Tierheim = nicht immer alles wahr! :: Was sonst nirgends passt

Tierheim = nicht immer alles wahr!

von Me & Bär(YCH) am 22. Februar 2001 10:42

: hallo Mak,

tut mir leid, dass ihr so enttäuscht worden seid.
Wie Du schon schreibst, kann man von diesem Tierheim nicht auf alle anderen schließen, aber leider gibt es auch unter den "Tierschützern" Schwarze Schafe.

Ich habe selber beide Seiten kennengelernt (als ehrenamtlicher Helfer und hauptberuflich) und war teilweise sehr überrascht, wie Tierschützer mit diesen Situationen umgehen. Die einen klären sehr gut auf und scheuen keine Kosten und Mühen, um so eine Krankheit erkennen und behandeln zu lassen und andere schludern und tun nichts, vermitteln dann noch im Wissen um Krankheiten oder auch Verhaltensstörungen weiter ohne ein Wort zu sagen....

War dem Tierheim denn klar, dass der Hund Epileptiker ist oder trat dort kein Anfall auf?

Ich finde es auf jeden Fall gut, dass ihr Euch für den Hund eingesetzt habt und ihn vor der Abgabe nochmals in der Tierklinik untersuchen habt lassen und die Diagnose dem Tierheim mitgeteilt habt.

Ich weiß nicht, weshalb ihr den Hund nicht behalten konntet (Anfänger, Zeitmangel etc.), finde es aber auch verantwortungsvoll wenn man dann sagt: "Ich kann einem kranken Tier nicht gerecht werden, ich habe es unter anderen Voraussetzungen zu mir geholt, ich muß es aus diesen Gründen wieder zurückgeben" und dafür braucht ihr Euch nicht verurteilen zu lassen.

Ich hoffe ihr findet trotzdem noch den "passenden" Hund für Eure Familie und Euer Umfeld - vielleicht mögt ihr ja trotzdem nochmal bei einem anderen Tierschutzverein vorbeischauen.
ES GIBT AUCH ANDERE!!!

Liebe Grüße,
Me & Bär

von Farina(YCH) am 22. Februar 2001 10:48

: Hallo Gaby,

vielleicht möchte das Tierheim ja nur nicht in der Anzeige mit der Krankheit des Hundes hausieren gehen? Vielleicht wartet das Tierheim ja
auch erst einmal ab, ob sich überhaupt Interessenten für das Tier finden? Dann kann es die Leute doch immer noch von der Krankheit des Tieres unterrichten oder nicht? Hätte ich meinen "Dobi mit Herzfehler"
nicht persönlich gesehen und ihn gleich ins Herz geschlossen, wüsste ich nicht, ob ich mir das angetan hätte. Wenn man das Tier erstmal gesehen hat, ist vieles anders. Ist zumindest meine Meinung. Mir steht es nicht zu überhaupt jemanden zu verurteilen, ich für mich persönlich - ohne die Hintergründe zu kennen - kann es nur nicht verstehen, wieso der Hund
eigentich wieder zurückgegeben wurde?!! Ich hätte es auf jeden Fall nicht fertig gebracht. "Nur" weil das Tier unter Epilepsie leidet, ist
es kein anderer Hund. Und schließlich hat man sich ja genau diesen Hund ausgesucht oder?
Gruss, Fari

von Gaby(YCH) am 22. Februar 2001 10:58

Hallo Farina,
:
: vielleicht möchte das Tierheim ja nur nicht in der Anzeige mit der Krankheit des Hundes hausieren gehen? Vielleicht wartet das Tierheim ja
: auch erst einmal ab, ob sich überhaupt Interessenten für das Tier finden? Dann kann es die Leute doch immer noch von der Krankheit des Tieres unterrichten oder nicht?

Das ist ja gerade bei mak nicht passiert. Und Epilepsie tritt ja nicht "zufällig" ab einem bestimmten Alter auf.

Hätte ich meinen "Dobi mit Herzfehler"
: nicht persönlich gesehen und ihn gleich ins Herz geschlossen, wüsste ich nicht, ob ich mir das angetan hätte. Wenn man das Tier erstmal gesehen hat, ist vieles anders. Ist zumindest meine Meinung. Mir steht es nicht zu überhaupt jemanden zu verurteilen, ich für mich persönlich - ohne die Hintergründe zu kennen - kann es nur nicht verstehen, wieso der Hund
: eigentich wieder zurückgegeben wurde?!! Ich hätte es auf jeden Fall nicht fertig gebracht. "Nur" weil das Tier unter Epilepsie leidet, ist
: es kein anderer Hund. Und schließlich hat man sich ja genau diesen Hund ausgesucht oder

Fari, Du weißt nicht, warum der Hund wieder zurückgegeben wurde. Es gibt tatsächlich Menschen, die fühlen sich einer solchen Belastung nicht gewachsen. Und hier wird, anstatt mal die Meldung wegen der verschwiegenen Krankheit zu diskutieren, erstmal über den Menschen hergefallen, der diesen Hund wieder zurückgegeben hat.

Weißt Du, ob vielleicht Kinder da waren? Denen mak es vielleicht ersparen wollte, diese Anfälle häufiger zu erleben? Das er vielleicht nicht wollte, das die Kinder sich an ein Tier gewöhnen, das vielleicht keine so hohe Lebenserwartung hat?

