Darstellung in den Medien (Experiment) :: Was sonst nirgends passt

Darstellung in den Medien (Experiment)

von Petra + Jessy(YCH) am 08. Januar 1999 21:45

: Hallo

: 1.) Wie ist Eure erste Reaktion auf das vorgefallene und dessen Präsentation (die rein emotionelle Reaktion)?

Das die Frau als Hundehalterin versagt hat, bzw. nix von Hunden generell zu verstehen scheint.
Dass das Tier eingeschlaefert wurde, war vielleicht gar nicht mal so falsch, und zwar aus dem folgenden Grund (den ganz sicherlich kaum einer verstehen kann): diese Frau hat allem Anschein nach total falsch reagiert. Wenn sie aber schon in so einer Situation so reagiert, wie Burkard den Ablauf bei der Antwort auf Morgaine schildert, wie reagiert sie erst dann in einer vielleicht fuer andere Tiere oder Menschen gefaehrlicheren Situation. Sie scheint weder ihren Hund zu kennen noch scheint sie eine Ahnung zu haben. Wenn sie solch eine Angst vor ihrem eigenen Hund hat, dass sie dermassen ueberreagiert, sich im Badezimmer verschanzt, usw., dann hat sie von vorneherein gegen ihren eigenen Hund bereits verloren, deshalb bezweifele ich, dass sie das "Alphatier" war.Sollte es dann noch andere Vorkommnisse gegeben haben (Gewalt gegen das Tier...) ist der Hund unter umstaenden "versaut". Zum Schutz anderer Hunde sollte man dann keine Gefahr mehr aufkommen lassen und deshalb bin ich der Ansicht, dass solche "Kampfhundrassen" generell und ohne Ausnahmen ausgerottet gehoeren. (Bevor Ihr mich jetzt lyncht, noch schnell einen kleinen Exkurs: Diese Meinung habe ich niocht erst seit mein hund Ende November von einem Pitbull getoetet wurde und dieser bis auf weiteres immer noch ohne Maulkorb- und Leinenzwang herumlaufen darf, sondern weil ich glaube, auch wenn es etwas kontraer klingt, zum Schutz dieser Kampfhundrassen. Viele Leute schaffen sich solche Hunde an, aus Gruenden wie z.B. zum Schutz, aus mangelndem Selbstbewusstsein, aus reiner Angabe, oder weil sie aus dem Zuhaelter-Milieu kommen. Viele von ihnen haben von Hunden generell keine Ahnung. Die Folge davon ist, dass sie ihre Hunde nicht sozialisieren, nicht erziehen (fuer was gibt es denn eine Flexi-Leine?) und schlimmstenfalls sie auch noch versuchen aggressiv zu machen, aber genau dieser Versuch geht nach hinten los, denn nach meinen Kenntnissen eignen sich genau diese Rassen nicht dazu, da sie eine sehr hohe Reizschwelle haben. Es mag sein, dass es einige liebe Vertreter dieser Rassen gibt, die dann das Glueck hatten, den richtigen halter zu bekommen, der den Hund nicht als Sache ansieht, sondern als Partner. Damit sie nicht so auf die ganz miese tour missbraucht werden, waere es vielleciht nicht schlecht, die zucjt zu verbieten, denn um einen hundefuehrerschein oder Eignungstest einzufuehren, wird es noch sehr lange dauern, wenn ueberhaupt, bis alle huerden beseitigt sind. (Was nicht heisst, dass ich dagegen bin, aber dann gefaelligst fuer alle Hundebesitzer)[ Sorry, wenn alles vielleicht etwas chaotisch ist, aber es faellt mir immer noch etwas schwer, mich zu konzentrieren und meine Gedanken auf eine klare linie zu bringen, was das Thema "Kampfhunde" anbelangt.
. Gab es denn einen Besitzer??
: ... Was meint Ihr, ist da wirklich vorgefallen?
Das geht fuer mich in das Reich der Spekulationen. Weil es immer mehrere Seiten eines Vorfalls gibt.

: ... Wie beurteilt Ihr die Verhältnismäßigkeit von Vorfall und Reaktion darauf?
S.O.


: ... Wie beurteilt Ihr das öffentliche Interesse an einem solchen Vorfall, gemessen an den Folgen?
Das oeffentliche Interesse wird fuer ein paar Wochen da sein und dann interessiert es niemanden mehr.

: ... was glaubt Ihr wer hier wie zu schaden gekommen ist?
Das Kind
: 2.) Könnte jemand (Verhaltenskompetentes) mal die Handlungsweise des Hundes vor und während der Polizeiaktion
: ... analysieren?
Nein, denn da muesste man den hund mit seinem Umfeld besser kennen und zwar persoenlich. Denn alles andere waere Spekulation.
:
Ciao Petra

von Andreas(YCH) am 09. Januar 1999 08:37

Das öffentliche Interesse schwindet leider nach ein paar Wochen keineswegs.
Wir haben doch im Gegenteil es mit einer immer größeren Zahl von Meldungen und reisserisch aufgemachten TV-Berichten zu tun. Daß dies nicht zuletzt zu dem Erlaß entsprechender Gefahrhundeverordnungen in den einzelnen Bundeslänern, Städten und Gemeinden sowie dem Ausland führt ist die direkte Folge solcher Publikationen.

