Hilfe!Mein Hund hat gebissen. :: Hundeerziehung + Soziales

Hilfe!Mein Hund hat gebissen.

von P.H(YCH) am 27. Januar 2003 07:54

Tschau Tanja

:Aber dieser Hund hat nicht zugebissen weil die Vorbesitzer
:ihn "verwöhnt" haben und nichts gemacht haben wenn er zuschnappt (habe
:ich jedenfalls so verstanden), sondern weil die Vorbesitzer ihn
:geschlagen haben.

Aha die Vorbesitzer haben ihn geschlagen und deshalb beisst er? Wieso?
Das ergibt keinen Sinn? Hätte er einen bösen Vorbesitzer gehabt, der ihn schlug, dann hätte er dem Hund zumindest das beissen durch gemacht.
Dieses Märchen hört man immer, der Hund wurde geschlagen, deshalb beisst er. So was passiert höchdstens wenn der Hund geärgert wird, halbpatzig geschlagen, oder wenn er so massiv geschlagen wird, dass er das als letzte Chance anschaut.


:einzige was der Hund lernt ist: die Hand des Menschen tut weh, deshalb
:wehre ich mich;

Nein das lernt er nicht. Er lernt, diese Hand gibt mir zu fressen, diese Hand streichelt mich und diese Hand rügt mich auch. Hat ein Hund zwei Schnauzen, eine zum schlecken und liebkosen und eine zum rügen?

:aber es klingt nach schlagen, und das lehne ich kategorisch ab!!

Ich nicht, wenn mich ein Hund beisst, das lehne ich kategorisch ab. Wenn er beisst ist alles recht, es sollte nur kurz und so heftig sein, dass er denkt, lieber nicht noch einmal.

Gruss P.H



von P.H(YCH) am 27. Januar 2003 08:03

Hallo P.H.


: Was mich interessieren wuerde: Mit welcher Methode hast du den Hund
:denn korrigiert? Auf den Ruecken werfen? (ist ja bei einem grossen,
:kraeftigen Hund nicht so einfach). Schnauzengriff? Schlagen? (finde
:ich nicht o.k., kommt schliesslich unter Hunden nicht vor).

Gut entweder wirkt es nicht, oder es ist nicht o.k.
Beissen tue ich auch nicht, das ist für mich nicht o.k.
Dem Hund ist es auch gleich.

Nun wenn Evam. ihren Hund nur ein wenig schlägt, dann wird er sich in erlernte Verhalten stürzen und den Kampf aufnehmen mit noch heftigerem beissen. Also muss es so gemacht werden, dass es den Hund kurzfristig überfordert. Sprich genügend fest, so dass es ihm nicht in den Sinn kommt, nochmals zu beissen.

Ich gab diesem Hund einen Tritt.

Gruss P.H

von Attila(YCH) am 27. Januar 2003 09:09

Hi Evmaria,

: nur zur Klarstellung bitte: Die Futterschüssel kann man meinem Hund beim Fressen problemlos wegnehmen..ins Bett darf er auch nicht...seine Aktionen passierten immer vor unserem Bett/bzw. Couch und es passiert auch nicht immer, wenn er mal ein fressbares Beutestück irgendwo hinschleppt. Deswegen bin ich so unsicher geworden.

es ist aber anscheinend doch so, daß der Hund bestimmte Gegenstände mit einem Besitzanspruch belegt - jedenfalls von Zeit zu Zeit: eben Beute. Also solltest Du dafür sorgen, daß die "Beute" nicht in einer Weise herumliegt, daß Du sie - vielleicht ohne nachzudenken - beiseite räumen mußt und dann der Hund angreifen kann. Weg mit dem Zeug! Willst Du selber etwas aufnehmen, das in Frage kommen könnte, solltest Du den Hund zuvor hinausschicken. Es kann vorkommen, daß Hunde bestimmte "Lieblingsgegenstände" erwählen, mit Beschlag belegen und dann auch zähnefletschend verteidigen; also müssen diese Gegenstände weg, das ist die erste Maßnahme. Dann gilt es die Bindung zu verstärken
und die Rangordnung zu "vereindeutigen" im Sinne von Unterordnung. Sehr hilfreich kann es sein, den Hund eine Zeitlang aus der Hand zu füttern; das läßt ihn seine Abhängigkeit spüren. Also nichts bereitstellen, das er irgendwie mit Beschlag belegen könnte; beobachten, wie sich so eine "Inbesitznahme" anbahnt, und dann den Gegenstand beseitigen; es einfach zu den klassischen "Beißsituationen" nicht mehr kommen lassen. Das ist am Anfang sicherlich sehr anstrengend, denn Du mußt ständig Dein Umfeld beobachten und korrigieren, aber es könnte sich lohnen, wenn Ihr den Hund behalten wollt.

