mina(YCH) am 07. September 2001 16:39

Grüß dich Tina,
hier in Amerika sind die EmVets eine sehr beliebte Serie. Tierärzte an sich sind anerkannt und können hier wirklich verdienen, denn im Durchschitt ist der TA-Besuch in USA etwa dreimal so teuer wie in Deutschland. Nur die lebenswichtigen Impfungen und die Kastration beispielsweise sind sehr billig. Der technische Fortschritt in den Kliniken ist sehr hoch, allein die OPs sind wie bei menschlichen OPs gestaltet. Ich weiß ja nicht, ob du jemals bei einem deutschen TA bei der OP zugesehen hast, doch gegen den Aufwand in USA ist das nichts.
Das bedeutet aber auch ganz allgemein, dass der durchschnittliche Amis mit seinem Tier zum TA geht, es dort abgibt, draußen wartet und fertig behandelt wieder in den Arm bekommt. Praktisch und sauber. Und weil das hier schon immer so war und heute noch so ist, ist das einfach so. Man will ja auch gar nicht, dass der Besitzer dabei ist, weil wenn der irgendwas sieht, was ihm nicht passt, dann könnte er ja klagen! Volkssport hier in USA. Dadurch wird dem gemeinen Ami natürlich auch eine gewisse Distanz zum Geschehen beim TA eingeimpft, die sich bis zum Tod des Tieres fortsetzt.
Aber bitte nicht ungerecht sein, ich denke, ich kann mich an die beiden Vorfälle erinnern. Es war in beiden Fällen aussichtslos, auch wenn der Dalmi ein Golden war. Das mit dem Dalmi war ein Autounfall, bei dem die Beine nicht mehr funktionsfähig waren. Autounfälle sind hier übrigens die meisten Fälle, was für mich auch wieder aussagt, wie gedankenlos manchmal die Amerikaner sein können. Die meisten passieren nämlich vor der eigenen Haustüre.
Was ich allerdings bei den bisherigen Sendungen am Bedenklichsten fand, war, dass einer weit über achzigjährigen Frau nach dem Tod ihres Retrievers aus dem Tierheim ein eineinhalbjähriger kleiner Mischling gegeben wurde. Sorry, doch dir Frau konnte kaum mehr gehen, war klapperdürr und sah nicht mehr so aus, als würde sie noch zehn Jahr leben. DAS finde ich ... hm ... gedankenlos.
Mina

von Katja + Indy(YCH) am 07. September 2001 16:44

Hallo WIlma!

: Zwei Geschichten dazu von der Courage u. Hundeliebe bei uns:
Das sind Geschichten, die ich in der Art auch kenne :-( Man weiß gar nicht, wohin man sich vor Scham zuerst verdrücken soll oder ob man diesem "Mitmenschen" nicht einfach eine **** sollte.

: Menschen sind Menschen egal wo sie wohnen und es gibt immer welche, die ihr Tier wirklich lieben und andere, die den bequemen Weg gehen.
Genau!

: Nebenbei, wenn ein Hund in Narkose liegt und die Besitzer dann den Anruf bekommen, wem würde dann ein nochmaliges hinfahren helfen ?? Dem Hund ganz sicher nicht.
Ich weiß es nicht... ich würde hinfahren, auch wenn es dem Hund nichts hilft. Mir würde es glaube ich helfen, Abschied zu nehmen und begreifen zu können, daß er wirklich nicht wiederkommt. Aber ich denke, da ist schon ein gewisser Ermessensspielraum.

Viele Grüße,
Katja

von Mina(YCH) am 07. September 2001 17:00

Holdrio,
ich habe was vergessen ...

: Aber bitte nicht ungerecht sein, i...

