Ablenkung und harter Leinenruck? :: Clickertraining

Ablenkung und harter Leinenruck?

von Pit(YCH) am 16. Januar 2001 07:17

Servus.
Ich habe ein Clicker- Video (von einem privaten Clicker-Seminar) gesehen. Dort war die folgende Situation. Die Hunde wurden an einer Ablenkung (z.B. Schweineohr) vorbei geführt und wenn diese versucht haben zu schnüffeln, gab es einen recht harten Ruck an der Leine und ein strenges Nein.
Sind die Hunde ohne zu schnüffeln daran vorbeigelaufen und haben der HF angeschaut, gab es ein Click und ein Leckerle. Ist dieses Verfahren so richtig und steht das im Einklang mit der Clicker-Ausbildung?????

Schöne Grüße von einem etwas verwirrten Hundefreund Pit


von Stephanie+Frechdachs(YCH) am 16. Januar 2001 09:47

:
: Ist dieses Verfahren so richtig und steht das im Einklang mit der Clicker-Ausbildung?????

Obwohl ich totale Anfängerin, bin ein klares Nein.
Wenn ich hier im Forum richtig gelesen habe und in Martins Clicker Buch , dann schreibt er ," wenn sich der Hund einer Ablenkung zuwendet einfach weiterlaufen" und wenn sich der Hund wieder Dir zuwendet C&B. Hoffentlich gebe ich das richtig wieder da steht so viel in dem Buch kann man sich gar nicht merken. Ich mache das so wie im Buch beschrieben und es funktioniert. Trotzdem wir gestern mal einen schlechten Tag hatten. Gib doch mal Leinen Zerren als Suchbegriff ein, da steht hier im Forum viel drin.

liebe Grüße

Stephanie+Frechdachs
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von Sabine S.(YCH) am 16. Januar 2001 10:51

Hallo Stephanie,

die Clicker-Methode basiert auf dem Prinzip der positiven Bestärkung und der Gesetzmäßigkeit, daß sich bestärktes Verhalten festigt und wiederholt wird.
Der positive Bestärker kann von dir kommen (Leckerchen, Spiel, Zuwendung...) oder sollte zumindest von dir kontrollierbar sein.

Es gibt aber auch das leidige Thema "selbstbestärkendes, unerwünschtes Verhalten", wozu z.B. das Thema Unrat aufnehmen, Jagen, Essen klauen etc. gehört. Der Hund findet in diesen Fällen die positive Bestärkung bereits im unerwünschten Tun selbst, so auch in dem oben beschriebenen Video.
Und nun scheiden sich die Geister, auch unter den Anhängern der "sanften" Hundeerziehung.
Ignoriert man das unerwünschte Verhalten des Hundes ( hier eben unerwünschte Dinge aufnehmen und fressen)), wird es sich meiner Ansicht nach nicht von selbst geben sondern eher noch verstärken, eben weil der Hund bereits aus der unerwünschten Handlung selbst einen großen Lustgewinn zieht.
Unterbindet man das unerwünschte Verhalten durch eine Negativeinwirkung (Leinenruck oder Schlimmeres), läuft man bei sensibleren Naturen Gefahr, einen Vertauensverlust zu riskieren.
In Martins Buch wird für solche Fälle ein "Nein" in Kombination mit dem "Bomper" vorgeschlagen, du hast bestimmt darüber gelesen.
Ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Der Schreckeffekt muß aber möglichst gleich beim erstem Mal passieren, sonst nützt dir die Aktion nichts mehr.
Auch auf die Gefahr hin, daß nun sämtliche Clickerer über mich herfallen:
Meiner Ansicht nach bietet auch das Clicker-Training keine wirklich befriedigende Antwort auf die unerquickliche Frage des selbstbelohnenden Verhaltens.
Grüße von Sabine S.

von Pit(YCH) am 16. Januar 2001 11:49

Hi Sabine.
Wer oder was bitte ist ein "Bomper"?????
Grüssle Pit
PS. Deine Erklärung finde ich recht einleuchtend.

von Stephanie+Frechdachs(YCH) am 16. Januar 2001 12:04

: Hallo Sabine,
:
: dann habe ich wohl mal wieder nix kapiert wie es aussieht.
Finde auch das Buch nicht ganz einfach zu lesen. Aber es wird doch überall geschrieben ungehorsam einfach zu ignorieren. Hat mich zwar etwas gewundert aber es wird ja so häufig gesagt. Und so wie ich das verstanden habe soll der Hund doch lernen duch eigenes herausfinden.
Mache ich nun den Leinenruck schupse ich ihn doch schon in die Richtung und die Möglichkeit des selber herausfindens fehlt.
Ich merke schon werde mich mal lieber hier aus alem raushalten und erst mal das Buch "Hunde sind anders noch fertig lesen. Sorry


Grübelnde Grüße


Stephanie+Frechdachs

von Christine(YCH) am 16. Januar 2001 12:01

Hallo,

ich denke, der Leinenruck hat in der Situation auch noch einen weiteren negativen Effekt, weil der Hund lernt: Bin ich an der Leine, kann/darf ich nicht fressen.
So ausgebildete Hunde sind ohne Leine häufig gar nicht richtig zu kontrollieren und werden ohne Leine im Gebüsch ohne "Meister" ziemlich sicher heimlich fressen.
Gruß

Christine

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