Durch Angriff jetzt alles im Eimer ? :: Clickertraining

Durch Angriff jetzt alles im Eimer ?

von Stephanie+Frechdachs(YCH) am 02. Juni 2001 16:15

Hallo,

Muß meinem Zorn und meiner Sorge jetzt mal Luft machen.
Gerade liefen wir mir unserem Frechdachs Spazieren. Meine war frei, wir trafen eine Frau mit angeleintem Pudel. Meine blieb eine sek. stehen, die Frau sah uns und sagte nichts, meine lief hin, als sie dort war rief die Frau." ruf deinen Hund zurück." ich sagte hier und meine war gerade am undrehen, in dieser Sek sprüht die Frau meiner eine volle Ladung von irgend so einem Spray ins Gesicht. Ich war platt, rannte voller Zorn auf die Frau zu, es gab ein Heftiges Wortgefecht, und ein Handgemenge, wobei ich den Arm der Frau festhielt und sie immer weiter Sprühte. Ätsch, das Spray ist jetzt leer und die Frau hat gehustet. Bei mir war nur die Kleidung dreckig. So, nun meine Frage.
Jetzt hatten wir gerade mit Clicker erreicht,das sie ruhig an anderen Hunden vorbeiläuft, und im Freilauf nicht mehr so viel Terz macht, also immer C+B beim ruhig sein und beim spielen. Und nun das. Wie wird der Hund dieses Erlebniss verknüpfen ? Was meint ihr ?
Schade leider war ihr Mann auch Zeuge dieses Vorfalles, so daß wir leider nicht zur Polizei gehen können, Aussage gegen Aussage, es lohnt sich nicht, die würde glatt behaupten meine hätte Angegriffen, und das in der heutigen Zeit...
Würde es ihr aber so gerne heimzahlen.

liebe Grüße

Stephanie+Frechdachs

von Doris(YCH) am 02. Juni 2001 20:31

Hi,
die gute Frau muss ja panische Angst um ihren HUnd gehabt haben, wenn sie direkt zu drastischen Mitteln greift. Sicher geschürt von der allgemeinen Stimmugsmache. Aber in der heutigen zeit muss man immer damit rechnen. Darum nehme ich unseren Hund grundsätzlich an die Leine wenn der andere Hund auch angeleint ist, egal ob die Halter was sagen oder nicht.
Mach nicht zuviel Aufhebens um den Vorfall und dein Hund hat es vielleicht bald vergessen. Hundebegegnungen verstärkt positiv gestalten.
Wie sich sowas letztlich auf dauer auswirkt muss man abwarten, alles andere wäre spekulativ.
Grüße Doris

