Aggressiv bei Kleinkindern? :: Hundeerziehung + Soziales

Aggressiv bei Kleinkindern?

von Anne(YCH) am 04. Mai 2003 11:37

Hallo Marianne,

sehr unterschiedlich sehen wir das ja wohl nicht.

: : Dem stimme ich nicht zu. In der heutigen Zeit kann sich niemand einen Hund leisten, der Menschen anknurrt, das ist auf jeden Fall zu unterbinden.
:
: ***100% Deiner Meinung! Nur muss man nicht dem Hund das Knurren verbieten, sondern die Situation so ändern, dass der Hund nicht knurren MUSS.

- Das geht leider nicht bei Fremden (so wie es im Posting beschrieben wurde kam das Verhalten des Hundes überraschend), mit denen man sich plötzlich in so verzwickten Situationen befindet, da muß ein Abrufen genügen. Der eigentliche Erziehungsprozeß läuft ja über einen längeren Zeitraum. -

:
: Jedes agressive Verhalten des Hundes ist zu unterbinden.
:
: ***Aber nicht, indem man dem Hund das Knurren VERBIETET, sondern ihn aus der Verantwortung nimmt. Wenn Du nur das Knurren unterbindest, beisst der das nächste Mal ohne zu warnen und DANN hast Du ein Problem
:
- Stimmt, die Signale des Hundes müssen erhalten bleiben, daß schließt aber nicht das strikte und sofortige Abrufen aus kritschen Situationen aus. Im Gegenteil, das sofortige Abrufen ohne wenn und aber ist zwingend erforderlich und vom Hund zu verlangen. Ich kann von anderen Menschen nicht erwarten, daß sie die Signale meines Hundes verstehen und sich dementsprechend verhalten; von Kindern/Kleinkindern schon garnicht. Und dann ist absoluter Gehorsam des Hundes gefragt. -

: Ein Hund muß nicht erst knurren, den eigenen Hund sollte man so gut kennen, daß man auch an seiner Körpersprach/Mimik Ansätze des Unwohlseins erkennen kann.
:
: ***So sollte es sein, war es aber im Ursprungsposting NICHT, sonst hätte er nicht knurren MÜSSEN.

- Doch, die Schreiberin hat doch den Blick ihres Hundes zum Kind und das Hochziehen der Lefzen gesehen. -
Und da ist es mir lieber, DASS er knurrt, da sollte nun wirklich jeder begreifen, dass Kinder zu entfernen sind und der Hund auf seinen Platz geschickt wird, aber ohne zu schimpfen.
- Ich, als Hundehalter, und auch andere Hundehalter werden das sofort begreifen, Fremde und Kinder eben nicht. Darum ist das sofortige Abrufen nötig. -

: Ich verlange auch von meinem Hund, daß er andere agressive Hunde ignoriert, er muß sie nicht lieben, aber er hat mir zu gehorchen.
:
: ***Super, wenn Du im schlimmsten Fall Deinen Hund vor agressiven schützen kannst und es auch tust

- Hat bisher geklappt. Abbekommen können Hund und Halter immer mal etwas. -
:
: : Das ist für mich eine andere Situation. Mit "hinterhältig" hat das meinere Ansicht nach allerdings nichts zu tun. Es gibt sicher Gründe für diese Verhalten.
:
: ***ich habe ja eben "Hinterhältig" in Anführungszeichen gesetzt, weil dieser Hund keinerlei Zeichen zeigte, bevor er schnappte, weil er für's warnen gestraft wurde, auch keine Beschwichtigungsignale mehr sanndte, weil die beim Vorbesitzer nie was genützt hatten....
: :

- Da liegt der Hund begraben. Strafen ist meistens absoluter Käse; hat noch nie was gescheites gebracht; außer genau das Gegenteil vom erwünschten Erfolg = Mißerfolg, so wie bei Deinem Hund.
Im Erziehungsprogramm jeden Hundes muß aber auch das sofortige Abrufen geübt werden, was dann auch im vorliegenden Fall reicht. Kann für den Hund lebensrettend sein - oder auch für ein Keinkind oder Kleinsthund.

Gruss Anne

von Marianne(YCH) am 04. Mai 2003 11:50

Hallo Anne
:
: sehr unterschiedlich sehen wir das ja wohl nicht.

Der Teufel sitzt im Detail: Du hast geschrieben, dass das knurren sofort zu unterbinden sei. Ich habe das so verstanden, dass dem Hund das Knurren verboten werden soll, da stand nämlich nichts von abrufen...

Mit abrufen bin ich 100% einverstanden. Abrufen ist ja auch eine abstandvergrössernde Massnahme (was der Hund eigentlich möchte).

Einen schönen Sonntag noch (ich muss arbeiten, sonst wäre ich bestimmt nicht im Forum, bei DEM Wetter. Aber um 14.30 ist meine Schicht zu Ende, dann kommen Hundis zum Zuge...

