Aussie oder Border? :: Hunderassen

Aussie oder Border?

von Ela(YCH) am 10. Februar 2002 19:52

: Hallo Karin!
:Genau meine Meinung, danke für diese Zeilen.
Als Ausbilderin auf einem Hundesportplatz mit Agility, Obedience, etc.
kenne ich sehr viele Problem-Border.
Wer das nicht glaubt kann ja mal mit Mitarbeitern eine Border-Rescue sprechen......
Was für den Border-Collie bisher gültig war, läßt sich auf den Aussie übertragen ( er ist jetzt im Kommen).

Grüße
Ela
:

von Kaya(YCH) am 11. Februar 2002 01:38

Hallo Ela!

: : Hallo Karin!

Ich bin zwar Kaya, aber macht nichts.

: Was für den Border-Collie bisher gültig war, läßt sich auf den Aussie übertragen ( er ist jetzt im Kommen).

Das würde ich auch so sehen. Und es gibt wohl keine Rasse, für die gut war, "in Mode" zu kommen.

Grüße, Kaya

von Kaya(YCH) am 11. Februar 2002 01:38

Hallo Dodo!

: Richy ist sehr auf mich fixiert, da ich den ganzen Tag mit ihm zusammen bin und mit ihm arbeite und spiele(das war auch der Anfang,als er den ersten Hund anmachte,der kam mir zu nah, und Richy schnappte zu). Jeder Hund ist nur so gut, wie sein Besitzer es versteht, mit dem Hund zu arbeiten, ihn zu motivieren und zu erziehen, das trifft meiner Ansicht nach, auf alle Rassen zu.

Da hast Du natürlich recht, es kommt immer darauf an, was der Besitzer aus dem Hund und mit dem Hund macht. Aber es gibt eben auch Mensch-Hund-Kombinationen, die mehr oder weniger glücklich gewählt sind.

Ich kenne einen Aussie, der bei seiner Besitzerin auch auf dem besten Weg zum Traumhund ist. Und ich bin selber ein Mensch, der sehr viel mit Hunden macht und für den eine "Schlaftablette" auch nicht in Frage käme. Trotzdem weiß ich, daß ein Border oder Aussie für mich nicht der richtige Hund wäre.

Genau diese extreme Fixierung auf Frauchen und den Ball sind Punkte, die mir bei diesen beiden Rassen zu stark sind. Ich bevorzuge doch ein wenig mehr den Rudelhund als den Individualisten - wahrscheinlich auch, weil meine erste Hündin eine unwahrscheinlich starke Bindung zu mir hatte, die immer wieder auch ein Problem war. Wenn ich nämlich mal krank war oder weg mußte, war es für sie sehr schwierig. Mein Junior ist etwas selbständiger, offener gegenüber anderen Hunden und Menschen - und er hat einen Aus-Schalter, den ich bei vielen Bordern / Aussies vermisse. Aber vielleicht ist das, wie so vieles, auch nicht das Problem der Hunde, sondern der Hundehalter.

Grüße, Kaya

von Jenny(YCH) am 13. Februar 2002 10:26

Hallo Karin

jaja, eine ausgezeichnete Wahl. ;-)

Ich habe einen 3jährigen Border Collie Rüden. Er ist nicht "typisch Border". Ich denke, einerseits ist es wohl schon das Wesen, aber grösstenteils auch Erziehung. Er hatte als Welpe schon mal die Veranlangung zum "Hyper-durchknallen" gezeigt, doch ich habe es ignoriert und nach 2 Wochen hat es sich gelegt. Das kann man natürlich nicht als pauschale Erziehungsmassnahme empfehlen, doch es zeigt, das bei einem BC eines wichtig ist: Ruhe, Ruhe, Ruhe. Es nützt nichts, wenn man einen 6 monatigen Hund schon stundenlang "auslastet". Wenn möglich noch mit stundenlangen Spaziergängen und stupides Bällchenwerfen. Ich habe lange nur kurze Strecken gemacht, diese aber interessant gestaltet. Natürlich war ich auch mal eine Stunde oder mehr am Stück draussen, aber dann mehr Standortgebunden und habe ihn auch mal ruhen lassen, wenn er es von sich aus anbot. Der Hund soll lernen selber zu merken, wann er müde ist. Gerade Border Welpen können das oft nicht gut von sich selber aus.

