Alleine bleiben :: Hundeerziehung + Soziales

Alleine bleiben

von nell(YCH) am 25. Juni 1999 12:27


Hallo-
seit fast 4 Wochen bin ich stolze Besitzerin eines Hundes- aus dem Tierheim.
Er ist 1,5 Jahre alt, war ein 3/4 Jahr im Tierheim und ist ein wirklich tolles, liebes Tier. Anscheinend gute Grunderziehung, hört einigermassen, mag Autofahren, andere Hunde, Katzen.
Irgednwie kann ich nicht so ganz verstehen, warum er so lange dort war.
Im Tierheim sagte man mir, dass er ein Fundhund sei- aufgrund seiner Scheu und seinem Misstrauen vor Männern (,die sich aber schon stark gelegt hat)geht man davor aus, dass er von dieser Personengruppe wohl "nicht gerade gut" behandelt wurde.
Das ist aber nicht das Problem.
Das Problem ist, dass dieser Hund überhaupt nicht alleine bleiben kann (eigentlich auch verständlich aufgrund seiner Geshcichte)- passen andere Personen auf ihn auf, die er kennt (was ca. 1 x pro Woche für 2- 4 Stunden vorkommt) ist es ok, auch wenn er zwischendurch mal unruhig wird.
Bei einiegn Probierversuchen habe ich beobachtet, dass er jankt, bellt (er bellt sonst fast nie), kratzt und naja, teilweise auch Dinge zerbeisst (Sicherheitsgurt im Auto, Hunekorb aus Stoff vollkommen zerfestzt)- er lässt sich weder durch Futter (ist er eigentlich sowieso nicht sonderlich fixiert drauf), Musik oder "gebrauchte Kleidungsstücke" von mir (Tip einer Bekannten!) ablenken.
Was kann ich tun um ihm über seine Isolations- oder Trennungsängste hinwegzuhelfen ?

von Harald(YCH) am 25. Juni 1999 12:41

Hallo Nell!

Eine Antwort habe ich keine, aber eine Beobachtung, die Dir
vielleicht weiterhelfen kann. Getrennt von Frauchen/Herrchen zu
sein oder alleine eingesperrt sind nämlich zwei Paar Stiefel.
Als Beispiel sei unser Moritz angeführt:
- wenn ich ihn "draussen" vor einer Türe ablege und sage "Bleib",
dann kann er da stundenlang liegen, obwohl er mich nicht sehen,
hören oder riechen kann (weil ich z.B. durch einen Hinterausgang
längst verschwunden bin).
- wenn ich ihn "drinnen" lasse, fängt er sofort an, alle Hebel
in Bewegung zu setzen, um mir nach zu kommen. Äusserst massiv!!

Moritz kann erstaunlich gut zwischen "drinnen" und
"draussen" unterscheiden!
Ich finde, das setzt ein ziemlich hohes Mass an Abstraktionsvermögen
voraus -- nur nebenbei bemerkt.

Du solltest deshalb erst mal herausfinden, was Deinen Hund
wirklich so viel Angst einjagt:
alleine zu sein oder alleine eingesperrt zu sein?

Gruss,
Harald.

von Juliane(YCH) am 25. Juni 1999 14:40

Hallo, Nell!
Dein Hund hat es wahrscheilich nie gelernt, dass Alleinbleiben nichts Schreckliches ist. Deshalb würde ich an Deiner Stelle anfangen, als hättest Du einen Welpen vor Dir. Dazu kannst Du nachlesen im Hauptmenü unter FAQ - Welpen und Junghunde und da wieder unter Welpe - allein zu Haus. Da ist Schritt für Schritt beschrieben, wie man's macht.
Dein Hund muss ja erst lernen, dass er Dir vertrauen kann, deshalb erwarte keine Wunder und hab' Geduld! Ich wünsche Dir viel Erfolg!
Juliane

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