Marianne + 3 Schwarze


von Sabine+K(YCH) am 04. Mai 2003 15:32

Hallo Andrea,

meine Hündin, eigentlich eine Seele von Hund und zudem als Rettungshund ausgebildet, mag auch keine kleinen Kinder. :-(

Ich habe lange versucht, daran zu arbeiten, habe aber mittlerweile akzeptiert, dass es so ist und halte Kleinkinder von ihr fern.
Sie hat noch nie zugebissen sondern schlimmstenfalls gewarnt, so wie Deine Hündin, aber ich möchte nicht den kleinsten Zwischenfall riskieren und mute ihr solche für sie stressigen Begegnungen jetzt nicht mehr zu.

Kleinkinder haben andere Bewegungs- und Verhaltensmuster als größere Kinder und Erwachsene, sie geben andere Laute von sich und halten die Individualdistanz nicht ein.
Das verunsichert und stresst viele Hunde sehr, auch wenn sie ansonsten wesensfest und psychisch belastbar sind.

Bei meiner Hündin habe ich sogar mit Schrecken bemerkt, dass sie, wenn sie quiekende, hoppelnde Kleinkinder von Weitem sieht, eine ähnliche Körperhaltung und Aufmerksamkeit an den Tag legt, wie wenn Wild vor ihr auftaucht.
Sie läßt sich in so einer Situation zuverlässig abrufen, aber ich bin bei solchen Begegnungen inzwischen natürlich doppelt wachsam.

Ein Hund ist eben doch ein Hund, auch wenn er sich in seinem Rudel als Schmusemonster gibt.

Ach ja: Und bevor sich jetzt jemand aufregt, dass "so ein" Hund als Rettungshund geführt wird, muß ich anmerken, dass ich die RH-Arbeit nur noch rein sportlich betreibe und selbstverständlich noch nie ein Kind gefährdet worden ist.

Gruß
Sabine+K (der Kinderschreck)

von Andrea(YCH) am 04. Mai 2003 16:50

Hallo Sabine,

Natürlich ist es möglich, meine Hündin von kleinen Kindern fernzuhalten, bzw. nur "Hallo" zu sagen und sich mal streicheln lassen, ist ja kein Problem, ganz im Gegenteil,da freut sie sich ja auch.

Ernsthaft Sorgen mache ich mir allerddings, wie es dann wird, wenn ich irgendwann mal selbst Kinder habe, was wohl nicht unwahrscheinlich ist.

Übrigens finde ich da gar nichts merkwürdig dran, dass Dein Hund als Rettungshund arbeitet, selbt wenn es nicht nur aus "sportlichen Motiven" heraus geschieht. Ist es nicht so, dass Dein "Kinderschreck" zwischen Freizeit und Arbeit unterscheidet?

LG, Andrea

von Andrea(YCH) am 04. Mai 2003 17:00

Hallo Marianne (und auch Hallo Anne, wenn Du das Posting liest!)

Vielen Dank für die rege Unterhaltung, hat mir sehr geholfen.
In dieser Situation mit meiner Hündin war ich mehr als überrascht und habe einfach nicht schnell genug reagiert. Ich bin mir sicher, dass ich sie hätte ohne Probleme abrufen können, allerdings hätte ich nicht mit einem solchen Verhalten gerechnet.
Was mich mal wieder zu dem Ergebnis bringt, dass Vertrauen gut ist, aber Kontrolle und Vorbeugen besser ist.
Denkt ihr, es ist sinnvoll in solchen Situationen einen Maulkorb zur Vorbeugung anzulegen? So könnte ich mich bei einer wiederholten Situation mehr auf den Hund konzentrieren könnte.
Liebe Grüße, Andrea

von Doris(YCH) am 04. Mai 2003 17:17

:::Was ist das für ein Verhalten.

hallo,

ein ganz normales, dass zeigt, das Hunde Lebewesen und keine "Steiff-Tiere" sind, mit einer Reizschwelle, die auch gelegentlich überschritten wird. Wer einem Hund nach vier Stunden Hundeplatz nicht die entsprechende Ruhe verschafft ist selber schuld. Der Fehler liegt, wie immer beim Menschen. DEINE Aufgabe als Chef wäre es gewesen, vor der "Eskaltation" die Situation zu entschärfen. Vorausschauendes Denken ist da von Nöten. Das hat überhaupt nix damit zu tun, dass dein Hund "agressiv zu Kindern" ist. Aber genau das sind solche Situationen, aus denen Schlagzeilen geboren werden können. Und die Gefahr eines unerwünschten Lernerfolges, (wenn ich knurre und schnappe schaff ich mir den Quälgeist vom Hals) ist immer gegeben.


Grüse Doris

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