29 Monate alt und schon SchH3? :: Hundesport & Freizeit mit Hund

29 Monate alt und schon SchH3?

von Melanie und Sherin(YCH) am 24. Januar 2002 22:58

Also von roh lassen habe ich auch nie gesprochen, ich würde meinen Welpen auf jeden auch schon antrainieren, in meinem Falle auf die BH hin, damit ich sie so ziemlich direkt antreten kann(das mindest Alter liegt ja mittlerweile eh schon bei 18 Monaten oder???). Und dahinzu kommend die Sachen, die mir im Umgang mit meinem Hund als wichtig erscheinen, sprich z.B. kommen auf Pfiff und was weiß ich nicht alles. Nur, wie du sagst nicht überfordernd. Für mich ist einzig und allein die Frage: Ist ein junger Hund nicht schon damit überfordert worden, wenn er die SchH3 ablegen könnte??? Und, wer sagt, daß ich das gleiche Spiel bei einem älteren Hund machen würde??? Das wäre ja das gleiche in grün. Klar, so gut wie im Welpen- und Junghundealter lernt ein Hund nimmermehr, aber warum nicht nicht dort erstmal das Fundament legen zum guten Lernen im späteren Alter??? Ausnahmen mag es geben...
Melanie und Sherin

von Melanie und Sherin(YCH) am 24. Januar 2002 23:09

mal abgesehen davon, dass ich von dem 1 Jahr lang roh lassen gar nichts halte.
~Hallo Cindy,
jetzt sprecht ihr alle vom roh lassen. Das meine ich auf keinen Fall. Das würde ich auch nie machen. Wie ich es meine habe ich schon weiter oben erläutert.

Ende vom Lied war, dass wir weiter trainiert haben, es uns langweilig wurde, die Motivation meinerseits fehlte und die BH unter unserem Niveau endete.

~Das könnte auch eventuell an Stupidität glegen haben- ohne dir jetzt etwas unterstellen zu wollen *gg*!
Sherin und ich haben vor knapp einem Jahr die BH abgelegt und üben seitdem immer noch UO. Und jetzt ist mir in den Sinn gekommen mal im Obedience zu starten, was wir im kommendem Monat das erste mal tun wollen. Weder mir noch meinem Hund ist die UO jemals langweilig geworden!
LG Melanie und Sherin
P.S.tongue sticking out smileyudel finde ich richtig cool ;o) sehr intelligente "Hundeviecher"

von Antje(YCH) am 25. Januar 2002 06:16

Hallo Heike,

: jetzt muß ich mal ganz unqualifiziert dazwischen fragen ;o).
: Als eifrige Leserin der SchH-Postings hier im Forum habe ich doch
: gelernt, daß im seriösen SchH-Sport nur über Beute gearbeitet wird.
:
: ; und es wird viel über den Beutetrieb gearbeitet. Aber dieser Trieb
: stumpft mit der Zeit ab und der Hund kommt in ein riesiges Loch. Dann
: ist er mit 4Jahren verbraucht oder ich aktiviere in nochmals mit
: massivem Zwang. Das kann es doch nicht sein?
:
: Dann ist also SchH-Sport nur über Beute doch nicht möglich?

Wenn wir von einem Aufbau über die Beutearbeit reden, dann bedeutet das, daß der Hund den Schutzarm als Beute ansieht und den Schutzdiensthelfer als Sozialpartner, der, wenn die Arbeit gut gemacht wird, gleichstark ist wie der Hund. Das Beißen in den Schutzarm ist also für den Hund ein Kampf um die Beute mit einem gleichstarken Sozialpartner, so, wie wenn zwei Hunde um einen Stock rangeln. Bei einem Aufbau über den Wehrtrieb würde der Hund nicht den Schutzarm als Beute ansehen, sondern würde den Helfer verletzen wollen, so wie bei einem richtigen Kampf zwischen zwei Hunden, "Beschädigungsbeißen" halt.

