Bin total verzweifelt :: Hundeerziehung + Soziales

Bin total verzweifelt

von Grit(YCH) am 16. Januar 2002 13:34

Hi Denise

Warum bellt Sam denn? Ist er "hibbelig" oder fordert er damit zum spielen auf? Ist er nervös? Hat er Panik vor etwas, kann er vielleicht nicht allein sein und hat Verlassensängste?
Also er bellt wenn wir mal nicht nach ihm sehen (sprich: mal eine Stunde fernsehen wollen oder usn unterhalten), absolut verrückt spielt er wenn jemand im Haus ist oder es bei uns klingelt oder ich heim komme ... in allen fällen kläfft wer fast über eine halbe Stunde

Hast Du evtl. mal die Möglichkeit, etwas länger Urlaub zu nehmen (so drei Wochen oder so?) um die Sache selber in die Hand zu nehmen? Ich meine, das Jahr hat gerade erst begonnen, Du hast doch bestimmt noch nicht den ganzen Urlaub aufgebraucht, oder? ;-))
Leider kann ich nicht .. wir sind mitten im Projekt und müssen bis März fertig werden ... :-(

Ich würde auf jeden Fall versuchen, mehr Ruhe hinein zu bringen. könnte mir in etwa vorstellen, wie es bei Euch abgeht: Du und Deine Mutter streitet herum, der Hund mittendrin! Das stresst nicht nur Euch sondern natürlich auch den Hund und dann kann er ja nicht ruhiger werden! Jetzt weiss ich natürlich auch nicht den Grund, warum er so viel bellt! Wie alt ist er denn? Welche Rasse und seit wann bellt er so viel? Hat es erst im TH angefangen? Was hat er für 'ne Vorgeschichte?
Also er ist ein 12 kg Spitzmischling, der mit einem halben Jahr wegen bellerei ins Heim kam ... er war für 6 Wochen nochmal vermittelt und kam deswegen auch gleich wieder ... jetzt ist er ein Jahr und wir haben ihn seit SEptember

Vielleicht solltest DU Dich mal intensiv mit dem Problem auseinandersetzen. (Vielleicht kann man zusätzlich auch geeignete Bachblüten o.ä. geben?)
Wo kriegt man die???

Bellt der Hund denn nur in der Wohnung oder auch draussen?
Nur in der Wohnung

Zumindest würde ICH ihn AUF KEINEN FALL wieder ins TH bringen...! Der Ärmste!
Wenn alles nichts hilft, kannst Du ja evtl. überlegen in eine Hundefreundliche/Hundeerfahrene WG zu ziehen?
Oder kannst Du evtl. den Hund sogar mit auf die Arbeit nehmen? Hast Du Dich mal erkundigt? - Natürlich musst Du ihm vorher dann wohl das Bellen einigermassen abgewöhnt haben! :-))
Auf Arbeit werde ich ihn kaum mitnehmen können da wir hier mit Stellwerken, Computern, Kommunikationsnetzwerken arbeiten und ich bezweifel, daß Hunde erlaubt sind ... aber ich kann ja mal nachfragen

Und lass den Kopf nicht hängen, es findet sich schon eine bessere Lösung als das TH!! (Zur Not werden die ja wohl mit sich reden lassen, wenn Ihr einen geeigneten neuen Besitzer gefunden habt!! Die sind doch bestimmt selber froh um jeden vermittelten Hund!)
Glaube ich kaum bei dem TH ... die sind total desinteressiert über ihre Hund ...

Tschüß
Grit

von Grit(YCH) am 16. Januar 2002 13:34


ich habe Deinen Fall bisher nicht mitverfolgt, sondern nur Deine jetzige Mail gelesen.
Mal ein paar Fragen dazu:
wie lange müsste Sam alleine sein, wenn Du arbeitest?
Ich gehe um 8 aus dem Haus und käme so um 5 wieder ... in der Mittagspause könnte ich kurz nach HAuse gehen

Was arbeitest Du? Hast Du mal gefragt, ob Du ihn da mit hin nehmen könntest?
Noch nicht ... aber das wir hier Kommunikationssoftware für den NAhverkehr machen haben wir hier auch viele offene PCS und Stellwerke ... weiß nicht was die von Hundehaaren/-nasen halten

Worauf reagiert Sam mit bellen?
Schau mal in meine Antwort zu Denise ;-)

