Dank Schleppleine großes Chaos :: Hundeerziehung + Soziales

Dank Schleppleine großes Chaos

von Izel(YCH) am 14. März 2001 15:08

: Hallo,

:
: So ähnlich hab' ich das auch geübt, allerdings mit kleinen Unterschieden:
: 1. habe ich ein Geschirr verwendet. Ich wollte dem Hund mit dem Ruck ja nicht weh tun, sondern er sollte nur merken, dass er sich nicht weit von mir entfernen kann. Ich will keinen Hund der mir mit eingezogenem Schwanz nachschleicht, nur damit er nicht plötzlich am Hals herumgerissen wird.
sicher kann man bei sensiblen Hunden auch ein Geschirr benutzen. Aber einen Ruck sollte er schon bekommen. Wenn Du ihn hinter dir herziehst, hat das nicht den Effekt, den man sich vom SL-Training erwartet.
Ich arbeite oft mit Schleppleine, und mir ist noch nie ein Hund mit eingezogenem Schwanz hinterhergelaufen, weil er einen Ruck bekommt.
: 2. habe ich - kurz bevor er in die Leine lief - eine Warnung gegeben (bei mir "zu weit"winking smiley, denn er sollte ja auch was lernen draus. Inzwischen läuft er frei, soweit er will, aber sobald ich "zu weit" rufe, bleibt er stehen und wartet auf mich, bzw. läuft langsamer und entfernt sich nicht mehr weiter. Also genau das, was ich wollte.
Gut, wenns funktioniert, ist doch toll. Ist leider nicht bei allen Hunden sosmiling smiley Aber eins verstehe ich nicht: Läuft er nun frei oder trainierst du an der Schleppleine??
sicher kann man bei Hunden die sehr unaufmerksam sind auch machen, ist aber nicht ideal, weil der Hund durch das Schleppleinentraining lernen soll auf Dich zu achten, dich einfach im Auge hat, aufmerksam wird. Wenn Du ein Vorwarnkommando bekommt, muß er nicht auf Dich achten, da du ja immer vorwarnst.
: liebe Grüße,
: Babsi
:
: P.S.: Falls das jemand liest, der Schleppleine + Geschirr verwendet: Ich habe das Problem, dass sich Lucifer immer in der Leine verheddert, wenn ich sie regulär am Ring über den Schulterblättern befestige (z.B. wenn er sich einmal um sich selbst dreht). Inzwischen benutze ich dazu einen Ring, der an der Bauchseite des Geschirrs angebracht ist, damit bin ich aber nicht ganz glücklich. Wie löst ihr das?
: Noch was: Lasst ihr euren Hund an der SL mit anderen Hunden laufen/spielen, oder halten ihr das für zu gefährlich?
Das geht auch mit SL, besser wäre ein eingezäuntes Grundstück, wo du ihn freilassen kannst (er sollte dann aber nicht vergeblich gerufen werden)
Macht ihr sie dann grundsätzlich ab?
Man sollte den Hund während des Trainings mit der Schleppleine draußen überhaupt nicht freilaufen lassen, da er sich dann wieder deiner Einwirkung entziehen kann, du evtl. vergeblich rufst, und dann hat das vorherige Training wenig Sinn und ist verschenkte Zeit.
Viele Grüße
Izel

von Izel(YCH) am 14. März 2001 17:21

Hallo Stephanie,
ich weiß nicht, ob du meine Beiträge gelesen hast. Du hast das Schleppleinentraining einfach falsch angewendetsmiling smiley
VG
Izel

von stephanie(YCH) am 15. März 2001 07:05

: Hallo Stephanie,
: ich weiß nicht, ob du meine Beiträge gelesen hast. Du hast das Schleppleinentraining einfach falsch angewendetsmiling smiley