Natürlich wird auch bei der Arbeit über den Beutetrieb der Wehrtrieb angesprochen, oder reden wir hier besser von Aggression, so wie auch beim Gerangel zwischen zwei Hunden um einen Stock. Man will den anderen ja schließlich beeindrucken un den Stock haben. Aufbauen, Knurren, Bellen, all das kommt über Aggression. Was aber nicht bedeutet, daß man dem anderen deswegen an die Kehle fährt, es ist ein stark ritualisiertes Aggressionsverhalten. Im Schutzdienst verbellt z.B. der Hund den Helfer im Versteck. Das ist ritualisiertes Aggressionsverhalten pur! Der Hund will seine Beute (da beutebezogen aufgebaut) und versucht, den Helfer durch aggressives Imponiergehabe zu beeindrucken. Ein Hund, der über Wehr gearbeitet wird, hat gar keinen Grund, den Helfer in der Situation beeindrucken zu wollen. Der geht ihm gleich in die Knochen oder aber läßt Helfer Helfer sein, weil er sich entweder denkt "Angriff ist die beste Verteidigung" oder den Helfer in dieser Situation nicht als Bedrohung empfindet, warum sollte er sich dann verteidigen. Ein gutes Verbellen bekommst Du nur hin, wenn der Hund gut über Beute aufgebaut ist und, als i-Tüpfelchen, von sich aus eine Portion Aggression (beutebezogen) mit einbringt, also nicht vor'm Helfer sitzt und bettelt "Bitte, bitte, gib mir das Ärmelchen", sondern diesen vom Helfer selbstbewußt einfordert "Los, beweg Dich, damit ich das Ding endlich bekomme". Hier hat P.H. Recht, dazu braucht es ein gewisses Alter. Es gibt aber auch heute noch Hunde, bei denen ist das mit 9 oder 10 Monaten da. Zudem kann hier der Hundeführer viel beitragen. Es gibt Leute (wenige), die ihren Hunden dieses Selbstbewustsein vermitteln können, und das sind eben die, die mit einem jungen Hund frühzeitig Erfolge haben. Und die haben es ja nicht nur mit einem Hund, sondern meistens mit mehreren hintereinander...

Viele Grüße

Antje

von Cindy(YCH) am 25. Januar 2002 06:54

Hallo Melanie,

: ~Das könnte auch eventuell an Stupidität glegen haben- ohne dir jetzt etwas unterstellen zu wollen *gg*!
:

Es lag nicht an der Stupidität. Es lag schlicht und einfach daran, dass es mich ank... diese Prüfung noch immer nicht zu haben. Wie gesagt, im Herbst war sie mir mit 13 Monaten noch fast zu jung, im Frühjahr hatte ich Abschlussprüfung und dementsprechend auch keinen Nerv da noch eine BH-Prüfung reinzulegen. Und danach fehlte mir einfach die Lust an der ganzen Sache. Die eigentliche Ursach war, dass wir im Verein die BH brauchten um richtig mit Agility anfangen zu dürfen und ich diese Prüfung nur noch hinter mich bringen wollte. Im Prinzip war die Prüfung auch gar nicht so schlecht, wenn man davon absieht, dass ich vor lauter Nervosität meine Kleine während der Sitzübung ins Platz schickte *grins. Aber weisst Du, diese Kleinigkeiten, wie wirklich superenges Fussgehen, ins Platz fallen lassen, etc. die waren nicht so doll. Sachen halt, die in der BH nicht so angekreidet werden, aber z.B. beim Obedience wahrscheinlich schon eher als gut denn als sehr gut bewertet werden. Und die konnte sie mit 13 Monaten einfach besser als mit 2 Jahren, weil mir einfach die Motivation fehlte und sich das auf meine Hündin übertrug.
Inzwischen fangen wir auch wieder mit UO an, und zusätzlich DogDancing-Übungen, jetzt macht es mir auch wieder Spass, und das überträgt sich natürlich auf den Hund.

