Private Staffeln :: Rettungshunde

Private Staffeln

von Andreas(YCH) am 07. Februar 2002 00:52

Hallo,

: Die Geschichte des BRH und Rettungshundewesen in Deutschland ist mir übrigens bekannt. Trotzdem danke für die Nachhilfe.

kann ich doch nicht wissen :-).

: Am Leben erhalten sicherlich. Danke an den BRH!
: Weiter ausgebaut und voran gebracht auch nicht mehr als andere Organisationen, eher weniger. Denn flächendeckend in großem
: Umfang wurde die Rettungshundearbeit erst von den HiOrgs vorangebracht. Wieviel Staffeln hat der BRH? 36 steht auf der Homepage.
: Wieviele davon wurden erst in den letzten 10 Jahren gegründet? Wieviele wurden von den HiOrgs seit Ende der 80er Jahre gegründet?
: So um die 100 dürften es wohl sein, vielleicht auch mehr. Also wer hat das Rettungshundewesen in Deutschland entscheidend voran gebracht? Der BRH nicht.

Ich mache das Voranbringen nicht von der Anzahl der Staffelgründungen der letzten 10 Jahre abhängig. Auch nicht davon, daß das bisher einzig vernünftige deutschsprachige Buch von BRH-Leuten geschrieben wurde :-).
Das Verdienstvolle des BRH spielte sich vorher ab. Ist aber reine Interpretationssache.
Warum das BRH vielleicht nicht so viele Staffeln hat, dürfte auch teilweise daran liegen, daß man sich beim BRH alles selber kaufen muß.
Wie heißt es bei uns so schön: die BRH-Staffel ist die Staffel der reichen Leute. :-)

:
: Ein Newcomer ist jemand, der erst kurz dabei ist. Und da gibts beim BRH genauso viele Newcomer (sowohl Hundeführer als
: auch Staffeln), die noch nicht lange dabei sind, wie bei jeder anderen Organisation auch. Und Einsatzerfahrung haben andere
: in den letzten 10-12 Jahren auch reichlich sammeln können. Wenn man die Leute zählt, die beim BRH 10-15 Jahre dabei sind und
: mit denen in anderen Organisationen vergleicht, wird sich dort kein wesentlich anderes Bild ergeben.
: Der Begriff "Newcomer" stimmt wohl kaum.

In meinem Alter denkt man in anderen zeitlichen Dimensionen :-))).

:
: : Hat das DRK in den 60-er und 70-er Jahren den RHführern auch nur einen Hauch Unterstützung gegeben?
: Warum sollte es das tun? Wie Du selber geschrieben hast, gab es damals noch keine Rettungshunde beim DRK....


Nee, aber das DRK hätte sie übernehmen können.

Hältst du es für sinnvoll, wenn es in D nur noch eine einzige rettungshundeführende Organisation geben würde, wer auch immer?

Gruß
Andreas

von Marion(YCH) am 07. Februar 2002 01:13

Hallo Kaya

Zu deinem Beitrag kann ich nur sagen, daß die Entscheidungen über Einsatzgebiete und Alarmpläne auf höherer Ebene getroffen werden. Private haben da zum Glück nichts mitzureden. Durch unsere hauptamtlichen Funktionsträger, die einiges mehr an Erfahrung und Wissen haben, wird so eine Qualitätssicherung gewährleistet. Den müssen sie aber dann auch verantworten.

Selbst wenn sie wollten könnten sie die privaten da garnicht berücksichtigen, weil die sich nun mal nicht kontrollieren lassen wollen.

Ich finde das auch richtig so. Viele Köche verderben den Brei heißt es. Wenn alle mitdiskutieren wollen wozu soll das führen. Es kann nun mal nicht einfach jeder machen wozu er gerade lustig ist.

Fehler wird es auch bei den HiO immer wieder einmal geben. Man kann doch von jungen Staffeln nicht erwarten daß sie schon alles richtig machen. Der Unterschied ist doch daß Fehler auf den Ruf der ganzen Organisation zurück fallen. Deshalb müssen wir viel mehr aufpassen daß nichts passiert. Den privaten ist kann das egal sein, oder?

Die Behörden denken sich doch auch was dabei wenn sie den privaten nicht erlauben BOS oder SoSi zu verwenden. Das können sie auch nicht einfach so machen. Sie müssen es begründen! Der Grund kann doch nur der Qualitätsunterschied, die Zuverlässigkeit und die Überprüfbarkeit sein. Auf die HiO kann man sich halt verlassen, sicher sein daß sie sich an die Regeln halten und selber darauf achten daß alle Vorgaben eingehalten werden.

Wenn eine HiO eine Staffel aufnimmt, dann nur wenn der Landesverband das für notwendig hält. Schließlich kostet eine Staffel auch eine Menge Geld. Private aber fragen nicht sondern machen es einfach. Egal ob sie wirklich gebraucht werden oder nicht.