Hallo Izel,
klar hab ich sie gelesen :-)
Ich kann mir echt nicht jedes Buch kaufen. Irgendwie verwirrt mich dann alles noch mehr :-( Aber es leuchtet ein, dass ich es falsch gemacht habe. Bedeutet das denn jetzt, dass ich komplett nur noch an der langen Leine lasse und dann, wenn alles soweit ganz gut klappt, die Leine immer etwas verkürze.
Läuft er an der langen Leine, dann achtet er auch auf mich. Laufe ich in die andere Richtung läuft er mit. Er bleibt beim vorauslaufen stehen und sieht mich an. Er kommt, wenn ich ihn rufe. Wann ist der Zeitpunkt da, an dem ich die Leine immer ein Stück kürzer machen kann?
Was meinst du? Wenn ich das jetzt so konsequent durchziehe, wie sind die Chancen, dass er danach nicht wieder "ausbüchst". Ich könnte mir echt selber in den H.... beissen. Bevor ich das ausprobiert habe, hörte er millionenfach besser :-(((((

: VG
: Izel
Viele Grüße
Stephanie

von P.H(YCH) am 15. März 2001 09:32

Tschau Stephanie

Wenn Du mit der Schleppleine arbeitest, dann würde ich aber schon Zwang anwenden. Das ist eine Methode, die über Zwang aufgebaut ist und diese funktioniert nicht, wenn man es so abändert, dass kein Zwang dahinter ist. Wenn Du mit Zwang arbeiten willst, dann musst Du das durchziehen und ich würde mir sogar das Halsband überdenken. Und mach das Abbauen so wie die anderen das beschrieben haben.

Der Kong ist so was wie dein Ball mit Schnürchen.

Ich wollte Dir eigentlich nur schreiben, dass wenn man den Hund beschäftigt, dass er dann auch automatisch weniger Blödsinn im Kopf hat.

Gruss P.H

Ps. Ein paar Ausschnitte über das Hier, die ich anderen schrieb, vielleicht passt das eine oder andere auch zu Dir.

Ich übe das Hier mit einem Junghund so, ich rufe ihn, er kommt, ich lobe ihn gebe ihm ein Stücken Futter und drücke ihn danach mit der Hand wieder von mir weg und gebe ihn frei. Danach rufe ich ihn nochmals ab. Der Hund hat dann denn Drang zu mir zu kommen, sowieso nachdem ich ihn von mir weggestossen habe.

Auf keinen Fall anleinen, das mache ich erst wenn das Hier gefestigt ist und dann auch nicht immer.

Es ist wichtig, dass man einen Hund nicht bestraft wenn er kommt, man muss ihn bestrafen wenn er geht. Nun ist man zu langsam dazu, aber man kann das mit einfachen Tricks ändern. Ich nehme dazu ein paar Kieselsteine in den Hosentasche und wenn der Hund eine interessant Fährte in der Nase hat, dann rufe ich ihm. Gleichzeitig werfe ich ihm die Kieselsteine an und wenn der Hund dann kommt lobe ich ihn und gebe ihn gleich wieder frei, damit er nicht eine negative Verknüpfung macht, kommen, anleinen.
Das werfen der Kieselsteine muss so sein, dass der Hund nicht merkt, woher diese kommen. Schaut er mich an wenn ich werfen will, so unterbreche ich den Wurf und verräume die Kieselsteine wieder in die Hosentasche. Der Hund muss das Gefühl haben, dass die Kieselsteine vom Himmel fallen. Auch verstecke ich mich ab und zu, wenn der Hund zu weit vorläuft. Aber bei meinem jetzigen Hund geht das nicht, da er immer um mich herum hüpft und beim Abrufen kommt er immer sofort zu mir. Wenn der Aufbau stimmt, so sind solche Übungen nicht nötig, aber das hilft dir ja auch nicht weiter.

Noch eine kleine Geschichte, die aber überhaupt nichts mit Dir zu tun hat.