Übrigens, ich habe deine Antwort an Tristo gelesen. Dann habe ich Dich wohl falsch verstanden. Aufbau eines jungen Hundes ohne Druck und Zwang, da stimme ich Dir zu. Und zwar den Fähigkeiten des Hundes entsprechend, nicht den Wünschen des HF.
Die BH darf man übrigens mit 15 Monaten ablegen. Aber bei meiner jungen Hündin werden auch 18 Monate draus. Erstens vom Können her (wir haben ein massives Sitzproblem, nicht dass sie's nicht kann, aber sie hat es beim Züchter bereits "gelernt", zumindest hat sie Sitz gemacht, ohne dass ich ihr es beigebracht hätte, also gehe ich davon aus, und der Bewegungsablauf ist vollkommen falsch), und zweitens wird sie Im Juli 15 Monate und die Prüfungen sind üblicherweise immer erst später, also September und noch später.

Gruss Cindy

von Antje(YCH) am 25. Januar 2002 06:37

Hallo Attila,

: Wir haben im Verein zwei Hunde, die sechs sind und erst jetzt die SchH
: 3 ablegen werden - warum auch nicht, zur Zucht sind sie wegen
: Gebäudefehlern sowieso nicht geeignet.

Sicher, es kommt ja auch immer darauf an, wie die Hunde veranlagt sind. Nur, wenn Du alle Hunde erst mit 6 Jahren die SchH3 ablegen läßt, dann sind die Leistungshunde in 10 oder 15 Jahren ausgestorben. Die meisten Rassen haben bei Hündinnen eine Zuchtbeschränkung, d.h. wenn sie 8 Jahre alt sind ist nix mehr mit züchten. Wenn sie 6-jährig die SchH3 machen, dann ihre Quali-Prüfungen, und alles wie am Schnürchen klappt, steht man vor der Entscheidung, ein oder zwei Würfe mit der Hündin zu ziehen oder auf überregionalen Prüfungen starten. Also entweder Zucht mir Hündinnen, die nix bewiesen haben, oder Hündinnen, die etwas bewiesen haben, aber die dann zu alt sind zum Züchten...?

Viele Grüße

Antje

von Antje(YCH) am 25. Januar 2002 06:48

Hallo Melanie,

einerseits schreibst Du, daß Du selbst einen Hund so ausbildest, daß er baldmöglichst die BH machen kann (bisher war 12 Monate das Mindestalter für die BH, jetzt sind es 15 Monate, aber nicht deswegen, weil die BH einen 12 Monate alten Hund überfordert...), hast aber Bedenken, daß die Übungen der SchH-Prüfung zu viel für ihn sind???!? "Steh" und "Voraus" kann ein junger Hund ebenso einfach erlernen wie "Sitz" und "Platz". Apportieren kann ein 8 Monate alter Hund ebenso gut erlernen wie ein Dreijähriger (außer, man möchte es mit brachialer Gewalt machen), die guten Hundeführer legen die Grundsteine dafür bereits beim 8 Wochen alten Welpen. Über Fährte brauchen wir wohl nicht zu reden, jeder weiß, daß ein einjähriger Hund in der Lage ist, kilometerlange Fährten zu verfolgen, wenn er das möchte, hier liegt es also nur am Hundeführer, den Hund zu entsprechend motivieren. Und im Schutzdienst bestimmt die Triebveranlagung und Belastbarkeit, wie schnell man welche Schritte machen kann. Letzendlich kommt es bei einem gut veranlgten Hund auf das Talent des Hundeführers und Schutzdiensthelfers an.

Viele Hundeführer, die ich kenne, legen BH und VPG1 erst dann ab, wenn die VPG3 und oftmal schon die FH1 "sitzt".

Viele Grüße

Antje

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