Plötzlich Aggression gegenüber Menschen :: Hundeerziehung + Soziales

Plötzlich Aggression gegenüber Menschen

von Tina Müller(YCH) am 15. Juli 2001 12:41

Hallo,

Wir haben eine 19 Monate alte Labrador Hündin, die plötzlich Aggressionen gegenüber anderen Menschen entwickelt. Sie ist ein sehr unsicher Hund und gerät leicht in Streß, wenn neue Reize auf sie einstürmen oder sie sich bedrängt fühlt. Zuerst hat sich ihr sggressives Verhalten vor allen Dingen auf kleine Kinder (unter 3 Jahren) bezogen. Sie fühlte sich leicht genervt und hat das den Kindern dann gezeigt indem sie sie angeknurrt hat. Jetzt hat sie auf einem Spaziergang als sie auf einem sehr engen Weg an einer Gruppe von vier Erwachsenen vorbei gehen mußte (unangeleint....das war bisher auch nie ein Problem) einen der Erwachsenen angegriffen (sie hat nicht zugebissen). Man muß noch dazu sagen, daß sie gerade scheinträchtig war und 3 Wochen richtig gelitten hat. Als das mit der Gruppe passierte war sie gerade seit 2 Tagen wieder unser normaler, aufgeweckter Hund. Mein Mann hatte ihr Stöckchen (darauf war sie gerade während der Scheinträchtigkeit total fixiert)in der Hand, weil sie sich dann normalerweise sowieso für sonst nichts interessiert als sie den Mann angegriffen hat.

Zuhause ist das alles kein Thema: sie freut sich über jeden Besuch (ob fremd oder bekannt) und unser Kinder (5 und 8 Jahre) sind ihr ein und alles.

Ich bin echt verzweifelt und wäre sehr dankbar, wenn mir jemand das Verhalten erklären kann bzw. einen Tip geben kann wie ich mich jetzt verhalten soll.


Gruß

Tina

von Wilma u. Arno(YCH) am 15. Juli 2001 13:25

Hallo tina,


zunächst einmal: Von plötzlich kann nicht die Rede sein, Ihr habt leider versäumt entsprechend zu reagieren als klar war, daß Euer Hund unsicher auf neue Reize reagiert.
Da wäre die Frage, warum ist das so ? Habt Ihr sie als Welpe nicht an alles mögliche gewöhnt ?
Das zweite ist die Scheinträchtigkeit, die viele Hündinnen extrem verändert. Viele tiere sind dann extrem auf ein Spielzeug oder eben andere Gegenstände fixiert.
Erfahrungsgemäß werden Hündinnen, die einmal scheinträchtig werden dies immer wieder. Das ist sowohl für die Hündinnen wie auch für die Besitzer quälend und wie Du selbst gesehen hast, kann das auch noch andere Folgen haben.
Auch das Alter spielt sicher ein bißchen eine Rolle, sie wird jetzt langsam erwachsen und da festigt sich allmählich das Verhalten.
Ich würde Dir daher raten sie kastrieren zu lassen. Zusätzlich solltet Ihr aber auch an ihrer Unsicherheit arbeiten, also sie behutsam mit neuenm bekannt machen.
Ich denke das Ihr auf jeden Fall Profihilfe in anspruch nehmen solltet. Denn ich kann mir denken, das Ihr selber unsicher reagiert vor allem nach diesem Vorfall. Und das wiederum bestärkt den Hund in seiner Angst u. Unsicherheit.
viele Grüße
Wilma u. Arno