von Conny Jule Taiba(YCH) am 02. Juni 2001 21:53

Hallo Stephanie,

lange nichts voneinander gehört. Bin aber auch kaum noch im Forum, krasser Tierheimstress.
Aber das, was ich heute lesen musste, hat mich wirklich schockiert. Dass ausgerechnet Euch das passieren musste, wo ihr gerade so schöne Fortschritte gemacht habt.
Aber es ist schon, wie Doris sagt, mach kein Aufhebes um die Geschichte, auch wenns schwerfällt. Ihr Hund war angeleint, Deiner nicht, da bist Du im Prinzip immer im Unrecht. Wenn mir angeleinte Hunde entgegen kommen, leine ich meine auch immer an oder rufe sie und lass sie bei mir absitzen, bis der andere vorbei ist. Alles andere bringt nichts, erzeugt höchstens Stresssituationen.
Da Frechdachs Probleme ja hauptsächlich mit anderen Hunden und weniger mit Menschen zu tun hatten und der Hund ja in dem Fall gar nicht das negative Erlebnis war, sondern die Frau, wird es hoffentlich nicht all zu schlimm verknüpft werden.
Dass Du so krass eingeschritten bist und es sogar zwischen Dir und der Frau zu einem Handgemenge kam, wird Deiner Hündin hoffentlich zumindest gezeigt haben, dass die Chefin sie in brenzligen Situationen nicht hängen lässt.
Vermutlich wird sie nach diesem Erlebnis in Situationen, wenn etwas naht, wo sie nicht hin soll und Du sie rufst noch eiliger angespurtet kommen. Das soll das Erlebnis jetz natürlich nicht verharmlosen, aber man muss sich halt immer die positiven Seiten rauspicken.
Ich denke auch, wenn Du weiterhin bei Begegnungen lässig bleibst, wird sie es schnell vergessen haben.
Ich kann mir vorstellen, dass Du dieser hysterischen Frau (welche Erlebnisse sie vorher auch immer hatte, das war wohl eindeutig eine Nummer zu heftig von ihr) gerne einen Denkzettel verpassen würdest. Aber lass es gut sein, je weniger Du drin rührst, umso weniger animierst Du sie, bescheueret Stories über Dich und Deinen Hund zu verbreiten. Das ist nämlich meistens das Ende vom Lied, wenn man keine Ruhe gibt und bald denkt dann jeder, Du hättest einen supergefährlichen Hund an der Leine. Ich kenne diese Laberbacken.
Sieh es als Genugtuung an, das die Frau eine gute Ladung von dem Zeug überbekommen hat. Dann weiß sie auch mal, was sie den Tieren da eigentlich in die Nase sprüht.
Meiner Nachbarin ist übrigens mal das selbe passiert. Es war fast exakt die Situation, die Du beschreibst. Die Frau hat damals Pfefferspray auf den Hund meiner Nachbarin gesprüht, weil sie ihren Westi in Gefahr wähnte (der übrigens eine Minibestie ist). Danach hat sie überall von dem gefährlichen Hund erzählt. Wenn wir sie heute treffen, geht meine Nachbarin mit ihrem artigen Hund im "Fuß" ganz lässig lächelnd vorbei, während der kleine Westie einen Aufstand macht, als hätte er einen Vollschuss. Da mittlerweile so viele Leute dieses Schauspiel mit angesehen haben, hat diese Tussi sich mit ihrem "gefährlicher-Hund-Gelaber" schon zum totalen Gespött gemacht.
Also bleib locker flockig, alles rächt sich irgendwann von alleine.
Liebe Grüße
Conny

von Gabie(YCH) am 03. Juni 2001 10:19

: Hallo,
: sich nicht, die würde glatt behaupten meine hätte Angegriffen, und das in der heutigen Zeit...
: Würde es ihr aber so gerne heimzahlen.
:

Hi Stephanie!

Mein Tipp: Die eigenen Hunde bei Passieren von anderen Angeleinten auch immer sofort an die Leine nehmen!!!! Und sei es aus Höflichkeit! Ansonsten Hund ranrufen und nachfragen, ob man in ohne Leine weiterlaufen lassen kann! Es kann auch mal sein, das andere Hunde wegen Bissigkeit angeleint sind, deshalb würde ich meine Hündin nie auf angeleinte fremde Hunde loslaufen lassen!!!! Viele Grüße von Gabie
:

von Heike & Terrierbande(YCH) am 03. Juni 2001 10:56

Hallo Stephanie,

natürlich ist das völlig Sch... was Deinem Hund passiert ist.
Aber es wäre ganz einfach zu verhindern gewesen, wenn Du Deinen Hund angeleint hättest.

Ich hätte mit viel weniger Stress, wenn die anderen Hundebesitzer anleinen würden, wenn meine auch an der Leine sind. Es brauchen ja nur die 5 m des Passierens sein. Wenn alle frei sind, ist es ok, ansonsten verlange ich einfach Rücksichtnahme auch auf der anderen "der-tut-nix"-Seite.

Schöne Grüße

Heike & Terrierbande

P.S.: Das heißt nicht, daß ich zu so drastischen Maßnahmen greifen würde, aber Streit ist deshalb durchaus schon entstanden.
Heike

von Helke(YCH) am 03. Juni 2001 13:32

Hallo, Sabine und Frechdachs,

: die Frau sah uns und sagte nichts, meine lief hin, als sie dort war rief die Frau." ruf deinen Hund zurück." ich sagte hier und meine war gerade am undrehen, in dieser Sek sprüht die Frau meiner eine volle Ladung von irgend so einem Spray ins Gesicht.

