Kann ich dem junghund gerecht werden? :: Hundeerziehung + Soziales

Kann ich dem junghund gerecht werden?

von Marion(YCH) am 06. November 1998 13:37

Hallo zusammen
Ich wünsche mir schon seit langem einen Hund und habe in dieser Zeit auch viel gehütet(Spazieren gegangen).Nun habe ich einen super süssen Junghund von 10 wochen gesehen und mich wahnsinnig in Sie verliebt.Die Frau(jetzige Aufsichterin) meint das in ihr ein Kampfhund(Bullmastif?)
steckt.Ich finde diese Tiere super.Nun meine Frage:
Ich arbeite 100% könnte aber den Hund meiner Schwägerin geben die auch einen 7 mon.Hund hat, nur in dieser Zeit wo ich arbeite.Die arbeitschichten sind sehr unregelmässig.Kann ich dem Hund trotzdem gerecht werden? Oder haltet ihr das für einen blödsinn ,arbeiten und Hund?
Ich würde mich auf eine Antwort freuen!
Gruss Marion


von Susi(YCH) am 06. November 1998 16:26

Hallo Marion,
mein Mann und ich haben ca. 1 Jahr lang überlegt, ob wir es dem Tier zumuten können, ihn bei uns im Haus zu haben. Es war klar, der Hund darf nicht alleine sein. Da mein Mann zu Hause arbeitet und ich nur ich den ganzen Tag weg bin, läßt sich das gut vereinbaren. Wir hielten es für notwendig, daß wenigstens einer zu Hause ist. In meinem Bekanntenkreis gibt es aber viele, die sich einen Hund halten, obwohl tagsüber keiner zu Hause ist. Ein befreundetes Ehepaar hat sich, als der Hund ins Haus kam, zunächst vier Wochen Urlaub genommen, um dem Hund die Eingewöhnung zu erleichtern. Tagsüber ist der Hund nun bei den Eltern des Mannes. Die Eltern selbst haben sich aber darauf eingestellt, daß sie nun auch einen Hund haben, wenn auch nur tagsüber. Die Sache will wohl überlegt sein, denn ein Hund wird bis zu 15 Jahre alt. Kann man die ganze Zeit sicher stellen, daß dann immer einer für den Hund da ist. Es gibt zwar viele Haushalte, wo der Hund den ganzen Tag zu Hause ist (natürlich mit der Möglichkeit sein Geschäft zu machen durch Garten oder so), doch halte ich dies, wenn kein Zweithund da ist, nicht für besonders artgerecht. Im Übrigen ist in Deinem Fall zu bedenken, wieviel Hundeerfahrung Deine Schwägerin hat, denn ich sehe vielmehr das Problem in der Erziehung. Sie muß denn nun zwei Hunde erziehen und halten.
Ist sie gewillt, daß für eine sehr lange Zeit zu tun.

Ich würde auf jeden Fall die Sache sehr genau überlegen, auch die Ausnahmefälle wie Urlaub, Krankheit etc., denn man übernimmt Verantwortung mit einem Hund.

Grüße, Susi

von Morgaine(YCH) am 06. November 1998 19:59

Hallo

Ich denke, wenn du dir das gründlich überlegt hast, solltest du das auch tun (wenn du dir wirklich hundert prozentig sicher bist). Ich würde aber versuchen, wenigstens zwei Wochen zu Hause zu sein, damit der Hund sich auch richtig an dich und die neue Umgebung gewöhnt. Meiner Meinung nach ist es nicht schlimm, wenn du arbeitest, solange der Hund nicht mehr als acht bis zehn Stunden ohne dich ist (auch wenn er bei deiner Schwägerin ist)und du trotzdem noch genügend Zeit findest, jeden Tag lange und ausgiebig mit ihm spazieren zu gehen und ihn zu erziehen. Allerdings würde ich erstmal deine Schwägerin testen lassen, ob ihr Hund die Kleine auch wenn du nicht da bist, duldet. Darin sehe ich das größte Problem. Ich würde sagen, probier`s einfach. Es finden sich immer Mittel und Wege, dem Hund gerecht zu werden (zumindest ist das bei mir so). Auch wenn du den Hund schon hast, werden immer wieder Probleme dieser auftauchen und es wird wahrscheinlich immer eine Lösung geben. Ich selbst habe vier oder fünf Jahre überlegt, ob ich mir einen Hund anschaffen soll, stand zig mal kurz davor und habe es mir wieder anders überlegt, aus Angst, ich könnte nicht in ausreichendem Maße für den Hund sorgen. Jetzt habe ich einen (seit ca. zwei Jahren) und es ist viel einfacher, als ich es mir vorgestellt habe.

Viel Glück Morgaine

von Volker Müller(YCH) am 09. November 1998 07:17

Hallo,

ich kann mich der Meinung von Susi weitgehend anschliessen. Eine wirklich reife Ueberlegung ist notwendig. Für meine Frau und mich war es immer klar, dass irgendwann ein Hund ins Haus kommt.
Da wir aber beide voll berufstätig sind, haben wir es immer wieder herausgeschoben. Als wir im August ein Haus gekauft hatten, hat uns der Vorbesitzer seinen Hund angeboten. Ich war eigentlich dagegen. Als wir aber vor die Wahl gestellt wurden, entweder wir nehemen den Hund oder er wird eingeschläfert habe ich dann doch eingewilligt.(das muß man sich mal überlegen, einen 7 jährigen gesunden Hund einschläfern)
Unser Hund ist am Tag sehr lang alleine (bis zu 14 Stunden) und er verhält sich diese Zeit friedlich, bellt nicht, macht nichts kaputt und macht auch sein Geschäft nicht in der Wohnung. Wie aber aus vielen Diskussionen (weiter unten) ersichtlich ist, kann es aber auch ganz anders ablaufen.
Ein Problem scheint aber unser Hund selber damit zu haben. Wie ich mich habe belehren lassen,ist eine Trennung vom Rudel (und das bist dann Du) für den Hund immer unangenehm. Und das merkt man dem Hund jeden Morgen an wenn wir zur Arbeit gehen. Schon am Sonntag abend ist er anhänglicher.
Wenn wir abends nach Hause kommen 'stirbt' unser Hund beinahe. Er braucht dann immer etliche Minuten um sich zu beruhigen. Wir gehen dann sofort mit ihm Gassi.
Dieser Zustand ist sicher nicht optimal, und aus der Not heraus geboren. Wenn ich aber die Möglichkeit habe vorher frei zu entscheiden, wuerde ich mir in unserer jetzigen Situation keinen Hund zulegen. Zumal ein junger Hund sicherlich heikler ist als ein älterer.

mfg Volker

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