Aggressiv bei Kleinkindern? :: Hundeerziehung + Soziales

Aggressiv bei Kleinkindern?

von Andrea(YCH) am 03. Mai 2003 19:00


Hallo Ihr!
Eigentlich haben wir eine sehr liebe 2 Jahre alte Labbihündin, die sehr folgsam ist und 2x die Woche mit mir zur Unterordnung geht. Sie ist gelegentlich bei Männern unsicher, was sich dann durch Knurren äußert. Ich gebe Nachhilfe in einem Nachhilfeinstitut, in das sie auch häufig mitkommt. Sie ist ausgesprochen lieb zu den Kindern, die alle so zwischen 10 und 16 Jahren alt sind und lässt alles mit sich machen.
So, nun zu der eigentlichen Katastrophe:
Nachdem wir heute ca. 4Stunden auf dem Hundplatz waren, sind wir zu der Schwester meines Freundes, die im Laufe unseres Besuchs weiteren Besuch bekam in Form eines ca. 2 1/2 Jahre alten Jungen. Bis dahin alles kein Problem, sie hat sich gefreut, sich streicheln, rufen lassen etc. . Als wir dann anfingen mit einer sehr großen Murmel zu spielen, schrie der Kleine und lag vor meiner ebenfalls liegenden Hündin. Die beiden schauten sich aus ca 15cm Entfernung an und ich sah schon, dass meine Hündin genervt war. Schon im nächsten Moment kräuselte sich ihre Nase und sie zog die Lefzen hoch. - Und schon im nächsten Moment stieß sie auf ihn zu mit einem mächtigen Grunzer. Sie hat das Kind nicht berührt und ihn nur verwarnt, auch den Kleinen scheint es weiter nicht gestört zu haben. Ich allerdings bin völlig fertig. Was ist das für ein Verhalten. Ich wollte danach keinen weiteren Kontakt der beiden, allerdings ließ es sich nicht vermeiden, doch danach war alles wieder ganz normal (nur ich war total verspannt).
Hat jemand von Euch Erfahrung im Kontakt mit fremden Kleinkindern und Hunden?

von Marianne(YCH) am 03. Mai 2003 20:02

Hallo Andrea !

Ich kenne diese Situationen, da wir durch unsere lieben Kleinen sehr regen Besuch im Haus haben.Fremde Kleinkinder können für einen Hund ein absoluter Stressfaktor sein.So ist es jedenfalls bei meiner Hündin.Sie versucht sich dann zurückzuziehen, das klappt aber nicht immer.Dann kommt es schon mal vor, dass sie anfängt vorzuwarnen.Da ich weiß, wie gestresst sie bei fremden Kindern ist, bringe ich sie nach ca 1/2 Stunde an einen ruhigen Platz.Den Kindern wird dann eingeschärft, dass der Hund jetzt tabu ist.
Du kannst froh sein, dass du so einen nervenstarken Hund hast.Es gibt etliche Hunde, die mit solchen Situationen garnicht klar kommen und sofort zubeißen.

viele Grüße
Marianne

:
: Hallo Ihr!
: Eigentlich haben wir eine sehr liebe 2 Jahre alte Labbihündin, die sehr folgsam ist und 2x die Woche mit mir zur Unterordnung geht. Sie ist gelegentlich bei Männern unsicher, was sich dann durch Knurren äußert. Ich gebe Nachhilfe in einem Nachhilfeinstitut, in das sie auch häufig mitkommt. Sie ist ausgesprochen lieb zu den Kindern, die alle so zwischen 10 und 16 Jahren alt sind und lässt alles mit sich machen.
: So, nun zu der eigentlichen Katastrophe:
: Nachdem wir heute ca. 4Stunden auf dem Hundplatz waren, sind wir zu der Schwester meines Freundes, die im Laufe unseres Besuchs weiteren Besuch bekam in Form eines ca. 2 1/2 Jahre alten Jungen. Bis dahin alles kein Problem, sie hat sich gefreut, sich streicheln, rufen lassen etc. . Als wir dann anfingen mit einer sehr großen Murmel zu spielen, schrie der Kleine und lag vor meiner ebenfalls liegenden Hündin. Die beiden schauten sich aus ca 15cm Entfernung an und ich sah schon, dass meine Hündin genervt war. Schon im nächsten Moment kräuselte sich ihre Nase und sie zog die Lefzen hoch. - Und schon im nächsten Moment stieß sie auf ihn zu mit einem mächtigen Grunzer. Sie hat das Kind nicht berührt und ihn nur verwarnt, auch den Kleinen scheint es weiter nicht gestört zu haben. Ich allerdings bin völlig fertig. Was ist das für ein Verhalten. Ich wollte danach keinen weiteren Kontakt der beiden, allerdings ließ es sich nicht vermeiden, doch danach war alles wieder ganz normal (nur ich war total verspannt).
: Hat jemand von Euch Erfahrung im Kontakt mit fremden Kleinkindern und Hunden?

