Leinenführigkeit / korrektes Fußgehen :: Hundeerziehung + Soziales

Leinenführigkeit / korrektes Fußgehen

von Cornelia(YCH) am 16. August 2003 12:24

Ich habe bei meiner Hündin leichte Probleme mit der Leinenführigkeit bzw. mit dem korrekten Fuß-gehen.
Wenn ich das Kommando Fuß gebe und losgehe, dann hängt sie oft ein wenig nach, ist also zu langsam, oder (das kommt häufiger vor) "driftet" zur Seite weg, geht also nicht eng am Bein, sondern ein Stückchen weiter weg. Oft, wenn es etwas Interessantes zu sehen gibt, dreht sie sich auch beim Weitergehen immer wieder um und schaut nach hinten.
Manchmal (ebenfalls besonders bei Ablenkung) hat sie es auch zu eilig und "hängt" sich in die Leine.
Wenn ich sie dann korrigiere (also "Fuß"sage und sie wieder in die richtige Position bringe), hält das nur an. solange ich die Leine gespannt halte - sobald ich locker lasse, "fällt" sie wieder zurück/zur Seite oder zieht vor.
Alles wie gesagt hauptsächlich unter Ablenkung oder in unbekannten Situationen/Gegenden, aber auch mitunter bei "üblichen" Spaziergängen.
Es ist auch unabhängig davon, ob sie Halsband oder Geschirr (entweder einfaches Nylonhalsband oder Norwegergeschirr hat sie) trägt - kommt bei beiden Varianten gleich häufig vor.
Hat jemand gute Tipps für mich auf Lager, wie ich das mit ihr in den Griff kriegen kann?
Danke schon mal!

von Gabi + Sheila(YCH) am 16. August 2003 12:52

Hi,

meinst Du Leinenführigkeit oder Fuß-Gehen ?
Denn einen Hund auf einem Spaziergang wo man viel mit Leine laufen muß die ganze Zeit Fuß-Gehen zu lassen, das ist schon fast Quälerei.

Normales vernünftiges an der Leine gehen und das korrekte Fuß sind eindeutig 2 paar Schuhe.

Grüße
Gabi

von Cindy(YCH) am 16. August 2003 14:17

Hallo Cornelia,

kann Gaby nur zustimmen. Zwischen Leinenführigkeit und korrektem Fuss ist ein Unterschied.
Ein "leinenführiger" Hund geht an mehr oder weniger lockerer Leine in entsprechendem Umkreis neben seinem HF her. Ohne irgendwelche "Verrenkungen" wie dicht mit Schulter am Knie des HF, HF permanent anschauen usw. Das gehört in den Bereich "korrektes Fuss".
"Korrektes" Fuss bedeutet eine sehr hohe Konzentration des Hundes auf den HF. Und zudem bedeutet es eine Menge Training. Wenn Du deinem Hund korrektes Fussgehen beibringen möchtest (für Prüfungen, NICHT für normale Spaziergänge), dann musst Du berücksichtigen, dass Du das ganze unter Ablenkung ebenso trainieren musst, wie ohne Ablenkung. Nur weil ein Hund es ohne Ablenkung kann, kann er es noch lange nicht, wenn die Ablenkung grösser wird. Entsprechend muss dann zusätzlich zum entsprechenden Training auch von deiner Seite die Motivation grösser werden.

Gruss Cindy

von Manu(YCH) am 16. August 2003 17:26

Hallo,

es gibt große Unterschiede was "bei FUß-GEHEN" und die Leinenführigkeit betrifft.
Das "Fuß-Gehen" wir bei der Unterordnung, sprich Begleithundeprüfung (BH) verwendet.
Die Leinenführigkeit, d.h. für MICH der Hund läuft an der lockeren Leine verwende ich beim Gassi gehen!
Dein Problem betrifft, vermute ich!?, die Unterordnung. Durch deine Beschreibungen ist mir eines klar: Dein Hund läuft die Unterordnung völlig lustlos und ist absolut nicht motiviert!!
Mein Tipp:
Mache kurze kleine Einheite, z.B. 10 Schritte konzentriert (nimm das Leckerli bzw. Spieli ruhig noch in die Hand!). Dann LOBE deinen Hund wie noch nie. Wenn er gerne spielt, dann Spiele mit ihm ausgiebig, d.h. mind. 3 bis 5 Min. Es muss für deinen Hund was ganz tolles sein, wenn er eine Unterordnung laufen darf!!!

