Begleithunde"?" :: Hundeerziehung + Soziales

Begleithunde"?"

von Doris und Nico(YCH) am 09. Mai 2001 21:02

Hallo Ingrid,
das weis ich.
habe diese Passage unglücklich aus dem Zusammenhang genommen. Mich hat auch nur gewundert das dieser text schon mehr oder weniger als "tierschutz relevant" hingestellt wird.
Wenn ich mir so manche Hundeplätze ansehe, auf denen tatsächlich mit Stachelwürger gearbeitet wird, Zwangsbringen an der Tagesordnung ist....

Ich erziehe meinen Hund mit soviel positiver Bestärkung wie möglich und so viel negativer Bestärkung wie nötig. Ich will aber jetzt bitte keine Grundsatzdiskussion auslösen ob man nur alles durch positive Bestärkung erreichen kann oder nicht. Im neuen Buch von Günther Bloch wird darüber u.a. ausführlich geschrieben und ich kann mich nur anschließen.

Grüße Doris

von Attila(YCH) am 09. Mai 2001 21:21

Hallo Dany,

Du schreibst:

: Was da drin steht, schlägt dem Fass den Boden raus.

Mir ist angesichts Deines Postings aber nicht klar, was aus dem Heft stammt und was Bewertung Deinerseits ist. So entstehen Mißverständnisse!

Was ist "mittelalterlich" am Leinenruck, wenn dieser zur Korrektur unerwünschter Verhaltensweisen eingesetzt wird (ggf. auch mit Stachelhalsband, sofern es sich um sehr harte Hunde handelt, denen ich lieber dreimal mit dem Stachel weh tue, als hundertmal am "normalen" Halsband zu reißen)? Vom Druck auf die Kruppe für "sitz", Vorderläufe wegziehen für "platz" usw. halte ich nichts, namentlich nicht bei Junghunden, bei denen Zeit genug für sanfte Methoden ist.

Nackengriff - naja. Wenn ich meinen Rüden (einen mächtigen und gegenüber Artgenossen sehr selbstbewußten DSH) ins Nackenfell fasse, schreit er auf und hängt an meiner Hand wie ein Gliedermännchen - eine Spur zu hart für ihn, diese Zurechtweisung, und nicht geeignet. Fasse ich dagegen meine Hündin, zeigt sie überhaupt keine Reaktion, also ist der Nackengriff für sie ebenfalls nicht geeignet. Welche Alternativen man hat (die auch noch steigerungsfähig sind), muß man bei jedem Hund neu herausfinden. Die Universallösung gibt es nicht, und vor allem gibt es nicht "nur positive Bestärkung" oder "nur eisernen Zwang", sondern eine gesunde Kombination aus freundlicher Stimulation und konsequenter Korrektur.

Gruß, Attila


von Gabie(YCH) am 09. Mai 2001 21:22

: Hallo Chris,
:
: Ich habe Deine Antwort nicht verstanden. Oder siehst Du auch Leinenruck und Nackengriff als die richtige Erziehungsmethode an??????
:
: Und die Alternative ist für Dich Schläge und E-Gerät?
:
Gegenfrage: Was tust Du in Richtung Motivation, wenn Dein Hund Radfahrer anknurrt u. keift? (Macht meiner - Gott sei Dank - nicht!)- vorausgesetzt natürlich, Dein Hund ist angeleint! Mit Leinenruck ist aber sicher nicht gemeint, den Hund so zurückzureißen, daß es schmerzhaft ist, sondern wirklich nur ein kurzer Ruck an der Leine! Gabie

von Gabie(YCH) am 09. Mai 2001 21:28

: Hallo Dany,
: Nackengriff - naja. Wenn ich meinen Rüden (einen mächtigen und gegenüber Artgenossen sehr selbstbewußten DSH) ins Nackenfell fasse, schreit er auf und hängt an meiner Hand wie ein Gliedermännchen - eine Spur zu hart für ihn, diese Zurechtweisung, und nicht geeignet. Fasse

Hallo, das hört sich für mich aber doch sehr nach der alten, herkömmlichen Erziehung an!!!! Bin auch für z.B.Schnauzengriff oder leichten Leinenruck, aber nicht mit Stachelhalsband! Wenn man das braucht, hat man m.E. vorher was verpaßt. Warum kann man nicht von Anfang an erziehen u. nicht irgendwann später mit Brachialgewalt? Jeder Hund gewöhnt sich irgendwann an das Stachelhalsband, es gibt genug Hundeführer, die damit ständig spaziergehen, deren Hund trotzdem nicht hört! Warum nicht mal neue Methoden ausprobieren? Trotzdem viele Grüße von Gabie
:

von Attila(YCH) am 09. Mai 2001 21:52

: Hallo, das hört sich für mich aber doch sehr nach der alten, herkömmlichen Erziehung an!!!! Bin auch für z.B.Schnauzengriff oder leichten Leinenruck, aber nicht mit Stachelhalsband! Wenn man das braucht, hat man m.E. vorher was verpaßt. Warum kann man nicht von Anfang an erziehen u. nicht irgendwann später mit Brachialgewalt? Jeder Hund gewöhnt sich irgendwann an das Stachelhalsband, es gibt genug Hundeführer, die damit ständig spaziergehen, deren Hund trotzdem nicht hört! Warum nicht mal neue Methoden ausprobieren? Trotzdem viele Grüße von Gabie


Hallo Gabie,

ganz klar, das Stachelhalsband ist nicht für die Daueranwendung. Wie gesagt, ich würde es nur sehr harten Hunden anlegen, die auf sanfte ("positive"winking smiley Methoden nicht reagieren, um gezielt ein Fehlverhalten zu korrigieren. Und diese Hunde gibt es! Insbesondere denke ich an bereits erwachsene Tiere, die man von Vorbesitzern übernimmt und die keinerlei Erziehung haben und schlecht sozialisiert sind. Da kann ein Stachelhalsband schon angemessen sein. Im übrigen denke ich, daß Hunde, die ein Stachelhalsband brauchen, es auch ohne weiteres vertragen, und solche, die es nicht vertragen, auch keines benötigen. Wer in der Unterordnung grundsätzlich ein Stachelhalsband verwendet und es schon Hunden von sechs Monaten anlegt, hat keine Ahnung; tatsächlich hängt meines auch nur im Flur am Haken.

Gruß, Attila

von Mina(YCH) am 09. Mai 2001 22:48

Tach Gabie,

: Gegenfrage: Was tust Du in Richtung Motivation, wenn Dein Hund Radfahrer anknurrt u. keift?

Vorausdenken, nicht abwarten bis es passiert.
In dem Fall den Hund ins Platz legen, bevor er den Radler sieht und für das erfolgte Platz loben. Aufstehen lassen, zwei Schritte gehen, Platz, Lob. Das Programm packst du so mit Motivation und Erfolg, aber ohne Druck zusammen, dass der Hund dieses "Platz-Lob"-Spiel jeder Aggression gegen Radler vorzieht. Alternativ gleich ablenken, also Hund zum Spiel auffordern, begleitet von viel Lob.

Glaubst du wirklich, dass du mit einem Leinenruck und viel Geschrei Besseres erreichen kannst? Hast du schon mal davon gehört, dass Druck nur Gegendruck hervorruft? Vielleicht bekommst du es hin, dass der Hund sich deinem Befehl mit Druck unterwirft, doch es wird immer in ihm brodeln ... bis du mal nicht aufpasst.

Mina

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