von Anne(YCH) am 04. Mai 2003 07:13

Wundert mich nicht unbedingt. Nach 4 Stunden Power braucht jeder Hund auch mal eine Ruhephase, die man ihm auch unbedingt gönnen sollte. (Geht es uns anders? Ich werde auch stinkig, wenn ich Streß ohne Ende hatte und mich dann noch jemand nervt; kann das allerdings anders händeln als ein Hund - aber welche Möglicheiten hat der schon?)

Gleichzeitig mußt Du die Reaktion Deines Hundes, Kleinkind anknurren etc. sofort unterbinden. Die Hündin MUß lernen, daß sie so etwas unter keinen Umständen tun darf.
Aber biete ihr auch gleichzeitig eine Rückzugsmöglichkeit.

Letztes Wochenende hatte ich Besuch von zwei 12jähringen Mädels, meine Hunde waren total geschafft vom Waldspaziergang und wollten eigentlich gerne ihre Ruhe. Nach ca. 1/2 Stunden habe ich gemerkt, daß es ihnen langsam zuviel wurde. Allerdings haben sich beide Hunde dann versucht zurückzuziehen, die Mädels trotzdem hinterher, so daß ich dann eingeschritten bin und ihnen erklärt haben, daß und warum die Hunde müde sind und schlafen wollen. Haben die Mädchen dann auch verstanden, sie sind halt nur nicht selber drauf gekommen.
Bei Kleinkindern und Hunden passe ich generell auf wie ein Schießhund; Hunde sind auch nur Menschen und Kleinkinder können ihre Aktionen und Reaktionen eben noch nicht koordinieren, daß müssen die Erwachsenen machen.

Gruß Anne

von Marianne(YCH) am 04. Mai 2003 07:21

Hallo,

: Gleichzeitig mußt Du die Reaktion Deines Hundes, Kleinkind anknurren etc. sofort unterbinden. Die Hündin MUß lernen, daß sie so etwas unter keinen Umständen tun darf.

Symptome unterbinden? Ursache bleibt aber bestehen, dann hast Du einen Hund, welcher in einer ähnlicher Situation nicht mehr WARNT, sondern HANDELT. Toller Rat!!

Ich hab so einen "hinterhältigen" Hund vor dem Einschläfern gerettet und habe auch heute noch, nach 2 Jahren manchmal Probleme mit ihr, weil sie nicht warnt, sondern locht......

: Aber biete ihr auch gleichzeitig eine Rückzugsmöglichkeit.

Das auf alle Fälle und dort haben auch Kleinkinder NICHTS ZU SUCHEN.

Liebe Grüsse
Marianne + 3 Schwarze, Second-Handler, welche alle ihre Probleme von den Vorbesitzern mitbrachten
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: Letztes Wochenende hatte ich Besuch von zwei 12jähringen Mädels, meine Hunde waren total geschafft vom Waldspaziergang und wollten eigentlich gerne ihre Ruhe. Nach ca. 1/2 Stunden habe ich gemerkt, daß es ihnen langsam zuviel wurde. Allerdings haben sich beide Hunde dann versucht zurückzuziehen, die Mädels trotzdem hinterher, so daß ich dann eingeschritten bin und ihnen erklärt haben, daß und warum die Hunde müde sind und schlafen wollen. Haben die Mädchen dann auch verstanden, sie sind halt nur nicht selber drauf gekommen.
: Bei Kleinkindern und Hunden passe ich generell auf wie ein Schießhund; Hunde sind auch nur Menschen und Kleinkinder können ihre Aktionen und Reaktionen eben noch nicht koordinieren, daß müssen die Erwachsenen machen.
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: Gruß Anne