Ich möchte das dir nicht unterstellen, aber gerade viele Agility-Leute sind so begeistert vom BC. Ich finde aber, dass Agility alleine nicht auslastet (es gibt auch da Ausnahmen). Man sollte unbedingt auch noch eine Arbeit einbringen, die noch mehr ruhige Konzentration erfordert, zb. Fährten oder so. Natürlich ist die "Königsdisziplin" das Schafehüten. Es sollte ein "muss" sein für den BC Halter sich mit dieser Arbeit auseinanderzusetzen, auch wenn sie nicht hüten wollen/können. Nirgends sonst sieht man das "wahre Wesen" besser und nirgends sonst kann man mehr über den BC lernen. Ich bin nicht der Meinung, dass ein BC ums Verrecken Schafe braucht. Doch erst bei dieser Arbeit bringt er seine ganze Ausstrahlung zum gelten. Ich habe erst vor kurzem angefangen zu hüten mit meinem, er war jetzt so ein Exemplar, das auch gut ohne Schafe hätte leben können. Aber es war einfach erstaunlich, was für eine Verwandlung in diesem Hund vorging. Und ich würde es nicht mehr missen wollen. Ich habe den Border an den Schafen kennen- und liebengelernt und für mich ist es einfach die schönste Arbeit.

Geräuschempfindlichkeit lässt sich gut in den Griff kriegen, wenn man auf die Auswahl des Züchters achtet (optimale Aufzuchtbedingungen) und viel in die Welpenprägung investiert. Ich kann meinen Hund überall hin mitnehmen, egal wie gross die Menschenmasse und der Lärmpegel ist und auch Sylvester ist ein Klacks. Da zuckt er nicht mal mit der Wimper, wenn wir um 12 Uhr kurze Gassirunde drehen.

Was Bindungsfähigkeit und Spieltrieb anbelangt, da bringen wohl die allermeisten BC ausgezeichnete Veranlagungen mit, aber wie bei allen anderen Rassen kommt es natürlich schlussendlich auch auf den 2beiner an, was der daraus macht.

Sozialverhalten. Auch da habe ich wohl anscheinend wieder ein "Spezial-Exemplar". Er ist freundlich und sanft zu allem was kreucht und fleucht und hat ein ausgezeichnetes Sozialverhalten. Er kann mit seinem besten Freund (auch ein unkastrierter Rüde) in einer Seelenruhe Ballspielen und sie haben sich nicht ein einziges Mal um den Ball oder den Stock gezankt. Auch mit fremden Rüden hat er kein Problem. Allerdings habe ich schon von mehreren BC-Haltern gehört, dass ihre Hunde sich auf BC spezialisiert haben und mit den anderen nichts viel anfangen können. Ich denke, dass das viel mit der etwas anderen Körpersprache (fixieren) zu tun hat, was von der Arbeitsweise her kommt und die anderen Hunde das nicht gut vertragen. Doch auch da kann man mit der entsprechenden Sozialisation viel erreichen.

Was die Gesundheit angeht, sollte man darauf achten, dass der Züchter seine Welpen mit ca. 6-8 wochen die Augen untersuchen lässt und die Eltern auch untersucht und geröngt sind. Ein gutes BC-Buch oder ein TA kann dir wahrscheinlich besser Auskunft über die anderen Krankheiten geben, der BC ist jedoch immer noch ein sehr gesunder Hund.

Für mich persönlich ist der BC ein unkomplizierter Hund mit etwas aussergewöhnlichen Ansprüchen.

Was den Aussie betrifft kann ich nicht viel dazu sagen. Etwas stört mich und ich denke, dass wird auch der Rasse nicht gut tun: "Verhinderte Border Collie Besitzer" weichen auf die RAsse Aussie aus. Leute, die meinen sie genügen den Ansprüchen des BC nicht weichen auf den Aussie aus. Ich finde, da wird man dem Aussie nicht gerecht. Auch er ist ein Arbeitstier und wohl manch einer arbeitswütiger als viele Borders. Da ist es wohl gehupft wie gesprungen, ob BC oder Aussie. (von der Auslastung her, Wesen ist wohl schon etwas anders).

Gruss
Jenny

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