Baxter und der IKEA-Katalog :: Hundeerziehung + Soziales

Baxter und der IKEA-Katalog

von Burkhard Redeker(YCH) am 19. Januar 1999 12:15

Hallo ihr Alle,

klein Baxter the Bulldozer hat sich im zarten Alter von 7 Monaten (also am Beginn
der Pubertaet) vorgenommen, unsere Wohnungseinrichtung nach seinen Vorstellungen
umzugestalten. Der alte Gauner arbeitet sozusagen systematisch den Inhalt des
IKEA-Katalogs in unserer Wohnung ab.
Seine Produktivitaet begruendet sich nicht zuletzt in der Tatsache, dass er im
Durschnitt ca. 3-4 Stunden (Werktags) alleine verbringen muss.
Darauf war ich bei einem Junghund auch gefasst, aber gestern hat Baxter angefangen
auch 220 V Elektrokabel durchzunagen.
Das mag ich nun nicht mehr dulden, Baxter gegrillt und Wohnung abgebrannt.

Meine Frage an Euch, gibt es ein (moeglichst unspektakulaeres/gewaltfreies)
Erziehungskonzept, um Baxter diesen Unsinn abzugewoehnen?

Zweite Frage, gibt es ein harmloses "Vergaellungsmittel", mit dem ich Stromkabel
preparieren kann (als letzter Notbehelf)?

Vielen Dank fuer Eure Antworten schon mal im Voraus.

Ciao Burkhard


von Anne(YCH) am 19. Januar 1999 15:27

: Hallo ihr Alle,
:
: klein Baxter the Bulldozer hat sich im zarten Alter von 7 Monaten (also am Beginn
: der Pubertaet) vorgenommen, unsere Wohnungseinrichtung nach seinen Vorstellungen
: umzugestalten. Der alte Gauner arbeitet sozusagen systematisch den Inhalt des
: IKEA-Katalogs in unserer Wohnung ab.
Oh prima, meine Hündin hat immer die Post geschreddert, total unleserlich. Und diese klasse Zewa Rollen ,ÜBERALL!!!!So ca. 1 cm große Stücke.
: Seine Produktivitaet begruendet sich nicht zuletzt in der Tatsache, dass er im
: Durschnitt ca. 3-4 Stunden (Werktags) alleine verbringen muss.
: Darauf war ich bei einem Junghund auch gefasst, aber gestern hat Baxter angefangen
: auch 220 V Elektrokabel durchzunagen.
: Das mag ich nun nicht mehr dulden, Baxter gegrillt und Wohnung abgebrannt.
:
: Meine Frage an Euch, gibt es ein (moeglichst unspektakulaeres/gewaltfreies)
: Erziehungskonzept, um Baxter diesen Unsinn abzugewoehnen?
:
: Zweite Frage, gibt es ein harmloses "Vergaellungsmittel", mit dem ich Stromkabel
: preparieren kann (als letzter Notbehelf)?
:Jooh, meine Bully (französische) ist jetzt 5 Monate und ich habe Alles , wirklich Alles was gefährlich werden könnte mit Bitter Apple eingesprüht.Sie versuchte einmal an den computerkabeln zu nagen, ich habe den Hund abgeräumt und heimlich die Kabel eingesprüht. Sie kam zürück und husch an die Kabel.Doch diesmal, ich habe natürlich nix gesagt,schmeckte es furchtbar.Sie hat es noch einmal mit dem teppich ausprobiert und ich habe daß selbe Prinziep angewandt. Seitdem nagt sie nur noch an ihrem Spielzeug, auch im Zahnwechsel blieben wir verschont. Das prinziep ist halt der teppich ist ätzend und nicht Frauchen. Finde ich gut!!!So hält sie sich auch von den sachen fern wenn ich nicht zu Hause bin. Also denne los und Bitter Apple von Grannicks besorgen schont Einrichtung und Hund.
Viele Grüße Anne und Zoo


Vielen Dank fuer Eure Antworten schon mal im Voraus.
:
: Ciao Burkhard
:
:

von Sonja(YCH) am 19. Januar 1999 19:06

Hallo Burkhard,

ich hatte nie Probleme mit angenagten Dingen was ich auf folgendes zurueckfuehre:
-der Welpe war nie zu lange allein
-er hatte immer Berge von eigenem Hundespielzeug und Knabberkrams (Bueffelhautknochen etc.)
-"Menschensachen" wie Socken, Pantoffeln etc. waren strickt tabu

Versuch doch mal mehr Hundekrams (dicke Taue, ungegerbte Lederlappen etc.)
Deinem "Wohnungsdesigner" zur Verfuegung zu stellen.