von Anne(YCH) am 04. Mai 2003 07:32

Liebe Marianne,

"Gleichzeitig mußt Du die Reaktion Deines Hundes, Kleinkind anknurren etc. sofort unterbinden. Die Hündin MUß lernen, daß sie so etwas unter keinen Umständen tun darf.
:
: Symptome unterbinden? Ursache bleibt aber bestehen, dann hast Du einen Hund, welcher in einer ähnlicher Situation nicht mehr WARNT, sondern HANDELT. Toller Rat!!"

Dem stimme ich nicht zu. In der heutigen Zeit kann sich niemand einen Hund leisten, der Menschen anknurrt, das ist auf jeden Fall zu unterbinden. Jedes agressive Verhalten des Hundes ist zu unterbinden. Ein Hund muß nicht erst knurren, den eigenen Hund sollte man so gut kennen, daß man auch an seiner Körpersprach/Mimik Ansätze des Unwohlseins erkennen kann. Ich verlange auch von meinem Hund, daß er andere agressive Hunde ignoriert, er muß sie nicht lieben, aber er hat mir zu gehorchen.


: Ich hab so einen "hinterhältigen" Hund vor dem Einschläfern gerettet und habe auch heute noch, nach 2 Jahren manchmal Probleme mit ihr, weil sie nicht warnt, sondern locht......

Das ist für mich eine andere Situation. Mit "hinterhältig" hat das meinere Ansicht nach allerdings nichts zu tun. Es gibt sicher Gründe für diese Verhalten. Wenn man sie nicht weiß, weil man z.B. die Vorgeschichte nicht kennt etc. ist es sicher sehr schwierig.

Gruß anne

von Marianne(YCH) am 04. Mai 2003 10:17

Hallo Anne,

: Dem stimme ich nicht zu. In der heutigen Zeit kann sich niemand einen Hund leisten, der Menschen anknurrt, das ist auf jeden Fall zu unterbinden.

***100% Deiner Meinung! Nur muss man nicht dem Hund das Knurren verbieten, sondern die Situation so ändern, dass der Hund nicht knurren MUSS.

Jedes agressive Verhalten des Hundes ist zu unterbinden.

***Aber nicht, indem man dem Hund das Knurren VERBIETET, sondern ihn aus der Verantwortung nimmt. Wenn Du nur das Knurren unterbindest, beisst der das nächste Mal ohne zu warnen und DANN hast Du ein Problem

Ein Hund muß nicht erst knurren, den eigenen Hund sollte man so gut kennen, daß man auch an seiner Körpersprach/Mimik Ansätze des Unwohlseins erkennen kann.

***So sollte es sein, war es aber im Ursprungsposting NICHT, sonst hätte er nicht knurren MÜSSEN. Und da ist es mir lieber, DASS er knurrt, da sollte nun wirklich jeder begreifen, dass Kinder zu entfernen sind und der Hund auf seinen Platz geschickt wird, aber ohne zu schimpfen.

Ich verlange auch von meinem Hund, daß er andere agressive Hunde ignoriert, er muß sie nicht lieben, aber er hat mir zu gehorchen.

***Super, wenn Du im schlimmsten Fall Deinen Hund vor agressiven schützen kannst und es auch tust

: Das ist für mich eine andere Situation. Mit "hinterhältig" hat das meinere Ansicht nach allerdings nichts zu tun. Es gibt sicher Gründe für diese Verhalten.

***ich habe ja eben "Hinterhältig" in Anführungszeichen gesetzt, weil dieser Hund keinerlei Zeichen zeigte, bevor er schnappte, weil er für's warnen gestraft wurde, auch keine Beschwichtigungsignale mehr sanndte, weil die beim Vorbesitzer nie was genützt hatten....
:
Gruss Marianne

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