Gottfries Dildei-gewaltfreie Erziehung? :: Hundeerziehung + Soziales

Gottfries Dildei-gewaltfreie Erziehung?

von Peter(YCH) am 09. August 1999 11:17

Liebe Daggy,

irgendwie denke ich, daß da einiges falsch rüber gekommen ist!
Ich stimme dir in deiner Ansicht zur Hundeausbildung vollkommen zu und
bin keines falls ein Befürworter von Teletack und Stachelhalsband. Nicht
daß da ein falscher Eindruck entsteht!
Das einzige was ich in meinem Beitrag vermitteln wollte, ist, daß ich
Dildei's Ausbildungsmethode mit Futter vorbildlich finde.(Nicht den Ein-
satz vom Teletack. Und er es nicht verdient hat so verurteilt zu werden.
Meines Wissens hat bisher noch keiner außer Dildei ein komplettes und so
durchdachtes System, das in der der Ausbildungsphase wirklich ohne
jeglichen Druck auskommt,entwickelt. Warum er zur Absicherung dann das
Tele oder ein Stachel einsetzt, verstehe ich auch nicht. Wie ich schon
geschrieben habe, bin ich mir sicher, daß man ohne auskommt. Denn wir
alle, die mit positiven Mitteln ausbilden, haben ja unseren Erfolg.
Bei einer Anzeige hätte es hier sicherlich den falschen getroffen. Wie
schon erwähnt, gibt es auf unseren (nicht meinem) Plätzen wirklich
genügend Leute die angezeigt gehören.
Ich denke, daß deine und meine Vorstellung zur Hundeausbildung sich in
keinster Weise unterscheiden. Auch ich bin einer der für eine art-
gerechte Ausbildung kämpft und deshalb stehe ich auch hinter Dildei's
Methode. Bis auf einige wenige Details.

Viele Grüße
Peter

von Daggy(YCH) am 09. August 1999 18:16

in keinster weise habe ich erwähnt, daß ich das verhalten dieses husky besitzers unterstützt oder gutgeheißen habe, ganz im gegenteil, ich habe es ihm gesagt, solche hunde und auch noch im rudel gehalten kann man nicht ohne leine rennen lassen, ist mir klar, aber wie gesagt, ich kann leider weder bei irgendwelchen leuten gehirnwäschen machen, noch kann ich denen, die ich für verantwortungslos in der hundehaltung halte, die hunde wegnehmen, mehr als zu versuchen, diesen leuten die augen zu öffnen ist nicht drin.
mit meiner äusserung, ihm hätte ich das tele erlaubt wollte ich nur an einem beispiel erklären, was für mich ein unterschied zwischen alltag und hundesport ist. über seine spezielle situation kann man ewig andere diskussionen beginnen, ist mir auch klar.
klar knall ich auch nicht jedem hund ein tele drauf, der mal ein bisschen jagen geht, um himmels willen, mit dem beispiel husky wollte ich eben einen hund nehmen, dessen jagdinstinkt so ausgeprägt ist, daß er komplett abschaltet wenn er in den trieb kommt, der hund hört und sieht nichts mehr, er lebt nur noch seinen trieb in diesem moment, klar daß dies nicht am husky festzunageln ist, es gibt sicherlich auch genügend andere hunde die ein solch extremes jadgverhalten zeigen, deshalb war der husky ja auch nur ein beispiel für einen hund, der anders nicht aus dem trieb rauszuholen ist.
den meisten hunden mit einem normalen hang zum jagen kann man dies auch anders abgewöhnen, klar!
um auf den punkt zu kommen, ich wollte erklären, daß ich nicht gegen das tele an sich bin als letzte rettung um einen hund im alltag einzugliedern, sondern daß ich gegen das tele bin, sobald es um korrekturen im hundesport geht, was für mich eben freizeit, sport, spiel, spaß, hobby bedeutet, genau das was es für meinen hund auch sein soll!