Vergrössere den Abstand dann immer mehr zwischen KONZENTRIERTER Unterordnung und der Belohnung (viele gute Leckerlis - Wurst, Käse..- oder Spieli)!
Ich habe meiner Dalmi-Hündin die BH mit Spieli -nach jeder Übung- und dazwischen Leckerli (Ausnahmsweise Wurst aus dem Mund gefüttert)beigebracht. Mit dem Trick "das Leckerli fällt aus meinem Mund" erreichts du, dass dein Hund dich ständig ansieht. Er ist total gespannt und konzentriert wann seine Belohnung kommt!

Dazu muss ich aber noch sagen, dass ich meine Hündin "geklickert" habe. Sie ist bereits mit 15 Mon. eine einwandreie BH gelaufen! Wir haben jeden Schäferhund hinter uns gelassen!!!

Fazit:
Du musst die ganze Unterordnung als etwas ganz tolles aufbauen. Harte Worte oder sogar "Platz-Schreien" gehört hier nicht her! Das sind noch die alten "uralten" Trainingsmethoden und funktionieren nur noch sehr selten!

Also dann mit lieben Hundesportfreudigen Grüßen
Manu und Ihr Dalmimädchen

von Cornelia(YCH) am 17. August 2003 05:06

Vielleicht hab ich mich etwas blöde ausgedrückt. Also: es geht darum, dass sie - wenn wir z. B. in der Stadt / Fußgängerzone oder ähnlichem unterwegs sind - ja schon direkt neben mir gehen soll, eben so wie beim "Fuß".

Beim "Fußgehen" beim Hundetraining ist das gar kein so großes Problem, erstens geht man da ja irgendwie ganz anders (schneller, forscher - halt so hundeplatzmäßig, weiß nicht recht, wie man es ausdrücken soll) und ausserdem konzentriert man sich ja auch auf den Hund, Blickkontakt usw.
Also, das funktioniert (wenn auch bisher nur kürzere Strecken, aber das ist schon okay, also ausbaufähig).

Zurück zum "normalen Leben". Wenn ich nun also auf solchen Strecken, z.B. Fußwege, oder Fußgängerzone, eben hauptsächlich in der Stadt oder wo viele Leute unterwegs sind, mit ihr gehe, möchte ich ja schon, dass sie direkt neben mir geht und nicht - so wie im Anfangsposting beschrieben - irgendwo in meiner Nähe "hängt".
Find ich anderen Leuten rücksichtsvoller, als wenn sie (zwar angeleint) nur so um mich rum "scharwenzelt" und sich nicht weiter um mich kümmert - da sie ausserdem ein recht großer Hund ist, finden das dann nicht alle Leute besonders toll, auch wenn sie sehr freundlich ist - sieht halt immer so "kontrollelos" aus.
Wie soll ich ihr das gegenüber denn verdeutlichen, wenn nicht mit "Fuß" - denn sie ZIEHT ja nicht an der Leine (also stehenbleiben etc., was immer so geraten wird für diese Fälle, brauch ich da ja nicht).

Ich hoffe, es ist jetzt einigermaßen klar rübergekommen und ich hab mich nicht zu wirr ausgedrückt - ist halt schlecht zu beschreiben für mich.

von Doris H.(YCH) am 17. August 2003 09:22

hallo,
das finde ich nun relativ "einfach", da man das Problem rein technisch lösen kann. Wenn sie NICHT an der Leine zieht, also grundsätzlich an lockerer Leine geht, wählst du in diesen Situationen die Leine eben entsprechend kurz, dass nimmt ihr die Möglichkeit, den Radius ungewollt zu vergrößern.

Grüsse Doris

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