Tschüß
Grit

von Claudia aus Buchholz(YCH) am 16. Januar 2002 13:49

Hallo Grit,
Lektüre über Bachblüten bekommst Du eigentlich in allen Buchläden (Bachblüten für Katzen - gibts als Buch, warum also nicht für Hunde?!) Die Bachblüten-Konzentrate bekommst Du dann in jeder guten Apotheke...
Auf jeden Fall scheint ihr in einen Teufelskreis geraten zu sein: anstatt beim nach-Hause-kommen (und sonst auch) ganz ruhig zu bleiben, stresst Ihr Euch, weil Sam bellt, drum bellt er und ihr werdet hektisch... Ich denke, da Sam erst ein Jahr alt ist, gibt es bestimmt noch irgendwelche Möglichkeiten...
Von acht bis fünf allein zu Hause... Das wäre sicherlich nicht die beste Lösung, aber besser als Tierheim allemal. Nur müsste Sam langsam daran gewöhnt werden und am besten müsste das Radio während Deiner Abwesenheit laufen (fühlt sich dann nicht sooo allein). Beispiel: unser Ben (jetzt zwei) blieb von Anfang an (seit er fünf Monate alt war) ab halb acht allein (ich gehe um sechs aus dem Haus), dann kommt meine Tochter gegen zwei, geht mehr oder weniger lange mit ihm und ich komme spätestens gegen vier, um mich um ihn zu kümmern. Du siehst also, im Falle eines Falles wäre das noch eine Möglichkeit. Wichtig ist dann allerdings, dass Du Dich genug um ihn kümmerst, wenn Du wieder zu Hause bist.
Und wie sieht es mit einer/m Schüler(in) im richtig Alter aus, die mittags sonst mit ihm gehen könnten, so dass er auch gleich ein bisschen ausgepowert wird? Laß nur nicht den Kopf hängen!!!
Liebe Grüße
Claudia

von Pat(YCH) am 16. Januar 2002 13:47

.
: Ja leider .... sie meint es wäre schon überschwengliche Freude wenn sie ihn sanft hinterm Ohr krault und leise sagt "Guter Hund" ... wenn ich dann meine sie soll ihn VIEL lob meint sie das mache sich doch gerade ... da hilft auch nicht wenn jemand anderes es sagt ..

hei
das ist aber sicher nicht ursache der unfähigkeit zur problemlösung.
jeder hund wird anders gelobt,das kann auch kraulen und leise reden sein.was du unter "viel loben" verstehst,muss nicht unbedingt auch für sam so sein.wenn er das tun deiner mutter als lob versteht,reicht das.


: Es gibt Hundeschulen spiziell für Beller?

ganz so speziell nun nciht .-)))
aber einfach hundeschulen,die kompetent geführt werden und wo man sich auch um beller kümmert.also um verhaltensauffälligkeiten,egal ob bellen,zerstören....
:

: Das schlimme ist ja, daß sie ihm helfen will und meint, daß was sie da mache sei genau das was ich ihr gesagt hätte ... Und es macht mich so wahnsinnig wütend wenn sie niemanden glaubt, daß das falsch ist was sie tut ... ihr kommentar "Ich bin ja nicht auf der Wurstsuppe hergeschwommen oder begriffsstutzig"


ihr zwei seid derzeit nicht grad das ultimative team .-)
da sollte wer anders ran,vielleicht grad in bezug auf hundeschule,dann soll eben mutter hingehen mit sam.ein übungsleiter ist was anderes als die tochter.aber eines ist allem gemeinsam:es gibt nichts,was für sich alleine wirkt,ohne mitarbeit des halters.ob nun clicker,dufthalsband,stachler...
jedes teil alleine ist nur ein ding,und es liegt am halter,wie er es anwendet und dem hund nahebringt,was er ihm über dieses ding sagen will.
vielleicht versteht sam euch bis heute gar nciht,oder er hat einfach keinen grund,der stark genug ist,dafür das gekläff aufzugeben?damit er es aus gehorsam macht,dafür muss man schoneine gewisse stellung innehaben.hat man das nicht,so muss man durch die hintertür rein.
: gruss pat

von silke + anton(YCH) am 16. Januar 2002 14:47

Hallo,

: Also er bellt wenn wir mal nicht nach ihm sehen (sprich: mal eine Stunde fernsehen wollen oder usn unterhalten), absolut verrückt spielt er wenn jemand im Haus ist oder es bei uns klingelt oder ich heim komme ... in allen fällen kläfft wer fast über eine halbe Stunde

