Aus der heutigen Tageszeitung: :: Plaudereien um Hunde

Aus der heutigen Tageszeitung:

von Sabine und Ronja(YCH) am 16. September 2003 12:11

Hallo Sabine,

: "Rund 17 Milliarden Dollar (15 Milliarden Euro) werden in den USA und Europa zusammen in jedem Jahr für das Futter von Haustieren ausgegeben, wie Forscher von UN, Weltbank und Hilfsorganisationen kürzlich in einer gemeinsamen Studie berichteten. Rund 7,5 Milliarden Dollar (6,8 Milliarden Euro) pro Jahr würden genügen, um sieben Millionen Kinder mit Impfungen, Medikamenten und Nahrung vor dem Tod zu bewahren."

Was bitte haben unsere Hunde mit den hungernden Kindern auf dieser Welt zu tun? Oder glaubst Du das die meisten Menschen nicht spenden, weil sie all Ihr Geld für Hundefutter ausgeben? Bestimmt nicht! Ich möchte nicht wissen wieviel Geld die Menschen für Zigaretten, Alkohol und teure Autos ausgeben, das ist bestimmt auch nicht unbedingt nötig und mit Sicherheit geben die Menschen Unsummen dafür aus, wesentlich mehr als für Hundefutter.

: Wieviel gibt jeder von uns im Jahr an Futter für seine Tiere aus? Was davon ist wirklich notwendig, und was wird uns als notwendig impliziert, von der Industrie wie von den "Futterspezialisten" aus Foren wie diesem? Muß es immer das überteuerte Super-Spezialfutter sein, das auch noch für viel Geld (und Kerosin) aus den USA importiert werden muß? Ich glaube, in manchen Dingen sind wir ziemlich maßlos geworden....

Wie gesagt, ich denke das unser Hundefutter noch den geringsten Anteil an unseren Geldausgaben hat. Wenn jemand spenden will dann kann er das doch tun, deswegen muss doch nicht der Hund den letzten Mist fressen.


Viele Grüsse
Sabine und Ronja

von Brozio(YCH) am 16. September 2003 13:47

Liebe Sabine,
ich bin ganz deiner Meinung, auch wenn ich selber sehr viel Geld für meine Hunde ausgebe, was nicht unbedingt sein müsste!!
Aber ab und zu habe ich ein schlechtes Gewissen, vorallem wenn ich so mutige Zuschriften wie deine lese.Nur werden durch schlechte Gewissen die Menschen nicht satter und gesünder.Ich denke, das Thema ist auch so komplex, dass der Umkehrschluß nicht heißt: weniger teures Futter oder sogar weniger Haustiere gleich mehr sattere, gesündere und glücklichere Menschen.
Trozdem danke ich dir für deinen Beitrag
LG
Dagmar

von Sabine(YCH) am 16. September 2003 14:13

: Liebe Sabine,
: ich bin ganz deiner Meinung, auch wenn ich selber sehr viel Geld für meine Hunde ausgebe, was nicht unbedingt sein müsste!!
: Aber ab und zu habe ich ein schlechtes Gewissen, vorallem wenn ich so mutige Zuschriften wie deine lese.Nur werden durch schlechte Gewissen die Menschen nicht satter und gesünder.Ich denke, das Thema ist auch so komplex, dass der Umkehrschluß nicht heißt: weniger teures Futter oder sogar weniger Haustiere gleich mehr sattere, gesündere und glücklichere Menschen.
: Trozdem danke ich dir für deinen Beitrag
: LG
: Dagmar

Hallo Dagmar!
Tja, das war mir vorher klar, daß ich da in ein Wespennest stoße.
Ich bin nicht so weltfremd zu glauben, daß Tierhalter das Geld, daß sie NICHT für Tierfutter-Specials ausgeben, stattdessen spenden würden. (Wobei das schon toll wäre...)
Aber man sollte sich schon mal unsere Dekadenz vor Augen halten. Man stelle sich nur mal vor, wie unsere Diskussionen über Edel-Futtermittel und das für und wider von beinhalteten Vitaminen hier, auf jemanden wirken müssten, der derzeit in Liberia, Nord-Korea oder Somalia lebt...

Klar, Auto-Tuning, Designer-Klamotten usw. fallen auch in die Schiene. Das ist ja das Problem: Die ganzen Tierfutter-Eskapaden FALLEN genau in dieselbe Schiene.

Zumal etliche Tierfutter-Rohstoffe billig in Entwicklungsländern gekauft werden, anstatt dort die Bevölkerung zu ernähren. Gleichzeitig werden teure Nahrungsmittel in meist unzureichender Menge importiert, und der Schuldenberg wächst. Sagt jetzt nicht, damit hättet Ihr nichts zu tun! Es ist alles eine Sache von Angebot und Nachfrage. Und die Nachfrage kommt von uns. Es gibt durchaus einen direkten Zusammenhang zwischen wohl- und überernährten Haustieren hier und hungernden Menschen dort.

