Folgen für den Deckrüden :: Hundezucht & Hundeaufzucht

Folgen für den Deckrüden

von Boxersarah(YCH) am 10. Dezember 1999 10:42


: ps: auch auf die Gefahr hin dass ich mich jetzt oute: meine Mutter arbeitet in einem Tierheim, und nach dem was sie mir über die spanischen Hunde erzählt, scheint das eher ein gängiges Finanzierungsmittel der Heime zu sein als die reine Tierliebe. Aber das ist noch ein ganz anderes Thema....

Outen würde ich das nicht nennen, aber unsinn schreiben! Wir haben selbst Spanische Hunde bei uns im TH. Wenn ich das so durchrechne, mit Impfungen, Wurmkuren, Futter etc, bleibt da nicht viel über dem Strich! Bei uns läuft das zudem so, das wir die hälfte des Kaufbetrages wiederum dem spanischen Tierschutz zukommen lassen. Unser Motto: Hilf gleich zwei Hunden! Der eine, der ein neues zu Hause bekommt, und somit der Gaskammer entgeht, und gleichzeitig steht einem anderen wieder Fr. 150.-- zur Verfügung, für Behandlungen, etc. Häufig haben die Hunde auch andere Probleme, wie Hautparasiten etc. Hatte gerade einen Wurf, alle mit Demodexmilben (Sitzen unter der Haut und sind fürchterlich schwierig zu behandeln), da haben wir nur draufgelegt. Wir bezahlen alles aus der eigenen Tasche, sprich durch Ferienhunde. Auf Spendengelder verzichten wir. Soviel zur Bereicherung durch ausländische Hunde!

Liebe Grüsse, Sarah und die Hundebande

von mecki(YCH) am 10. Dezember 1999 11:15

Hi stephan,

: Naja, man sollte da nicht alles in einen Topf werfen...Thailand, Spanien, Tierheime hier.

o.k. Thailand und Spanien sind halt für mich besondere Grausamkeiten....und diese Länder kommen mir bei Hundevermehrung sofort in den Sinn.....

Bleiben wir mal bei den Tierheimen hier, da meine ich dass dies nicht an einem Überangebot an Hunden liegt, sondern an einer Diskrepanz zwischen den Wünschen/Träumen/Möglichkeiten der Halter.

Auch, aber doch nicht nur....sonst gäbe es doch auch keine Welpen in den TH`s. Ausserdem...wenn "Ersatzhund" nicht so leicht zu "beschaffen" wäre, wären die TH`s auch nicht so voll.
Gäbe es weniger Hunde, würde die Qualität wieder aufleben anstatt die Quantität.....

Wenn dann noch obskure staatlich Repressionen (Strafsteuer für bestimmte Hunde) dazu kommen, werden halt die Tierheime voll.

o.k. ja, daß ist echt ne sch.... Sache, da gebe ich Dir vollkommen Recht, aber wer immer dieses Gesetzt gemacht hat, war ja auch wohl kaum ein Hundefreund.....

: Ich finde allerdings, dass die Züchter bzw. deren Vereine eine Art "Auffangbecken" für ihre hunde schaffen sollten, so wie es das in Amerika gibt.

Amerika hat meines Wissens Auffangstationen (sog. Hundewurfbehälter...ähnlich wie Müllcontainer....) in der die armen Viecher warten müssen, bis sie des nächsten Morgens eingesammelt werden und wenn nach 3 (oder 7...weis nicht mehr so genau...) Tagen kein Besitzer sich meldet wird der Hund "entsorgt". Das von den Züchtern ist mir neu....was stimmt da jetzt ???

: Man könnte das mit einem Fonds finanzieren, den die angeschlossenen Züchter alimentieren.(so eine Art vorgezogener Receicling gebühr ;-))))...oder mit der
Hundesteuer, wobei mir Stuern nie sehr sympatisch sind.

Das Irre ist doch, daß der Staat "Steuerrabatte" erlässt oder hat (gibt´s glaub ich seit neuestem nicht mehr oder ???) wenn Du als "Züchter" mind. 2 Würfe im Jahr nachweisen konntest/kannst. Somit scheinen dort ja auch nur Idioten zu sitzen....

: andererseits machen das viele seriöse Züchter auch so, wenn der Käufer in Schwierigkeiten ist...da redet nur keiner drüber.

ja die guten Taten werden selten belohnt, aber die schlechten in die Welt hinaus getragen....

: : ich sprach doch nicht von Hundeausrottungen, sondern von einer überschaulicheren Zuchtzahlen...
:na gut, aber wie willst du "überschaulich" definieren?

eben der Anzahl der herrenlosen Hunden angemessen. Anstatt das der VDH mal Welpenstatistiken entwirft könnte er ja mal Statistiken über herrenlose Hunde entwerfen....fände ich mal ganz lustig zur Abwechslung.....(wie macht man eigentlich sarkastische Zeichen ???)

: ps: auch auf die Gefahr hin dass ich mich jetzt oute: meine Mutter arbeitet in einem Tierheim, und nach dem was sie mir über die spanischen Hunde
erzählt, scheint das eher ein gängiges Finanzierungsmittel der Heime zu sein als die reine Tierliebe. Aber das ist noch ein ganz anderes Thema....

na gut, dann mach deswegen mal einen eigenen Titel auf, würde mich interessieren oder schreib halt ins Kaffeeboard (dort ist der Rest der Meldung gelandet...)

grüsse sendet mecki

von Alex(YCH) am 10. Dezember 1999 11:29

Hallo Stephan,

: Stimmt es, dass die Rüden nach dem Decken selbstbewusster sind?
Wenn man bedenkt, daß sich in freier Natur nur Leitrüde/Leithündin fortpflanzen dürfen, ja.
Aber da wir keine Wilden mehr sind, ist ausschlaggebend wie Euer momentanes Ranggefüge ist.
Wenn die Fronten klipp und klar geregelt sind, wird es auch keinerlei Probleme geben.