Ganz grundsätzlich haben die anderen recht, so ein Verhalten hat Entwicklung, es entsteht nicht unmotiviert von heute auf morgen - und ein Hund beißt nicht ohne Vorwarnung. Die ersten Dominanzsignale, das erste Knurren, da hättest Du mit Einwirkung reagieren müssen. Jetzt kannst Du wahrscheinlich, bei einem doch schon älteren Hund, nur noch die Symptome kurieren.

Gruß, Attila

von Attila(YCH) am 27. Januar 2003 09:22

Hi Inge,

: Viele Probleme entstehen aber auch dadurch, dass Menschen dazu neigen, Fehlverhalten bei einem 8 Wochen alten Welpen total niedlich zu finden ("ist das nicht süüüüüüßßßß, wie er knurrt?"winking smiley, und dann wundern sie sich, wenn der erwachsene Hund sie strammstehen läßt.

wie Du weißt, habe ich ja einen Welpen (jetzt genau vier Monate), und wie Welpen es vor der Zahnung so an sich haben, kaut und beißt er auch an meinen Händen und Armen sowie an meiner Kleidung herum. Sobald er zu grob wird, schreie ich wie ein kleiner Welpe, und er läßt ab (falls nicht, öffne ich seinen Fang mit schmerzhaftem Druck). So baue ich systematisch seine Beißhemmung auf. Ich beiße gelegentlich auch zurück, ins Ohr, in die Läufe, ins Nackenfell, das klappt ebenfalls gut; dabei knurre ich kräftig und fühle mich in einen Schäferhund verwandelt. Einmal, aber wirklich nur einmal, hat der Kleine, den ich wegen seiner Abstammung (Lord Gleisdreieck usw.) von Anfang an gut unter Kontrolle halte, nach meinem Gesicht geschnappt - sofort habe ich ihn in Hundemanier umgestoßen, auf den Rücken gedreht und ein unartikuliertes Gebrüll ausgestoßen. Sicher hätte ich ihm auch einfach ausweichen und das Ganze niedlich finden können, aber ich setze von Anfang an Grenzen, um dann später immer weniger setzen zu müssen. Dafür braucht man aber Kenntnisse, Erfahrung und eine gute Beobachtngsgabe, um kleinste Verhaltensänderungen zu bemerken.

Gruß, Attila

von Attila(YCH) am 27. Januar 2003 09:30

Hi Sonja,

: Du beklagst Dich über zu allgemein gehaltenen Empfehlungen und Massnahmen. Ohne den Hund gesehen zu haben, empfiehlst Du aber mal ganz pauschal eine Tracht Prügel. In meinen Augen ein ziemlicher Widerspruch.
: Und wenn der Hund stark und entschlossen genug ist, zieht mensch da gewaltig den Kürzeren.. das nur mal Rande.

ich habe mal ein Hundebuch gelesen, da wird empfohlen, einen renitenten Hund festzubinden und ihm mit aller Kraft Stockschläge zu verpassen - nein, es war nicht von 1890, sondern eher von 1980.

Von einer Tracht Prügel kann doch gar nicht die Rede sein, sondern von einer gezielten und angemessenen Reaktion. Diese kannst Du aber leider selten leisten, wenn Du dem Hund erlaubst, Dich zu überraschen - dann ist das Unglück passiert, Du ziehst Dich zurück (was in Panik jeder tun wird), der Hund hat seine Bestätigung. Deswegen gilt es ja, solche Situationen gezielt zu stellen und zu provozieren, um nun den Hund zu überraschen - womit auch immer; das würde ich auch durchaus für kompetent halten. Ist der Biß einmal erfolgt, nützt auch die Tracht Prügel nichts.

Gruß, Attila

von Susi(YCH) am 27. Januar 2003 11:05


: Und wir wieder mal "Grundübungen des Gehorsams" trainieren sollten?

Diese Sachen gehören ständig trainiert, oder glaubst du, daß ein Hund, dies einmal gelernt, es für immer weiß? Wenn du in der 1. Grundschulstufe das Rechnen lernst und es seit dem nie mehr verwendest, kannst du es dann sicher auch nicht mehr.
Warum schüttelst du den Hund nicht, wenn du ihn schon am Genick nimmst? Das wäre das normale Verhaltensmuster (natürlich in einem der Größe des Hundes angepaßten Stärke, ohne ihm das "Genick zu brechen"winking smiley.

Grüße Susi

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