Kampfhundeerlass :: Was sonst nirgends passt

Kampfhundeerlass

von Petra(YCH) am 02. Dezember 1998 22:00

Hallo Sabine

Das Ganze hat nichts mit Weltfremdheit zu tun. Ich habe und werde nie meinen Hund aggressiv machen, und wie schon gesagt, ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen, aber es bringt mir und meinem hund nichts, wenn ich von beispielen loieber vertreter von kampfhundrassen in NRW oder sonst wo höre. Ich brauche sie hauptsächlich an meinem Ort.

Ciao Petra

von A. Timmler(YCH) am 02. Dezember 1998 22:12

::
Lieber Peter,
sicher hast Du recht es gibt nichts schlimmeres als seinen Hundefreund zu verlieren. Sicher ist so ein Erlebniss grauenvoll, doch dieser Unfall hätte auch mit jeder anderen Hunderasse passieren können.
Ich gebe dir recht wenn Du meinst, daß dieser Hundebesitzer zur Verantwortung gezogen werden muß. Der Hund vermutlich ein Pitbull hat durch den rein auf Beschädigung ausgerichteten Kampf bewiesen das er kein soziales Verhalten gelernt hat, asoziale Hunde gehören nicht auf diese Welt. Doch und das bitte ich zubedenken und das ist ähnlich wie bei uns Menschen nicht jeder Sinti klaut, nicht jeder Japaner kann Kung Fu, nicht alle Holländer leben im Wohnwagen und nicht jeder sogenannter Kampfhund ist ein Kampfhund. Jeder Hund einer jeden Rasse kann zum Kampfhund ausgebildet werden.
Viele Grüße
A. Timmler

von Wolf Peter(YCH) am 03. Dezember 1998 03:09

:Hallo Isis
:
grinning smileya Du wissen moechtest, wie alles passiert ist, folgt hier eine kleine Beschreibung:
:
:Ich bin mit meinem Jerry, der an der Leine war, auf einem Gehweg gelaufen. Auf der gegenüberliegenden Seite standen LKWs auf ihren Parkplätzen. Plötzlich tauchte der Pitbull hinter einem der LKWs auf, sah den jerry und stürzte sofort auf ihn los. Ich habe zwar noch versucht, den Jerry von der Leine zu kriegen, mußte aber meine Hand zurückziehen, denn sonst hätte der Pitbull sie erwischt. Das ging so schnell, daß ich keine Chance mehr hatte die Leine wegzubekommen. Der Pitbull hat den Jerry, der keinen Ton von sich gegeben hatte, sofort am Hals und im Kiefer erwischt und ließ ihn nicht mehr los. Er schleuderte ihn durch die gegend, wie er wollte, und das obwohl der Jerry ein Berner Sennenhund-Bobtail-Mischling war. Seine Besitzerin rief ihn zwar, aber er hörte absolut nicht auf sie. Sie trat ihm dann in den Unterleib und in die Eier, aber er zuckte nicht einmal mit der Wimper. Ein Passant wollte dann helfen und trat ihm mit voller Wucht mehrmals auf den Kopf und ins Genick, aber auch das interessierte den Pitbull in keinster Weise. Während dieser ganzen Aktionen machte er mit Jerry, was er wollte und ich stand nebendran und konnte nichts tun. Das Gefühl der absoluten Ohnmacht und des nicht Helfen Könnens wünsche ich nicht einmal meinem ärgsten Feind. Mal ganz abgesehen davon, wie Jerry danach aussah. Als nämlich dann, als Jerry bereits tot war, sein Besitzer dazu kam, mußte er seinen eigenen Hund dreimal um die eigene Achse drehen, bis er ihn von Jerry wegbekam. Als meine Freundin, die das Halsband von Jerry holen wollte, zu ihm sagte, daß solchen Hunden einen Maulkorb verpaßt gehört, war sein Kommentar: "Warum denn, ich bin doch versichert, und meine Versicherung bezahlt den Schaden."
:
:Natürlich habe ich ihn angezeigt, aber das alles hätte vermieden werden können, und das ganze Theater bringt mir meinen Jerry auch nicht wieder.
:
:Natürlich kann ich auch nicht alle Kampfhundbesitzer verurteilen, aber leider scheint es so zu sein, daß in meiner Stadt mit der Ausnahme von zwei Kampfhundebesitzern, alle anderen den hund als (wenn auch nur mögliche Waffe) mißbrauchen. Und genau die, die in meiner Wohngegend wohnen sind aggressiv, und zwar auf das äußerste. Und wenn man auf die Eignung der Hundebesitzer zu sprechen kommt, dann habe ich das schöne Beispiel einer jungen Frau, zierlich gebaut, hält sich einen Pitbull, der absolut keine Ahnung von Erziehung hat, der ausgestattet mit einem Flechthalsband an einer Flexi-10-Meter-Leine läuft und sein Frauchen als Fahne hinten dran. Mal ganz abgesehen davon, daß sie ihn schon mit einer normalen Leine nicht hält, gibt sie ihm auch ncoh mit der Flexi-Leine so an die 3-4 Meter Auslauf, so daß er noch mehr Gewalt über sie bekommt.
:
grinning smileyas zum Thema Kampfhunde. Ich werde weiter dafür arbeiten, daß es einen Maulkorbzwang für Kampfhunderassen geben sollte, weil es nichts bringt, eine Leinenpflicht auszusprechen, wenn sich der Hund losreißen kann.
:
:Ich für meinen Teil kann damit leben, eine bestimmte Gruppe von Hundebesitzern zu "diskriminieren", trotzdem schere ich nicht alle über einen Kamm, mag sich daß vielleicht auch wiedersprechen.
:
:Ciao Petra, die sich bereits heute mit einer 5monatigen Jessy den Abend vertreibt (und sich fragt, ob es vielleicht ein Fehler war, sich bereits jetzt schon einen neuen Hund zuzulegen?)

