29 Monate alt und schon SchH3? :: Hundesport & Freizeit mit Hund

29 Monate alt und schon SchH3?

von Attila(YCH) am 25. Januar 2002 08:21

: Sicher, es kommt ja auch immer darauf an, wie die Hunde veranlagt sind. Nur, wenn Du alle Hunde erst mit 6 Jahren die SchH3 ablegen läßt, dann sind die Leistungshunde in 10 oder 15 Jahren ausgestorben.
: Also entweder Zucht mir Hündinnen, die nix bewiesen haben, oder Hündinnen, die etwas bewiesen haben, aber die dann zu alt sind zum Züchten...?


Hi Antje,

nö, keineswegs. Wie gesagt, die beiden Sechsjährigen sind sowieso nicht zuchttauglich. Zuchttaugliche Hunde müssen natürlich ihre Qualifikationen früher erlangen. Ich denke, wenn sie einjährig mit konsequenter Arbeit beginnen, können sie mit drei Jahren so weit sein, aber nur bei sehr guter Veranlagung, und die sollte sowieso Kriterium der Zuchttauglichkeit sein und nicht die Länge des Haarkleids. Vorher würde ich eine Hündin eh nicht werfen lassen, und sie würde in ihrem ganzen Leben höchstens drei Würfe machen; auf diese Weise ist natürlich keine massenhafte Nachzucht zu erreichen. Bei starker Selektion nach Leistung und Gesundheit (Ausschluß von "noch zugelassen"winking smiley kämen dann Hunde heraus, die nicht für jeden Schäferhundfreund und Hobby-Hundeplätzler geeignet wären; und soooo viele Diensthunde werden nun auch wieder nicht gebraucht.

Gruß, Attila

von Attila(YCH) am 25. Januar 2002 08:25

: Seit wann haben "Zuchthündinnen aus bewährter Arbeitslinie" nur die SchH1...???!?


Hi Antje,

auch hier ist nicht alles Gold, was glänzt. Jenen Züchter kenne ich nämlich nur allzu gut, er hat noch nie einen Hund weiter als bis SchH 1 ausgebildet, läßt heute alles von dem bechriebenen Tierquäler erledigen, behauptet aber auch, auf Leistung zu züchten und versucht den Vereinskameraden seine Hunde unterzujubeln.

Gruß, Attila

von Attila(YCH) am 25. Januar 2002 08:32

: Ich kann das nicht gut heissen, denn echte Hunde sind das was wir haben. Hund die im Wehrbereich gut und stark sind und in die Beute kanalisiert werden müssen. Die springen dann auch nicht davon, wenn mal etwas unvorhergesehenes kommt. Diese stellen sich dem Gegner.


Hi P. H.,

dem kann ich nur zustimmen. Bestes Beispiel ist die gelegentliche Unsicherheit von Schutzdiensthelfern, die den Ansprung nicht "stehen" können und zu Boden gehen: 80 Prozent der Hunde lassen dann ab. Das gefällt mir nicht, ich will keinen Hund, der nur standardisierte Situationen meistert. Allerdings kann ein über den Wehrtrieb aufgebauter Hund später für den Schutzdienst untauglich sein. So hat ein Vereinskamerad seine Hündin nicht auf den Arm, sondern auf die Bewegung trainiert. Ergebnis: sie weicht dem Helfer aus und greift ihn dann "zivil" an, was bereits eine blutende Wunde verursachte.