: Wie gross ist das Risiko, dass der Rüde verletzt, zB verbissen wird?

Eher gering. Normalerweise. Wenn die Hündin in der empfängnisbereiten Phase ist (und nur dann)
bietet sie sich jedem an. Du merkst das wenn Du ihr über die Kuppe streichelst. Die Hündin bleibt stehen und bietet
sich an.
Ist diese Phase allerdings noch nicht erreicht, kann es schon sein, daß sie um sich beißt.

: Wie steht es mit Infektionen, ist das wirklich eine Gefahr?

Ja, schon. Es kommt manchmal vor, daß Hündinnen Bakterien haben. Der Rüde kann sich beim Deckakt diese einfangen.
Es besteht zwar keinerlei Lebensgefahr, aber eine Entzündung des GT kann es schon zur Folge haben.
Erfahrene Züchter lassen die Hündin eigentlich noch vor dem Deckakt untersuchen. Genauso wie der deckrüden-Besitzer
seine Sorge trägt.

Gibt es sonst noch was, was man dabei beachten muss (ich meine jetzt weniger auf die üblichen Fragen wie Zuchtziele bezogen, sondern mehr praktischer Natur).

Ja, bitte öfters zum Deckakt hinfahren, so ca. 2-4 Tage hintereinander, da es nicht beim ersten Mal gleich klappt !!!!

Ansonsten würde ich meinem Hund den Spass natürlich gönnen;

Na denn, viel Spaß noch.
:
: Gruss
:
Alex
:

von stephan(YCH) am 10. Dezember 1999 12:26

Hallo Alex,

das Thema ist für mich zwar schon geregelt, scheint aber noch ander zu interessieren, daher noch mal zwei Kleinigkeiten als Nachfrage:
:
: : Stimmt es, dass die Rüden nach dem Decken selbstbewusster sind?
: Wenn man bedenkt, daß sich in freier Natur nur Leitrüde/Leithündin fortpflanzen dürfen, ja.

Das würde in etwa den anderen Meldungen entsprechen. Ich muss auch sagen, dass ich da für mich kein Problem sehen würde, sondern eher für die anderen Meutegenossen, sprich die Kinder.
:
danke für Deine anderen Antwort, sehr sachlich ;-)))

Gruss Stephan & Nash

von stephan(YCH) am 10. Dezember 1999 12:42

Hallo Mecki

ich meinte natürlich nicht die "Hundemülleimer", sondern so Vereine wie Dobis in Not, d.h. Rassespezifische Vereine, die zB Bundesweit sich um eine Rasse kümmern würden. Oft genug gibt es Interessenten, die eventuell auch einen Dobermann aus dem TH nehmen würden, aber bis man die alle abgeklappert hat, das ist echt mühsam.....

Dazu kommt noch, dass man ja oft spezifische Kenntnisse über eine Rasse braucht, die könnte so auch besser zentralisiert werden. Ich fände es auf alle Fälle mal ne Idee, der man nachgehen sollte, zB von Seiten der Vereine mindestens mal eine Anlaufstelle zu schaffen. Finanziert könnte sowas durch Zuchtbucheinträge werden. Oder anders, da müsste man halt mal drüber nachdenken.

Zum Thema Staat und Steuern: Der soll lieber seine Finger aus allem lassen, der macht eh nur Mist.....

Mit der Statistik hast Du übrigens recht, führen denn die TH eine gesamthafte Statistik?

So, nach dem Rest werde ich jetzt mal forschen, mimmt ja einen ziemlichen Umfang an

Gruss

Stephan & Nash

von Stephan(YCH) am 10. Dezember 1999 14:13

Hallo Sarah

es ist immer schwierig, sowas zu behaupten, wenn man es nicht 100% weiss, obwohl ich glaube, das die Quelle ziemlich zuverlässig ist. Daher habe ich das auch in einem Nebensatz plaziert. Letztlich ist es wahrscheinlich auch müssig, weil es sich ohnehin nicht direkt berechnen lässt, es fallen ja auch noch hohe Fixkosten an. Ausserdem wäre es zu einem guten Zweck.

In dem Zusammenhang mit der Zucht hierzulande wollte ich eigetnlich nur anmerken, dass natürlich dieser Import von Hunden auch nicht vernachlässigt werden kann, und man sich auch fragen muss, ob das wirklich einen Sinn macht bzw ob man dann noch berechtigt ist, den Züchtern eine Massenvermehrung vorzuwerfen. Ich meine das wäre ja so, als würde man einen Geburtenstopp wollen, bis es keinen Hunger mehr auf der Welt gibt (wäre immerhin eine Überlegung wert).

Ich meine wenn man jede streunende Katze ins Tierheim bringen würde, dann würden die Tierheime doch platzen. Genauso ist es mit Füchsen und anderem Getier. Wenn man dann noch eine "Prämie" für jeden Hund vergibt, dann wird das bald zu einem einträglichen Geschäft. Um mich nicht falsch zu verstehen, aber ich finde hier sollte man das Übel an der Wurzel packen und zB zwangskastrieren.

Warum verzichtet Ihr auf Spendengelder?

Gruss

Stephan

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