Aussie oder Collie? :: Hunderassen

Aussie oder Collie?

von Maren(YCH) am 26. August 2002 21:10

Hallo Andrea,

zum Glück werden Hunde noch als Individuen gezüchtet und nicht als gentechnisches Abziehbild vervielfältigt. Mit Überraschungen muss man wohl bei jeder Rasse rechnen, die Haltung tut ihres dazu und dann lebt man mit einem einzigartigen Begleiter zusammen.
Trotzdem kann man sich die Eltern ansehen, möglicherweise auch frühere Würfe. Deswegen interessiert mich, ob die Verwandten deiner Hündin im Charakter ähnlich sind oder doch ganz unterschiedlich.

Hast du dir vielleicht gerade so eine Hündin gewünscht, sie danach ausgesucht und entsprechend gefördert?

Oh, und in welchem Bundesland leben denn die Collies, die möglicherweise passen würden?

Grüße
Maren mit inzwischen viereckigen Augen



von Gertraud(YCH) am 27. August 2002 07:10

Hallo Maren,
um die Entscheidung noch etwas schwieriger zu machen, habe ich noch eine neue Rasseempfehlung für euch: der Schapendoes.
Wir leben zeitweise ähnlich wie ihr (machen Kunsthandwerk und fahren auf Kunsthandwerker- / Weihnachtsmärkte) und haben unsere beiden Schapendoes immer dabei. Die Hunde machen alles mit, sind unkompliziert, menschenbezogen, leicht zu erziehen, etc. Auch das Fell macht keine Probleme, alle zwei Wochen mal bürsten reicht.
Wenn du mehr wissen willst, kannst du mir gerne mailen.
Viele Grüße
Gertraud

von Andrea u. L.(YCH) am 27. August 2002 11:59

Hallo Maren,

Du fragtest nach der "Verwandtschaft" meiner Hündin. Also Vater ist Showlinie und Mutter Arbeitslinie.
Die Mutter war wohl als junger Hund sehr aktiv (fast hyperaktiv), ist es aber nicht mehr. Meine Hündin geht stark in Richtung Arbeitslinie, worauf uns auch die Züchterin schon hingewiesen hatte. Das war bei den anderen Welpen recht gemischt.
Ich habe mich darauf eingestellt, keinen ruhigen Hund zu bekommen, sondern auch meine Aktivität verlangt. Wir haben sie von Anfang an zu unseren beruflichen Aktivitäten mitgenommen, dass heißt sie war oft in der Schule und hat das Autofahren und fremde Gelände kennengelernt.

Ich hatte nichts dagegen, einen Hund zu haben, der uns mal im Notfall verteidigt, aber das täten ja wohl die meisten Hunde, ohne darauf gedrillt zu werden. Sie hat als kleiner Welpe leider zwei negative Erfahrungen mit Passanten gemacht (jedesmal Männer), die ihre Angst und ihren Hass auf Hunde und Hundebesitzer leider ausgerechnet an uns loswerden wollten. Und Aussies sind (so meine Hundetrainerin) gern nachtragend. Wir arbeiten daran, aber sie ist dennoch gewissen Menschen gegenüber reserviert.

Die Collies leben in Baden-Württemberg - ohne eine Garantie für alle hiesigen Collies geben zu wollen...
Grüße
Andrea mit Leilah, die ansonsten ein herzensguter Aussie ist

von Andrea u. L.(YCH) am 27. August 2002 12:11

Hallo Dodo,

: Darf ich fragen, wie du das meinst, Hundebesitzer mag sie, Männern gegenüber ist sie kritisch?

Meine Hündin ist gegenüber HundebesitzerInnen eigentlich immer freundlich, d.h. sie geht erst auf die Hunde zu, mit denen sie nie Probleme hat, und begrüßt die Besitzer, lässt sie dann auch von ihnen streicheln etc.
Nach zwei negativen Erfahrungen mit Passanten (Männern), die den kleinen, damals 4 Monate alten Welpen und mich bedrohten, ist sie Passanten auf ihrem Spazierweg (nicht in der Stadt!) gegenüber kritisch eingestellt, woran wir arbeiten. Ich hab da auch noch Hoffnung, weil sie noch recht jung ist.
Sie mag auch nicht von wohlmeinenden Menschen direkt angesprochen werden.
Dafür mag sie Kinder und Mädchen (Jungen kommen ja leider irgendwann in den Stimmbruch und outen sich als Mann).