Gruß, Attila

von Heike + Gina(YCH) am 25. Januar 2002 09:11

Hallo Antje,

Danke für Deine ausfürliche Erklährung.
Ich verstehe das jetzt so:
das was Du mir erklährt hast beschreibt doch die Beuteaggression ?
Diese habe ich doch auch schon beim ganz jungen Hund,wenn ich mit ihm um die Beißwurst kämpfe u. er dann im Spiel knurrt.Da hat er ja auch nicht vor mich zu verletzen, sondern will nur die Beißwurst.Laß ich ihn oft gewinnen,wird er selbstbewußter u. kämpft gerne u.auch mit Ausdauer. Wenn ich aber zu stark bleibe u. ihn nie gewinnen lasse, gibt er irgend wann auf u. verliert die Lust.Auch weil er mich als zu stark empfindet u. als über ihm stehend (respekt).
Ein großer,alter,selbstbewußter,fremder Hund würde dann nicht so schnell aufgeben sondern weiter kämpfen u. event. die Rangfolge damit austesten wollen.
Meinst Du das damit?
In diesem Fall kann man das dann nicht so genau trennen? Es ist dann Beuteaggression mit einer Portion Ernst (Rangkampf)?
Ist es also im Endefekt ein Rangkampf mit dem Helfer?
Habe ich jetzt irgendwo einen Denkfehler?

Ich denke bei Wehr immer,daß der Hund erst bedroht wird (event. mit Schmerz o. zu mindest so daß er Angst hat) u. sich dann wehren muß.

Mir hat mal ein SchH-ler gesagt, daß SchH 3 nur über Beute nicht machbar ist.Bzw. würde man aber keine guten Ergebnisse bekommen.
Er meinte,daß man den Hund nur über Beute nicht dazu bekommt,daß er die Lust behält weiter zu revieren obwohl er noch nicht an seine Beute durfte (also kein Erfolgserlebnis hatte).
Hat er da jetzt auch die Beuteaggression gemeint,aber wie bekommt er den Hund dann dazu?

Und warum hat P.H. geschrieben,daß der Beutetrieb mit der Zeit abstumpft?
Irgend wie sehe ich da noch nicht richtig durch.

Viele Grüße,
Heike + Gina

von Antje(YCH) am 25. Januar 2002 08:42

Hallo Attila,

: nö, keineswegs. Wie gesagt, die beiden Sechsjährigen sind sowieso nicht
: zuchttauglich. Zuchttaugliche Hunde müssen natürlich ihre
: Qualifikationen früher erlangen. Ich denke, wenn sie einjährig mit
: konsequenter Arbeit beginnen, können sie mit drei Jahren so weit sein,
: aber nur bei sehr guter Veranlagung...

Naja... Kommt dann wohl doch stark auf die Qualität der Ausbildung an und/oder die Anzahl der Trainingseinheiten pro Woche... Ich sehe aber absoult keinen Sinn darin, Hunde im ersten Jahr nicht zu fördern. Hier denken die Deutschen genau so wie bei ihren Kindern: Gefördert wird stur nach Alter und nicht danach, wann ein Kind so weit ist. Mit 6 Jahren kommt es in die erste Klasse, basta, ganz egal, ob es mit 4 oder 7 Jahren so weit dafür wäre...


: .....und soooo viele Diensthunde werden nun auch wieder nicht
: gebraucht.

Hätten wir nur mal so viele wie gebraucht werden. USA wäre glücklich, wenn sie so viele Sprengstoffhunde bekommen könnten wie sie momentan suchen...

Viele Grüße

Antje

von Antje(YCH) am 25. Januar 2002 08:45

Hallo Attila,

: : Seit wann haben "Zuchthündinnen aus bewährter Arbeitslinie" nur die
: : SchH1...???!?

: auch hier ist nicht alles Gold, was glänzt. Jenen Züchter kenne ich
: nämlich nur allzu gut, er hat noch nie einen Hund weiter als bis SchH 1
: ausgebildet, läßt heute alles von dem bechriebenen Tierquäler
: erledigen, behauptet aber auch, auf Leistung zu züchten und versucht
: den Vereinskameraden seine Hunde unterzujubeln.

Ja und? Erzählen kann man viel. Glauben Du oder Deine Vereinskameraden das etwa? Dann würdet Ihr auch einen Trecker kaufen, den Ihr als Formel-1-Rennwagen angeboten bekommt...??!? Wenn ich auf dem Markt Äpfel verlange und mir werden Birne angeboten, dann merke ich das doch gleich...

Kopfschüttelnde Grüße

Antje

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