Das klingt ja eigentlich nicht unbedingt nach Verlassensangst? Also, ich denke, dass es in diesem Fall wirklich aus der Ferne besonders schwer ist etwas zu raten.
Wichtig wäre auch zu überlegen, ob der Hund überhaupt ausgelastet ist? Man konnte noch nicht heraus lesen, was mit dem Hund so gemacht wird. Spitze an sich sind ja schon sehr lebendige Hunde und wer weiß was da noch so Mixiges drinnen ist (vielleicht Terrier oder sowas?). Vielleicht ist er vom naturell her auch schon sehr aktiv und kann dies bei Euch nicht richtig ausleben? Ich denke er bräuchte auf jeden Fall eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, um erstmal ausgelastet und zufrieden zu sein. Vielleicht gibt es in der erreichbaren Nähe einen Agilityverein? Dem Hund würde es bestimmt gut tun, zu lernen, dass er gehorchen muß , denn dass er Euch z.B. anbellt, wenn Ihr Euch nicht um ihn kümmert ist eigentlich eine "Frechheit", die er sich nicht erlauben dürfte, denn wenn ihr beschlossen habt ruhig irgendwo rumzusitzen, dann ist es bestimmt nicht seine Aufgabe, Euch auf andere Gedanken zu bringen. Nun möchte ich keinen Dominanzvortrag anfangen, weil man immer sehr schnell damit ist, aber ein wenig scheint mir auch, dass er diesbezüglich noch nicht seinen Platz gefunden hat. Da würde ich schon mal drüber nachdenken, was er sonst noch so macht. Bettelt er z.B. mit Erfolg? Bestimmt er sonstwie das eine oder andere?
Ein Hund der nicht genau weiß, wo er im gemischten Rudel hingehört, kann sich auch nicht ruhig und gelassen benehmen. Er steht ja ständig irgendwie unter Stress.
Für so kleinere Hunde kann man auch ein Stubenagility aufbauen, mit ein bischen Phantasie. Ich denke (ohne es natürlich zu wissen, aber einen Versuch wäre es doch wert), dass es ihm schon helfen könnte was zu lernen, folgen zu müssen und dabei sein Temperament auszuleben.

Dann würde ich auf jeden Fall mal mit einem Tierarzt sprechen (oder einen Homiopathen, wenn Du einen findest) wegen Beruhigungsmitteln. Also, ich würde, da ich keine Erfahrungen habe, nicht auf eigenem Fuß eine Bachblütentherapie anfangen. Vielleicht kann Dir da sonst jemand mit Erfahrungen helfen.
Etwas Beruhigendes könnte den Kreislauf vielleicht unterbrechen, damit er überhaupt mal 'ne Chance hat ruhig zu werden.


Schön wäre ja auch, wenn Du Dich mit Deiner Mutter wieder verträgst. Ich glaube man sollte da auch mal ganz selbstkritisch sein, denn vielleicht kommt es Dir momentan nur so vor, als wenn Deine Mutter alles falsch macht, weil Ihr beide irgendwie verzweifelt seid. Wenn Du aussziehst wirst Du ja sowieso nicht einfach den Hund mitnehmen können, wenn es ihrer ist. Vielleicht kann man sich den Hund ja auch teilen, wenn Du schon ausziehst? Wir haben uns meinen ersten Hund auch die letzten Jahre geteilt, weil wir ausgezogen waren. Meine Eltern hatten ihn immer in der Woche und wir am Wochenende, oder wenn in der Woche mal Zeit war. Das war für den Hund ganz toll. Er (also sie ) war am Montag immer noch richtig kaputt von den vielen Erlebnissen am Wochenende.

So, ich hoffe, dass ich noch ein paar Gedankenanstöße bringen konnte. Ein Rezept kann man natürlich sowieso (und aus der Ferne schon gar nicht) bringen, aber vielelicht konnte ich ein wenig helfen.
Grüße Silke

von Franziska(YCH) am 16. Januar 2002 15:44

Hallo Grit,

ich denke, das Beste in diesem Fall ist wirklich, selbst aktiv zu werden und dem Hund einen neuen Besitzer zu suchen, der die entsprechende Zeit und Erfahrung hat, sich um ihn zu kümmern.

Was die Klausel im Tierabgabevertrag angeht, der Hund sei nicht an dritte weiter zu vermitteln: Fast alle Tierheime und auch viele Züchter schreiben diese Klausel in ihre Verträge hinein, um der Gefahr vorzubeugen, dass der Hund weiter und weiter gereicht wird ohne deren Wissen. Diese Klausel ist aber NICHT rechtswirksam, da Hunde als Sache gelten und bei Übergabe Eigentum des neuen Besitzers werden, d.h. dieser allein ist berechtigt, darüber zu verfügen. Solltest du dich entschließen, den Hund an einen neuen Besitzer wegzugeben, könntest du auch evtl. das Tierheim informieren (der Fairness wegen). Ein Recht darauf, dies zu unterbinden hat das Tierheim jedoch nicht.

Bis dann

Franziska

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