Kräftiger Rüde zieht an der Leine. :: Hundeerziehung + Soziales

Kräftiger Rüde zieht an der Leine.

von Christine(YCH) am 08. Januar 2002 10:00

Liebe Yorkies,

ich treffe beim Gassi öfter eine junge Frau mit ihrem Neufi-Mischling (1,5 Jahre).
Sie hat ihn seit 3 Wochen. Er wurde ihr als sehr lieb vermittelt, - ist er auch. Allerdings zieht er an der Leine wie wild und geht dann auch auf andere Hunde los (nicht wirklich bösartig, aber auch ein Scheinangriff kann ins Auge gehen). Leider ist sie in punkto Hundeschule an die völlig verkehrte Adresse geraten - der Hund trägt nun einen Würger, wobei sie selbst schon bemerkt hat, daß das garnicht hilft.

Ich würde ihr gerne helfen, sie nimmt Ratschläge auch gerne an. Eine wirklich gute Hundeschule gibt es hier leider derzeit nicht.
Das Problem ist: wie kann sie - solange der Kerl noch dermaßen zieht - die Situation überbrücken, bis er sie nicht mehr durch die Gegend schleifen kann. Sie möchte ihn auf jeden Fall behalten und es kann ja auch nicht sein, daß sie ihn deswegen abgeben muß. Nur: Sie wohnt mitten im Ort, ist öfter mal ohne Auto, weil ihr Freund es mit auf Arbeit hat und muß dann wohl oder übel ein Stück Straße entlang, bis sie auf dem Feld / im Wald ist. Der Kerl muß also lernen, nicht mehr derart zu ziehen.

Er hat genug soziale Kontakte und es wird sicherlich gelingen, ihn zu erziehen. Allerdings: Was ist bis dahin???? Es geht janicht von heute auf morgen.

Was würdet ihr der Frau raten? Ihre Frage ist ja durchaus berechtigt.

Danke und liebe Grüsse,

Danni

von Danni mit G+H(YCH) am 08. Januar 2002 10:01

Hihi, sorry - ich hab da was falsches kopiert - unten sollte
eigentlich Danni stehen und meine Email-Addi.
Wie kam das Christine da rein?!?!?!?! HILFEEEEE! ;-)))

von Sandra und Vienna(YCH) am 08. Januar 2002 12:35

Hallo.
Erziehung und Ausbildung bedeutet unerwünschtes zu unterbinden und gewünschtes zu fördern.
Bei einem Hund der doll an der Leine zieht würde ich es wie folgt machen.

Zieht der Hund an der Leine, gebe ich ihm einen kleinen Ruck und sage: Pfui ist das. Der Hund geht dann locker, wenn zunächst auch nur kurze Zeit. Wichtig ist den Hund umgehend zu loben sobald er locker geht. Entweder durch Futter oder Ball. Auch sollte man ihn mit der Stimme überschwenglich loben.

Lernen bedeutet eine Gedankenverknüpfung beim Hund zu erstellen.
Mit der Zeit zieht der Hund automatisch nicht mehr.
Das ist bezogen auf das normale Gassigehen an der Leine.
Steht einem ein anderer Hund gegenüber oder will der Hund hin, liegt es an der Natur des Hundes an der Leine zu ziehen.
Leine bedeutet Einengung für das Tier, daher reagieren viele Hunde an der Leine aggressiv, wogegen vermutlich nichts los gewesen währe wenn der Hund sich frei hätte bewegen können.

Gruß Sandra

von Alexandra(YCH) am 08. Januar 2002 14:31

Hallo,

als Überbrückung kann ich das Halti nur empfehlen - ich habe es auch für ein paar Monate verwendet in Situationen, wo ich gewußt habe, daß wir beide, meine Hündin und ich "nicht-an-der-Leine-ziehen" nicht durchhalten werden. (zu lange, zuviel Ablenkung o.ä.)

liebe Grüße,
Alexandra

von Micky und Duffy(YCH) am 08. Januar 2002 15:10

Hallo,
ich habe das gleiche Problem mit meinem Dobi, der jetzt auch ca. 1,5 J. ist; seit vier Monaten lebt er bei uns. Er zieht ziemlich stark an der Leine und flippt jedesmal aus, wenn ein anderer Hund zu sehen ist. Ohne Leine ist er ebenfalls ganz verträglich und verspielt.

Sofern der Neufi an der Leine nun gar nicht zu halten ist, kann ich auch das Halti empfehlen. Allerdings sollte sie sich vorher sehr genau erkundigen, es gibt auch Bücher, wie man es handhabt. Es ist nicht jedermanns Sache, mit zwei Leinen zu hantieren (1 am Halsband, 1 am Halti). Auf dem Hundeplatz wird die sanfte Erziehung empfohlen, d.h. wenn er zieht, dann mit einem "Nein"oder "Stopp" o.ä. stehenbleiben. Erst weitergehen, wenn Blickkontakt hergestellt ist. So kann es funktionieren, muß aber nicht. Bei meinem Hund handhabe ich das mittlerweile fast vier Monate und ein Erfolg zeichnet sich bisher nur wenig ab. Aber mir wird von jeder Seite gesagt, daß ich Geduld haben soll, er befindet sich ja auch gerade in einem schwierigen Alter. Nebenbei wurde er vor kurzem kastriert, vielleicht trägt das irgendwann zu etwas mehr Ruhe an der Leine bei.

Liebe Grüße

Micky und Duffy

von Attila(YCH) am 08. Januar 2002 15:57

: Auf dem Hundeplatz wird die sanfte Erziehung empfohlen, d.h. wenn er zieht, dann mit einem "Nein" oder "Stopp" o.ä. stehenbleiben. Erst weitergehen, wenn Blickkontakt hergestellt ist. So kann es funktionieren, muß aber nicht. Bei meinem Hund handhabe ich das mittlerweile fast vier Monate und ein Erfolg zeichnet sich bisher nur wenig ab.


Hi Micky und Duffy,

es kann doch nicht sein, daß man ein halbes Jahr nur mit der Leinenführigkeit beschäftigt ist. Was ist bis dahin? Bis dahin rennt man dem zerrenden Hund an der Leine hinterher, hat ihn mal vor, mal hinter sich, mal wickelt er einen in die Leine, mal zieht er in Richtung eines entgegenkommenden Hundes.

Einen Welpen würde ich ganz gewiß positiv aufbauen, er verträgt noch keinen Zwang, aber bei einem Hund, den ich erwachsen übernähme, müßte ich dieses Problem binnen weniger Tage lösen, da mir sonst der Spaß an der Hundehaltung verginge. Ein Halti bietet die Möglichkeit, den Hund zu führen, ist aber keine Ausbildungshilfe. Ich nehme da ganz konventionell das Stachelhalsband (aber nur sehr dosiert) und dazu die Wurfkette, und ich brauche nicht mehr als eine Woche, den Hund führig zu bekommen; meist reichen zwei bis drei Übungseinheiten. Bevor die übliche Stimmung gemacht wird, nein, die Hunde laufen nicht niedergedrückt und mit eingezogener Rute.

Wenn man schon ein halbes Jahr für die Leinenführigkeit benötigt, wann will man dann mit der Ausbildung beginnen?

Gruß, Attila

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