Fährtenarbeit in der Freizeit :: Was sonst nirgends passt

Fährtenarbeit in der Freizeit

von Yvonne & Hexe(YCH) am 21. Mai 1999 08:56

Hallo alle die es interessiert,

noch ein Tip: Es muß nicht immer eine Wiese sein. Auch schöner weicher, vielleicht etwas feuchter Waldboden eignet sich sehr gut zum Fährtenlernen.

Klappt es eine schöne Strecke geradeaus, nicht gleich Ecken legen, sondern erstmal Bogen, die später immer enger und schließlich zu Ecken werden.

Viel Spaß beim Suchen wünschen

Yvonne und Hexe

von Yvonne & Hexe(YCH) am 21. Mai 1999 09:11

Hallo Eva,

: Ach so, ich habe aber noch eine frage: Ist es für den Hund eigentlich schwerer, auf sehr nassen Wiesen zu suchen? Oder macht das nichts?

Unser Trainer sagt, das ist dem Hund egal, weil ja trotzdem der Boden zerstört und Gerüche freigesetzt werden. Ich habe ausßerdem gemerkt, daß Hexe auf feuchtem Boden sehr viel besser sucht als auf ganz trockenem. Liegt vielleicht daran, daß manche Gerüche durch Feuchtigkeit intensiviert werden.

: Ja, das habe ich einmal gemacht, weil wirklich gar nichts zu machen war. Die Wiese war nicht nur ganz kurz, sondern es hat auch noch angefangen, zu wehen, ich habe die Fährte nicht mehr gesehen, und der Hund sie nicht gerochen.

Hat Rio da wirklich aufgehört zu suchen? Denn bei Wind muß man beachten, daß auch der Geruch der Fährte sich nicht mehr direkt über der Fährte befindet. Der Hund kann also einige Meter neben der Fährte laufen und das Ziel (Gegenstand) trotzdem finden, weil der ja auch einen Eigengeruch hat, den der Wind nicht wegtragen kann. Ich habe das am Anfang auch nicht glauben wollen, aber Hexe hat mich eines besseren belehrt.

: Wann fängt man eigentlich an, Gegenstände ins Spiel zu bringen?

Wir haben von Anfang an am Ende der Fährte Leckerli UND einen Gegenstand abgelegt, den wir vorher mindestens 30 Minuten in der Hosentasche hatten. So wußte Hexe von Anfang an, daß am Ende der Fährte nicht nur Leckerlis zu finden waren. Das Anzeigen des Gegenstandes haben wir allerdings getrennt geübt, indem wir ihn irgendwohin gelegt, Hexe hingeführt und "Platz" gesagt haben. Lag sie, bekam sie ein Leckerli. Nach und nach klappt das dann auch auf der Fährte.

: Ist es sinnvoll, ein Schlüsseletui zu nehmen,

Wir haben als Gegenstand alte Aufwaschschwämme. Die sehen grün aus und sind somit nicht so leicht sichtbar und Hexe muß sie wirklich mit der Nase finden.

Viel Spaß beim üben, aber mache bitte nicht zu viel auf einmal. Das Suchen ist eine geistige Aufgabe für den Hund und einige Meter Fährte spielen ihn mehr kaputt, als eine halbe Stunde toben.

Yvonne und Hexe

von Michaela(YCH) am 21. Mai 1999 09:22

Hallo Yvonne,

ich hoffe, ich habe Dich richtig verstanden, aber eure Gruppe hat von der ersten Faehrte an Leckerli und Verweisgegenstand kombiniert ? Uns wurde gesagt, dass es wichtig ist, zuerst in den verschiedensten Gelaendern mit steigender Schwierigkeit (hohe Ablenkung, viele andere Gerueche) mit reiner Leckerlifaehrte zu arbeiten. Wobei der Abstand zwischen den einzelnen Leckerbissen stets vergroessert wurde. Erst wenn die Hunde absolute Ruhe beim Suchen bewiesen habe, wurde ein Verweisgegenstand miteingebaut, sowie "Platz".
Ich finde es sehr interessant, dass doch so unterschiedlich aufgebaut wird.

Liebe Grüße

Michaela + Henry

von Yvonne & Hexe(YCH) am 21. Mai 1999 09:48

Hallo Michaela,

: ich hoffe, ich habe Dich richtig verstanden, aber eure Gruppe hat von der ersten Faehrte an Leckerli und Verweisgegenstand kombiniert?