von Daggy(YCH) am 09. August 1999 18:46

sorry, aber ich glaube wirklich daß ich gestern abend vor lauter wut nicht die richtigen worte gefunden habe und mich falsch ausgedrückt habe.
klar fand ich es unverantwortlich was dieser husky besitzer gemacht hatte, wenn ich drei solche hunde habe, sollte ich davon ausgehen mir der verantwortung bewusst zu sein, daß ich diese deswegen auch nicht frei rennen lassen kann. es gibt mittel und wege, diese hunde auszulasten auch an der leine, sie wurden ja schließlich als arbeitshunde gezüchtet, der typ hatte ja auch einen trainigswagen und machte sport, ging halt ab und an "nur" spazieren. ich habe es ihm wohl gesagt daß es an lebensmüdigkeit grenzt, sie frei springen zu lassen, und sowieso alle drei gleichzeitig.
du hast geschrieben : beim jagen gestatte ich ein tele, aber wenn ein hund nicht richtig bei fuß geht nicht!
Ja, du hast recht, wenn ein hund nicht perfekt fuß geht brauch ich um himmels willen kein tele!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
aber wenn ein hund einen dermaßen ausgeprägten jagdsinn hat, wie zum beispiel ein husky, dann komme ich nicht drum rum, es sei denn ich verdonnere diesem hund auf ewigkeiten leinenzwang oder suche mittel ihn an der leine auszulasten.
ich habe das beispiel husky gewählt, nur um ein Extrem zu zeigen. Ein Husky schaltet ab wenn er im trieb ist, er lebt nur noch diesen trieb und hört , kennt und sieht nichts mehr sonst. wenn nun ein hundebesitzer irgendeinen hund hat, der ein solch extremes jagdverhalten zeigt, ein tele benutzt, hätte ich damit kein problem. aber das hat ja auch nichts mit hundesport zu tun. perfekt fuß laufen muß nicht sein im leben, aber den hund einigermaßen unter kontrolle zu haben schon. ich nehme das wort "einigermaßen" weil kein hund dieser welt perfekt ist und keinem hund dieser welt kann man 100%ig trauen.
verstehst du was ich damit meinte?
der griff zum tele ist für mich die allerletzte möglichkeit, wenn ein hund ein solches jagdverhalten zeigt und das wollte ich damit sagen, im sport ist das tabu!!!!!!!! für mich jedenfall, denn das ist freizeit und spaß und es hat etwas mit meinem freund hund zu tun, dem es genauso viel spaß machen soll diesen sport zu machen wie mir, die beziehung zum hund ist das wichtigste und ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen die top beziehung im sport zu zeigen, wenn ich meinen hund mit solchen hilfsmitteln ausbilde.
wenn wir von einem trainigstag heimkommen und zusammen auf dem sofa liegen, sag ich zu den hunden entweder : na ja, heute waren wir wohl nicht so gut drauf, was solls, oder ich sage : mensch, heute hat alles gestimmt, super training! aber ich möchte, wenn wir zusammen den abend geniessen, meinem hund noch in die augen schauen können, verstehst du?
Gruß,
Daggy

von Daggy(YCH) am 09. August 1999 18:58

danke für deine schnelle antwort, peter, war wohl auch ein bisschen wütend gestern abend als ich das alles las, ist eine empfindliche stelle von mir, weil ich schon so wahnsinnig viel mist miterleben musste und meistens nichts tun konnte, da es ja doch (von der gesellschaft aus gesehen) "NUR" um hunde geht!! also bitte ich dich hier um entschuldigung falls ich "zu laut" geworden bin,
gruß,
Daggy