VG Sabine

von Rebecca(YCH) am 16. September 2003 15:17

: Hallo Sabine,

Bravo, bravo, bravo...
Ich habe vor einiger Zeit auch einmal einen Diskussionsbeitrag in diese Forum gestellt und war froh, dass es noch mehr Menschen gibt, die ähnlich denken wie ich. Meine Aussage war,und zu der stehe ich immer noch, dass ich es fragwürdig finde, aus einem Land mit vielen nachgewisenen Lebensmittelskandalen(jawoll, ich meine die USA) Futter zu beziehen und mit gesundheitlichen Gründen der Unverträglichkiet europäischer und deutscher Futtermittel zu argumentieren. Mir kann keiner erzählen, dass es außer den so hochgelobten amerikanischen Sorten kein Futter gibt, das seine Hund vertragen und dessen Zusammensetzung o.k. ist. Zumal die hier immer wieder als die einzig verträglich angepriesenen Sorten in USA ungefähr die Riege von unseren beziehbaren mittelklasse Sorten haben :-) (Bevor ich jetzt wieder massenweise wütende Postings kriege, ich habe in den USA (West- und Ostküste) gelebt und noch regen Kontakt zu Freunden und Bekannten dort. U.a sind das ein Tierarzt und ein Angestellter des ansässigen Veterinäraufsichtsamtes.)

In einem muss ich allen recht geben, davon, dass ich etwas weniger Geld ausgebe, stirbt nirgendwo auf der Welt ein Kind weniger!
Das ist in etwa so, als ob wir früher von Mama und Papa gehört ahben:"denk dich an die vielen Kidner, die gar nichts zu essen haben" wenn uns mal wieder etaws nicht geschmekc hat. Also er Vergleich des Jounalisten hängt doch irgendwie. Ich denke aber auch, dass gerade die Menschen, die sich mit Tieren auseinandersetzen und denen die Fürsorge ihres Vierbeiner wirklich wichtig ist, auch recht mildtätig bei Spendenaktionen sind und (zumindest bei einigen meiner Freunde) öfter mal etwas spenden.
Die Zahlen, die in der Zeitung genannt wurden, sind schon enorm. ich denke in vielen Haushalten werden Hunde auch als Partner-oder Kindersatz gehalten,und entsprechedn (auch finaziell) verwöhnt. Aber das hat man in jedem Bereich, dem einen sein sauteres Sporthobby (regt sich übrigens kaum jemand drüber auf) oder dem anderen sein neues Auto! Ich denke jedem das Seine, aber mit klarem Verstand...

Grüsse Rebecca

von Elke R.(YCH) am 16. September 2003 18:06

: dein denkansatz ist zwar gut und recht, aber frage warum entstehen so viele kinder ? worum müssen diese kinder nachher hungern ? und nebenfrage warum sind so viele kinder krank vor allem aids.
:
Hi

Die vielen Kinder entstehen in der 3. Welt aus demselben Grund, aus dem noch vor 150 Jahren auch bei uns jede verheiratete Frau im Schnitt 5 Kinder zur Welt gebracht hat - Weil viele Kinder die Eltern, wenn sie nicht mehr selbst für sich sorgen können, leichter erhalten können als eines. Oder lebst Du auf einem anderen Planeten, auf dem ein jeder Asiate, Südamerikaner oder Afrikaner eine Pensionsversicherung hat? Die Kirche ist dort sicher nicht der einzige Schuldige, da zumindest in Asien und Afrika die Christen eher die Minderheit darstellen.

Warum diese Kinder hungern müssen willst Du wissen? Weil es Hungersnöte, Naturkatastrophen, Kriege, Konzerne, die zur Gewinnmaximierung nur Dumpingpreise zahlen und korrupte Regierungen in gerade dem Teil der Erde gibt, in dem ein Großteil der Kinder dieser Welt geboren werden. Und zu einem sehr kleinen Anteil auch, weil aus Entwicklungsländern hochwertiges pflanzliches Eiweiß billig an Wohlstandsnationen verscherbelt wird, um daraus Tierfutter zu produzieren, anstatt damit die Kinder zu füttern.

Ja, und warum haben so viele dieser Kinder Aids? Könnte das vielleicht daran liegen, daß sich dort die Wenigsten Vorbeugung, Medikamente und Behandlungen und Geburtenkontrolle (s.o) leisten kann? Oder glaubst Du ernsthaft, die Frauen in Entwicklungsländern sind aus Jux und Tollerei ständig schwanger und lassen sich mit AIDS infizieren.

Ob solcher Blauäugigkeit doch sehr entzetzte Grüße

Elke

von Marita(YCH) am 16. September 2003 19:33

Hallo Sabine,

wenn man keine Futterprobleme hat, hat man natürlich gut lachen! Hat man schon einmal darüber nachgedacht, dass die Leute oftmals vorher dafür ihr ganzes Geld beim TA gelassen haben?

Wie wäre es, die Differenz herausgerechnet von Billig- zum Teuerfutter (was aber oftmals gar nicht so ins Gewicht fällt und lediglich 10 - 20 % ausmacht), diesen "ersparten" Betrag anderweitig zu spenden?

Ich denke nicht, dass Leute gutes Futter nehmen, weil sie unnötig verrückt gemacht werden, sondern in erster Linie tatsächlich vorher Problematiken vorgelegen haben, die nun einmal Fakt sind. "Schlechtes" Futter ist nun einmal Hauptauslöser für Verdauungsprobleme, Allergien und Ekzeme und DESHALB steigen die Leute um, nicht, weil sie endlich viel Geld für Futter loswerden möchten!

Immer schön bei der Wahrheit bleiben ...

Viele Grüße
Marita

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