Halti :: Hundeerziehung + Soziales

Halti

von Thomas(YCH) am 12. Oktober 2001 12:47

: Zwischen verleugnen und dem Zulassen besteht für mich jedoch ein
: Unterschied. Wenn ich denn schon dieses Problem habe, dann versuche
: ich es zu unterbinden und fördere nicht noch die Jagdleidenschaft
: dadurch, dass ich sie im Ansatz zulasse.
: Ausser für den speziell zur Jagd geführten Hund gehört nun mal das
: Jagen zu den unerwünschten Veranlagungen eines Hundes und die dann
: auch noch in der Art zu fördern, wie du es da beschreibst halte ich
: für Verwerflich.

nein, es ist absolut nicht verwerflich. also... ich denke wir sind
uns darin einig, dass ein unkontrolliert jagender hund in unserer
zeit nicht sein darf... die gründe dafür lassen wir mal unbetrachtet;
es darf einfach nicht sein.

ich ziehe es halt vor, sowohl die jagdleidenschaft meines hundes
als auch das gesamte jagdverhalten absolut zuverlässig zu
kontrollieren.

dabei lehne ich jede gewalteinwirkung ab, also E-Geräte oder andere
zum starkzwang geeignete geräte. ich lehne es weiterhin ab, dass
mein hund durch meine kommandos, durch meine anwesenheit, durch
meine überlegenheit, durch diktatorisches boss-gehabe, vielleicht
durch druck in der ausbildung oder durch sozialen druck so sehr
in seinem wesen eingeschränkt ist, dass er aus lauter angst vor
meinen repressalien nicht mehr jagen würde.... und dennoch will
ich nie und nimmer, dass mein hund jagd.

ich glaube, dass ich eine 100% kontrolle in gebieten mit potentieller
beute über meinen hund habe. ich habe das nicht mit vermittelter
angst erreicht, sondern darüber das ich die jagd initiiere und auch
abbreche, dass ich einfach der glaubwürdige chef bin, der eine
beute als lohnend oder als vergeblich einstuft.

: Es kommt mir da eher vor, als wenn du durch diese "Aktion" vor dem
: eigentlichen Problem ablenken willst.

das ist natürlich blanker unfug.

: Weiteres sprengt hier aber den Rahmen, da das Ursprungsthema das
: Halti ist!

ach ja... um beim thema zu bleiben.... ein halti habe ich dafür auch
nicht gebraucht. ;-)

: Da die Jagd des Hundes verboten ist, erübrigt sich die Diskussion darüber!

sie erübrigt sich sowieso, weil wir ja beide gegen den jagenden
hund sind. uneins sind wir vielleicht über die wege, die zum
kontrollierten hund führen.... aber das ist jetzt eh irrelevant.

: Einfache und edffizienter und von mehr Können würde es bedeuten, dass
: du erst garnicht die Jagd zulässt!

*lächelt* du solltest dich mal mit diesen (ach wie hiessen sie noch?)
angeborenen auslösemechanismen für verhaltensketten beschäftigen...
die biologische sicherheit des angeborenes verhalten.... welches,
über das nicht nachgedacht wird...

ich will auf gar keinen fall einen hund haben, der einen erheblichen
teil seinen wesens aufgrund von verboten einbüsst. abgesehen davon
dass es gar nicht möglich ist, diese antwortbereitschaft auf konkrete
umweltreize komplett zu verbieten.... es geht natürlich... mit angst...
das ist aber nicht mein ding.

: Aber wie gesagt, wir entfernen uns hier immer mehr vom Ursprungsthema.
: Eröffne einen neuen Thread, dann können wir gerne weiterdiskutieren.

nee, ist nicht notwendig. in der sache sind wir uns ja einig: der
hund darf nicht jagen ... mit oder ohne halti ;-)

T.

von Thomas(YCH) am 12. Oktober 2001 12:55

Hallo

:in diesem Fall gehen wir konform. Ich muß als Hundeführer mit allen
:Neigungen und Veranlagungen des Hundes leben und diese entweder,*snip*

sehe ich genausso....

