Wie erziehe ich meinen Kangal :: Hundeerziehung + Soziales

Wie erziehe ich meinen Kangal

von Viola(YCH) am 04. Januar 2002 11:39

Erstmal Hallo allerseits,
vielleicht kann mir hier ja jemand helfen.
Wir haben einen kastrierten Kangal-Rüden von 14 Monaten und einen Schäferhund-Rottweiler-Mix, 6,5 Jahre.
Mein Freund hat den Kangal SAM gut im Griff, mit Hundeschule, Leckerlis und so weiter. Wir hatten, nach vielseitigem Rat, ausgemacht, daß nur er sich als erstes um die Erziehung des Hundes kümmert, quasi als Rudelführer. Zuhause höhrt Sam auch sehr gut auf mich. Nur wenn ich mit ihm mal alleine Gassi-gehen muss, wirds eine Qual. Da er noch total verspielt, und durch seine Größe ein richtiger Rammel ist, kann ich ihn kaum halten. Wie schaffe ich es, daß er mich nicht nur zuhause, sondern auch auf der Straße als zweites Oberhaupt anerkennt. Ich kann natürlich nicht mit soviel Kraft arbeiten, wie mein Freund. Aber so langsam bin ich schon am Verzweifeln, Sam zieht wie verrückt und wenn andere Hunde in der Nähe sind, geht er durch. Ich kann kaum die auf und ab tanzenden 45 kg an der Leine halten, mich eingeschlossen. Bei meinem Partner macht er da nicht so viele Mucken, und Leckerlis interssieren ihn auch nicht besonders als Erziehungsbestechungsversuche aus meiner Hand. Ich denke, daß ich die ganze Sache komplett anders aufziehen muss als mein Freund.
Wer kann mir Tipps geben?
Eure arg gebeutelte Viola

von Nathaly & Nico(YCH) am 04. Januar 2002 11:58

Hallo Viola!

Erstmal ist es wichtig, saß Sam DICH auch als Chef anerkennt.
Ich würde sehr viel Unterordnung mit ihm machen.
Wie ist das, darf er vor die durch die Tür etc.? Da würde ich auch mal ansetzen.
Ansonsten: Ich habe es mir zur Regel geamcht, daß der Hund NIE größer sein darf, als ich im Zweifelsfall halten kann. Mit meinem 25 kg Setter-Mischling bin ich da bei mir grade an der Grenze, der nächste Hund wird kleiner...:-)

Probier es doch mal mit einem Halti! (Aber bitte langsam dran gewöhnen!)

Das hat uns viel geholfen, als Nico es immer gar nicht abwarten konnte, auf den Hundeplatz zu kommen...

Geht ihr zur HuSchu mit Sam? Und wenn ja, wer macht die UO mit ihm? Wenn es bisjetzt dein Freund macht, dann löse ihn doch mal ab!

Viel Erfolg!!

Nathaly & Nico

von Christina & Asta(YCH) am 04. Januar 2002 18:31

Hallo Viola,

ich denke nicht, dass Ihr in irgendeiner Weise "Rangordnungsprobleme" habt. Sam kann schließlich nichts für sein rassebedingtes Kampfgewicht von 45 kg, und Ihr habt damit nunmal einen sehr temperamentvollen Junghund mit entsprechenden Kräften, bei dem es kräftebedingt einfach besonders auffällt, wenn er nicht zu bändigen ist. Und bei dem kräftebedingt auch eine besonders gute Erziehung mit viel Training erforderlich ist, denn mit Körperkraft ist Sam nunmal allein nicht zu bändigen (da hat's der Dackelbesitzer leichter).

Und die Übung und das stetige Training sind es, die dir und Sam bislang wahrscheinlich fehlen. Du sagst, dein Freund hat bislang am meisten mit ihm geübt. Die beiden sind wahrscheinlich längst ein eingespieltes Team - einfach, weil sie häufig zusammen trainieren. Die Zusammenarbeit mit dir ist Sam in dem Maße noch nicht gewohnt, du wirst wahrscheinlich unbewusst andere Signale geben, hast eine andere Körpersprache, machst automatisch einfach einiges anders als dein Freund etc. Das mag zuhause noch funktionieren, aber wenn dann die große Ablenkung auf dem Spaziergang dazu kommt, wird's schwierig. Ich würde schnell beginnen, intensivst mit ihm zu trainieren, und zwar zunächst zuhause, dann unter größerer Ablenkung. Du kannst Aufmerksamkeit trainieren, Übungen des Grundgehorsams, aber auch Kunststückchen, die euch besonders Spaß machen. Es geht darum, dass du seine Aufmerksamkeit bekommst, dass er lernt, auf dich zu achten und dass du lernst, wie du sein Verhalten beeinflussen kannst.

Solange du Sam nicht kontrollieren kannst, dürftest du strenggenommen gar nicht alleine mit ihm losziehen, denn ein Hund, der nicht unter Kontrolle ist, gefährdet nunmal nicht nur andere (auch, wenn er im Moment noch ein verspieltes Riesenbaby ist), sondern auch sich selbst im hohen Maße.

Wie gesagt: Mit dich "als Oberhaupt anerkennen" hat das ganze sicher nichts zu tun, allein davon ist noch kein Hund z.B. leinenführig geworden.

Ich drücken die Daumen, dass Ihre eure Problem in den Griff bekommt!

Viele Grüße

Christina




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