Dass dieses Verhalten den anderen Hundehalterin unmöglich ist, ist klar, sie hätte auch rechtzeitig was sagen können. Bei allem "nimm Deinen Hund an die Leine, wenn der andere fest ist", habe ich bei meinem oft gemerkt, dass er deutlich lockerer bleibt, wenn ich ihn neben mich ins "bleib" rufe und er locker mit mir an dem anderen Hund vorbeigehen kann, einfach, weil er notfalls von seinem Gefühl her "fliehen" kann, falls der angeleinte Hund ihn anfletscht oder was auch immer (welcher angeleinte Hund geht schon an einer 50 cm-Leine, so dass bedrohliche Situationen ausgeschlossen sind?).

: So, nun meine Frage.
: Jetzt hatten wir gerade mit Clicker erreicht,das sie ruhig an anderen Hunden vorbeiläuft, und im Freilauf nicht mehr so viel Terz macht, also immer C+B beim ruhig sein und beim spielen. Und nun das. Wie wird der Hund dieses Erlebniss verknüpfen ? Was meint ihr ?

Zu den Verknüpfungsfolgen gibt es ja nun diverse Theorien, eine häufig gehörte ist "ach, das vergißt der Hund wieder", was ich leider nach meinen Erfahrungen nicht bestätigen kann. Alle Hunde, die ich hatte, habe, bzw. in irgendeiner Form miterlebt oder begleitet habe, haben ohne Hilfe eine längere Zeit gebraucht, um "zu vergessen" bzw. neu zu lernen, manche hatten, da sie lange keine Hilfe erfuhren, auch arg manifeste Aversionen aufgebaut.
Das hat im hundehysterischen Hamburg z.T. zu krassen Situationen geführt, so dass ich mich nach Hilfsmitteln der sanften Art umgeschaut habe, um den Hunden seelisch zu helfen.
Ich denke, durch Deinen Beistand hat Frechdachs schon gemerkt, dass sie sich korrekt verhalten hat, trotzdem können ja auch durch den Anblick von "meine Rudelführerin streitet mit der hysterischen Alten und daneben steht noch so ein komischer Typ" seltsame Verknüpfungen entstehen.
Was ich Dir empfehlen kann, um Deiner Hündin über den Schreck hinwegzuhelfen, sind Homöopathika, sie sind nach zurückliegenden Schreck- oder Schockerlebnissen so breitgefächert wirksam, dass ich bisher bei allen behandelten Hunden feststellen konnte, dass sie dadurch deutlich schneller wieder auf "auch die und die Situationen ist nicht generell gefährlich" umstellen konnten.
Die empfohlenen Mittel sind "Aconitum napellus D 12", 7 Tage lang 3 mal täglich 10 Tropfen und direkt im Anschluss (also bitte nicht gleichzeitig) 14 Tage lang 3 mal täglich 10 Tropfen "Gelsemium D 1". Die Mittel wirken über die Maulschleimhaut, und um der Hündin die Einnahme zu erleichtern, kannst Du sie mit ein paar Tropfen Sahne mischen (oder was sie sonst gerne schlabbert, Milch, Honig...). Bei der Verabreichung achte auf einen zeitlichen Abstand von 15-30 Minuten zur Futteraufnahme, damit die Maulschleimhaut nicht mit anderen Stoffen "blockiert" ist.
Es ist eine Hilfe zusätzlich zum Clickern, ich sehe es nicht als "Ersatz" an, aber diese Mittel haben sogar bei meinem mal in einen üblen Überfall verwickelten Hund bewirkt, dass er sich recht schnell davon erholen konnte, was ich "alleine mit Clickern" binnen 4 Monaten nicht erreichte, löste sich unter Zuhilfenahme der Homöopathika recht schnell so weit auf, dass er wieder angemessen auf vergleichbare Situationen reagiert.
Die Homöopathika kannst Du in jeder Apotheke bestellen, empfehlenswert sind die Mittel von der DHU oder, bei pflanzlichen Stoffen wie den beiden genannten, auch die von Weleda.

Euch beiden stressfreie Pfingsttage und herzliche Grüsse von
Helke und Lorbas

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