: (Ausdrücke wie "soziale Interaktion" schätze ich nicht besonders)

soziale interaktion ist jedwede kommunikation, beabsichtigt und
auch unbeabsichtigt, die zwischen dir und deinem hund im normalen
leben stattfindet.

ob es soziale interaktion ist, wenn z.b. die soldaten beim appell
unter dem geschrei des offizieres funktionieren.... weiss ich auch
nicht.. vielleicht nicht... also das wäre vergleichbar, wenn du
Unterordnung übst, oder mit brachialer stimmgewalt den hund in
hoher reizlage unter kontrolle bringst.... aber nichts destotrotz
findet zwischen dir und deinem hund soziale interaktion statt...
selbst dann, wenn du deinem hund nicht als empfänger für kommunikation
würdig erachtest.

:....wenn ich bestimmte Handlungen unterbinde. So muß es auch möglich
: sein, Jagdverhalten einerseits zuzulassen und anderseits zu
: unterbinden, je nachdem, was nötig und möglich ist.

ja

g, T.

von Attila(YCH) am 12. Oktober 2001 12:57

Hi Thomas,

: wie kann es sein, dass der mensch sich unbemerkt ausser sichtweise
: des hundes bewegen kann???? tja, wie vor... ich glaube, wenn die
: bindung intakt ist, achtet der hund immer darauf was sein mensch/boss
: tut... ob er vielleicht sogar zum hallali bläst... *g


hast Du Dich noch nie versteckt, wenn der Hund gerade irgendwo herumstöberte, und den Hund nach Dir suchen lassen? Wenn ich ihm die Freiheit lasse, ein wenig vorauszulaufen und selbständig zu erkunden, kann ich das; bei zwei Hunden gelingt's mir allerdings kaum mehr.

Gruß, Attila

von Thomas(YCH) am 12. Oktober 2001 13:00

: obwohl die scheinbar so modernen Methoden, die den finsteren
: mittelalterlichen Drill ablösen sollen, bei echten Problemhunden zu
: ernsten Schwierigkeiten führen.

suggestiv formuliertes fehlurteil.... definitiv!

T.

von Thomas(YCH) am 12. Oktober 2001 13:13

: Wenn all die nach "alter" Methode erzogenen Hunde nur negativ dabei
: belastet waren, dann frage ich mich, wie sie dann zu Erfolgen
: gekommen sind.

weil die messlatte praktisch auf dem boden gelegen hat.

versuch doch mal mit einem solchen hund, auf dem ureigensten
übungsplatz, alle übungen seitenverkehrt zu machen... alles nur
entgegen der normalen richtung... das sorgt für die grössten
lacher... solche hunde funktionieren nur, weil sie nix gelernt haben
und einfach nur stur ihre übungen auswendig gelernt haben.

schick doch mal quer oder oder umgekerht voraus, oder rufe bei
normaler richtung nicht "platz". oder lass doch mal aus dem schritt
das "steh" oder "platz" weg, mach die schrittfolge entgegengesetzt
oder quer... aber alles OHNE (!!!!) leine. schick um die reviere in
umgekehrter reihenfolge, stell einfach mal den helfer in ein anderes
revier.
nach dem "platz" gehste mal deine normalen schritte weiter und drehst
dich aber nicht rum. schau über die schulter zum hund und ruf "hier",
dann schau wieder nach vorne...dann wirste sehen, wie er das vorsitzen
gelernt hat...

wenn dein hund alles trotzdem richtig macht, dann sei stolz. dann
bist du wahrlich ein guter ausbilder... ansonsten sollte du dir
darüber im klaren sein, dass dein hund gar nix gelernt hat.lediglich
wie er amschnellsten seine übung hintersich bring... womöglich sogar
als schadensvermeidung... er hat nicht gelernt die übung zu
absolvieren, sondern nur wie er dich durch die übung kontrolliert,
um seine bestrafung zu vermeiden. (das "du" ist kleingeschrieben,
meint also Dich nicht persönlich)

T.

von Thomas(YCH) am 12. Oktober 2001 13:15


: hast Du Dich noch nie versteckt, wenn der Hund gerade irgendwo
: herumstöberte, und den Hund nach Dir suchen lassen? Wenn ich ihm die
: Freiheit lasse, ein wenig vorauszulaufen und selbständig zu erkunden,
: kann ich das; bei zwei Hunden gelingt's mir allerdings kaum mehr.

ach so meinst du das... klar... mach ich oft... aber es trennt uns
dann nur die sicht, nicht aber eine grosse entfernung.

T.

ps
langsam artet es in arbeit aus

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