Bringholzproblem :: Clickertraining

Bringholzproblem

von birgit(YCH) am 30. Oktober 2001 19:59

Mein 4jähriger sturer Berner hat mir das Bringholz, mit langer Aufbauzeit mit dem Clicker, schon gebracht und jetzt ignoriert er es völlig und mich auch, Hat jemand die gleichen oder ähnliche Erfahrungen gemacht und wie bringe ich ihn dazu, es wieder zu bringen?

Freue mich auf jede Hilfe

Birgit





von Gabrielle(YCH) am 03. November 2001 12:19

Hallo Birgit

Da du noch keine Antworten erhalten hast, will ich mich mal versuchen...

Was ich nicht ganz verstehe, du sagst, er ignoriert dich. Wie meinst du das? Wenn du ihm das Signalwort zum Apportieren sagst?

Ich nehme an, du hast Backchaining gemacht wie du das Apportieren aufgebaut hast. Wie sieht denn dies heute aus: Vorsitzen und Apportel halten: Holz vom Boden aufnehmen und sich setzen etc - also der Beginn der Kette?

Liebe Gruesse
Gabrielle

von Birgit(YCH) am 03. November 2001 16:35

: Hallo Birgit
:
: Da du noch keine Antworten erhalten hast, will ich mich mal versuchen...
:
: Was ich nicht ganz verstehe, du sagst, er ignoriert dich. Wie meinst du das? Wenn du ihm das Signalwort zum Apportieren sagst?
:Wenn ich ihm das Holz hinhalte dreht er den Kopf zur Seite, früher hat er es willig genommen
: Ich nehme an, du hast Backchaining gemacht wie du das Apportieren aufgebaut hast. Wie sieht denn dies heute aus: Vorsitzen und Apportel halten: Holz vom Boden aufnehmen und sich setzen etc - also der Beginn der Kette?
: Apportieren habe ich ihm so gelernt, wie es in dem Buch von Martin Pietralla stand und das hat ganz gut funktionert, bis auf, dass er sich mit dem Bringholz nicht zu mir bewegte, sondern sich irgendwo hinlegte, das habe ich dann in den Griff bekommen, indem ich weggelaufen bin und er mir mit dem Bringholz hinterdrein und ich ließ ihn vorsitzen. Hat alles super funktioniert, bis zum Tag X, wo er plötzlich das Schnüffeln rundherum wichtiger fand als mich, trotz Motivation, er tat so, als würde er das Bringholz nicht kennen und ignorierte es. Es war ihm zuwider es zu nehmen. Ich übte jeden Tag ca. 10 Minuten und das konsequent 2 Monate. Ich bin halt ein bißchen enttäuscht, denn die prüfung stünde vor der Tür und ich freute mich, dass es schon so gut ging.
Liebe Grüße und Danke für deine Antwort

Birgit
PS: Habe als Konsequenz ein neues Bringholz besorgt und beginne wieder von vorne.
:

von Sabine S.(YCH) am 03. November 2001 17:08

Hallo Birgit,

vielleicht hilft es, wenn Du mit dem Üben einfach mal konsequent aussetzt?
Manchmal wirkt so eine Pause Wunder!

Die Hunde spüren nämlich ganz genau, wenn wir uns selbst (wegen Prüfung oder so) und damit auch den Hund unter Druck setzen und der gerade der Berner reagiert dann gerne mit Verweigerung.

Ich habe das Bringen über die Beutearbeit aufgebaut, damit mein Hund (übrigens auch ein Berner) richtig "gierig" auf das Bringholz wird.
Ich habe auch immer darauf geachtet, daß ich nicht zu viel übe, denn es soll ja ein spannendens Spiel bleiben.

Hat prima geklappt, sie bringt jetzt auch auf der Fährte zuverlässig.

Viel Glück!

Berner-Grüße
Sabine S.

von Gabrielle(YCH) am 04. November 2001 01:02

Hallo Birgit

Deine Enttaeuschung kann ich nachfuehlen, ist bei mir doch soeben das Sitz-Bleib "zusammengebrochen" und ein Clubwettbewerb steht an.

Schnueffeln: Ist ein Calming Signal (was zu Sabines Antwort passen wuerde, der Hund regiert auf deine Spannung) - was passiert, wenn du es auf Asphalt, Teppichboden .... versuchst.
Schnueffeln steht auf der Prioritaetenliste der Hunde ganz oben, d.h. die Aussicht auf dein Lecker kann da vielleicht nicht gegenhalten (kenne ich von meinen).

10 Min. am Tag scheinen mir sehr lange. Wenn ich Probleme bekomme, dann arbeite ich kuerzer an der Sache, oft nur gerade ein Versuch und ich den mit C&T bestaerken kann, beende ich das Training oder diesen Teil der Session. Bei Delphinen hat man herausgefunden, dass sie (falls es sich im erfahrene Tiere handelt) 20 bis 30 C&T pro Session verarbeiten koennen, bzw 100 pro Tag. Wenn dies gesteigert wurde, hat sich der Lernerfolg nicht mehr weiter erhoeht.
Ich persoenlich mache auch gute Erfahrungen mit "Problemen", wenn ich sie "an den Futternapf nehme", d.h. Futter ist im Napf bereit, ich lasse den Hund sitzen, halte ihm das Holz vor und C&T wenn er (je nach dem nun wie du deine Situation einschaetzt) den Kopf wendet, das Holz nimmt (und haelt)... Als T stelle ich dann den Napf auf dem Boden.

: PS: Habe als Konsequenz ein neues Bringholz besorgt und beginne wieder von vorne.
:
Duenkt mich eine gute Idee, wir haben welche aus Holz wie auch aus Plastik und die weiss, neongelb und neonorange (dass orange auf dem Rasen fuer den Hund nicht sichtbar ist, ist wieder eine andere Sache).

Hilft dies? Erzaehl, wie es dir dabei geht.

Liebe Gruesse
Gabrielle

von Jenny(YCH) am 04. November 2001 08:54

Hi Birgit,

ich finde auch, weniger ist mehr. Ich übe die etwas "kritischen" Übungen auch nicht unbedingt jeden Tag, erst wenn der Hund sie so richtig gerne bekommt. Bei den etwas unangenehmen Aufgaben nehme ich gerne auch "Superleckerlis" wie Büchsenfutter, Streichwurst oder Stinkkäse etc. und deponiere sie schön sichtbar. Wirkt manchmal zusätzlich motivierend wenn es so direkt vor der Nase ist. Manche Hunde reagieren besser auf nur einen Gegenstand, andere mögen die Abwechslung, muss man herausfinden. Ich habe je eine Sorte ;-).

LG,
Jenny

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