Ob nun in Deutschland oder USA, überall gibt es Menschen, die es nicht fertig brigen, mit ihrem Tier den letzten Schritt zu gehen. Aus welchen Beweggründen auch immer. Und bei den EmVets sieht man auch sehr, sehr viele Menschen, die heulend auf dem Boden hocken, nachdem sie vorher erfolglos tagelang Tausende von Dollar in Blutwäschen oder was auch immer gesteckt haben, um beim letzten Augenblick des geliebten Tieres dabeizusein.
Du wirst es auch in der Sendung immer wieder erleben, dass Menschen nach Hause gehen und über Familie und Freunde Geld zusammenkratzen, damit sie die OP des Tieres bezahlen können. Und wir reden dabei von Tausendend von Dollarn.

Mina

von Tina + Flint(YCH) am 07. September 2001 17:13

Hallo auch Tina

grinning smileyie besitzer wurden angerufen und ihnen bescheid gesagt. SIE ENTSCHIEDEN SICH FÜRS EINSCHLÄFERN ABER WOLLTEN NICHT EINMAL MEHR ZUM ARZT KOMMEN UM DEM HUND BEIZUSTEHEN!!!!! (ich muss dazu sagen, der hund war allein dort weil die röntgen mussten und er dafür narkotisiert werden musste also wie op)

Ich nehme an, dass man da das Tier gar nicht mehr aus der Narkose hat aufwachen lassen.... Wie schnell hätten die Leute in der Klinik sein können? Ich fahre z.B. mehr als eine Stunde...

Ich kenne auch in der Schweiz Leute, die nicht dabei sein wollten/konnten. Jeder Mensch geht mit so einer Situation anders um und ich finde, das sollte man respektieren. In meinen Augen hat es gar nichts damit zu tun, wie sehr das Tier geliebt wurde oder wie gut es gepflegt wurde.
Der Umgang mit dem Tod ist ein sehr heikles Thema, ob es sich dabei um Menschen oder Tiere handelt und da sollte nicht einfach pauschal ge- oder gar verurteilt werden.

Gruss
Tina + Flint


von Wilma u. Arno(YCH) am 07. September 2001 17:36

Hallo Katja,

ich habe zwei Mal Hunde einschläfern lassen müssen, die schon im Koma lagen oder wie immer man das nennen will. Also eigentlich war es eher wie ein Abschalten der Organe.
Der Abschied hat vorher stattgefunden, ich könnte es für mich vertreten wenn ich nicht dabei gewesen wäre (jedenfalls in dem ersten Fall, Fellow auch nur eine Minute früher allein zu lassen stand außer jeder Diskussion).
Ich würde auch jedem raten dabei zu sein, wenn sein geliebtes Tier sterben muß. Aber ich kann es mittlerweile tolerieren, wenn jemand das nicht schafft. Wichtig ist doch das, was vorher war.
Allerdings glaube ich auch, daß jeder der ein Tier wirklich geliebt und dann nicht beim einschläfern dabei war, aus welchem Grund auch immer, sich später Vorwürfe machen wird.
Letzlich ist das aber ähnlich wie die Debatte: Wie lange muß ein Mensch warten, um einen neuen Hund zu adoptieren. Auch das ist doch von Fall zu Fall ganz unterschiedlich und hat nichts mit der Tiefe der Gefühle zu tun.
Oder die Diskussion, wo begräbt man ein Tier bzw. läßt man es beim Tierarzt. Für mich ist jemand, der zweiteres macht auch nicht schlechter oder besser als einer, dessen Hund einen Platz auf dem Hundefriedhof findet. Obwohl ich selber auch dies nicht tun könnte.
Gruß
Wilma u. Arno

von tina(YCH) am 07. September 2001 17:34

okay so weit hab ich nich gedacht aber trotzdem ist es mir aufgefallen, dass mindestens 3 von 5 leuten in dieser sendung dort nicht mal dabei gewesen sind. ich wollte damit auch nicht auf die ganzen abartigen ermordungen eingehen, die es ÜBERALL gibt, sondern bloss auf die Einschläferverfahren und die menschen dort. na ja. sorry wenn ich engstirnig klinge, is nich so gemeint...
gruss, tina

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