2 Rudelführer möglich? :: Hundeerziehung + Soziales

2 Rudelführer möglich?

von Jürgen(YCH) am 08. Juli 2001 21:54

Hallo

Folgendes Problem (oder auch nicht):
Unsere Rottweilerhündin Gina (1 Jahr) hört wenn ich alleine mit ihr spazieren gehe gut bis sehr gut. Geht meine Freundin mit ihr ist es dasselbe. Gehen wir allerdings zusammen, dann ignoriert sie uns beide, bis wir die Kommandos 'härter' geben. Kann uns jemand erklären, warum dem so ist? Unsere Vermutung ist, sie weiss nicht auf wen sie hören soll, aber das kann doch eigentlich nicht sein, da wir nicht gleichzeitig unterschiedliche Kommandos geben. Freue mich jetzt schon auf eure Antworten.

von Wilma u. Arno(YCH) am 08. Juli 2001 22:54

Hallo Jürgen,

dieses Verhalten erlebt man recht häufig. Und zwar auch dann, wenn man alleiniger Chef ist und einfach mit anderen Menschen zusammen läuft.
Hunde haben eben ein Gespür dafür wie konzentriert der Mensch auf sie und ihr Verhalten ist. Und je nach Charakter wird dann halt mal versucht sich durchzumogeln.
Also am besten mal etwas mehr üben wenn Ihr beide mit Ihr unterwegs seid damit sie merkt, daß sie auch dann unter Kontrolle ist.
Viele Grüße
Wilma u. Arno (der das manchmal auch versucht aber selten damit durchkommt)

von Silke + Anton(YCH) am 09. Juli 2001 08:28

Hallo,
könnte mir auch vorstellen, dass der Hund es versuch einfach nicht zu hören, wenn Ihr zu zweit seid. Mein Rottirüde z.B. versucht sich auch durchzumogeln und eine Anweisung nicht zu befolgen, wenn andere Leute dabei sind, weil er gemerkt hat, dass ich dann nicht sooo konsequent bin. Das ist mir erst gar nicht aufgefallen. Hat ganz schön gedauert, eh es mir bewußt wurde. Es reichen für den Hund ja ganz kleine Nuancen. Vielleicht ist es bei Euch auch so, dass die Hündin merkt, dass Ihr zu zweit nicht 100% bei der Sache seid, denn es ist zu zweit immer anders als alleine. Vielleicht ist man alleine auch energischer im Ton oder so.
Ich würde auch vorschlagen, dass ihr mal zusammen Unterordnungsübungen macht, aber so dass der Hund nicht verwirrt wird. Vielleicht ist es auch besser grundsätzlich) einen Rudelführer zu wählen. Ihr müßt ja nicht drum kämpfen... ;-))) Für den Hund ist es logischer, wenn einer von Euch beiden der Rudelführer ist, was nicht ausschließt, dass der Hund auch auf den anderen hört. Aber beim gemeinsamen Gang zu dritt ist es für den Hund natürlicher und besser einzuordnen, wenn einer der Oberchef ist. Gerade Rottweiler sollen ja sehr dazu neigen Einmannhunde zu sein, was ich nur bestätigen kann. Bei meinem bin ich der Rudelführer, aber mein Mann steht logischerweise in der Hirachie über dem Hund. Sind wir zu dritt habe ich das sagen. Ist mein Mann mit dem Hund alleine hat mein Mann das Sagen. Das klappt wunderbar. Nur wenn wir zu dritt sind, dann versucht der Hund öfter mal herauszubekommen, was wohl die Chefin macht, wenn er auf den Chef mal nicht hört und tut einfach nicht, was mein Mann sagt. Wenn sie alleine sind, hat es mein Mann dagegen viel einfacher, weil dann ja keiner da ist, der den zweiten Chef evt. noch unterdrücken könnte.
Rottweiler sind sooo wunderbare Hunde, gerade weil sie auch so sensible sind für die kleinsten Kleinigkeiten. Sie brauchen aber auch ihre Ordnung.
Ich denke, der der am meißten mit dem Hund arbeitet, sollte zum Rudelchef ernannt werden und auch bei gemeinsamen Gängen das Sagen haben. Wenn Ihr Euch untereinander darüber einig seid, wird es auch für den Hund einfacher.
Viel Glück dabei.
Grüße Silke