von Tina(YCH) am 15. Juli 2001 14:13

Hallo Wilma und Arno,


danke für eure schnelle antwort.
Ihr habt leider versäumt entsprechend zu reagieren als klar war, daß Euer Hund unsicher auf neue Reize reagiertHabt Ihr sie als Welpe nicht an alles mögliche gewöhnt ? Das zweite ist die Scheinträchtigkeit, die viele Hündinnen extrem verändert. Viele tiere sind dann extrem auf ein Spielzeug oder eben andere Gegenstände fixiertErfahrungsgemäß werden Hündinnen, die einmal scheinträchtig werden
dies immer wieder. Das ist sowohl für die Hündinnen wie auch für die Besitzer quälend und wie Du selbst gesehen hast, kann das auch noch andere Folgen haben.Zusätzlich solltet Ihr aber auch an ihrer Unsicherheit arbeiten, also sie behutsam mit neuenm bekannt machen.Denn ich kann mir denken, das Ihr selber unsicher reagiert vor allem nach diesem Vorfall. Und das wiederum bestärkt den Hund in seiner Angst u. Unsicherheit. Da habt ihr sicher recht...auch wenn ich versuche das "cool" zu wirken so ganz bin ichs dann doch nicht und Hunde haben eben ein sehr feines Gespühr.


viele Grüße

Tina

von Tina Müller(YCH) am 15. Juli 2001 14:28

hallo Wilma und Arno,

Danke für Eure schnelle Antwort,
Ihr habt leider versäumt entsprechend zu reagieren als klar war, daß Euer Hund unsicher auf neue Reize reagiert. Habt Ihr sie als Welpe nicht an alles mögliche gewöhnt ?Viele tiere sind dann extrem auf ein Spielzeug oder eben andere Gegenstände fixiert.Ich würde Dir daher raten sie kastrieren zu lassen.Zusätzlich solltet Ihr aber auch an ihrer Unsicherheit arbeiten, also sie behutsam mit neuenm bekannt machen.Ich denke das Ihr auf jeden Fall Profihilfe in anspruch nehmen solltetDenn ich kann mir denken, das Ihr selber unsicher reagiert vor allem nach diesem Vorfall. Und das wiederum bestärkt den Hund in seiner Angst u. Unsicherheit.

Das ist ganz sicher so...egal wie "cool" man versucht zu wirken, der Hund merkt doch, daß es nicht so ist.

viele Grüße

Tina

von Gabie(YCH) am 15. Juli 2001 19:14

: Ich bin echt verzweifelt und wäre sehr dankbar, wenn mir jemand das Verhalten erklären kann bzw. einen Tip geben kann wie ich mich jetzt verhalten soll.

HI Tina!

Ich weiß zwar nicht, was Ihr bisher in puncto Erziehung getan habt, aber ich würde sagen, sucht Euch die nächste Hundeschule u. übt! Und in der Nähe von Menschen würde ich sie zunächst nicht mehr ableinen, evtl. mit Schleppleine laufen lassen! Wenn Kinder angeknurrt werden, dürft Ihr das auf keinen Fall dulden (Schnauzengriff)!Viel Glück u. viele Grüße v.Gabie
:

von conny(YCH) am 16. Juli 2001 07:36

Hallo

Tut mir leid, da verstehe ich jetzt etwas nicht. Natürlich kann man es nicht dulden, wen ein Hund auf kleine (oder auch größere) Kinder losgeht, aber warum sollte ich bei einem Hund, der dies aus Ängstlichkeit tut den Schnauzengriff anwenden? Hier hilft nur mehr Selbstsicherheit vermitteln, ablenken. Wenn sich "gefährliche Objekte" nähern, versuche ein Futter in die Hund zu nehmen und den Hund vorbeizuführen. Oder dich ein weinig beiseite stellen und ein Spiel beginnen. Parallel dazu würde ich mit Kindern, die mit Hunden umgehen können, das Vertrauen des Hundes aufbauen und das Verhalten mit Kindern üben. Aber keinen Druck anwenden. Bei Ängstlichkeit kann Druck das Problem nur verstärken. Außerdem würde ich dem Hund eine Aufgabe geben. Es muß ja nicht immer ein Hundesport nach PO sein, aber eine Aufgabe die er bewältigen kann. Das stärkt das Selbstvertrauen enorm.

Conny + Amigo (der in jeder Situation souverän ist)

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