Liebe Gruesse
Sonja und Nero

von Dolly(YCH) am 19. Januar 1999 20:41

:Hallo Burkhard,

wir hatten genau dasselbe Problem mit unserem Husky, nur waren es
da Starkstromkabel (380 V), Hundedosen, Trainingsjacken usw., usw., usw.
Er war jedoch nie allein, hatte aber anscheinend ein gehöriges Maß
an Zerstörungswut.

Wir haben, als er anfing, Stromkabel zu zernagen, diese einfach mit
Haarspray (weil Hundefernhaltesprays absolut nicht genutzt haben) eingesprüht.
Es hat gewirkt.

Liebe Grüße
Dolly
:
:

von Andreas(YCH) am 19. Januar 1999 23:04

: Hallo Burkard,

unsere 5 Monate alte Rhodesian-Ridgeback-Hündin frißt eigentlich gar nichts an. Ich führe es darauf zurück, daß sie eigentlich nie länger als 2 Stunden alleine ist.
Außerdem ist sie immer nur dann alleine, wenn ich zuvor mich ausgiebig draußen mit ihr getobt und gekämpft habe, dann pennt sie meistens bis wir wieder zurück sind.
Ohne Probleme können es dann im Extremfall auch mal 3 Stunden werden, wahrsheinlich ist sie ganz glücklich, mal von mir verschont zu werden.
Heißgeliebt wird ein ausgedienter verschwitzter und miefiger Turnschuh von mir, auf den sie ihre Aktivitäten beschränkt, wenn es was zu zerlegen gilt.

Viele Grüße,

Andreas

von Briard-Jutta(YCH) am 20. Januar 1999 10:03

Lieber Burkhard,

Zerstörungswut tritt oft verstärkt bei Hunden auf, die eine sehr enge Beziehung zu ihrem Besitzer haben. Wenn der Hund stark im Mittelpunkt des Interesses steht, kann er Phasen des Alleinseins kaum ertragen und baut dabei eine enorme Spannung auf, die er z.B. durch Zerbeißen von Gegenständen abreagiert.

Ich würde also zusätzlich zum Bitter -Apple -Einsatz folgendes empfehlen: Trainiere mit Baxter immer mal wieder, auch in Deiner Anwesenheit zeitweise ohne Dich auszukommen. Dazu sperrst Du ihn beispielsweise in ein anderes Zimmer. Du kannst ihn dabei auch festbinden, um zu verhindern, daß er an der Tür kratzt.Anfangs nur für kurze Zeit, damit er nicht sofort wieder in Spannung gerät und evtl. die Leine durchbeißt, allmählich länger. Wenn Du ihn wieder rausläßt, tu das völlig emotionslos. Er wird weder gelobt, noch geschimpft, noch sonstwie beachtet: Tür auf, Hund losbinden, fertig. Wenn er an Dir hochhüpft, dreh Dich weg und ignoriere ihn. Er wird auch nicht gestreichelt, das kommt erst, wenn er eine Weile wieder bei Dir ist und sich beruhigt hat. Gleichzeitig solltest Du Dir angewöhnen, nicht immer auf jede Streichel- oder Spielaufforderung von Baxter zu reagieren. Kommt er und stupst Dich an oder legt Dir den Kopf auf den Schoß, ignoriere ihn (dabei auch nicht anschauen). Dafür rufst Du ihn gelegentlich, wenn er grade was anderes tut, zu Dir und streichelst ihn dann. So lernt Baxter allmählich, daß er nicht der Nabel der Welt ist und so ganz nebenbei festigt es das Ranggefüge. Das macht es ihm leichter, die Zeiten ohne Dich auszuhalten, ohne in Spannung zu geraten.

Du kannst das Ganze durch die Gabe von ENTWEDER Bachblüten ODER dem homöopathischen Medikament Pulsatilla D 30 unterstützen. Beides zusammen sollte man nicht gleichzeitig anwenden. Du kannst aber ausprobieren, auf welches der beiden Baxter besser reagiert, nacheinander ist das kein Problem. Bachblüten (wenn Baxter vorzugsweise an Stromkabel geht): Cherry Plum. Du besorgst Dir dazu ein 20ml-Pipettenfläschchen und eine Flasche stilles Wasser (Evian oder Vittel). Das Fläschchen füllst Du mit dem Wasser fast voll und gibst 2 Tropfen Cherry Plum dazu. Gut schütteln, das ist die fertige Mischung. Davon gibst Du Baxter eine Woche lang 4 x tägl. 8 Tropfen direkt in die Lefzen, dann 4 x 4, dann 4 x 2. Oder aber, Du gibst von den Bachblüten direkt 8 Tropfen in seine Wasserschüssel. Dann brauchst Du aber mehr von der Blütenessenz, weil Du ja öfter das Wasser wechseln/ ergänzen mußt. Verwendest Du Pulsatilla, dann gib ihm 2 x täglich eine Tablette, die Du am besten zerstampfst und ebenfalls in die Lefzen streust.

Liebe Grüße,
Jutta

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