Oder das Tier muß vielleicht mal alleine bleiben und mak hat Angst, das gerade dann ein Anfall kommt, wenn er nicht da ist und dem Tier nicht helfen kann?


Solche Fälle führen nur dazu, das manche Menschen sich lieber gar kein Tier aus dem Tierheim holen - zuviel Angst davor, das wieder etwas verschwiegen wird und Angst davor, verurteilt zu werden, weil man sich dieser Krankheit nicht gewachsen fühlt.

Ich finde es nicht schön, erstmal über Mak herzufallen, statt einfach mal zu fragen, was genau los war, warum er den Hund nicht behalten konnte und was das für ein Tierheim ist.

Aber in diesem Forum ist das anscheinend schon gang und gäbe, erstmal zu schimpfen und dann nachzudenken - sorry, ist jetzt nicht gegen Dich, aber ich hab das in letzter Zeit (z.B. zur Meldung arbeiten) öfter miterlebt.

Gruß, Gaby

von Me & Bär(YCH) am 22. Februar 2001 11:04

: : Hallo Farina,

"nur Epilepsie" ist gut - ich glaube kaum, dass wir hier beurteilen können, wie schwer sich die Krankheit auswirkt...
Hat der Hund nur alle Jahre mal einen Anfall, dann kann man getrost von "nur" sprechen. Hat er aber alle Tage oder gar mehrmals am Tag Anfälle, dann ist das nicht "nur Epilepsie", sondern bedeutet unter Umständen auch, dass der Hund das nicht mehr lange durchhalten kann, denn bei jedem Anfall sterben auch Gehirnzellen ab....

Wenn man nun ein Anfänger ist, kann einen die Situation schnell überfordern, sind gar Kinder in der Familie würde ich mir das ganze auch genau überlegen, denn wenn der Hund einen Anfall hat, kann er auch "in Trance" zuschnappen, wenn ein Kind ihm "nur" helfen will...

Ein heißes Eisen! Zumal ich das wissentliche Verschweigen einer Krankheit nicht nur unter grob fahrlässig, sonder unter vorsätzlicher Betrug verbuche... Und das ist nicht in Ordnung.

ABER: Wir haben hier im Forum zu wenig Einblick, um die eine oder andere Seite zu verurteilen.
Sehr lobesnwert empfinde ich zum Beispiel, dass der Hund vor Abgabe im Tierheim noch einer Tierklinik vorgestellt wurde, um die Diagnose zu sichern....

Gruß,
Me & Bär

von Gaby(YCH) am 22. Februar 2001 11:02

Hi Farina,

ich hab die Meldung von mak nochmal genau durchgelesen. Er sagt, bei dieser Krankheit braucht man viel Zeit, viel Erfahrung usw.
Und mak hat sich damit anscheinend überfordert gefühlt.

Er schreibt weiter, das der Hund eigentlich eingeschläfert werden sollte, was er verhindert hat.

Also bitte, denk doch noch mal nach, bevor Du (nicht nur Du) so lospolterst. (ich schreib nur DU, weil ich grad an Dich antworte, ist aber nicht persönlich gemeint).
Lies mal das Posting von Me durch, das finde ich schon ein wenig gerechter.

Grüße, Gaby

von Danni & Gina(YCH) am 22. Februar 2001 11:54

Hallo!

Für Deinen Ärger habe ich sehr wohl Verständnis. Es ist eine Sauerei, wenn ein Tierheim dem zukünftigen Besitzer nicht reinen Wein einschenkt. Es kommt viel Verantwortung auf einem zu und natürlich nicht zu vergessen auch viele Kosten.
Sowas darf einfach nicht passieren, aber man kann es offensichtlich nicht verhindert. Es werden ja immer wieder kranke Tiere angeboten, - entweder als gesund oder ohne jeglichen Hinweis auf die Erkrankung. Wozu das führt, sieht man in eurem Fall - oft wird das Tier wieder zurück gebracht.
Hiermit wäre ich aber bei dem Punkt, den ich weniger nachvollziehen kann. Sicherlich ist hier der "Hauptschuldige" das Tierheim. Allerdings - ihr hattet diesen Hund nun schon bei euch. Ich glaube Dir auch, dass er sicher sehr krank war und es eine schwierige Situation war. Dennoch: Ihr habt euch doch FÜR den Hund entschieden, als ihr ihn aus dem Tierheim geholt habt. Demnach habt ihr ihn als ein Familienmitglied aktzeptiert. Was wäre gewesen, wenn der Hund erst später krank geworden wäre? Dann hättet ihr die Situation schliesslich auch meistern müssen, oder?

Wie gesagt - ich kann es nachvollziehen, dass man sich ärgert, wenn einem so etwas Schwerwiegendes verschwiegen wird.
Aber der Verlierer bei dieser Sache ist der Hund - obwohl der am wenigsten dafür kann.
Hauptschuldig - wie bereits erwähnt - ist auch meiner Meinung nach das Tierheim. Trotzdem trägt auch ihr einen Teil der Verantwortung.

Gruss,
Danni

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