von Carmen(YCH) am 09. Juli 2001 10:15

Hy Jürgen,
das was Silke und Wilma gesagt haben, kann ich nur bestätigen. Gerade gestern ist es mir mal wieder passiert :-), ich mit meiner Freundin Intensiv im Gespräch, schon hat mich der Bub nicht mehr ernst genommen...
Das beste ist immer einer gibt immer nur die Befehle (gerade wenn der Hund noch so jung ist, später ist das nicht mehr so wichtig, aber diesen Zeitpunkt findet Ihr schon selber raus) und diese müssen dann auch ausgeführt werden! Also, vorerst mal sich wärend des gemeinsamen Spaziergangs RICHTIG auf den Hund konzentrieren (er muss es ja nicht mitbekommen, also so tun, als ob Ihr Euch nicht konzentriert) und dann "zuschlagen" mit Erziehungsmaßnahmen.
Viel Erfolg, Carmen

von Helke(YCH) am 10. Juli 2001 13:23

Hallo Jürgen,

nun hast Du ja schon drei klasse Antworten bekommen. Ich habe einen DSH-Labbi-irgendwas-Mix, er hört auch auf zwei "Leithunde", mein Mann und ich, und er hhört auf uns beide getrennt sehr gut. Wenn wir zusammen gehen, gab es so mit 11-13 Monaten auch mal Probleme (der gute ist jetzt 14 Monate jung, wir haben ihn mit ca. 8 Monaten im Wald angebunden gefunden), denn er mußte doch mal testen, ob sich die beiden Leithunde wirklich "einig" sind, wo's langgehen soll. Inzwischen gibt es bei uns eine einfache Regel: wer die Leine hat, hat das Sagen. Natürlich tauschen wir Menschen uns aus, wo's langgehen soll, ob wir jetzt rechts oder links abbiegen wollen oder sowas, aber alles, was den Hund betrifft, kommt im Verlaufe der drei Stunden große-Abendrunde von einem. Lorbas hat recht schnell begriffen, dasses sinnlos ist, auf eine andere Meinung zu warten, wer die Leine in der Hand hält (solange er angeleint ist) oder umhängen hat (wenn er freiläuft), übernimmt für die Zeit auch die "Rudelführung". Das gibt ihm viel Orientierung, und da wir uns abwechseln, lernt er es so auch, auf beide gut zu hören, auch wenn wir zu dritt unterwegs sind. Wenn Gefahr im Verzug ist und der "Leinenträger" gerade in Gedanken woanders ist, weil wir uns unterhalten, darf auch ruhig der Leinenträger MAL ein Kommando gebn, das klappt auch, ohne den Hund zu verwirren, wir merken aber auch, dass das dann schon tiefer, bestimmter geschehn muß.
Einzige "Ausnahmeübung" ist das "Menschenherde zusammenhalten", bei dem wir den Hund auf ca. 300 bis 500 Meter Entfernung zwischen uns hin- und herschicken, da reagiert er dann bei beiden auf das Heranrufen, kurz warten oder abliegen und dann wieder durchstarten.
Und gespielt wird natürlich auch mit uns beiden, klar, aber auch da gilt: wer die Leine hat, hat das Sagen, nur das "stop" oder "aus" muß bei beiden gleichermaßen befolgt werden.
Das war für Lorbas anfangs auch eine gute Übung, um auch bei Ausflügen zu dritt das ganze Rudel zu beachten: gemeinsame Aktivität mit dem Hund. Das müßt Ihr ja nicht die ganzen 2, 3 Stunden machen, aber immer mal wieder zwischendurch, es stärkt auch die Rudelbindung.

Viel Freude Euch weiterhin bei Euren "Rudelausflügen" von

Helke und Lorbas

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