Herdenschutz- oder Hütehund? :: Hunderassen

Herdenschutz- oder Hütehund?

von Jana L + P(YCH) am 06. Januar 2001 07:55

DAS WAR NICHT IRONISCH GEMEINT! Jana

von Frank Grelle(YCH) am 06. Januar 2001 08:58

Hallo!

Ich glaube man muß hier generell beachten:
a) wie nah ist der Hund generationsmäßig an seinen arbeitenden Vorfahren (gilt für HSH ebenso wie für Hütehund)
b) Wie hält man den eigenen Hund.
Bekannte von mir halten ihre HSH an der Schafherde. Die würden sicher nie ein Schaf reißen. HSH die das aber gar nicht mehr kennen haben diese Sozialbindung weitestgehend verloren.

grüße frank

: :Hi!
: :
: :
: : Ich glaube nicht, daß es HSH-Halter gibt, die bestätigen, daß ihre HSH keinerlei Ambitionen zur Jagd haben..
:
: Glaub ich auch nicht. ich kenne einige Halter von Kuvasz, Kaukase, Do Khy, sie haben fast alle ziemlich ausgeprägten jagdtrieb, einer hat gar mal ein Schaf gerissen!
: :
: : Grüße
: :
: : Ursula, Nora 6Gwen

von Ursula+Nora&gwen(YCH) am 06. Januar 2001 11:12

: Hallo!
:
: Ich glaube man muß hier generell beachten:
: a) wie nah ist der Hund generationsmäßig an seinen arbeitenden Vorfahren (gilt für HSH ebenso wie für Hütehund)
: b) Wie hält man den eigenen Hund.
: Bekannte von mir halten ihre HSH an der Schafherde. Die würden sicher nie ein Schaf reißen. HSH die das aber gar nicht mehr kennen haben diese Sozialbindung weitestgehend verloren.
:
: gHallo!

KJlar, stimme Dir zu. Aber meist werden die HSH ja eben nicht an der Herde gehalten. sondern als Familienhunde,m un da kommt es sehr oft zu Problemen.

Gruss, ursula& Co

von rita(YCH) am 06. Januar 2001 21:56

Ich glaube nicht, daß es HSH-Halter gibt, die bestätigen, daß ihre HSH keinerlei Ambitionen zur Jagd haben..
:
: Grüße
:
: Caro & Kira (die auch jagen würde, wenn man sie läßt)

da sich hier bisher nur hundefreunde zu wort gemeldet haben, die selbst keinen hsh haben, sondern nur das gehörte weitergeben, möchte ich dazu auch mal was sagen:

also ich lebe seit fast 13 jahren mit hsh und zwar mit der polnischen variante, dem owczarek podhalanski zusammen - z.zt. leben bei mir 8 vertreter dieser rasse - keiner von ihnen hat jagdtrieb, sehr zur freude der ratten und mäuse, die sich bei mir eingenistet hatten - ich hatte schon in erwägung gezogen, mir einen terrier oder frettchen dazu zu holen. als ich die ratten mal mit hilfe von wasser aus ihren bauten getrieben haben saßen meine podhis da und sahen sich staunend zu, wie die biester über den hof rannten. einer meiner hunde hat sogar mal eine jungtaube, die aus dem nest gefallen war, ganz vorsichtig aufgenommen und mir gebracht, fast so, als wüßte er, daß das tierchen hilfe brauchte.

natürlich sind nicht alle hsh-rassen gleich, einige müssen z.b. auch treiben können, was natürlich etwas beutetrieb erfordert.

die meisten werden allerdings darauf selektiert, keinen beutetrieb zu haben, denn ein hund, der die herde verläßt, weil er hunger hat, der taugt in den augen der hirten nichts. egal wie appetittlich der vorbei hoppelnde hase auch aussieht, ein guter herdenschutzhund darf seine herde unter keinen umständen verlassen.

natürlich gibt es innerhalb der vertreter der einzelnen rassen auch unterschiede. gerade bei rassen, die schon lange von der schönheitszucht erfaßt sind, wo also keiner mehr auf das ursprüngliche wesen achtet, gibt es solche, die auch beutetrieb zeigen, obwohl sie dies nach ihrer rasse eigentlich nicht dürften. und wenn dann unvernünftige halter das noch fördern, hat man unter umständen einen hsh, der nicht mehr frei im wald laufen sollte.

hütehunde haben diesen trieb immer - ich war kürzlich bei einem schafpudeltreffen - selbst rein in der familie gehaltene hunde flippten völlig aus, als sie zum eignungstest an die herde gestellt wurden - sie wollten unter allen umständen da rein und die schafe aufmischen - die podhalaner, die wir mit hatten, schauten sich dagegen die schafe nur an und wunderten sich, warum die schafpudel so ein geschrei machten.

daß der beutetrieb der hütehunde dann grenzen hat, so daß die schafe nur getrieben, aber nicht gerissen werden, liegt in der kunst der schäfer, diese hunde auszubilden. allein lassen dürfte man diese hunde aber mit ihren schafen nicht.

deshalb haben soviele hütehund-besitzer ja das problem, daß ihre hunde zum wildern neigen, weil diese hunde, gerade in dieser beziehung eine absolut konsequente erziehung brauchen und so gut im gehorsam stehen müssen, daß der trieb nicht stärker ist als das wort seines menschen.

koppelschafhunde, wie z.b. border-collies haben ein noch anderes verhalten. evtl. gehört ja der aussie auch dazu, denn sie sollen ja auch keine neigung zum wildern haben, aber andererseits alles hüten, was sich hüten läßt.

liebe grüße
rita



von Dagmar(YCH) am 06. Januar 2001 22:43

Hallo Nadja,

ich möchte die sehr gute Erklärung von Gabi noch um den wichtigen Zusatz ergänzen, das Hütehunde darauf gezüchtet sind, die Weisungen der Menschen zu befolgen. Sie ordnen sich also in der Regel gut unter.

Bei Herdenschutzhunden war das weder nötig, noch erwünscht. Sie sollten selbständig handeln und die Herde schützen. Diese Hunde sind sehr eigenständig geblieben. Ihre Erziehung erfordert größeres Fachwissen, als die eines Hütehundes.

Viele Grüße von Dagmar und Toska

von Franziska(YCH) am 07. Januar 2001 13:35

Hi Rita,

: natürlich gibt es innerhalb der vertreter der einzelnen rassen auch unterschiede. gerade bei rassen, die schon lange von der schönheitszucht erfaßt sind, wo also keiner mehr auf das ursprüngliche wesen achtet, gibt es solche, die auch beutetrieb zeigen, obwohl sie dies nach ihrer rasse eigentlich nicht dürften. und wenn dann unvernünftige halter das noch fördern, hat man unter umständen einen hsh, der nicht mehr frei im wald laufen sollte.

das meinte ich auch, als ich schrieb, es komme auf die Rasse an. Gerade die mittlerweile im Mitteleuropäischen Raum sehr beliebten Rassen werden oft gar nicht mehr ihrem ursprünglichem Zweck gemäß gezüchtet. Somit denke ich, dass sich bei ihnen der Jagdtrieb auch wieder verstärkt eingeschlichen hat. Sie werden halt mehr aufs äußere selektiert, als nach ihrem Verhalten, während das in Gegenden, in denen der Hund noch so gehalten werden soll, wie gedacht, fatal wäre.

Bis dann

Franziska

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