Hallo Petra !

Das beste Medizin nach so einem Verlust ist: einen neuen Hund anzuschaffen.

Das was du hier beschrieben hast, ist einfach nicht zu fassen.
Ein Pfilcht für Maulkorb halte ich auch unbedingt notwendig.
Ohne wenn und aber.

Nochmal: Es tut mir wirklich Leid für Dich und Jerry.

Ciao Wolf Peter

von Anja(YCH) am 03. Dezember 1998 07:25

Hallo Petra,

bis jetzt habe ich mich rausgehalten, da mir das Thema Kampfhunde ehrlich gesagt zum Hals raushängt. Aber als ich Deinen Bericht gerade gelesen habe, mußte ich wirklich schlucken. Bis jetzt war ich irgendwie davon ausgegangen, daß Du einen kleinen Hund besessen hast. Das sich ein Pitbul auch auf einen so großen Hund stürzt und dieser nicht die geringste Chance hatte, gibt mir wirklich zu denken. Ich finde es sehr bewundernswet, daß Du nach solch einem Erlebnis noch halbwegs vernünftig mit dem Begriff "Kampfhunde" umgehst.

Ich habe seitdem ich einen Hund habe immer verucht, neutral mit dem Thema umzugehen und auf sogenannte "Kampfhunde" genauso zuzugehen wie auf andere Rassen auch. Mein Freund ruft unseren Hund immer zurück, wenn er solch einen Hund sieht, ich habe das nie gemacht, weil ich es irgendwie unfair den Hunden und Besitzern gegenüber finde, deren Hunde ja genauso so normal sein können wie unsere auch. Ich fände es ja auch nicht schön, wenn ich einen ganz lieben Hund hätte und alles Leute würden ihre Hunde bei seinem Anblick zu sich rufen. Nachdem ich Deine Geschichte gelesen habe muß ich ehrlich zugeben, daß mir das in Zukunft schwerer fallen wird.