von Pat(YCH) am 10. August 1999 06:02

liebe daggy
jau, habe alles verstanden, auch schon die 1. meldungen.
was ich meinte, war, daß, um bei deinem beispiel zu bleiben, der tele
in meinen augen a) überhaupt nicht in frage kommt und b) in diesem
fall sowieso nichts nutzt.
greensiro hat mal ein gutes beispiel gebracht,hund und nord. erleben
schmerz oder schreck am futternapf-hund frißt uU nicht mehr aus diesem
napf, nord. schüttelt es quasi ab.
so ist es zumeist auch beim tele. ich mußte es oft genug erleben, und
deswegen sage ich ganz klar: ich verweigere mich dem tele, ohne wenn
und aber, und verpflichte mich somit auch, dies anderen begreiflich,
entweder im guten oder bösen, zu machen.
sicherlich gibt es menschen, die dosiert und überlegt damit umgehen können,
aber die fallen wohl in die promillegrenze.
hier ist es wie überall, die müssen eben mitleiden,mitgefangen,mitgehangen.
einen jagenden husky(bzw mehrere) zu einem leben an der leine zu
"verdonnern", ist nichts schlimmes, sofern der hund bewegt wird und
zur entspannung auch den freilauf erhält, entweder im heimischen garten/
auslauf oder auch bei freunden etc. hier gibt es genügend möglcihkeiten.
du schreibst vom freund hund, und eben diesem freund versuche ich nicht,
auch nicht als letztes mittel, mittels strom seinen ureigenen trieb
abzugewöhnen, nur weil ich nicht damit zurechtkomme, oder weil es halt
von jägern wimmelt, weil er die tiere bei der aufzucht stört,weil es
autos gibt.....
ich habe die verantwortung für mein handeln,sein leben und die sicherheit
der restlichen "wald-u flurbenutzer", aber nicht so.
der nord. ist im allgem. ein triebstarker hund, ganz richtig, aber dies
nutzen wir doch auch aus. hier soll wieder gepfuscht werden, lieber hund,
nur den trieb, den ich brauchen bzw noch dulden kann.
dies ist nicht mein ding. ich kann solche hunde sehr gut halten,ohne
probleme, ausgearbeitet, beschäftigt, sie dürfen auch spielen und toben,
aber eben nur, wenn ein zaun drum rum ist.
und sie verkümmern weder noch sind sie irgendwie nicht mehr normal.
einfach ein wenig eingeschränkt, aber das kann man toppen, indem man sich
was einfallen läßt.
so einfach ist das-und deshalb ist für mich dieser mensch einer der
absolut falschen halter. sicherlich ging und geht es mir genauso,
im endeffekt kann man fast gar ncihts tun, außer labern wie auf einen
kranken gaul, aber wenn jemand solche "hilfsmittel" benutzt, gibt er
mir ein mittel in die hand, und ich werde es nutzen.
tele bei einem rudel, das schon gewildert hat, bringt NICHTS.es erhöht
vielleicht die Quote von 30 auf 32%, daß einer hört und umdreht, aber
wirklich bringen tut es nichts, also ist die konsequenz eine ganz andere
als tele, und dies versuche ich zu vermitteln, auch hier.
eigentlich sind wir uns einig, das ist schön, bis auf dies als
sog. allerletztes mttel.
habe ich mich nun besser ausgedrückt?
ganz liebe grüße Pat

von Petra(YCH) am 10. August 1999 21:50


Hallo Daggy,

nun, man kann dem Hundesport generell negativ eingestellt sein - da tut man aber den Gebrauchshunderassen nichts Gutes.
Jedesmal, wenn ich von meinem Hund nicht klar verstanden werde, enttäusche ich ihn damit. Ich bin der Rudelführer und für den Hund allwissend. Die Enttäuschung hat somit nichts mit Zwang etc. zu tun. Enttäuschung ist vielleicht auch ein zu menschlicher Ausdruck. Unverstanden wäre vielleicht besser.
Der Hund kennt nur schwarz und weiß. Er ist nun mal ein Rudeltier. Und in dieser Gemeinschaft gibt es Regeln, die es einzuhalten gilt.
Auch der ganz normale Haushund muß sich an gewisse Regeln mit Herrchen oder Frauchen richten. Denke nur an die Stubenreinheit. Jetzt versuche ich den jungen Welpen immer so abzupassen, daß er sein Geschäft auf der Wiese macht. Große Freude und Belohnung.
Aber irgendwann macht er vielleicht doch mal in die Wohnung. In dem Fall kommt vom Hundeführer keine Belohung. D.h. aber auch eine neue Situation für den Hund. Wenn er dann wieder draußen sein Geschäft erledigt - große Freude. Bald ist der Hund Stubenrein!
So, und in der weiteren Ausbildung ist es auch nicht anders. Nur daß der Hund immer eifriger bei der Sache ist und temperamentvoller. Er fordert mich ja zu dem Spiel auf. Und auch dort vermittel ich dem Hund was ich will - wo der Hund seine Bestätigung bekommt. Später kommt auch eine Situation, die ein Fehlverhalten vom Hund zeigt. Da setzt die Korrektur an. Zwang ist übrigens auch wenn ich das Futter verweigere, bis die Übung richtig gezeigt wird.
Ich habe ein gutes Gewissen beim Hundesport. Die Teamarbeit mit meinem Hund macht uns beiden Spaß und ich habe dadurch erst meinen Hund richtig kennengelernt. Er mich übrigens noch um so mehr.
Noch vor 15 - 20 Jahren wurde nur mit Schmerz ausgebildet. Da wurde auch die Stubenreinheit ja noch reingeprügelt.
Heute interessieren sich die Hundefreunde immer mehr dafür, wie der Hund eigentlich lernt. Ich lerne meinen Hund besser kennen und finde für ihn den besten Weg.
Wichtig ist, daß man die Ausbildung und die Wege nicht mit dem Menschenauge betrachtet, sondern aus der Denkweise des Hundes. Und jeder Hundebesitzer sollte sowieso das Wesen und die Zeichensprache eines Hundes kennen.

Gruß,

Petra

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