Hundesportverein.artgerecht? :: Ungereimtes

Hundesportverein.artgerecht?

von Antje(YCH) am 18. August 2003 00:14

Hallo Sarah,

wahrscheinlich hast Du es mißverstanden. Wobei diese Seite nur eine private Page ist, habe auf die Schnelle nix anders deutschsprachiges gefunden.

Die Kameradschaft und Zusammenarbeit in den französischen, belgischen und niederländischen Clubs ist eine ganz andere als bei uns. Es ist jeder für jeden da, dabei wird auch sehr offen miteinander geredet. Hier bei uns ist es fast schon eine Beleidigung, wenn einer zum anderen sagt "Dein Hund hat nicht genug Trieb". Dort ist es lediglich eine Feststellung. Man ist sehr viel ehrlicher zueinander, und man bleibt mit beiden Beinen auf dem Boden. Dieses "aus Scheiße Gold machen" ist es, glaube ich, was Du meinst... Das bezieht sich darauf, mit möglichst wenig Aufwand möglichst maximalen Erfolg in der Ausbildung zu erzielen. Eine Steilwand, die kann man selbst bauen, die muß man nicht genormt bei Schweickert oder Ebinger kaufen. Und die muß auch nicht immer gleich aussehen, dafür nimmt man was an Material gerade da ist. Wenn Du mit belgischen oder niederländischen Hundesportlern sprichst, lachen die sich manchmal schubbelig über unsere PO und unsere Methoden. Wenn die apportieren, dann nehmen sie irgend etwas, z.B. einen Sechserpack Bier, und keine genormten und genau ausgewogenen und -tarierten Bringhölzer. Mit dem Ergebnis, daß ihre Hunde sehr viel sicherer apportieren. Und so denken und handeln sie auch in Bezug auf die Selektion. "Wozu teure Rundum-Untersuchungen, die nur Eure Universitätsprofessoren reich machen?" hat mich mal ein belgischer Züchter gefragt. "Macht Eure Kletterwand wieder steil und züchtet nur mit den Hunden, die dort immer wieder rüberkommen, und die Hüft-, Vorhand- und Wirbelsäuklenprobleme Eurer Hunde sind in ein, zwei Generationen Vergangenheit". Da haben sie recht, eine Steilwand und ein 4 m-Weitsprung zu bauen ist sehr viel billiger und vor allem effektiver, als Hunderte und Tausende von Hunden komplett durchchecken zu lassen.

KNPV ist eine Lebensphilosophie. Aber sehr viel realitätsnaher als das, was wir betreiben. Das zeigen die Ergebnisse. Einen Hund mit Zertifikat kann jede Dienststelle bedenkenlos kaufen, er hält, was er verspricht. Und jeglicher überflüssige Schnickschnack, der von der Sache (= dem Hund) ablenkt, hat im KNPV nix verloren. Daran könnten sich einige unserer Verbände mal ein Beispiel nehmen...

Viele Grüße

Antje

von Sarah(YCH) am 18. August 2003 17:00

Hi Antje,

ich denke, einen Verein zu gründen, schaffe ich nicht so nebenbei. Hier in der Nähe gäbe es wohl kaum einen Platz!
Übrigens wird ja nicht einfach so kommentiert, sondern es wird sich richtiggehend eingemischt. Und auf Sitzungen geht es bei uns auch hoch her (wie bei Euch?) Und nach so einigen Jahren jetzt habe ich keine Lust mehr auf Streitereien... vielleicht ist es einfach Zeit, was anderes anzufangen. Muss ja nicht heissen, dass der Hund jetzt nur hintern Ofen liegt. Ich bin wohl mehr ein Friede-Freude-Eierkuchen Mensch und brauche - neben dem Job - nicht auch noch Streß in der Freizeit.
Jedenfalls nicht solch unerfreulichen...
lieben Gruß
Sarah

von Sarah(YCH) am 18. August 2003 17:06

Hi Antje,

hört sich fremd für mich an, aber so wie Du es schilderst, nicht unbedingt schlecht!!
Ich habe hier auch nicht verstanden, weshalb wir unsere Agility-Geräte nicht einfach selbst gebaut haben (gibt genügend Anleitungen) u. dann wäre sie wetterfest.So müssen wir sie immer abbauen u. leider sind sie sehr schwer. Besonders wenn wir Frauen zu zweit tragen müssen.
Na ja, dass ist aber schon ein anderes Thema.
Lieben Gruß
Sarah

von Ellie(YCH) am 27. August 2003 09:59

Moin Kathi!