Gruß, andreas

von Burkhard Redeker(YCH) am 09. Januar 1999 09:48

Hallo

:und deshalb bin ich der Ansicht, dass solche "Kampfhundrassen" generell und ohne Ausnahmen ausgerottet gehoeren.

Ausgerottet??? Klingt gut!!!

Und wenn wir damit fertig sind, losen wir aus welche Art von Hund als nächstes im Focus öffentlichem Interesses
landet und auf solch wirksame Weise vor sich selbst geschützt werden muß.

:Viele Leute schaffen sich solche Hunde an, aus Gruenden wie z.B. zum Schutz, aus mangelndem Selbstbewusstsein,
:aus reiner Angabe, oder weil sie aus dem Zuhaelter-Milieu kommen.

Oh vielen Dank für Deine wohlwollende Zuordnung meines sozialen Umfeldes, für diese Art von Nebenerwerb muß ich
mich als Halter eines Bullterriers des öffteren rechtfertigen, schade nur das sich das nie auf meinem Konto
niederschlägt.

Burkhard


von Sonja(YCH) am 09. Januar 1999 15:23

Hallo Burkhard,

Deine Schilderung des Polizeiberichtes erscheint mir mehr als einleuchten,
ebenso Deine Schlussfolgerung.

"Hund wegen Unfaehigkeit des Halter getoete" waere wohl die bessere Schlagzeile
gewesen. Ich frag mich auch, was die Leute unter einem Angriff verstehen.

Ich bin 2 mal von einem Hund gebissen (nicht angegriffen!) worden, zum
groessten Teil wegen meiner eigenen Bloedheit. Medizinische Versorgung war
in beiden Faellen von Noeten, wie man nach einem echten "Angriff" aussieht
moechte ich mir besser nicht vorstellen...also duerfte wohl klar sein
dass der "Kampfhund" seine Familie keinesfalls angegriffen hat.

Mich machen solche Meldungen stinkesauer und betroffen. Der Verlierer war mal wieder
"der beste Freund des Menschen"... tolle Freundschaftsad smiley

Ebenso die Sensationsgeilheit... das macht mich auch sauer.
"Verzogener Zwergpudel tyranisiert Renter" macht halt keine so " schoen " blutige
Auflagensteigerung.

Ueberhaupt geht mir diese ganze Kampfhundnummer hoellisch auf den Geist.
Wann werden die Medien endlich kapieren, dass sie die unter diesen Begriff fallenden
Rassen dadurch fuer bestimmte Kreise (z.B. Rotlicht) nur noch interessanter machen????

Viele Gruesse
Sonja und Nero (die als Schaeferhundteam auch ihr Paeckchen zu tragen haben)

von Petra + Jessy(YCH) am 09. Januar 1999 20:00

: Hallo
:

: Und wenn wir damit fertig sind, losen wir aus welche Art von Hund als nächstes im Focus öffentlichem Interesses
: landet und auf solch wirksame Weise vor sich selbst geschützt werden muß.
:
: :Viele Leute schaffen sich solche Hunde an, aus Gruenden wie z.B. zum Schutz, aus mangelndem Selbstbewusstsein,
: :aus reiner Angabe, oder weil sie aus dem Zuhaelter-Milieu kommen.
:
: Oh vielen Dank für Deine wohlwollende Zuordnung meines sozialen Umfeldes, für diese Art von Nebenerwerb muß ich
: mich als Halter eines Bullterriers des öffteren rechtfertigen, schade nur das sich das nie auf meinem Konto
: niederschlägt.

Deine Ironie kannst Du Dir sparen. Erstens heisst es naemlich nicht "Alle", sondern "viele". Zweitens heisst es "wie z.B." = wie zum Beispiel, und dies bezieht sich auch nicht auf "alle".

MfG Petra
:
: Burkhard
:
:

von Petra + Jessy(YCH) am 09. Januar 1999 20:06

Hallo

Das oeffentliche Interesse verschwindet sehr wohl, denn wenn es so stark waere, dann haetten wir in mehreren Staedten Maulkorbzwaenge fuer Kampfhunde. Die reisserisch aufgemachten Publikationen sorgen hoechstens fuer mehr verkaufte Zeitungen, aber den einzelnen interessiert es so lange nicht besonders bis der eigene Hund oder was auch immer angegriffen wird.
Ich denke, dass man "oeffentliches Interesse" eher mit "Auflagensteigerung " in diesem Zusammenhang gleichsetzen sollte, als mit der wirklichen Meinung der Leute.

Ciao Petra

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