Schockierte Grüße von Anja

von Julia B.(YCH) am 03. Dezember 1998 10:15

Hallo Petra,

ich habe auch Deine Meldung gelesen und möchte Dir sagen, daß es mir sehr leid tut. Es wäre eine Lüge wenn ich sage, ich weiß wie Du Dich fühlst, aber ich kann es mir so ungefähr vorstellen. Wir haben keine Kinder, zwei Hunde und sind mit diesem Zustand sehr glücklich. Wenn ich daran denke, daß eine der Beiden auf diese Weise sterben muß ... Kann ich nicht.
Was ich aber voll verstehen kann, ist Deine Meinung über Kampfhunde nach diesem Vorfall. Ich habe mich in diesem Forum bemüht, mich von Vorurteilen frei zu machen, nicht alle über einen Kamm zu scheren. Das was Du hier bekannt gibts, läßt mich wieder weit zurückfallen. Ich denke auch das unbedingt eine Verordnung deutschlandweit her muß. Erschwerte Bedingungen einen solchen Hund zu bekommen und evtl. langsame Einstellung der Zucht. Der Mensch hat ein Monster geschaffen und es dauert lange, bis er sich seine Fehler eingesteht. Ich habe innerhalb eines Jahres 3x einen ähnlichen Vorfall mit eigenen Augen gesehen (Mops, Schelti, Cocker) und unzähliges in Zeitungen/Fernsehen gelesen/gesehen. Ich habe aber nicht eine einzige Meldung über andere Rassen gelesen/gesehen, wo derartiges vorgekommen ist. (Obwohl ich nicht in Abrede stelle, daß es soetwas gibt.)
Die Tierheime sind voll von gestörten Kampfhunden die keine will. Sie wegetieren im Dämmerzustand vor sich hin, bis sie endlich eigeschläfert werden. Das ist grausam und Schuld hat wieder der Mensch. Sicher tun mir die Kampfhunde bzw. deren Frauchen/Herrchen leid, die einen lieben Hund haben. Für das Wohl der Allgemeiheit bin ich aber nun der Meinung, daß es auch andere Rassen gibt, die nicht so -Entschuldigung- versaut wurden. Ja, es ist so, die Kampfhunde müssen unter Kontrolle und als Opfer in diesem Fall müssen die lieben Kampfhunde herhalten. Ich denke aber, daß ist ein geringes Opfer bei 100% Hunden und 100% Menschen die die Schnauze nun endgültig voll haben von der Angst und von solchen Vorfällen. Passieren noch mehr solche "Unfälle" wird sich unsere Regierung auch auf Druck der Bevölkerung noch viel "Bessere" Dinge als Leinenzwang und erhöhte Steuern einfallen lassen und die Uneinsichtigkeit der Kampfhundbesitzer trägt dazu noch bei. Wie gesagt, ich wohne in Berlin und kenne auch keine lieben Kampfhunde und auch keine vernünftigen Besitzer. Ich dachte hier im Forum gibt es Leute, die sich einsetzen um es Besser zu machen, die was erreichen wollen für das Wohl aller und nicht nur um den eigenen Ar... zu retten bzw. den von ihrem Hund. Leider passiert da auch nichts greifbares. Also, wenn es darum geht die Welt für Mensch und Hund sicherer zu machen und es dazu notwendig ist, daß dies ohne Kampfhunde geschieht, meine Stimme hat ihr. Wenn Du bis hier gelesen hast, kannst Du Dir vorstellen, wie mich Deine Nachricht emotional belastet hat. Es tut mir für Dich wirklich leid. Dein Jerry hat nichts davon, der ist im Hundehimmel, trotzdem, es tut mir sehr leid.
Ich ziehe mich nun zurück aus diesem Forum, weil es sind die Unverbesserlichen, wenn ich so einige Meldungen lese, die Du als Reaktion bekommen hast. Weiterhin werde ich mich "bewaffnen" mit Reizgas, Schockgerät und Messer, damit mir soetwas nicht passieren kann. Hoffentlich nicht passieren kann. Ich werde auch unsere Infrastuktur bitten, meine Mailadresse zu ändern, damit ich von evtl. Antworten verschont bleibe. Ich höre die User in diesem Forum schon wieder schreien: Es gibt auch Schäferhunde die andere Hunde totbeißen (kenne ich keinen Fall), man kann jedem Hund zum Kampfhund machen (ha ha, Yorkie?, Dackel??? ha ha) na usw. usw. Solche Meldungen will ich nicht mehr lesen. Also, ich wünsche Dir, daß Du trotzdem noch ohne psychodruck mit Deinem Hund spazieren gehen kannst und alles gute für die Zukunft.

Gruß Julia

von Yvonne & Hexe(YCH) am 03. Dezember 1998 10:05

Hallo

::Am Sonntagabend hat ein Pitbull meinen Hund ohne Grund angefallen und ihn tot gebissen. Meine Meinung zu Kampfhunden kann man sich jetzt vorstellen.

:Es tut mir wirklich leid für dich und für Jerry.

Auch mir tut das furchtbar leid!!

:Bleib bitte Hart, trotz Schmerzen, und kämpfe dafür, daß solche
:Leute bestraft werden,

jawoll!!! Die Leute muß man bestrafen. Ich hoffe allerdings für Petra, daß sie da nicht Anzeige gegen Unbekannt machen muß.

:und so ein Hund sofort aus dem Verkehr gezogen werden muß.

Heißt das jetzt, daß er eingeschläfert werden soll?? Das würde ich nun wieder nicht verstehen. Wenigstens ein Versuch in sehr erfahrenen Händen sollte dem Hund helfen, therapiert zu werden.

:Es ist ganz einfach nicht zu verantworten.

Dem Tier würde ich trotzallem eine Chance geben. Erst, wenn auch das fehlschlägt, würde ich für den Hund die Konsequenzen ziehen.

Viele Grüße

Yvonne und Hexe
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