Damit das Mißverständnis aus dem Weg ist: private sind für mich Staffel, die nirgendwo angeschlossen sind und willkürlich machen was sie wollen. BRH, BAG, DRV z.B. sind für mich zwar keine direkten HiO aber auch keine privaten weil sie sich in einem Verband zusammengeschlossen haben und überprüfbar sind. Die sind ja auch ganz offiziell in den Alarmplänen. Da hab ich ja auch nix dagegen.

Liebe Grüße
Marion

PS: einen etwas freundlicheren Ton untereinander hier im Forum fände ich angenehmer :-)




von Kaya(YCH) am 07. Februar 2002 01:16

Hallo Andreas!

: : So um die 100 dürften es wohl sein, vielleicht auch mehr. Also wer hat das Rettungshundewesen in Deutschland entscheidend voran gebracht? Der BRH nicht.
: Ich mache das Voranbringen nicht von der Anzahl der Staffelgründungen der letzten 10 Jahre abhängig.

Nett, daß Du das schon geschrieben hast - gerade wollte ich mich mit dem Satz in die Diskussion einmischen!

: Hältst du es für sinnvoll, wenn es in D nur noch eine einzige rettungshundeführende Organisation geben würde, wer auch immer?

Interessante Frage. Im Prinzip wäre eine Organisation klasse, weil dann die Verbandsmeierei aufhören würde und auch Regelungen für Auslandseinsätze besser getroffen werden könnten. NUR ...

... so wie das Rettungshundewesen in Deutschland im Augenblick aussieht, bin ich über etwas freie Marktwirtschaft in diesem Bereich gar nicht so unzufrieden. Konkurrenz belebt das Geschäft, sagt man doch, oder?

Grüße, Kaya

von Andreas(YCH) am 07. Februar 2002 02:41

Hallo,

: Wenn eine HiO eine Staffel aufnimmt, dann nur wenn der Landesverband das für notwendig hält. Schließlich kostet eine Staffel auch eine Menge Geld.

sorry, das ist Unfug.
Du hast das Prinzip des Föderalismus des DRK nicht verstanden.

Gruß
Andreas

von Kaya(YCH) am 07. Februar 2002 04:21

Hallo!

: : Wenn eine HiO eine Staffel aufnimmt, dann nur wenn der Landesverband das für notwendig hält. Schließlich kostet eine Staffel auch eine Menge Geld.
: sorry, das ist Unfug.
: Du hast das Prinzip des Föderalismus des DRK nicht verstanden.

Jau. Oder wie soll man sich sonst erklären, daß bei einer Freundin im Umkreis von 20 km jetzt die 3. (dritte!) DRK-Staffel aufmacht, obwohl es auch noch Staffeln von BRH, ASB, MHD, THW und DLRG gibt. Und es ist keine Großstadt in diesem Bereich, die eine solche Staffelkonzentration rechtfertigen würde.

Grüße, Kaya

von Kaya(YCH) am 07. Februar 2002 04:21

Hallo Marion!

: Zu deinem Beitrag kann ich nur sagen, daß die Entscheidungen über Einsatzgebiete und Alarmpläne auf höherer Ebene getroffen werden. Private haben da zum Glück nichts mitzureden. Durch unsere hauptamtlichen Funktionsträger, die einiges mehr an Erfahrung und Wissen haben, wird so eine Qualitätssicherung gewährleistet. Den müssen sie aber dann auch verantworten.

Tja, leider passiert aber genau das eben nicht. Die Verbandsmeierei ist halt meist stärker als das Verantwortungsgefühl, deshalb steht die eigene Staffel ganz vorne im Plan, auch wenn es bessere Staffeln gäbe - und deshalb werden Staffeln aus anderen Bundesländern nachalarmiert, die über 100 km Anfahrt haben, obwohl es im Umkreis genügend (verbandsfremde) Staffeln geben würde. Es klappt ja nicht mal mit den Organisationsstaffeln, kein Wunder, daß man die freien Staffeln nicht auch noch miteinbeziehen will.

: Selbst wenn sie wollten könnten sie die privaten da garnicht berücksichtigen, weil die sich nun mal nicht kontrollieren lassen wollen.

Das ist schlicht und ergreifend nicht wahr. Es gibt inzwischen Gebiete, in denen die Polizei tatsächlich Einsatztests ausgerichtet hat, bei denen den Staffeln mitgeteilt wurde, nur nach Teilnahme an diesem Test könne die Staffel in den Alarmplan aufgenommen werden. Da werden alle Staffeln - freie und organisierte - dann von wirklich unabhängiger Seite begutachtet. Finde ich ausbauenswert.

: Ich finde das auch richtig so. Viele Köche verderben den Brei heißt es. Wenn alle mitdiskutieren wollen wozu soll das führen. Es kann nun mal nicht einfach jeder machen wozu er gerade lustig ist.

