fährten ohne futter, aber wie? :: Hundesport & Freizeit mit Hund

fährten ohne futter, aber wie?

von Susanne(YCH) am 11. Februar 2001 12:03


Ich mache nun schon mit meinem zweiten Hund fährte, aber ich würde am liebsten eine Methode ausprobieren bei der man kein Futter braucht.
Wer kann mir helfen?
grüße Susanne

von Barbara F.(YCH) am 11. Februar 2001 15:07

Hallo Susanne,
warum willst Du ohne Futter fährten ? Gibt es dafür einen Grund?
Gruss Barbara F.

von Andrea(YCH) am 11. Februar 2001 17:04

Hallo,
ich habe mit allen von meinen Hunden mit Futter gefährtet und hatte nur beste Ergebnisse.
Fange mit drei Monaten an.

von Christian(YCH) am 11. Februar 2001 19:23

Hallo Susanne,

Futter greift doch eigentlich optimal auf der Faehrtenarbeit ... sei es in den Fussabdruecken, oder fuer die Gegenstaende. 'Schleppen' sind ja eigentlich auch Futter.

Ich kenne drei Methoden (hab sie aber alle noch nicht probiert), die ohne Futter auskommen.

Zwei davon will ich hier gar nicht erwaehnen, da sie auf brachialem Zwang basieren.

Aber wenn Du es probieren willst, die 'Meutefaehrte' kommt ohne Futter aus. Du brauchst dazu eine zweite Person. Du trittst die Faehrte und die zweite Person laesst den Hund nach Dir suchen. Du muesstest dabei dann aber ausser Sicht sein.

Wichtig dabei ist, dass die Bindung zu Deinem Hund sehr gut ist und zu der zweiten Person praktisch nicht vorhanden. Die zweite Person sollte jedoch 'faehrtenerfahren' sein, denn sie muss den Hund ja korrigieren, dass er nicht in ein 'Stoebern' kommt.

Die Methode halte ich fuer brauchbar, da der Hund sehr schnell von Deinem Individualgeruch auf Bodenverletzungen 'umsetzt'

Gruesse

Christian

von Regula + Geronimo(YCH) am 21. Februar 2001 13:16

Hoi Susanne

Such im yorkie-Forum mal nach SIAB.

SIAB steht für Sent in a Bottle und ist ein Hilfsmittel um die Hunde auf den Indiviual-Geruch und nicht auf die Bodenverletzung zu trainieren.
In New York werden die Polizeihunde mit Clicker und SIAB auf der Fährte ausgebildet. Und zwar auf Asphalt. Die Hunde arbeiten nämlich später nicht selten Personenfährten auf Asphalt aus.

Auch die Bloodhounds in der Schweiz werden ohne Futter zu Fährtenhunden ausgebildet. Die Leistungen dieser Hunde sind wirklich fast unglaublich. (Mehrtägige Spuren durch Fussgängerzonen werden sicher ausgearbeitet!!!) Siehe: [members.tripod.de]

Ich hoffe das hilft dir weiter
Liebe Grüsse aus Winterthur (CH)
Regula & Geronimo


von Lothar Schmidt(YCH) am 25. Februar 2001 09:48

Hallo Susanne,

ich kenne jetzt drei Methoden um den Hund gut auf der Fährte zu halten.

Zwangsfährte: Hier wird dem Hund erst mal mit Futter gelernt auf der Fährte zu bleiben. Danach wird das Futter komplett abgebaut. Geht jetzt der Hund von der Fährte wird er so lange in ein Stachelhalsband gezogen bis der Hund wieder auf die Fährte kommt. So balt der Hund wieder auf der Fährte ist bekommt er seine Ruhe. Nur halte ich nichts davon da es immer mal vorkommen kann das der Hund im Prüfungsfall die Fährte verliert. Wenn das der Fall ist werden diese Hunde dermaßen hektisch, dass sie nicht mehr auf die Fährte finden.

Beutefährte: Hier wird der Hund auch erst mal mit Futter auf die Fährte trainiert. Am Ende kommt ein Beuteobjekt (Ball, Spielzeug). Kommt der Hund ans Ende wird mit dem Hund gespielt. Später wird das Futter ganz abgebaut und der Hund wird nur noch über das Spielzeug motiviert. Der Nachteil dabei ist, dass diese Hunde sehr schnell fährten und sehr oft Winkel überlaufen. Zu dem arbeiten diese Hunde die Fährte nicht Schritt für Schritt aus. Der Hund stürmt nur nach vorne, die Nase wird oft in den Wind gestreckt da der Hund genau weis das es auf der Fährte nichts gibt.

Futterfährte: Dies ist bis jetzt die beste Methode um den Hund um den Hund in der Sportfährte auszubilden. Jeder hat bis jetzt schon was über die klassische Konditionierung gehört. Der Hund muss hierbei kurz nach einem gewünschtem Verhalten sofort belohnt werden. Am besten in 1/16 Sekunden. Wo zeigt der Hund denn sein erwünschtes Verhalten? Ja genau auf der Fährte wenn er jeden Fußabdruck untersucht. Das ist genau das was wir wollen. Also müssen wir den Hund auch dort innerhalb einer 1/16 Sekunde belohnen. Und das machen wir in dem wir in den Fußabdruck ein Leckerli legen.

Wir können diese Methode auch mit den beiden vorhergehenden Methoden kombinieren. Aber das muss alles im Rahmen beleiben. Wir und unsere Hunde wollen ja ihren Spaß haben oder? Es gibt Hunde die brauchen zusätzlich noch etwas Motivation. Da kann man am Ende zusätzlich auch ein Bällchen einbauen. Dann gibt es Hunde die zu schnell fährten. Hier kann man auch mal einen leichten Leinenruck auf dem normalen Halsband geben.

Das Thema Fährte ist fast unendlich. Ich habe dazu eine Homepage mit über 60 Seiten erstellt. Und es steht immer noch nicht alles drin.

Gruß Lothar
PS: Von der Individualfährte rate ich allerdings ab. Dies ist was für Polizeihunde. Hier wird der Hund auch nicht mehr sauber fährten sondern schnell ins stöbern verfallen.

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