Nein, nicht unsere Gruppe. :-)
Ich habe ziemlich lange allein geübt. Geholfen hat mir zum Anfang eine Frau aus dem Nachbarort, die seit 30 Jahren mit ihren 3 Hunden (sie hatte jeweils einen) in einem Verein gearbeitet hat. Sie hat es mir so gelernt. Vielleicht liegt ja auch hierin der Grund, daß Hexe zwar zuverlässig die Fährte sucht, es dafür aber immer noch beim Gegenstand verweisen hapert?

: Ich finde es sehr interessant, dass doch so unterschiedlich aufgebaut wird.

Ich auch, vor allem, so lernt man ja immer dazu und je mehr man an Methoden kennt, desto besser kann man jemandem anderen helfen. Denn nicht bei jedem Hund funktioniert ja alles so wie bei dem anderen. :-))

Tschüß und liebe Grüße an Henry (wie weit ist er eigentlich in der Ausbildung, d.h. wie lang sind seine Fährten und wieviele Gegenstände liegen drauf?

Yvonne und Hexe

von Michaela(YCH) am 21. Mai 1999 10:34

Hallo Yvonne,

ich kann Deinen Satz - denn nicht bei jedem Hund funktioniert ja alles so wie bem anderen - nur bestätigen. Wie Du bereits weisst, arbeiten wir nur aus Spass an der Sache und ohne grossen Wettbewerbsgedanken, zudem kommen die meisten Gruppenmitglieder nicht regelmaessig (ich gehoere mitunter auch dazu!). Insofern arbeitet jeder unserer Hunde anders an der Faehrte, wir haben auch zwei Exemplare dabei, die es einfach nicht lassen wollen, die Fährte wieder zurückzuverfolgen smiling smiley) Henrys Erfolge sind ebenso schwankend, bei der letzten "Pruefung" vor einem Monat hat er auf einer ca. 1500 Schritt langen und 3 Stunden alten Fremdfährte mit einer 2 Stunden alten kreuzenden Verleitungsfährte 3 von 4 Gegenständen abgesucht und angezeigt. 2 durch Platz, einen durch unprofessionelles Wedeln mit stark verzoegertem Platz smiling smiley) Den 4. Gegenstand hat er nicht mehr gefunden. Den zweiten Gegenstand hat er nach dem Kommando "Bring" apportiert, so wie es vorgesehen war. Das Gelände war teilweise Wiese, auch etwas Waldboden dabei. Und ab da wird es für Henry sehr schwierig, da ihn Wildfährten ablenken und er manchmal die Spur verliert.
Wir sind also zu 70 Prozent professionell smiling smiley) und haben 100 Prozent Spass und das ist wohl das wichtigste. Wie weit ist Hexe mit der Fährte ?

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,

Michaela + Henry

von Michaela(YCH) am 21. Mai 1999 11:15

Hallo Eva,

Du hast schon ja sehr gute Tips bekommen. Ich wuerde es auch einmal mit Waldboden versuchen, ausser Dein Hund (so wie meiner leider) laesst sich stark von Wildfaehrten ablenken. Wichtig ist fuer den Anfang, dass die Faehrte frisch ist und Du, wie Manuela schon beschrieben hat, Dich gebueckt mit dem Hund langsam nach vorne weiterarbeitest. Ihn immer ruhig zur Faehrte zurueckfuehren und gleichzeitig locken. Wenn Du die anderen Beitraege auch gelesen hast, wirst Du bestimmt bemerkt haben,dass bezueglich Gegenstaenden unterschiedliche Arbeitsweisen vorliegen. Uns wurde gesagt, dass man damit erst beginnen soll, wenn der Hund die notwendige Ruhe bei der Faehrte hat, aber trotzdem funktioniert das Gegenstaende auffinden, bzw. Verweisen nicht immer ganz so wie es sein sollte. Das ist auch nicht sooo wichtig, ausser man will eines Tages eines professionell arbeitenden Faehrtenhund (z.B. bei der Flaechensuche), doch wir sehen das nicht so eng. Wenn Du willst, dass Dein Hund die Faehrte nicht mehr zuruecklaeuft (das musst Du entscheiden!), solltest Du das Aufspueren des letzten Leckerlis mit Platz verbinden und einem Abbruchsignal. Z.B. laesst Du deinen Hund etwas laenger abliegen (so lange wie es mit einem Hund unter Trieb funktioniert), streichelst ihn und sagt "Aus", damit er sich etwas beruhigt. Du kannst auch das Belohnungsspiel zum Abbruchsignal machen, denn Hund danach an der Leine wegfuehren. Bei uns am Hundeplatz wird es jedoch nicht strikt unterbunden, dass ein Hund die Faehrte zurueckverfolgt.

Liebe Grüße
Michaela

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