Meine Hundetrainerin meinte, dass Aussies nachtragend wären und nicht jeden Fehler verzeihen würden. Kann sein. Ein ungeheuer gutes Gedächtnis haben die Aussies ja auch bei ihrer tollen Intelligenz.

Gruß
Andrea und Leilah (10 Monate)


von Edith(YCH) am 27. August 2002 12:55

Hallo MAren!

Ich sitzte zwar noch in den USA, aber wenn du wirklich einen Aussie willst, kannst du mich kontaktieren, ich weiss recht viel ueber Linien und so. Das ist da auch sehr wichtig.

Sonst liebe GRuesse

Edith

von Silke(YCH) am 01. September 2002 00:40

Hi!

Ich habe eine Aussie-Hündin, eine Freundin von mir deren Bruder und noch 2 weitere Aussie-Hündinnen, mit denen sie züchtet. Sie hat einen Reiterhof und ein Reitgeschäft und ist auch sehr oft mit einem Stand auf Messen, größeren Turnieren usw.. Vielleicht beschreibe ich mal, wie die Hunde sich so "benehmen":

Die eine Aussie-Hündin (aus Arbeitslinie), die sie hat, bekam sie mit 6 Monaten. Die Hündin kam aus einer Großfamilie, war völlig verstört und immer noch unsauber. Diese Hündin geht Fremdenimmer noch grundsätzlich aus dem Weg, beäugt diese mißtrauisch und läßt sich erst beim 2. oder 3. Besuch anfassen (kommt dann auf einen zu). Ansonsten führt sie ein sehr "eigenständiges" Leben, patroulliert auf dem Hof herum, schlägt an, wenn jemand ihr Revier betritt, und spielt (zumindest mit Menschen) überhaupt nicht (mit den anderen Hunden habe ich sie allerdings auch noch nicht spielen sehen=. Inwieweit das auf ihre "Jugenderfahrungen" zurückzuführen ist, weiß ich natürlich nicht.

Meine Hündin und deren Bruder kommen aus einer gemischten Show-/Arbeitslinie und sind super sozialisiert. Die beiden sind außerhalb ihrer "Reviere" allen Fremden gegenüber aufgeschlossen (meine Lütte hat anfangs sogar JEDEN Spaziergänger mit Zungenkuß begrüßt *peinlich*) - wenn aber jemand z.B. auf den Hof oder in den Laden oder an den Stand kommt, den die Hunde nicht kennen, wird er heftig verbellt. Nach kurzer Begrüßung ist alles i.O. (und wer einmal da war, darf auch gerne wiederkommen), aber der Bruder meiner Hündin darf nun nicht mehr mit zur Messe, weil die Leut sich doch ganz schön erschrecken und das Gebelle auch etwas nervt. Denn, wenn die Leute nicht wenigstens "Hallo" sagen, wird so lange weitergebellt, bis sie wieder gehen. Außerdem genügt es den beiden nicht nur, "dabei" zu sein, sondern sie wollen auch ganz dringend mitmischen, gerade, wenn Action angesagt ist. Dürfen sie das nicht, wird lautstark protestiert und herumgehüpft - es sei denn, man bringt sie außer Sicht. Kann natürlich sein, daß sie mit der Zeit gelassener werden (sie sind jetzt noch keine 2 Jahre alt) - sie werden auch schon ruhiger - aber am Anfang ist es echt nervig gewesen.

Ich würde sagen, daß keiner der von mir beschriebenen Hunde zu Deinem Job paßt. Ich würde an Deiner Stelle sehr darauf achten, einen Hund zu nehmen, der NICHT so sehr auf "seine Sachen" aufpaßt, wie die Aussies, die ich kenne.

Gruß, Silke mit Aussie Meggie

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