Vielleicht hast Du es überlesen - ich zitiere mich mal kurz selber:

"Und dann hab ich vor kurzem in diesem Forum gelernt, daß es durchaus Gebiete in Deutschland gibt, in denen die nächste Staffel 150 km weg ist. Was die dort wohl zu so einem Satz sagen würden?"

Von vielen Köchen kann also beileibe nicht überall die Rede sein. Abgesehen davon: Ich habe in meiner ersten Antwort klargestellt, daß ich grundsätzlich nur Einsätze für okay halte, die mit der örtlichen Polizei / Feuerwehr abgesprochen sind. Wenn die Polizei nichts gegen die Mithilfe der Freien hat, warum stört es dann organisierte Staffeln? Ihr müßt Euch ja nicht ein Suchgebiet teilen.

: Fehler wird es auch bei den HiO immer wieder einmal geben. Man kann doch von jungen Staffeln nicht erwarten daß sie schon alles richtig machen. Der Unterschied ist doch daß Fehler auf den Ruf der ganzen Organisation zurück fallen. Deshalb müssen wir viel mehr aufpassen daß nichts passiert. Den privaten ist kann das egal sein, oder?

Ich denke eben nicht. Wenn die freie Staffel einen Fehler macht, ist sie schlicht und ergreifend weg vom Fenster. Die wird in zehn Jahren keiner mehr mitsuchen lassen, junge Staffel hin oder her. Und dessen sind sich die meisten auch bewußt.

: Die Behörden denken sich doch auch was dabei wenn sie den privaten nicht erlauben BOS oder SoSi zu verwenden. Das können sie auch nicht einfach so machen. Sie müssen es begründen! Der Grund kann doch nur der Qualitätsunterschied, die Zuverlässigkeit und die Überprüfbarkeit sein. Auf die HiO kann man sich halt verlassen, sicher sein daß sie sich an die Regeln halten und selber darauf achten daß alle Vorgaben eingehalten werden.

Was sagst Du dann zu der MHD-Staffel, die ich schon mal genannt habe, die auch kein SoSi benützen kann? Und zu den BRH-Staffeln, die keine BOS-Berechtigung haben (siehe Posting von Andreas)? Die HiOrg haben SoSi-Berechtigung für Krankenfahrten und im Katastrophenfall, soweit ich das weiß. Alles andere ist Grauzone.

Zum Thema "Qualitätsunterschied": Das ist widerlegt, dann dürfte es keine schlechten Organisationsstaffeln geben, und die gibt es leider zuhauf. Zu "Zuverlässigkeit": Ich kenne Organisationsstaffeln, die grundsätzlich nicht bei Regen ausrücken, andere gehen nachts nicht in Einsätze. Und die "Überprüfbarkeit" hatten wir oben schon.

: Wenn eine HiO eine Staffel aufnimmt, dann nur wenn der Landesverband das für notwendig hält. Schließlich kostet eine Staffel auch eine Menge Geld. Private aber fragen nicht sondern machen es einfach. Egal ob sie wirklich gebraucht werden oder nicht.

Dazu habe ich eben schon Andreas geantwortet.

: Damit das Mißverständnis aus dem Weg ist: private sind für mich Staffel, die nirgendwo angeschlossen sind und willkürlich machen was sie wollen. BRH, BAG, DRV z.B. sind für mich zwar keine direkten HiO aber auch keine privaten weil sie sich in einem Verband zusammengeschlossen haben und überprüfbar sind. Die sind ja auch ganz offiziell in den Alarmplänen. Da hab ich ja auch nix dagegen.

Also, BAG-Staffeln sind zum Beispiel durchaus nicht grundsätzlich in den Alarmplänen. Es gibt auch BAG-Staffeln, die eigene Prüfungen haben und nicht die BAG-Prüfung mitmachen, das ist nämlich kein Aufnahmekriterium dort. Und es gibt einige absolut "freie" Staffeln in der BAG. (BAG ist übrigens auch nicht SoSi-Berechtigt, nur mal so nebenbei.) BAG ist der kleinste gemeinsame Nenner im RH-Wesen, man kann, muß aber nicht.

: PS: einen etwas freundlicheren Ton untereinander hier im Forum fände ich angenehmer :-)

Vielleicht sollte es Dir zu denken geben, wenn Du so deutliche Antworten bekommst. Zumal Du ja anscheinend Deine Behauptungen nur so aus der Luft holst (Posting an Kati), ohne irgendeine Ahnung von den tatsächlichen Verhältnissen zu haben. Und das nennt man nun mal Vorurteile. Damit schadest Du dem Rettungshundewesen viel mehr als ein freie Staffel, die das will, was wir eigentlich alle wollen: Menschen helfen.

Grüße, Kaya

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