Hund alleine zu Hause? :: Hundeerziehung + Soziales

Hund alleine zu Hause?

von Nadine Maurer(YCH) am 22. Januar 2003 09:27

Hallo zusammen

Endlich haben mein Partner und ich unser Eigenheim gefunden, uns freut das sehr, vorallem auch für unsere 4jährige Schäferhündin. Ich mache mir jetzt aber sorgen wie sie das alleinebleiben verkraften wird.

Ich muss Euch aber vielleicht noch von Anfang an erzählen:
Meine Kleine habe ich nun seit 4 Jahren, sie ist mein grösster Schatz und auch mein grösstes Sorgenkind (hat schwere HD beidseitig - seit der GI geht es ihr aber gut, nun auch noch Hausstauballergie etc etc.). Sie ist auch nicht typisch Schäferhund, sie hat eher einen schwachen Charakter. Und ist sehr auf ihre Menschen bezogen. Naska verbringt den ganzen Tag mit ihre Hundefreundin im Haus meiner Eltern. Im Sommer kann sie so in den Garten und im Winter schlafen sie zusammen auf dem Sofa.

Nun wird sich diese Situation aber Ende April ändern, denn dann kann ich Naska nicht mehr jeden morgen zu meinen Eltern hochbringen (zu weit weg). Sie müsste dann ohne ihre Freundin und gleich noch in einem neuen Heim alleine zu Hause bleiben. Klar gehe ich sicherlich jeden Mittag heim und gehe mit ihr spazieren oder spiele mit ihr. Trotzdem habe ich Angst das sie vielleicht verkümmern könnte. Ich werde auch versuchen das ich sie 3-4 Nachmittag mit ins Geschäft nehmen kann, habe jedoch noch keinen Bescheid diesbezüglich bekommen und mache mir einfach so meine Gedanken.
Was denkt ihr? Kann sie diese Umstellung verstehen? Würde ein neuer Kollege ihr vielleicht helfen? Auch mache ich mir Sorgen um Taiga, den Hund meiner Eltern, kann sie eine solche Trennung nach 4 Jahren auch verkraften? Vielleicht denke ich zu "vermenschlicht", habe aber das Gefühl das auch Tiere eine solche Aenderung im Leben nicht immer leicht verkraften können.

Liebe Grüsse
Nadine

von Danni mit G+H(YCH) am 22. Januar 2003 10:08

Hallo Nadine,

ich verstehe es nur zu gut, daß Du Dir solche Gedanken machst und finde es auch super, daß Du nicht nur an euch und das neue Haus denkst, sondern auch an Naska.

Ich hatte zwar nicht die gleiche, aber eine ähnliche Situation. Ich habe mit meiner Schäferhündin nach der Trennung von meinem Ex bei meinen Eltern gelebt. Gina blieb nie gern alleine, nur mit einem weiteren Hund. Da mein Vater aber in Rente ist und den ganzen Tag zuhause gab es von Anfang an keine Probleme mit Gina. Sie lebte sich super ein bei meinen Eltern und war dort einfach glücklich.

Letztes Jahr bin ich dann nach zwei Jahren bei meinen Eltern mit meinem jetzigen Freund zusammengezogen. Auch ich stellte mir die Frage, was für Gina am besten ist. Und genau aus diesem Grund habe ich sie nicht mitgenommen, sondern bei ihrer "großen Liebe" - meiner Schwester und meinen Eltern gelassen. Und heute weiß ich, daß es das Beste war.

Könnte das mit Naska eventuell auch so sein. Was hast Du für ein Gefühl - seid ihr, also Du und Dein Partner oder aber ihre "Umgebung" wichtiger für sie? Ich denke, es gibt da bei Hunden durchaus Unterschiede. Dadurch, daß sie tagsüber bei Deinen Eltern ist, hat sie sicher auch zu ihnen eine enge Bindung oder ist das für sie eher "Zeitvertreib" (für meinen Harvey ist es das - wenn er mal bei meinen Eltern bleiben muß, dann "macht er das halt", für ihn zählen - im Gegensatz zu Gina - nur mein Freund und ich, egal wo wir mit ihm leben würden).

Wiegesagt - ich finde, es kommt immer auch auf den Charakter und die Eigenschaften des jeweiligen Hundes an.

Hältst Du uns auf dem Laufenden?

Lb. Grüsse,

Danni

von nica(YCH) am 22. Januar 2003 10:28

: Hallo zusammen
:
: Endlich haben mein Partner und ich unser Eigenheim gefunden, uns freut das sehr, vorallem auch für unsere 4jährige Schäferhündin. Ich mache mir jetzt aber sorgen wie sie das alleinebleiben verkraften wird.

: hallo nadja, ich würde auch sagen, das es für deine hündin wohl das beste wäre, wenn sie bei deinen eltern bleiben könnte. doch wie sehen die das und wie wäre das für dich? ich musste auch mal einen hund abgeben weil ich ihm einfach nicht mehr das bieten konnte was brauchte und gewöhnt war. doch man muss das ego auch mal wegstecken können und zum wohl vom tier denken. wenn deine eltern nichts dagegen hätten, den hund für immer aufzunehmen, fände ich das die beste lösung. sie ist ja dann noch immer in deiner familie. nur wäre sie dann nicht solange alleine und einsam.

von Denise(YCH) am 23. Januar 2003 17:38

Hallo Nadine

Ich kann Deine Gedanken sehr gut verstehen. Ich qäule mich zur Zeit auch mit schwierigen Entscheidungen, weil sich meine Lebenssituation verändert hat. Und bin noch zu keiner Entscheidung gekommen.

Zur Zeit habe ich angefangen, etwas loszulassen und die Dinge auf mich zukommen zu lassen. Vielleicht versuchst Du es einfach, den Hund zu Dir zu nehmen und schauen, was passiert. Da Du den Hund ja sicher sehr gut kennst, wirst Du sicher schnell merken, wie es ihm dabei geht. Ich habe nämlich selbst grösste Schuldgefühle, wenn der Hund zu viel alleine ist. Habe in der Zwischenzeit aber auch begriffen, dass man sich hier zu viele Sorgen macht. Ein Hund versteht mehr, als wir manchmal meinen und passt sich sehr gut an und tut alles für seinen geliebten Menschen. Nicht jeder Hund, es gibt solche, die können nicht alleine sein, bellen den ganzen Tag und zerfetzen die Möbel. Deine Entscheidung hängt schon etwas vom Grundkarakter des Hundes ab, denke ich. Und ich nehme ja an, dass Du jetzt auch Garten hast. Wenn Du sogar über Mittag heim kannst und einen zweiten Hund anschaffen willst, denke ich: dem Hund könnte es nicht besser gehen. Was will man noch mehr als Wau Wau, genug Platz, fürsorgliche und interessierte Menschenfreunde, Auslauf, Garten, evtl. ein Kollege?

Manchmal habe ich schon das Gefühl, das manche Hundehalter den Hund Hund zu sehr verzärteln . Der Hund wird sicher Stress haben, ja. Aber das ist normal im Leben, auch wir müssen Trennungen verkraften und es ist nicht immer so wie es uns passt. Aber wir gewöhnen uns immer wieder ein. Und vielleicht hat die neue Situation auch positive Seiten für den Hund von denen Du noch gar nichts weisst.

Viel Glück!

Liebe Grüsse
Denise

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