Ich ging eine Zeitlang immer mit einem Hundhalter spazieren, der seinen Hund überhaupt nicht im Griff hatte, das war für ihn doppelt so ärgerlich, weil ich meinen Hund gut ausgebildet hatte. Wenn sein Hund eine Fährte schnupperte, oder ein Wild sah, dann sah man diesen immer über eine längere Zeit nicht mehr. Als der Hund zurück kam, setzte es jedes Mal Prügel ab. Das Resultat war, der Hund kam beim zurückkommen nur noch etwa 50 Meter vor seinen Meister und dort wartete er ab und schaut was passiert.
Ich versuchte ihm dann zu erklären, dass der Hund die Verknüpfung, Jagen zurückkommen Bestrafung nicht so nachvollziehe, wie er es wolle. Aber er hörte nicht auf mich, sondern machte so weiter, wie er es wollte.
Dann liefen wir einmal einem Bauernhaus entgegen und der hatte die Hühner frei. Der Hund sprang wie immer davon, erwischte ein Huhn und kam zurück. Das erstaunliche, diesmal kam er mit dem Huhn im Fang freudig bis zu Meister und der Hund hatte überhaupt keine Angst dass er bestraft wird.

Ich sagte ihm er solle mir das erklären, aber er konnte das nicht, da er meinte, der Hund müsste jetzt eigentlich noch mehr Angst vor ihm haben. Ich erklärte ihm dann, sein Hund sei immer einem Wild nachgerannt und er habe gedacht dass er bestraft werde, weil er ohne Beute zurück kam. Darum habe er jetzt wo er endlich die Beute fangen konnte gemeint, er habe seinen Hundeführer zufrieden stellen können. Das habe man an dem gesehen, wie freudig der Hund mit dem Huhn nun zu ihm kam.

Das hat er dann eingesehen und sein Verhalten dementsprechend geändert.

Gruss P.H

von P.H(YCH) am 15. März 2001 09:35

Tschau Melli
Entschuldigungbitteschön,

ich habe wohl einen Satz verpasst beim durchlesen.

Gruss P.H

von iZel(YCH) am 15. März 2001 11:15

: Hallo Izel,
: klar hab ich sie gelesen :-)
: Ich kann mir echt nicht jedes Buch kaufen.

Klar, kann man das nichtsmiling smiley Aber diese Investition lohnt sich echt.

Irgendwie verwirrt mich dann alles noch mehr :-( Aber es leuchtet ein, dass ich es falsch gemacht habe. Bedeutet das denn jetzt, dass ich komplett nur noch an der langen Leine lasse und dann, wenn alles soweit ganz gut klappt, die Leine immer etwas verkürze.

Genau.


: Läuft er an der langen Leine, dann achtet er auch auf mich. Laufe ich in die andere Richtung läuft er mit. Er bleibt beim vorauslaufen stehen und sieht mich an. Er kommt, wenn ich ihn rufe. Wann ist der Zeitpunkt da, an dem ich die Leine immer ein Stück kürzer machen kann?

Wenn er an der 5m Leine dann an der 10m Leine ohne Ruck auch unter Ablenkung (Hund usw) folgt, verkürzt du die Leine jede Woche 50 cm. Wenn Du bei einem Meter angelangt bist, läßt du das auch für ein paar Wochen, dann wird die Leine abgegenommen. Als hilfreich hat sich erwiesen anfangs ein Stück Leine (ca.30 cm) dranzulassen und eine Feder oder etwas ähnlich schweres dranzuhängen. So hat der Hund das Gefühl, er ist immer noch an der Leine.

: Was meinst du? Wenn ich das jetzt so konsequent durchziehe, wie sind die Chancen, dass er danach nicht wieder "ausbüchst". Ich könnte mir echt selber in den H.... beissen. Bevor ich das ausprobiert habe, hörte er millionenfach besser :-(((((

Die Chancen sind gut. Ich habe damit gute Erfolge erzielt. Aber meistens probiere ich es erst anders, da das ganze schon ne langwierige Sache ist.
: : VG
: : Izel
: Viele Grüße
: Stephanie

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