:
: : Und das ist so erlaubt?
:
: offensichtlich. Ob es sich mit dem Tierschutzgesetzt verträgt, in dem es heißt man dürfe Wirbeltieren keine unnötigen Schmerzen zufügen, ist wohl eine Frage des Ermessens. Denn der HUnd kann ja nicht sagen ob es schmerzt ...

Doch, durch entsprechende Lautäusserungen, um die es in diesem Thread geht.

:
: : Warum reden diese Leute immer so streng mit ihrem Hund?
:
: weil sie ihren HUnd nicht annähernd so gut kennen wie ihr "profilneurotisches" Ziel. Der HUnd hört wesentlich besser als ein Mensch und kann Hörzeichen im Flüsterton verstehen. Aber gebrüllte "KOmmandos" zeugen doch von Dominanz ...

Versuche doch mal bitte, meinem Hund im SD das "aus" zuzuflüstern, da lacht der drüber. Brüllkommandos in der UO erlebe ich nur selten, die Fährte ist eine "Flüsterdisziplin". Klar, Schiessbudenfiguren mit Profilneurose findest du überall, nicht nur im VPG-Sport.

:
: : Was ich nicht verstehe ist, dass sich diese Hunde dann doch immer noch freuen, wenn sie den Ärmel sehen, wo sie doch immer traktiert werden, wenns um den Ärmel geht...?
:
: tja, so sind Hunde ... sie freuen sich, ihre Triebe ausleben zu können.

Oder empfinden sie die meisten Einwirkungen überhaupt nicht als "Traktion"? Man erkennt es sofort an einem Hund, ob er eine Einwirkung als Qual empfindet. Es gibt z. B. Hunde, die dank Stromimpulsgerät beim "aus" im Schutzdienst aus dem Ärmel springen, und zwar gleich 2-3m vom Helfer weg. Oder Hunde, die die Bewachungsphasen unruhig abbrechen, wenn der Hundeführer naht, um diesem dann auszuweichen.

:
: : Also wenn du Lust hast, könntest du mir mal beschreiben, wie die einen Hund aufbauen? Also wird zuerst einfach mal angebunden und geschlagen, bis der Hund beisst (habe ich schon so gehört) oder wie machen die das (Durchschnitt)?
:
: da fragst Du lieber jemanden, der aktiv im HUndesport ist. Bei uns im Verein wurde jedenfalls kein Hund geprügelt bis er beisst. Die HUnde wurde mit Beutespielen (Jutesack, der über den Boden vor dem HUnd hergezogen wird) zum Anbiß annimiert. Das ist aslles noch recht harmlos. Meist werden die Methoden heftiger wenn es um die "Feinarbeit" geht. Dazu gehören aber auch immer 2: Ausbilder und HUndeführer. Ich habe meine HUnde niemals so behandeln lassen

Ohne aversive Reize funktioniert ganz selten eine triebbezogene Arbeit, denn wir verlangen ja beim Ablassen z. B. triebwidriges Verhalten. Welche Einwirkungen ich meinem Hund dabei zumute, hat mit meinem Können als Ausbilder und meiner Einstellung zu meinem Sportpartner Hund zu tun.

Ich gestatte jedenfalls nicht dem "Ausbildungspersonal" (Übungswart oder Helfer) Einwirkungen an meinem Hund vorzunehmen, ausser die durch PO vorgegebenen.

LG

Ellie

von Antje(YCH) am 27. August 2003 10:13

Hallo Ellie,

: Oder Hunde, die die Bewachungsphasen
: unruhig abbrechen, wenn der Hundeführer naht, um diesem
: dann auszuweichen.

Diese Problem beruht aber nicht auf der Arbeit mit dem E-Reizgerät oder auf Zwang etc. Sondern darauf, daß der Hund einen Konflikt in dieser Situation hat. Er erkennt nicht klar Schwarz und Weiß und flüchten sich in eine Übersprungshandlung.

Viele Grüße

Antje

von Kathi(YCH) am 27. August 2003 10:13

Hi,

: Doch, durch entsprechende Lautäusserungen, um die es in diesem Thread geht.

da mußt Du bei einigen Hunden aber schon sehr feste zuschlagen ...

: Versuche doch mal bitte, meinem Hund im SD das "aus" zuzuflüstern, da lacht der drüber.

aha, also nur ein laute Kommando ist ein gutes Kommando?
Sorry, darüber muß ich nun aber lachen.

lg
Kathi

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