Hunde aus dem Süden :: Hundeerziehung + Soziales

Hunde aus dem Süden

von Michaela(YCH) am 16. Februar 2001 09:21

Hallo Frank,

wie ich schon in meiner Antwort an falc geschrieben habe, gibt es ausser dem mehr oder weniger freilebenden Strassendhund des Suedens noch anderes...z.B. die für Jagd und Rennen ausgebeuteten Windhunde, die, wenn sie nicht mehr gebraucht werden, im Wald aufgehaengt werden und vorher meistens in extrem kleinen Zwingern untergebracht waren, oder die Wachhunde, die auf Daechern angekettet und in der Sonne bruetend ihr Dasein fristen muessen. Diese Hunde werden oft brutal misshandelt, oder entsorgt, wenn sie krank sind, oder auf eine andere Weise "unbequem" werden.
Ich kenne mittlerweile auch einige Leute, die Hunde aus Spanien haben (keine Strassenhunde!) und alle sind nach einer gewissen Eingewoehnungszeit wirklich begeistert. Diese Hunde sind sozial vertraeglich, nur bei Fremden eher zurueckhaltend bis aengstlich, aber damit kann man ja durchaus leben.
Ich denke, man sollte Suedhunde nicht auf die typischen Streuner reduzieren...das gibt es weitaus mehr.
Liebe Gruesse,
Michaela

von Frank Grelle(YCH) am 16. Februar 2001 09:52

Hallo Michaela!

Habe ich auch nicht gemacht!

Ich habe lediglich gesagt, daß es nicht nur die super Hunde (sozialverträglich, anhänglich usw.) in Spanien gibt.

Auch bei den von dir beschiebenen Hunden wird es unterschiedliche Wesen geben!

Viele Grüße frank

von Ingrid und Sina(YCH) am 16. Februar 2001 10:28

: Hi Frank!
:
Bitte male also nicht immer dieses falsche Bild von super sozialen und dankbaren Hund aus Spanien welcher sich ohne größere Probleme einfügt!


Das habe ich auch nicht gemalt. Ich kenne einige Hunde aus Spanien, wo diese Feinfühligkeit vorhanden ist. D.h. nicht zwangsläufig, dass es super sozialisierte Hunde sind!

SIna hat panische Angst vor fast allen Menschen. Ist sie mit mir alleine strotzt sie vor Energie und ist oft rabiat und unachtsam, wie springt an mir hoch und zwackt mich dabei, versucht mir im Übermut in die Füsse zu zwacken usw. Keine Agression nur Übermut. In solchen Momenten ist sie ein richter Haudegen und 0 feinfühlig.

Wenn sie aber wieder zur Ruhe gekommen ist, dann strahlt sie diese Feinfühligkeit aus. Es ist schwer zu beschreiben, was ich meine. Es hat aber nicht zwangsläufig was mit dem Sozialverhalten an sich zu tun.

Ingrid und Sina

von Elke mit Luzi(YCH) am 16. Februar 2001 14:22

Bravo Conny,

ich möchte auch gerne wissen, wie viele von den Leuten, die sich hier über
Spanienhunde aufregen, einen Rassehund aus der Zucht daheim sitzen haben.
Nicht vielen Hundebesitzern sind Rasse und Herkunft egal.
Schwierigkeiten habe ich allerdings auch mit Leuten, die sich aus dem Urlaub mal schnell einen Strandstreuner nach Deutschland mitbringen und dann hier feststellen, daß sie ja 8 Stunden am Tag arbeiten und so ein Hund ja sogar Pflege und Aufmerksamkeit verlangt.
Meine Schwester hat einen Hund aus dem Süden, der mit 7 Monaten bereits den dritten Besitzer hatte.
Damit ist niemandem gedient.

Kastrationsaktionen halte ich aber für genauso wichtig, wie die Vermittlung nach Deutschland.

Elke mit Mallorca-Ratte Luzi
(die mit 5 Wochen in einer Spanischen Mülltonne und mit 6 Wochen in einem deutschen Tierheim gelandet ist, womit wir wohl 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen hätten)



von ChristineHd(YCH) am 16. Februar 2001 16:23

Hallo conny,

habe beide Diskussionen nicht verfolgt.
Ich bin nicht pauschal gegen Vermittlung von Tieren aus dem Ausland, was ich allerdings feststelle, ist, daß es in Mode zu kommen scheint und unsere einheimischen Probleme tw. unter Tierschützern gar nicht mehr bekannt sind.
Ganz richtig, Not kennt keine Grenzen, bedenke aber, daß für viele Südenhunde, Streuner, oft hier das Leiden weitergeht in leider nicht sehr fähigen Händen, die aus Liebe handeln. Nicht jeder Südenhund ist lieb, viele haben auch ihre Probleme, mit denen Mensch dann nicht umgehen kann.
Ich kannte einen Hund, der wurde halt dann mit Stachelhalsband bearbeitet, aber immerhin war er ja gerettet!
Ein anderer, griechischer Strandläufer, sprang regelmäßig aus dem 2. Stock, weil er die Enge nicht ertragen konnte. Das können Kehrseiten sein, über die niemand nachdenkt.

Mein Fazit: Vernünftige Vermittlung auch von Südentieren, warum nicht. "Sammelwahn" von TS-Organisationen nein.
Ich persönlich nehme nur deutsches Elend: Schnauzermix aus dem Tierheim, aggressiv. Husky, Kümmerling, wäre heute nicht mehr am Leben. Pon-Hündin, Gebärmaschine mitten in Deutschland und jeder sieht weg! Vielleicht liegt der Unterschied zw. südl. Ländern und Dtl: Im Ausland sieht man das Tierelend öffentlich, bei uns findet es heimlich hinter verschlossenen Türen statt.

Letztendlich sollte es aber jedem selbst überlassen sein, woher er seinen Hund nimmt. Ich bin übrigens kein Freund von Zucht und würde selbst niemals einen Welpen kaufen.

Liebe Grüße
ChristineHd

von ChristineHd(YCH) am 16. Februar 2001 16:30

Hallo Frank,
ja, ich kenne auch solche Hunde. Kreta: Angstbeißer, Türkei, 1x sehr futterneidisch und rauflustig, 1x Kleinhundkiller...

Also, wer pauschal verallgemeinert, schadet mehr, es gibt solche und solche Hunde.
Nur als Anmerkung für Sina und Frauli: Ich bin vielen Deutschlandelendshunden begegnet, bei einigen: deren Liebe und Sanftmut war geradezu erschütternd. Es ist wohl alles relativ

Gruß ChristineHd

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